<h1>Erhalt der Besch&auml;ftigungsf&auml;higkeit</h1> <h2>Diese arbeitsmedizinische Empfehlung soll die wesentlichen Merkmale einer guten betrieblichen Praxis von Pr&auml;vention und Gesundheitsf&ouml;rderung zum Erhalt der Besch&auml;ftigungsf&auml;higkeit konkretisieren... Quelle BMAS</h2> <p>Erhalt der Besch&auml;ftigungsf&auml;higkeit. Arbeitsmedizinische Empfehlung. Ausschuss f&uuml;r Arbeitsmedizin. Im demografischen Wandel wird Gesundheit zum kostbaren Gut in der Arbeitswelt. Es gibt weniger Menschen im erwerbsf&auml;higen Alter, das Durchschnittsalter der Belegschaften steigt und die Menschen bleiben l&auml;nger im Arbeitsleben. Auch Belastungssituationen im Betrieb, die durch komplizierte Abl&auml;ufe oder enge Zeitvorgaben verursacht werden, wirken sich auf die Gesundheit der Besch&auml;ftigten aus. Deshalb setzen kluge Arbeitgeber auf betriebliche Pr&auml;vention und Gesundheitsf&ouml;rderung. Dabei stehen ihnen Betriebs&auml;rztinnen und -&auml;rzte als Experten zur Seite. Sie wissen, wie Unternehmen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Belastungen sch&uuml;tzen und ihre Besch&auml;ftigungsf&auml;higkeit durch positive Einfl&uuml;sse erhalten und st&auml;rken k&ouml;nnen. Sie wissen, wie man Umfeld schafft, in dem die Besch&auml;ftigten bis zum Rentenalter erwerbst&auml;tig sein k&ouml;nnen. Das physiologische Altern l&auml;sst sich nicht aufhalten. Aber wir k&ouml;nnen daf&uuml;r sorgen, dass uns die &auml;lteren Besch&auml;ftigten mit ihren unsch&auml;tzbaren Erfahrungen und ihrem gro&szlig;en betrieblichen Wissen so lange wie m&ouml;glich erhalten bleiben. Grundlagen. Leistungsf&auml;higkeit und Belastbarkeit im Erwerbsverlauf. Altern, Gesundheit und chronische Erkrankungen. Sozialer Status, Gesundheit und Besch&auml;ftigungsf&auml;higkeit. Arbeitsbedingungen und Altern. Gestaltung betrieblicher Pr&auml;vention und Gesundheitsf&ouml;rderung. Prim&auml;rpr&auml;vention: Alterns- und gesundheitsgerechte Arbeitsgestaltung. Arbeitsmedizinische Beratung bei der Arbeitsgestaltung. Arbeitsplatz-/Betriebsbegehungen. Arbeitsmedizinische Aspekte der Arbeitszeit und Lebensarbeitszeit. Personalentwicklung, Personaleinsatzkonzepte, Arbeitsorganisation. F&uuml;hrung und Gesundheit. Sekund&auml;re Pr&auml;vention durch Fr&uuml;herkennung. Arbeitsmedizinische Pflicht- und Angebotsvorsorge. Arbeitsmedizinische Wunschvorsorge. Fr&uuml;herkennung im Rahmen betrieblicher Gesundheitsprogramme. Arbeitsmedizinische Vorsorge und verbesserte Arbeitsgestaltung. Betriebliche Gesundheitsf&ouml;rderung. Information und Unterst&uuml;tzung besonderer Zielgruppen zur Gesundheitsf&ouml;rderung. Rehabilitation, Integration und betriebliches Eingliederungsmanagement. Die soziale Dimension. Rolle der Betriebs&auml;rzte im betrieblichen Eingliederungsmanagement. Aufgaben der betrieblichen Partner im Rahmen des BEM. Praktikable Kennzahlensysteme f&uuml;r die betriebliche Pr&auml;vention. Beispiele praktikabler Gesundheitskennzahlen. Rolle der Betriebs&auml;rzte im Rahmen eines Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM). Spezifische Anforderungen an die Pr&auml;vention in Kleinund Mittelbetrieben. Ausgangssituation und Handlungsbedarf. Besondere Erfordernisse und Ans&auml;tze der Pr&auml;vention und betrieblichen Gesundheitsf&ouml;rderung in KMU. Erhalt der Besch&auml;ftigungsf&auml;higkeit bedeutet, den sich wandelnden Arbeits- und Kompetenzanforderungen &uuml;ber ein ganzes Erwerbsleben hinweg gerecht werden zu k&ouml;nnen und im Sinne der Teilnahme und Teilhabe am Erwerbsprozess aktiv zu bleiben. Dieses Handlungsfeld erfordert eine professionelle Kooperation zwischen Arbeitsmedizinern, Sicherheitsfachkr&auml;ften, F&uuml;hrungskr&auml;ften, Planern, Ergonomen, Personalentwicklern, der operativen Personalarbeit und Betriebs-/Personalr&auml;ten. Sein Erfolg h&auml;ngt jedoch letztlich davon ab, ob es gelingt, die Besch&auml;ftigten an allen Aktivit&auml;ten zu beteiligen. Viele Gr&uuml;nde sprechen f&uuml;r eine besondere Rolle der Betriebs&auml;rzte bei der Erf&uuml;llung dieser wichtigen gemeinsamen Aufgabe (Letzel et al. 2007). Ihre arbeitsmedizinische Qualifikation und ihre praktische Arbeit widmen sich stets sowohl den Arbeitsbedingungen als auch den Besch&auml;ftigten und deren Gesundheit (Scheuch et al. 2002). Aus ihrer Erfahrung und ihren Erkenntnissen sind pr&auml;ventive Ziele, Handlungsbedarfe und Ma&szlig;nahmen im Betrieb abzuleiten. Die vorliegenden Empfehlungen richten sich insbesondere an Betriebs&auml;rzte, dar&uuml;ber hinaus aber auch an die betrieblichen Sozialpartner, weitere Pr&auml;ventionsexperten, betriebliche Entscheidungstr&auml;ger sowie an Pr&auml;vention interessierte Besch&auml;ftigte. Sie sollen die wesentlichen Merkmale einer guten betrieblichen Praxis von Pr&auml;vention und Gesundheitsf&ouml;rderung zum Erhalt der Besch&auml;ftigungsf&auml;higkeit konkretisieren und damit Arbeitgeber wie Betriebs&auml;rzte ermutigen und bef&auml;higen, die Chancen von Pr&auml;vention und Gesundheitsf&ouml;rderung im Betrieb aktiv zu nutzen. Sie st&uuml;tzen sich dabei auf wissenschaftliche Erkenntnisse und Praxiserfahrungen auf nationaler und internationaler Ebene. Das Thema &#039;&#039;Arbeit und psychische Gesundheit&#039;&#039; gewinnt in diesem Zusammenhang kontinuierlich an Bedeutung, es wird allerdings in Anbetracht der darauf detailliert eingehenden Arbeitsmedizinischen Empfehlungen &#039;&#039;Psychische Gesundheit im Betrieb&#039;&#039; (Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales 2011) hier nur am Rande behandelt. Wegen der Breite m&ouml;glicher Handlungsfelder und der Vielfalt der Erkenntnisse verbietet sich eine detaillierte Darstellung einzelner Programme und Ma&szlig;nahmen</p> <p><a href="https://www.jobadu.de/pdfs/01838.pdf">Publikation zeigen</a></p>