<h1>Steuertipps f&uuml;r Existenzgr&uuml;nder</h1> <h2>Als Unternehmerin oder Unternehmer m&uuml;ssen Sie f&uuml;r jedes abgelaufene Kalenderjahr eine Einkommensteuererkl&auml;rung abgeben... Quelle Finanzministerium Niedersachsen</h2> <p>Der erste Schritt, wenn Sie einen Gewerbebetrieb er&ouml;ffnen oder &uuml;bernehmen wollen: Wenden Sie sich bitte pers&ouml;nlich oder schriftlich an die Gewerbemeldestelle des zust&auml;ndigen Ordnungsamtes und melden Sie Ihren Betrieb innerhalb eines Monats nach Er&ouml;ffnung oder &Uuml;bernahme an. Dazu sind Sie nach der Gewerbeordnung (&sect; 14 oder &sect; 55c GewO) und der Abgabenordnung (&sect; 138 AO) verpflichtet. Dort m&ouml;chte man z.B. von Ihnen wissen: Wann werden Sie Ihre T&auml;tigkeit aufnehmen? Welches Gewerbe werden Sie aus&uuml;ben? Das f&uuml;r Sie zust&auml;ndige Finanzamt erh&auml;lt dann vom Ordnungsamt eine Durchschrift Ihrer Gewerbeanmeldung. Eine zweite Durchschrift geht an die Gewerbesteuerstelle des Steueramtes Ihrer Gemeinde. Sie teilt Ihnen Ihre GewerbesteuerHebenummer mit, unter der Ihr Betrieb bei der Gemeinde gef&uuml;hrt wird. Bitte nennen Sie diese Nummer bei jedem Telefongespr&auml;ch oder in jedem Brief an die Gemeinde. Eine selbst&auml;ndige T&auml;tigkeit z.B. als &Auml;rztin oder Physiotherapeut, als Journalist oder Dolmetscherin brauchen Sie nicht bei Ihrer Gemeinde anzumelden. Nur das f&uuml;r Sie zust&auml;ndige Finanzamt m&uuml;ssen Sie informieren (s. u.), die Pflicht hierzu ergibt sich ebenfalls aus &sect; 138 AO. Als Unternehmer im Sinne des Umsatzsteuergesetzes (vgl. Kapitel 4.3) k&ouml;nnen Sie Ihre Anzeigepflicht gegen&uuml;ber der Gemeinde zus&auml;tzlich auf elektronischem Wege nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck (GewA 1) bei dem f&uuml;r die Umsatzbesteuerung zust&auml;ndigen Finanzamt erf&uuml;llen. Sobald das Finanzamt erfahren hat, dass Sie einen Betrieb er&ouml;ffnet oder &uuml;bernommen haben, schickt es Ihnen einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung zu. In welcher Rechtsform betreiben Sie Ihren Betrieb? Wann haben Sie Ihren Betrieb er&ouml;ffnet? Wie hoch sch&auml;tzen Sie den zu erwartenden Umsatz, wie hoch den zu erzielenden Gewinn Ihres Betriebes? Dar&uuml;ber hinaus wird nach m&ouml;glichen weiteren Eink&uuml;nften und denen Ihres Ehegatten/Ihrer eingetragenen Lebenspartnerin/Ihres eingetragenen Lebenspartners gefragt. Das ist keine blo&szlig;e Neugier. Das Finanzamt braucht diese Angaben - vor allem auch in Ihrem eigenen Interesse -, um Sie steuerlich korrekt einordnen zu k&ouml;nnen. Das hei&szlig;t: Sie sollen keine Nachteile haben - aber auch keine ungerechtfertigten Vorteile. In diesem Zusammenhang pr&uuml;ft das Finanzamt, welche Steuererkl&auml;rungen Sie in Zukunft abgeben m&uuml;ssen (vgl. Kapitel 4) und ob Sie Vorauszahlungen auf die Einkommensteuer, den Solidarit&auml;tszuschlag, die Kirchen- oder Gewerbesteuer zahlen m&uuml;ssen (vgl. Kapitel 7). Aus diesem Grund sind Ihre Angaben zum gesch&auml;tzten Gewinn und zu weiteren Eink&uuml;nften unbedingt erforderlich. Das Finanzamt wird Ihnen anschlie&szlig;end eine Steuernummer erteilen. Bitte nennen Sie die Steuernummer oder Ihre Identifikations-Nummer bei jedem Telefongespr&auml;ch, in jeder Mitteilung und auch bei jeder Zahlung an das Finanzamt. Ihre Verpflichtung, den Fragebogen vollst&auml;ndig auszuf&uuml;llen, ergibt sich aus &sect;&sect; 90, 93 AO. Wenn Sie ihn nicht oder nicht rechtzeitig abgeben, kann das Finanzamt ein Zwangsgeld festsetzen oder auch die Besteuerungsgrundlagen sch&auml;tzen</p> <p><a href="https://www.jobadu.de/pdfs/01843.pdf">Publikation zeigen</a></p>