<h1>Gef&auml;hrdungsbeurteilung (Leitfaden)</h1> <h2>F&uuml;r die betriebliche Praxis stellt sich die Frage, wie die Verpflichtung zur Gef&auml;hrdungsbeurteilung nach dem ArbSchG sachgerecht bew&auml;ltigt werden kann... Quelle BDA</h2> <p>Die Gef&auml;hrdungsbeurteilung nach dem Arbeitsschutzgesetz. Besonderer Schwerpunkt: psychische Belastung. Rechtliche Grundlagen einer Gef&auml;hrdungsbeurteilung. Gef&auml;hrdungsbeurteilung und freiwillige betriebliche Gesundheitsf&ouml;rderung. Gef&auml;hrdungsbeurteilung psychischer Belastung. Prozessablauf einer Gef&auml;hrdungsbeurteilung. Vorgeschaltete Bestandsaufnahme. Schritt 1: Festlegen von gleichartigen Arbeitspl&auml;tzen und T&auml;tigkeiten. Schritt 2: Erfassung der psychischen Belastungsfaktoren. Schritt 3: Bewertung der psychischen Belastungsfaktoren. Schritt 4: Ableiten von Ma&szlig;nahmen und deren Umsetzung. Schritt 5: Wirksamkeitskontrolle. Das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) verpflichtet jeden Arbeitgeber zu einer Gef&auml;hrdungsbeurteilung. Dies gilt auch f&uuml;r den Arbeitgeber eines Kleinbetriebs. Der Arbeitgeber muss durch eine Beurteilung der arbeitsbedingten Gef&auml;hrdungen ermitteln, welche Arbeitsschutzma&szlig;nahmen erforderlich sind. Die Gef&auml;hrdungsbeurteilung ist damit eine wesentliche Grundlage f&uuml;r die Festlegung von Schutzma&szlig;nahmen. Sie soll helfen, diese zielgerichtet und wirkungsvoll zu gestalten. Die Pflicht zur Gef&auml;hrdungsbeurteilung ist in j&uuml;ngster Zeit angesichts der zunehmenden &ouml;ffentlichen Aufmerksamkeit f&uuml;r psychische Erkrankungen und Probleme bei der Alltags- und Stressbew&auml;ltigung st&auml;rker in den Mittelpunkt des Interesses ger&uuml;ckt. Vor diesem Hintergrund hat der Bundestag Ende Juni 2013 eine &Auml;nderung des ArbSchG verabschiedet, mit der klargestellt werden soll, dass auch psychische Belastungsfaktoren bei der Arbeit im Rahmen der Gef&auml;hrdungsbeurteilung zu erfassen sind. Auch wenn sich damit gegen&uuml;ber der bisherigen Rechtslage nichts &auml;ndert, ist davon auszugehen, dass die Beurteilung psychischer Belastung bei der Arbeit k&uuml;nftig eine gr&ouml;&szlig;ere Rolle spielen wird. Auch Politik und Aufsichtsdienste widmen der Frage der psychischen Gesundheit zunehmende Aufmerksamkeit. Die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) hat sich f&uuml;r die Jahre 2013 bis 2018 das Arbeitsschutzziel Schutz und St&auml;rkung der Gesundheit bei arbeitsbedingter psychischer Belastung gesetzt. Sie hat hierf&uuml;r u. a. die Leitlinie Gef&auml;hrdungsbeurteilung und Dokumentation und die Leitlinie Beratung und &Uuml;berwachung bei psychischer Belastung am Arbeitsplatz erarbeitet, die sich an die Verantwortlichen in den Aufsichtsdiensten wendet. Auch wenn beide Leitlinien ausdr&uuml;cklich nicht an die Betriebe adressiert sind, ist damit zu rechnen, dass deren Inhalte das &Uuml;berwachungshandeln in den Aufsichtsdiensten zuk&uuml;nftig verst&auml;rkt pr&auml;gen werden. Nicht zuletzt deshalb ist es empfehlenswert, dass sich Arbeitgeber intensiv mit diesem Thema besch&auml;ftigen und pr&uuml;fen, wie sie psychische Belastungsfaktoren im Rahmen ihres betrieblichen Arbeitsschutzes angemessen ber&uuml;cksichtigen k&ouml;nnen. F&uuml;r die betriebliche Praxis stellt sich die Frage, wie die Verpflichtung zur Gef&auml;hrdungsbeurteilung nach dem ArbSchG sachgerecht bew&auml;ltigt werden kann. W&auml;hrend Gef&auml;hrdungsbeurteilungen unter Einbeziehung psychischer Belastung in gr&ouml;&szlig;eren Unternehmen schon seit l&auml;ngerer Zeit erfolgreich durchgef&uuml;hrt werden, ist vor allem f&uuml;r kleine und mittlere Betriebe die Erf&uuml;llung dieser Verpflichtung wegen der Vielfalt und Unbestimmtheit der Materie keine leichte Aufgabe. Ziel muss daher ein Vorgehen sein, das einerseits die Forderungen des ArbSchG abdeckt, andererseits die hierzu erforderlichen Aufwendungen in akzeptablen Grenzen h&auml;lt. Dabei kann ein solcher Leitfaden nur ein Vorschlag sein, wie sich die aus dem ArbSchG ergebende Pflicht zur Ber&uuml;cksichtigung psychischer Belastung im Rahmen der Gef&auml;hrdungsbeurteilung erf&uuml;llen l&auml;sst. Das ArbSchG l&auml;sst den Betrieben - zu Recht - viel Spielraum, um die Gef&auml;hrdungsbeurteilung und ihre Dokumentation flexibel durchzuf&uuml;hren. Die aktuell von Gewerkschaften und Opposition geforderte Anti-StressVerordnung widerspricht daher dem eigentlichen Ziel des Arbeitsschutzes, eine praktikable Regelung f&uuml;r die Betriebe im Umgang mit psychischer Belastung zu schaffen. Weder Gesetze noch Verordnungen k&ouml;nnen objektive Ma&szlig;st&auml;be festlegen, die unabh&auml;ngig von der betrieblichen Situation gelten. Unbestimmte Vorgaben sind f&uuml;r die betriebliche Praxis unbrauchbar. Vorrangiges Ziel muss daher sein, durch konkrete Hilfestellungen Handlungssicherheit in den Unternehmen gerade beim Umgang mit psychischen Belastungsfaktoren zu erzeugen. Der Leitfaden will hierf&uuml;r einen wichtigen Beitrag leisten und die Umsetzung der Vorgaben des Arbeitsschutzes im Betrieb unterst&uuml;tzen. Die mit sachverst&auml;ndigen Personen aus Verb&auml;nden und Unternehmen abgestimmten Hinweise beschreiben eine M&ouml;glichkeit, wie arbeitsbedingte psychische Belastungsfaktoren im Rahmen der Gef&auml;hrdungsbeurteilung ber&uuml;cksichtigt werden k&ouml;nnen. Der Leitfaden gibt hierf&uuml;r Anhaltspunkte unabh&auml;ngig von branchenspezifischen Arbeitsbedingungen. Das Vorgehen muss daher stets an die individuellen betrieblichen Gegebenheiten angepasst werden. Abh&auml;ngig von der Branchenzugeh&ouml;rigkeit k&ouml;nnen die Anforderungen an den Inhalt und den Umfang einer Gef&auml;hrdungsbeurteilung unterschiedlich sein. Vertiefte Hilfestellungen werden insofern Unterlagen der Fachverb&auml;nde sowie Unterlagen der Berufsgenossenschaften leisten. Erg&auml;nzend hierzu bietet das Institut f&uuml;r angewandte Arbeitswissenschaft (ifaa) als arbeitgeberseitiger Kompetenztr&auml;ger branchen&uuml;bergreifende Konzepte, Leitf&auml;den und Hilfestellungen, u. a. auch im Bereich des gesetzlichen Arbeitsschutzes</p> <p><a href="https://www.arbeitgeber.de/www/arbeitgeber.nsf/res/FC7D5576759C81A9C1257BEF002BD59E/$file/BDA-Gefaehrdungsbeurteilung.pdf">Publikation zeigen</a></p>