<h1>Arbeit der Zukunft gestalten</h1> <h2>Wie kann eine lebensphasenorientierte Personalpolitik aussehen und funktionieren? Quelle Initiative f&uuml;r Besch&auml;ftigung!</h2> <p>Arbeit der Zukunft gestalten. Gute Beispiele f&uuml;r eine lebensphasenorientierte Personalarbeit. Gemeinsam die Arbeit der Zukunft gestalten. Der demografische Wandel ver&auml;ndert die Arbeitswelt grundlegend: eine l&auml;ngere Lebensarbeitszeit, ein zunehmender Wettbewerb um Fachkr&auml;fte und sich ver&auml;ndernde Erwartungen der jungen Generation stellen Arbeitgeber vor neue Herausforderungen. Die Arbeit der Zukunft muss deshalb flexibler, familienfreundlicher, alters- und alternsgerechter werden. Sie wird sich viel st&auml;rker an den einzelnen Lebensphasen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer orientieren m&uuml;ssen. Doch wie k&ouml;nnen gute und nachhaltige L&ouml;sungen auf betrieblicher und regionaler Ebene aussehen, die dem Konzept der Lebensphasenorientierung entsprechen? Wie flexibel m&uuml;ssen junge Menschen k&uuml;nftig auf dem Arbeitsmarkt sein? Wie k&ouml;nnen Besch&auml;ftigte und Unternehmen daf&uuml;r sensibilisiert werden, Vereinbarkeitsfragen zu adressieren sowie berufliche Neuorientierung in der Lebensmitte als Chance zu begreifen? Und wie k&ouml;nnen schlie&szlig;lich Besch&auml;ftigte gesund und motiviert lange arbeiten sowie m&ouml;glichst flexibel aus dem Erwerbsleben aussteigen? Vor dem Hintergrund dieser wichtigen Fragen zur Zukunft der Arbeit hat die Initiative f&uuml;r Besch&auml;ftigung! gemeinsam mit dem Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales (BMAS) den Dialogprozess &#039;&#039;Arbeit der Zukunft gestalten&#039;&#039; initiiert. Ziel dieses mehrstufigen Prozesses ist es, Anforderungen und Handlungsoptionen f&uuml;r flexible und zugleich sichere Arbeitsbedingungen sowie konkrete Handlungsoptionen f&uuml;r Unternehmen und Individuen zu erarbeiten. Im Zuge des Fachdialogs haben Arbeitsmarktprofis aus Wissenschaft, Wirtschaft, Gewerkschaften, Politik und Zivilgesellschaft zentrale Thesen zu der Frage erarbeitet, wie das Spannungsfeld von Flexibilit&auml;t und Sicherheit entlang den Lebensphasen des Menschen k&uuml;nftig auszugestalten ist. Thematisch fokussierten sich die Arbeitsgruppen auf die Themenstr&auml;nge &#039;&#039;Durchstarten - flexibel aber sicher&#039;&#039; (AG 1), &#039;&#039;Unter einem Hut - Privat- und Erwerbsleben&#039;&#039; (AG 2), &#039;&#039;Aufbrechen und Ankommen - berufliche Umstiege im Lebensverlauf&#039;&#039; (AG 3) sowie &#039;&#039;Lange arbeiten - flexibel aussteigen&#039;&#039; (AG 4). Im Ergebnis steht ein Thesenpapier mit insgesamt 16 Thesen zur Gestaltung der Arbeit der Zukunft. Von der &Uuml;berzeugung getragen, dass die Arbeit der Zukunft vor allem regional und partnerschaftlich zu gestalten ist, waren die Netzwerke Metropolregion Rhein-Neckar, OstwestfalenLippe und Dortmund Gastgeber f&uuml;r drei Regionalkonferenzen. Vor dem Hintergrund der jeweiligen regionalen Herausforderungen wurden die Thesen vor Ort diskutiert und regionale Beispiele guter Praxis gesammelt. Eine lebensphasenorientierte Personalpolitik beginnt schon vor dem Eintritt in das Berufsleben. Das haben wir in der &#039;&#039;Initiative f&uuml;r Besch&auml;ftigung!&#039;&#039; fr&uuml;hzeitig erkannt. Der erfolgreiche Einstieg in das Berufsleben stellt f&uuml;r die &#039;&#039;Initiative f&uuml;r Besch&auml;ftigung!&#039;&#039; seit Beginn ihrer Aktivit&auml;ten 1998 einen Schwerpunkt dar. In den regionalen Netzwerken wurde eine Vielzahl von wegweisenden Projekten auf den Weg gebracht. Wichtige Erfahrungen konnten gewonnen und Erfolgsfaktoren f&uuml;r einen gelungenen &Uuml;bergang von der Schule in die Ausbildung identifiziert werden. Projekte wie das Hamburger Hauptschulmodell oder das kooperative &Uuml;bergangsmanagement in der Metropolregion Rhein-Neckar haben l&auml;ngst eine &uuml;berregionale Wirkung entfaltet und begeisterte Nachahmer gefunden. Trotzdem d&uuml;rfen wir uns auf dem bisher Erreichten nicht ausruhen. Die demografische Entwicklung zwingt uns, neue Gestaltungsfelder in den Fokus zu nehmen. Wir erleben einen Paradigmenwechsel auf dem Arbeitsmarkt hin zu einem bewerberzentrierten Arbeitsmarkt. Die Bed&uuml;rfnisse der neuen Arbeitsgeneration stellen Unternehmen vor Herausforderungen: zwar bleibt die materielle Absicherung wichtig, neue immaterielle Faktoren, wie das Streben nach Selbstverwirklichung oder auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, beeinflussen aber zunehmend die Wahl des Arbeitgebers. Au&szlig;erdem gewinnen Zielgruppen, die bisher nicht im Mittelpunkt der Rekrutierungsbem&uuml;hungen standen, an Bedeutung. Unsere vier Thesen bringen es auf den Punkt: Jungen Menschen muss durch eine praxisnahe und qualitativ hochwertige Berufsorientierung eine fundierte Berufswahl erm&ouml;glicht werden. Eine st&auml;rkere Verzahnung der verschiedenen Ausbildungswege und eine Verbesserung der Durchl&auml;ssigkeit untereinander k&ouml;nnen zuk&uuml;nftig dabei helfen, den Verlust von Fachkr&auml;ftepotenzialen durch Ausbildungsabbr&uuml;che zu verhindern. Die Belegschaften werden zuk&uuml;nftig bunter, Stigmatisierung und soziale Benachteiligung sind hier fehl am Platz. Es z&auml;hlen die Kompetenzen und F&auml;higkeiten jeder und jedes Einzelnen. Um auch zuk&uuml;nftig wettbewerbsf&auml;hig zu sein, kann es sich unser Land nicht leisten, Menschen von der Teilhabe am Erwerbsleben auszuschlie&szlig;en. Gerade junge Menschen in schwierigen Sozialr&auml;umen brauchen motivierende Vorbilder, die ihnen zeigen, dass Arbeiten Spa&szlig; macht. Die Praxisbeispiele auf den folgenden Seiten zeigen, wie sich die in den Thesen formulierten Postulate realisieren lassen</p> <p><a href="https://digital.zlb.de/viewer/rest/image/15859078/IfB_Broschuere_Gute_Beispiele_fuer_lebensphasenorientierte_Personalarbeit.pdf/full/max/0/IfB_Broschuere_Gute_Beispiele_fuer_lebensphasenorientierte_Personalarbeit.pdf">Publikation zeigen</a></p>