<h1>Ferienjobs von Sch&uuml;lern und Studenten</h1> <h2>In diesem Merkblatt werden M&ouml;glichkeit und Grenzen der Besch&auml;ftigung von Sch&uuml;lern und Studenten dargestellt. Dabei werden insbesondere sozialversicherungs- und lohnsteuerliche Aspekte erl&auml;utert... Quelle IHK Berlin</h2> <p>Ferienjobs von Sch&uuml;lern/Studenten Hinweise f&uuml;r Arbeitgeber Sp&auml;testens zu Beginn der Ferien stellt sich in vielen Unternehmen wieder die Frage, was bei der Besch&auml;ftigung von Sch&uuml;lern und Studenten als Aushilfen im Betrieb zu beachten oder zu veranlassen ist. In diesem Merkblatt werden M&ouml;glichkeit und Grenzen der Besch&auml;ftigung von Sch&uuml;lern und Studenten dargestellt. Dabei werden insbesondere sozialversicherungsrechtliche und lohnsteuerliche Aspekte erl&auml;utert. Besch&auml;ftigung von Sch&uuml;lern. arbeitsrechtliche Aspekte. sozialversicherungs- und steuerrechtliche Aspekte. Regelm&auml;&szlig;ige stundenweise T&auml;tigkeit. &#039;&#039;echter&#039;&#039; Ferienjob. Besch&auml;ftigung von Studenten. Besch&auml;ftigung w&auml;hrend des laufenden Studiums. Semesterferien. Besch&auml;ftigung von Sch&uuml;lern arbeitsrechtliche Aspekte Grunds&auml;tzlich ist die Besch&auml;ftigung von Sch&uuml;lern, die noch nicht 15 Jahre alt und daher noch Kinder im Sinne des Jugendarbeitsschutzgesetzes (JArbSchG) sind, verboten. Dieses Verbot umfasst auch die Besch&auml;ftigung von Jugendlichen, die noch der Vollzeitschulpflicht unterliegen (d.h. in Berlin: die noch nicht 10 Jahre zur Schule gegangen sind). Jugendlicher im Sinne des JArbSchG ist, wer 15, aber noch nicht 18 Jahre alt ist. Von diesem Besch&auml;ftigungsverbot gibt es Ausnahmen, die eine Besch&auml;ftigung von Kindern und Jugendlichen im Rahmen von Ferien- und Aushilfsjobs erm&ouml;glichen: Kinder, die das 13. Lebensjahr vollendet haben, und Jugendliche, die noch der Vollzeitschulpflicht unterliegen, d&uuml;rfen mit Einwilligung des Personensorgeberechtigten bis zu zwei Stunden, in landwirtschaftlichen Familienbetrieben bis zu drei Stunden t&auml;glich, nicht vor dem Schulunterricht oder w&auml;hrend des Schulunterrichts und nicht zwischen 18.00 und 8.00 Uhr besch&auml;ftigt werden. Voraussetzung ist, dass die Arbeit leicht und f&uuml;r Kinder geeignet ist. Auf Grundlage der KindArbSchV sind zul&auml;ssig: Das Austragen von Zeitungen, Handreichungen beim Sport, T&auml;tigkeiten im Haushalt wie Boteng&auml;nge, Kinderbetreuung, Nachhilfeunterricht, Einkaufst&auml;tigkeit (au&szlig;er Alkohol- und Tabakwaren), Haustierversorgung, in landwirtschaftlichen Betrieben Ernte und Feldbestellung, Selbstvermarktung von Erzeugnissen und Tierversorgung, T&auml;tigkeiten bei nicht gewerblichen Veranstaltungen von Kirchen, Vereinen, Verb&auml;nden und Parteien. Ausgeschlossen sind T&auml;tigkeiten in Betrieben der gewerblichen Wirtschaft. Jugendliche ab 15 Jahren d&uuml;rfen unter bestimmten Rahmenbedingungen mit Erlaubnis der Eltern in den Schulferien f&uuml;r h&ouml;chstens vier Wochen (20 Arbeitstage im Kalenderjahr) besch&auml;ftigt werden, &sect; 5 Abs. 4 JArbSchG. Die Arbeit darf dabei nicht unter die Aufz&auml;hlung der verbotenen gef&auml;hrlichen und schweren Arbeiten des &sect; 22 JArbSchG fallen. So sind das Bewegen schwerer Lasten, unfallgef&auml;hrdete T&auml;tigkeiten, Arbeit in au&szlig;ergew&ouml;hnlicher Hitze- oder K&auml;lteeinfl&uuml;ssen, bei starker N&auml;sse oder Staub sowie der Umgang mit sch&auml;dlichen Stoffen, Chemikalien etc. f&uuml;r Jugendliche untersagt. Nicht gestattet ist der Einsatz in Akkordarbeit, &sect; 23 Abs. 1 JArbSchG. Auch die Regelungen des Gesetzes zum Schutze der Jugend in der &Ouml;ffentlichkeit sind zu beachten: Die t&auml;gliche und w&ouml;chentliche Arbeitszeit Jugendlicher ist, von Ausnahmen abgesehen, von Montag - Freitag zwischen 6.00 - 20.00 Uhr, f&uuml;r max. 8 Std/Tag und 40 Std./Woche erlaubt, &sect; 8 JArbSchG. Verboten sind Wochenend-, Feiertags- und Nachtarbeit sowie &Uuml;berstunden. In zahlreichen, besonders geregelten F&auml;llen sind bei Jugendlichen ab 16 bzw. 17 Jahren Ausnahmen statthaft. So k&ouml;nnen Jugendliche ab 16 Jahren in Gastst&auml;tten bis 22.00 Uhr, in mehrschichtigen Betrieben und bei Musikauff&uuml;hrungen u.&auml;. bis 23.00 Uhr und in B&auml;ckereien ab 4.00 Uhr besch&auml;ftigt werden. Von der Samstagsruhe sind in &sect; 16 Abs. 2 JArbSchG Ausnahmen f&uuml;r Krankenh&auml;user, B&auml;ckereien, Gastst&auml;tten, Theater etc. geregelt. Gleiches gilt f&uuml;r die Sonntagsruhe in &sect; 17 Abs. 2 JArbSchG. Allerdings ist in den vorgenannten Sonderf&auml;llen durch Freistellung an den Wochentagen bei Wochenendarbeit immer eine F&uuml;nf-TageWoche einzuhalten, &sect;&sect; 15, 16 Abs. 3 und 17 Abs. 3 JArbSchG. Tipp: Vor Einstellung f&uuml;r die Ferienarbeit sollte unbedingt eine schriftliche Erlaubnis der Eltern, eine Ausweiskopie des Jugendlichen sowie ggf. die Lohnsteuerkarte vorliegen Dauer und Art der T&auml;tigkeit sowie die H&ouml;he der Verg&uuml;tung schriftlich festgehalten und die T&auml;tigkeit bei der Berufsgenossenschaft angezeigt werden. sozialversicherungs- und steuerrechtliche Aspekte Sch&uuml;ler, die ein Arbeitsentgelt erhalten, sind ebenso wie andere Arbeitnehmer grunds&auml;tzlich sozialversicherungs- und steuerpflichtig. Regelm&auml;&szlig;ige stundenweise T&auml;tigkeit Die Sch&uuml;ler, die regelm&auml;&szlig;ig stundenweise im oben vorgestellten zul&auml;ssigen Rahmen besch&auml;ftigt werden, werden in aller Regel als &#039;&#039;Minijobber&#039;&#039; (geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigte im Niedriglohnbereich) zu behandeln sein. Voraussetzung: das Entgelt darf pro Monat 450 Euro nicht &uuml;bersteigen. Folge: Arbeitgeber zahlen f&uuml;r den Sch&uuml;ler eine Abgabenpauschale von 31,09% (15% Rentenversicherung mit Aufstockungsoption, 13% Krankenversicherung, 2% Steuern mit Abgeltungswirkung inklusive Kirchensteuer und Solidarit&auml;tszuschlag, 0,24% Umlage bei Schwangerschaft / Mutterschaft, 0,7% Umlage bei Krankheit, 0,15% Insolvenzgeldumlage) an die Minijobzentrale &#039;&#039;echter&#039;&#039; Ferienjob Die Sch&uuml;ler, die einen &#039;&#039;echten&#039;&#039; Ferienjob (nur w&auml;hrend der Ferien) aus&uuml;ben, sind sog. kurzfristig Besch&auml;ftigte, wenn die T&auml;tigkeit im Voraus vertraglich oder nach ihrer Eigenart zeitlich auf nicht mehr als drei Monate oder insgesamt 70 Arbeitstage innerhalb eines Kalenderjahres angelegt ist. Von dem Drei-Monats-Zeitraum ist nur dann auszugehen, wenn der Minijob an mindestens f&uuml;nf Tagen in der Woche ausge&uuml;bt wird. Bei Besch&auml;ftigungen von regelm&auml;&szlig;ig weniger als f&uuml;nf Tagen in der Woche ist auf den Zeitraum von 70 Arbeitstagen abzustellen. Auf die H&ouml;he des Einkommens aus einer solchen Besch&auml;ftigung kommt es - anders als bei den 450 Euro-Minijobs - nicht an. Folge: Diese kurzfristigen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse sind sozialversicherungsfrei. Es besteht nur die Pflicht, den Sch&uuml;ler bei der Minijobzentrale an- und abzumelden (Angabe der Personengruppe &#039;&#039;110&#039;&#039;). Pauschalbeitr&auml;ge sind f&uuml;r kurzfristige Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse in der Sozialversicherung vom Arbeitgeber nicht zu bezahlen. Die kurzfristige Besch&auml;ftigung ist aber steuerpflichtig (formal steuerpflichtig, tats&auml;chlich erfolgt i. d. R. kein Steuerabzug). Der Arbeitgeber muss die Eink&uuml;nfte des Sch&uuml;lers entweder mit der Lohnsteuerkarte (Lohnsteuerabzug gem&auml;&szlig; Lohnsteuerkarte i. d. R. g&uuml;nstiger) oder pauschal mit 25% Lohnsteuer (ohne Vorlage der Lohnsteuerkarte) versteuern. Voraussetzung f&uuml;r die pauschale Besteuerung ist, dass der Sch&uuml;ler nicht mehr als 18 Arbeitstage zusammenh&auml;ngend besch&auml;ftigt ist und sein Arbeitslohn w&auml;hrend der Besch&auml;ftigungsdauer durchschnittlich 12 Euro pro Stunde und 62 Euro pro Tag nicht &uuml;berschreitet. Tipp: Die Versteuerung nach der Lohnsteuerkarte ist im Regelfall g&uuml;nstiger, da bei den Lohnsteuerklassen I, II, III und IV keine Lohnsteuer anf&auml;llt. Es erfolgt nur eine Eintragung auf der Lohnsteuerkarte, aber kein Steuerabzug. Einzelheiten und Berechnungsbeispiele enth&auml;lt das Merkblatt der IHK Berlin &#039;&#039;Minijobs&#039;&#039;, abrufbar unter http://www.ihk-berlin.de, Dok.-Nr. 10742. Weitere Informationen unter www.minijob-zentrale.de Besch&auml;ftigung von Studenten Die Besch&auml;ftigung von Studenten als Aushilfen und insbesondere in den Semesterferien ist in vielen Branchen &uuml;blich und f&uuml;r die Arbeitgeber weniger problematisch, weil Studenten regelm&auml;&szlig;ig vollj&auml;hrig sind. Besch&auml;ftigung w&auml;hrend des laufenden Semesters W&auml;hrend des laufenden Semesters sind Studenten als Besch&auml;ftigte von der Kranken-, Pflegeund Arbeitslosenversicherung befreit, wenn die w&ouml;chentliche Arbeitszeit 20 Stunden pro Woche nicht &uuml;berschreitet. Von der Rentenversicherungspflicht sind Studenten dagegen nur dann befreit, wenn die Besch&auml;ftigung als &#039;&#039;kurzfristige Besch&auml;ftigung&#039;&#039; oder als &#039;&#039;Minijob&#039;&#039; einzustufen ist. Sind Studenten regelm&auml;&szlig;ig mit einem Arbeitsentgelt bis zu 450 Euro t&auml;tig, handelt es sich in der Regel um einen &#039;&#039;Minijob&#039;&#039;. Die T&auml;tigkeit unterliegt damit den Sonderregeln f&uuml;r &#039;&#039;Minijobs&#039;&#039;, d.h. der Arbeitgeber hat eine Abgabenpauschale von 31,09% (15% Rentenversicherung mit Aufstockungsoption, 13% Krankenversicherung, 2% Steuern mit Abgeltungswirkung inklusive Kirchensteuer und Solidarit&auml;tszuschlag, 0,24% Umlage bei Schwangerschaft / Mutterschaft, 0,7% Umlage bei Krankheit, 0,15% Insolvenzgeldumlage) an die Minijobzentrale Semesterferien In der von Studienanforderungen freien Zeit (Semesterferien) sind Studenten als Besch&auml;ftigte von der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung komplett befreit, und zwar unabh&auml;ngig von der w&ouml;chentlichen Arbeitszeit oder der H&ouml;he des Entgelts. Von der Rentenversicherungspflicht sind sie dagegen nur dann befreit, wenn es sich um eine &#039;&#039;kurzfristige Besch&auml;ftigung&#039;&#039; oder einen &#039;&#039;Minijob&#039;&#039; handelt. In den Semesterferien d&uuml;rften die &#039;&#039;kurzfristigen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse&#039;&#039; die gr&ouml;&szlig;ere Rolle spielen. Eine &#039;&#039;kurzfristige Besch&auml;ftigung&#039;&#039; liegt vor, wenn die T&auml;tigkeit im Voraus vertraglich oder nach ihrer Eigenart zeitlich auf nicht mehr als drei Monate oder insgesamt 70 Arbeitstage innerhalb eines Kalenderjahres angelegt ist. Von dem Drei-Monats-Zeitraum ist nur dann auszugehen, wenn der Minijob an mindestens f&uuml;nf Tagen in der Woche ausge&uuml;bt wird. Bei Besch&auml;ftigungen von regelm&auml;&szlig;ig weniger als f&uuml;nf Tagen in der Woche ist auf den Zeitraum von 70 Arbeitstagen abzustellen. Auf die H&ouml;he des Einkommens aus einer solchen Besch&auml;ftigung kommt es - anders als bei den 450 Euro-Minijobs - nicht an. Folge: Diese kurzfristigen Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse sind sozialversicherungsfrei. Es besteht nur die Pflicht, den Studenten bei der Minijobzentrale an- und abzumelden (Angabe der Personengruppe &#039;&#039;110&#039;&#039;). Pauschalbeitr&auml;ge sind f&uuml;r kurzfristige Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse in der Sozialversicherung vom Arbeitgeber nicht zu bezahlen. Die kurzfristige Besch&auml;ftigung ist aber steuerpflichtig (formal steuerpflichtig, tats&auml;chlich erfolgt i. d. R. kein Steuerabzug,) Der Arbeitgeber muss die Eink&uuml;nfte des Studenten entweder mit der Lohnsteuerkarte (Lohnsteuerabzug gem&auml;&szlig; Lohnsteuerkarte i. d. R. g&uuml;nstiger) oder pauschal mit 25% Lohnsteuer (ohne Vorlage der Lohnsteuerkarte) versteuern. Voraussetzung f&uuml;r die pauschale Besteuerung ist, dass der Student nicht mehr als 18 Arbeitstage zusammenh&auml;ngend besch&auml;ftigt ist und sein Arbeitslohn w&auml;hrend der Besch&auml;ftigungsdauer durchschnittlich 12 Euro pro Stunde und 62 Euro pro Tag nicht &uuml;berschreitet. Tipp: Die Versteuerung nach Lohnsteuerkarte ist im Regelfall g&uuml;nstiger, da bei den Lohnsteuerklassen I, II, III und IV keine Lohnsteuer anf&auml;llt. Es erfolgt nur eine Eintragung auf der Lohnsteuerkarte, aber kein Steuerabzug</p> <p><a href="https://www.jobadu.de/pdfs/01871.pdf">Publikation zeigen</a></p>