<h1>Steuerliche Abzugsf&auml;higkeit von Kinderbetreuungskosten</h1> <h2>Abzugsf&auml;higkeit von Kinderbetreuungskosten bei der privaten Steuer der Eltern und steuerliche Behandlung von Arbeitgeberzusch&uuml;ssen... Quelle IHK K&ouml;ln</h2> <p>Kinder und Beruf Steuerliche Abzugsf&auml;higkeit von Kinderbetreuungskosten Steuerliche Beg&uuml;nstigung beim Steuerpflichtigen ohne Arbeitgeberzuwendung Steuerliche Beg&uuml;nstigung von Arbeitgeberzuwendungen Zusch&uuml;sse f&uuml;r Kinderg&auml;rten und vergleichbare Einrichtungen Allgemeine Sachzuwendungen Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist f&uuml;r viele Unternehmen genauso ein Anliegen wie f&uuml;r die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. F&uuml;r die M&ouml;glichkeit beider Elternteile eine Berufst&auml;tigkeit auszu&uuml;ben, spielt die optimale Kinderbetreuung w&auml;hrend der Arbeitszeit eine wichtige Rolle. Im Nachfolgenden finden Sie eine &Uuml;bersicht, welche Unterst&uuml;tzung das Steuerrecht f&uuml;r die Ber&uuml;cksichtigung der hierbei entstehenden Kosten bietet. Dabei werden die M&ouml;glichkeiten der Abzugsf&auml;higkeit der entsprechenden Kosten von der &#039;&#039;privaten&#039;&#039; Steuer der Eltern ebenso dargestellt wie die steuerliche Behandlung von Arbeitgeberzusch&uuml;ssen A. Steuerliche Beg&uuml;nstigung beim Steuerpflichtigen ohne Arbeitgeberzuwendung Privat getragene Kosten, die f&uuml;r die Betreuung von Kindern entstehen, k&ouml;nnen ab dem Veranlagungsjahr 2012 einheitlich nur noch als Sonderausgaben in der Steuererkl&auml;rung abgezogen werden. Dies gilt f&uuml;r die Betreuungskosten f&uuml;r alle Kinder bis 14 Jahre. Dar&uuml;ber hinaus k&ouml;nnen solche Aufwendungen f&uuml;r Kinder ber&uuml;cksichtigt werden, die wegen einer vor Vollendung des 25. Lebensjahres eingetretenen k&ouml;rperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung au&szlig;erstande sind, sich selbst zu erhalten. Die zuvor geltende Unterscheidung zwischen erwerbsbedingten und nicht-erwerbsbedingten Kinderbetreuungskosten ist entfallen. Erfasst werden Betreuungskosten f&uuml;r die beh&uuml;tende oder beaufsichtigende Betreuung von Kindern. Ber&uuml;cksichtigt werden k&ouml;nnen danach zum Beispiel Aufwendungen f&uuml;r die Unterbringung von Kindern in Kinderg&auml;rten, Kindertagesst&auml;tten, Kinderhorten, Kinderheimen und Kinderkrippen, sowie bei Tagesm&uuml;ttern, Wochenm&uuml;ttern und in Ganztagespflegestellen, die Besch&auml;ftigung von Kinderpflegern und Kinderpflegerinnen oder -schwestern, Erziehern und Erzieherinnen, die Besch&auml;ftigung von Hilfen im Haushalt, soweit sie ein Kind betreuen, die Beaufsichtigung des Kindes bei der Erledigung seiner h&auml;uslichen Schulaufgaben. Soweit die Betreuung durch Angeh&ouml;rige des Steuerpflichtigen erfolgt, k&ouml;nnen diese nur ber&uuml;cksichtigt werden, wenn den Leistungen klare und eindeutige Vereinbarungen zu Grunde liegen. Details hierzu finden Sie in dem BMF-Schreiben vom 14. M&auml;rz 2012. Die Kinderbetreuungskosten sind in H&ouml;he von zwei Dritteln der Aufwendungen, h&ouml;chstens 4.000 Euro je Kind und Kalenderjahr abziehbar. Der H&ouml;chstbetrag ist ein Jahresbetrag. Eine zeitanteilige Aufteilung findet auch dann nicht statt, wenn f&uuml;r das Kind nicht im gesamten Kalenderjahr Betreuungskosten angefallen sind. Hinweise: a) Der Abzug von Kinderbetreuungskosten setzt voraus, dass der Steuerpflichtige f&uuml;r die Aufwendungen eine Rechnung erhalten hat und die Zahlung auf das Konto des Erbringers der Leistung erfolgt ist. b) Erf&uuml;llen Kinderbetreuungskosten grunds&auml;tzlich die oben genannten Voraussetzungen f&uuml;r einen Abzug als Sonderausgaben, kommt f&uuml;r diese Aufwendungen eine Steuererm&auml;&szlig;igung als &#039;&#039;haushaltsnahe Dienstleistung&#039;&#039; (&sect; 35a Einkommensteuergesetz) nicht in Betracht. Im &uuml;brigen enth&auml;lt das BMF-Schreiben vom 14. M&auml;rz 2012 weitere Details unter anderem zur Art der erfassten Aufwendungen, zum Erfordernis der Haushaltszugeh&ouml;rigkeit des Kindes, zum genauen Nachweis der Kosten und der Zuordnung der Aufwendungen bei verheirateten oder nicht verheirateten Eltern. B. Steuerliche Beg&uuml;nstigung von Arbeitgeberzuwendungen Wollen sich Arbeitgeber steuerlich beg&uuml;nstigt an den Kinderbetreuungskosten ihrer Mitarbeiter beteiligen, stehen folgende M&ouml;glichkeiten zur Verf&uuml;gung: 1. Zusch&uuml;sse zur Betreuung in Kinderg&auml;rten und vergleichbaren Einrichtungen 2. &#039;&#039;allgemeine&#039;&#039; Sachzuwendungen in H&ouml;he von maximal 44 Euro monatlich 1. Zusch&uuml;sse f&uuml;r Kinderg&auml;rten und vergleichbare Einrichtungen Bar- und Sachleistungen, die der Arbeitgeber zur Unterbringung und Betreuung von Kindern an seine Arbeitnehmer leistet, sind unter folgenden Voraussetzungen steuerfrei: Es handelt sich um Leistungen zur Unterbringung, einschlie&szlig;lich Unterkunft und Verpflegung, und Betreuung. Die Betreuung muss in einem Kindergarten oder einer vergleichbaren Einrichtung erfolgen (zum Beispiel Schulkinderg&auml;rten, Kindertagesst&auml;tten, Kinderkrippen, Tagesm&uuml;tter, Wochenm&uuml;tter, Ganztagespflegestellen). Die Einrichtung muss zur Unterbringung und Betreuung von Kinder geeignet sein. Die alleinige Betreuung im Haushalt gen&uuml;gt nicht. Die Leistung muss sich auf Kinder beziehen, die nicht schulpflichtig sind. Die Schulpflicht ist aus Vereinfachungsgr&uuml;nden nicht zu pr&uuml;fen bei Kindern, die das 6. Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder im laufenden Kalenderjahr das 6. Lebensjahr nach dem 30. Juni vollendet haben, es sei denn, sie sind vorzeitig eingeschult worden oder im laufenden Kalenderjahr das 6. Lebensjahr vor dem 1. Juli vollendet haben, in den Monaten Januar bis Juli dieses Jahres. (Nicht schulreife Kinder, die vom Schulbesuch zur&uuml;ckgestellt sind, sind gleichgestellt) Die Arbeitgeberleistungen m&uuml;ssen zus&auml;tzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn erbracht werden. Dies ist bei Lohnumwandlungen nicht der Fall. Eine Begrenzung der Zuwendungen der H&ouml;he nach besteht nicht. Beachte: Erweiterte M&ouml;glichkeiten bei Notfallbetreuung Durch das sogenannte Zollkodexanpassungsgesetz wurde mit Wirkung vom 1. Januar 2015 eine Regelung eingef&uuml;hrt, die auch f&uuml;r die Betreuung von schulpflichtigen Kindern steuerfreie Zusch&uuml;sse f&uuml;r Notf&auml;lle erm&ouml;glicht. Die Regelung sieht vor, dass Arbeitgeberzusch&uuml;sse zur kurzfristigen Betreuung von Kindern, die das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder die wegen einer vor Vollendung des 25. Lebensjahres eingetretenen k&ouml;rperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung au&szlig;erstande sind, sich selbst zu unterhalten oder pflegebed&uuml;rftigen Angeh&ouml;rigen des Mitarbeiters steuerfrei sind. Bedingung hierf&uuml;r ist allerdings, dass die Betreuung aus zwingenden und beruflich veranlassten Gr&uuml;nden notwendig ist. Die Betreuung kann auch im Haushalt des Arbeitnehmers erfolgen. Diese Steuerbefreiung ist auf 600 Euro im Kalenderjahr beschr&auml;nkt. 2. &#039;&#039;Allgemeine&rdquo; Sachzuwendungen Greifen die vorstehenden Voraussetzungen nicht, kann der Arbeitgeber unter den allgemeinen Voraussetzungen, Betreuungsleistungen als Sachbez&uuml;ge bis zu 44 Euro monatlich steuerfrei zuwenden. Eine Zuwendung von Barmitteln an den Arbeitnehmer scheidet nach dieser Regelung jedoch aus. Die steuerlich korrekte Zuwendung k&ouml;nnte demnach zum Beispiel durch eine Vereinbarung des Arbeitgebers mit der jeweiligen Einrichtung erfolgen, dass Betreuungsleistungen in H&ouml;he von 44 Euro an den jeweiligen Mitarbeiter zugewendet werden. Die entsprechenden Kosten w&uuml;rden direkt zwischen Unternehmen und Betreuungseinrichtung abgerechnet, so dass es zu keinem Barfluss zwischen Mitarbeiter und Arbeitgeber kommt. Vorsicht ist geboten, wenn der Mitarbeiter noch andere Sachzuwendungen erh&auml;lt, da diese zusammengerechnet werden. Bei &Uuml;berschreiten der 44-Euro-Grenze entf&auml;llt die Privilegierung f&uuml;r den gesamten Betrag. Der Arbeitgeber kann die unter Punkt 1 und 2 dargestellten Zahlungen jeweils als Betriebsausgabe geltend machen</p> <p><a href="https://www.ihk-koeln.de/upload/Merkblatt_Kinderbetreuungskosten2017_20372.pdf">Publikation zeigen</a></p>