<h1>Was bleibt von der Abfindung?</h1> <h2>Aufhebungsvertr&auml;ge und Abfindungen wirken sich auch auf dasArbeitslosengeld (ALG) aus. Dies kann den Wert einer Abfindungunter Umst&auml;nden deutlich reduzieren... Quelle erwerbslos.de</h2> <p>Die Abfindung -und wer hat Anspruch darauf? Die Abfindung ist eine einmalige Zahlung von Seiten des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer f&uuml;r den Verlust des Arbeitsplatzes. 1. Abfindungsanspruch bei betriebsbedingter K&uuml;ndigung nach &sect; 1a K&uuml;ndigungsschutzgesetz Arbeitnehmer haben seit dem 1. Januar 2004 einen gesetzlichen Abfindungsanspruch. K&uuml;ndigt der Arbeitgeber betriebsbedingt, kann der Arbeitnehmer zwischen einer K&uuml;ndigungsschutzklage oder einer Abfindung w&auml;hlen. Der Abfindungsanspruch setzt voraus, dass der Arbeitgeber im K&uuml;ndigungsschreiben die K&uuml;ndigung auf betriebsbedingte Gr&uuml;nde st&uuml;tzt und den Arbeitnehmer darauf hinweist, dass er die Abfindung beanspruchen kann, wenn er die dreiw&ouml;chige Frist f&uuml;r die Erhebung der K&uuml;ndigungsschutzklage verstreichen l&auml;sst. Die Abfindung betr&auml;gt 0,5 Monatsverdienste f&uuml;r jedes Jahr des Bestehens des Arbeitsverh&auml;ltnisses. Dabei gilt als Monatsverdienst, was dem Arbeitnehmer bei der f&uuml;r ihn ma&szlig;geblichen regelm&auml;&szlig;igen Arbeitszeit in dem Monat, in dem das Arbeitsverh&auml;ltnis endet, an Geld und Sachbez&uuml;gen zusteht. Ma&szlig;geblich ist bei dieser Berechnung die individuelle und nicht die betriebs&uuml;bliche Arbeitszeit. Zu ber&uuml;cksichtigen sind alle Bestandteile des Arbeitsentgelts, die Entgeltcharakter aufweisen, wie beispielsweise Zulagen, Tantiemen, Gratifikationen, Urlaubsgelder und Sachbez&uuml;ge. Auszugehen ist vom jeweiligen Bruttoverdienst. Verdienstminderungen aufgrund von Krankheit oder Urlaub in dem Monat der Beendigung des Arbeitsverh&auml;ltnisses bleiben au&szlig;er Acht. Bei der Ermittlung der Dauer des Arbeitsverh&auml;ltnisses ist ein Zeitraum von mehr als sechs Monaten auf ein volles Jahr aufzurunden. 2. Abfindung bei gerichtlicher Aufl&ouml;sung des Arbeitsverh&auml;ltnisses nach &sect; 9 K&uuml;ndigungsschutzgesetz Der Arbeitnehmer hat Anspruch auf eine Abfindung, wenn er innerhalb von drei Wochen nach Zugang der vom Arbeitgeber ausgesprochenen K&uuml;ndigung gegen die K&uuml;ndigung K&uuml;ndigungsschutzklage beim Arbeitsgericht erhoben hat und das Gericht festgestellt hat, dass die K&uuml;ndigung nach dem K&uuml;ndigungsschutzgesetz sozial ungerechtfertigt ist und das Arbeitsverh&auml;ltnis auf Antrag des Arbeitnehmers oder des Arbeitgebers durch Urteil aufgel&ouml;st wird, weil die Fortsetzung des Arbeitsverh&auml;ltnisses nicht zumutbar bzw. eine den Betriebszwecken dienliche weitere Zusammenarbeit nicht zu erwarten ist. Der Begriff der Unzumutbarkeit ist ein unbestimmter Rechtsbegriff, &uuml;ber dessen Vorliegen grunds&auml;tzlich die Tatsachengerichte zu entscheiden haben. F&uuml;r den Arbeitnehmer k&ouml;nnen nur solche Gr&uuml;nde die Unzumutbarkeit der Fortsetzung des Arbeitsverh&auml;ltnisses bedingen, die entweder in einem inneren Zusammenhang zu der vom Arbeitgeber erkl&auml;rten sozialwidrigen K&uuml;ndigung stehen oder die im Laufe des K&uuml;ndigungsrechtsstreits entstanden sind. Typischerweise handelt es sich dabei um folgende Gr&uuml;nde: Vom Arbeitgeber leichtfertig aufgestellte ehrverletzende Behauptungen &uuml;ber die Person oder das Verhalten des Arbeitnehmers, Zerr&uuml;ttung des Vertrauensverh&auml;ltnisses im Laufe des K&uuml;ndigungsschutzrechtsstreits ohne wesentliches Verschulden des Arbeitnehmers, Umst&auml;nde, die darauf hindeuten, dass der Arbeitgeber den Arbeitnehmer im Falle einer R&uuml;ckkehr in den Betrieb gegen&uuml;ber den &uuml;brigen Mitarbeitern benachteiligen oder sonst unkorrekt behandeln wird, Tatsachen, die die Bef&uuml;rchtung nahe legen, dass der Arbeitnehmer im Falle einer Wiederaufnahme seiner T&auml;tigkeit durch seine Arbeitskollegen nicht ordnungsgem&auml;&szlig; behandelt werden wird. Nicht ausreichend f&uuml;r die Aufl&ouml;sung des Arbeitsverh&auml;ltnisses ist beispielsweise, dass der Arbeitnehmer zwischenzeitlich eine andere Arbeitsstelle gefunden hat. Auch der Arbeitgeber hat in bestimmten F&auml;llen das Recht, auf Beendigung des Arbeitsverh&auml;ltnisses gegen Abfindungszahlung an den Arbeitnehmer zu bestehen -wenn aus betrieblichen Gr&uuml;nden eine sinnvolle Zusammenarbeit mit dem Arbeitnehmer nicht mehr m&ouml;glich sein d&uuml;rfte. Die H&ouml;he der Abfindung kann bis zu 12 Monatsverdienste betragen. Es bestehen jedoch folgende Ausnahmen: der Arbeitnehmer ist 50 Jahre oder &auml;lter und war mindestens 15 Jahre in dem Betrieb besch&auml;ftigt -dann kann die Abfindung bis zu 15 Monatsverdiensten betragen, der Arbeitnehmer ist 55 Jahre oder &auml;lter und sein Arbeitsverh&auml;ltnis bestand mindestens 20 Jahre -dann kann die Abfindung bis zu 18 Monatsverdiensten betragen. Ein Anspruch auf eine erh&ouml;hte Abfindung besteht nicht, wenn der Arbeitnehmer zum Zeitpunkt der Aufl&ouml;sung des Arbeitsverh&auml;ltnisses 65 Jahre oder &auml;lter ist. 3. Vereinbarte Abfindungszahlungen Eine &uuml;ber die oben genannten Punkte 1 und 2 hinausgehende Verpflichtung des Arbeitgebers zur Zahlung einer Abfindung kann sich aus einem Tarifvertrag, einem zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat vereinbarten Sozialplan oder einer Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer (z.B. gerichtlicher oder au&szlig;ergerichtlicher Vergleich) ergeben. Die Mehrzahl aller Abfindungen vor Gericht werden im Wege eines Vergleichs vereinbart. Abfindungen wegen einer vom Arbeitgeber veranlassten oder gerichtlich ausgesprochenen Aufl&ouml;sung des Arbeitsverh&auml;ltnisses unterliegen folgenden steuerlichen Beg&uuml;nstigungen: Seit dem 1.Januar 2004 bleiben grunds&auml;tzlich 7.200 Eurosteuerfrei. Hat der Arbeitnehmer das 50. Lebensjahr vollendet und hat das Arbeitsverh&auml;ltnis mindestens 15 Jahre bestanden, so betr&auml;gt der steuerfreie H&ouml;chstbetrag 9.000 Euro. Hat der Arbeitnehmer das 55. Lebensjahr vollendet und hat das Arbeitsverh&auml;ltnis mindestens 20 Jahre bestanden, so betr&auml;gt der steuerfreie H&ouml;chstbetrag 11.000 Euro. Der Anspruch auf Arbeitslosengeld ruht, wenn der Arbeitnehmer wegen der Beendigung des Arbeitsverh&auml;ltnisses eine Abfindung erhalten oder zu beanspruchen hat und darin Arbeitsentgelt enthalten ist. Dies ist dann der Fall, wenn das Arbeitsverh&auml;ltnis ohne Einhaltung der ordentlichen K&uuml;ndigungsfrist beendet wurde. Das Ruhen des Arbeitslosengeldanspruchs gilt f&uuml;r die Dauer der nicht eingehaltenen K&uuml;ndigungsfrist, l&auml;ngstens ein Jahr. Weitere Informationen zu diesem Thema (Abfindung, Besteuerung von Abfindungen und Anrechnung auf das Arbeitslosengeld)</p> <p><a href="https://www.erwerbslos.de/images/stories/dokumente/recht_praktisch/newsletter/recht_praktisch_nr4_dez_2013.pdf">Publikation zeigen</a></p>