<h1>Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf</h1> <h2>Besch&auml;ftigte erhalten seit 01.01.2015 mehr zeitliche Flexibilit&auml;t und Sicherheit, um Angeh&ouml;rige zu pflegen und doch berufst&auml;tig zu bleiben... Quelle BMFSFJ</h2> <p>Bessere Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf. F&uuml;r Menschen mit pflegebed&uuml;rftigen Angeh&ouml;rigen ist es oft schwierig eine gute Balance zwischen Pflege, Sorge und Beruf zu finden. Oft m&uuml;ssen sie ihren Beruf ganz aufgeben. Doch es muss beides m&ouml;glich sein: Zeit f&uuml;r die Pflege in der Familie und Zeit f&uuml;r den Beruf. Das ist wichtig f&uuml;r die Pflegebed&uuml;rftigen und f&uuml;r die Angeh&ouml;rigen. Mit den Neuregelungen im Familienpflegezeitgesetz und im Pflegezeitgesetz wird die Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf verbessert. Besch&auml;ftigte erhalten ab dem 1. Januar 2015 mehr zeitliche Flexibilit&auml;t und Sicherheit, um Angeh&ouml;rige zu pflegen und doch berufst&auml;tig zu bleiben. In der zehnt&auml;gigen Auszeit, die Besch&auml;ftigte bei einem akuten Pflegefall in der Familie nehmen k&ouml;nnen, wird es eine Lohnersatzleistung geben - das Pflegeunterst&uuml;tzungsgeld. Es gibt weiter Anspruch auf eine Pflegezeit von bis zu sechs Monaten. Hinzu kommt der Rechtsanspruch auf die Familienpflegezeit. Insgesamt k&ouml;nnen Besch&auml;ftigte ihre Arbeitszeit 24 Monate lang auf bis zu 15 Stunden pro Woche reduzieren, um nahe Angeh&ouml;rige zuhause zu pflegen. Zur besseren Absicherung des Lebensunterhalts besteht w&auml;hrend der Freistellungen ein Anspruch auf ein zinsloses Darlehen. Freistellungen nach dem Pflegezeitgesetz (PflegeZG) und dem Familienpflegezeitgesetz (FPfZG). F&ouml;rderung durch ein zinsloses Darlehen. Voraussetzungen f&uuml;r die Inanspruchnahme der gesetzlichen kurzzeitigen Arbeitsverhinderung und der gesetzlichen Freistellungen. Die soziale Absicherung von Pflegepersonen. Die M&ouml;glichkeit, eine Entgeltaufstockung unter Verwendung eines Wertguthabens zu vereinbaren, bleibt unber&uuml;hrt. Besch&auml;ftigte, die die Pflegezeit, das hei&szlig;t die vollst&auml;ndige oder teilweise Freistellung von bis zu sechs Monaten, zur h&auml;uslichen Pflege einer oder eines pflegebed&uuml;rftigen nahen Angeh&ouml;rigen in Anspruch nehmen, erhalten w&auml;hrend der Freistellung ebenfalls einen Anspruch auf F&ouml;rderung durch ein zinsloses Darlehen. Der Anspruch besteht nicht gegen&uuml;ber Arbeitgebern mit in der Regel 15 oder weniger Besch&auml;ftigten. Werden Freistellungen nach dem PflegeZG oder dem FPfZG in kleineren Unternehmen, in denen der Rechtsanspruch nicht geltend gemacht werden kann, auf freiwilliger Basis vereinbart, haben Besch&auml;ftigte ebenfalls Anspruch auf F&ouml;rderung durch ein zinsloses Darlehen. Der Begriff der &#039;&#039;nahen Angeh&ouml;rigen&#039;&#039; wurde zeitgem&auml;&szlig; erweitert, dazu geh&ouml;ren k&uuml;nftig auch die Stiefeltern, lebenspartnerschafts&auml;hnliche Gemeinschaften, Schw&auml;gerinnen und Schw&auml;ger. Neben der Pflege einer oder eines pflegebed&uuml;rftigen nahen Angeh&ouml;rigen in h&auml;uslicher Umgebung kann auch eine Freistellung von bis zu sechs Monaten (vollst&auml;ndige oder teilweise Freistellung) oder bis zu 24 Monaten (teilweise Freistellung) zur Betreuung einer oder eines pflegebed&uuml;rftigen minderj&auml;hrigen nahen Angeh&ouml;rigen in Anspruch genommen werden. Die Betreuung von minderj&auml;hrigen nahen Angeh&ouml;rigen kann sowohl im eigenen Zuhause als auch in einer au&szlig;erh&auml;uslichen Einrichtung bei jederzeitigem Wechsel erfolgen. Dar&uuml;ber hinaus besteht die M&ouml;glichkeit einer vollst&auml;ndigen oder teilweisen Freistellung von bis zu drei Monaten zur Begleitung einer oder eines nahen Angeh&ouml;rigen in der letzten Lebensphase. Das Bundesamt f&uuml;r Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) &uuml;bernimmt die verwaltungsrechtliche Abwicklung der Anspr&uuml;che auf zinslose Darlehen. Rechtsanspr&uuml;che nach dem Pflegezeitgesetz (PflegeZG) und dem Familienpflegezeitgesetz (FPfZG) Wenn sich ein akuter Pflegefall ergibt: bis zu 24 Monate Familienpflegezeit (teilweise Freistellung) f&uuml;r die h&auml;usliche Pflege und f&uuml;r die Betreuung einer oder eines pflegebed&uuml;rfti gen minderj&auml;hrigen nahen Angeh&ouml;rigen f&uuml;r die Betreuung einer oder eines pflegebed&uuml;rftigen minderj&auml;hrigen nahen Angeh&ouml;rigen bis zu drei Monate f&uuml;r die Begleitung in der letzten Lebensphase zinsloses Darlehen Pflegeunterst&uuml;tzungsgeld (Lohnersatzleistung) f&uuml;r eine pflegebed&uuml;rftige Person zinsloses Darlehen &sect; 2 PflegeZG &sect; 44a SGB XI &sect; 3 PflegeZG &sect;&sect; 2 und 3 FPfZG Sie haben pl&ouml;tzlich eine akute Pflegesituation in Ihrer Familie? Dann k&ouml;nnen Sie in dieser Krisensituation zuk&uuml;nftig eine finanzielle Unterst&uuml;tzung erhalten. Besch&auml;ftigte, die kurzfristig die Pflege einer oder eines nahen Angeh&ouml;rigen organisieren m&uuml;ssen, haben seit dem 1. Januar 2015 nicht nur das Recht auf eine Auszeit von bis zu zehn Arbeitstagen, sondern auch sofern sie keinen sonstigen, vergleichbaren Anspruch auf eine Entgeltfortzahlung haben - einen Anspruch auf ein Pflegeunterst&uuml;tzungsgeld (&sect; 2 PflegeZG, &sect; 44a SGB XI). Auch wenn mehrere nahe Angeh&ouml;rige hiervon Gebrauch machen, ist deren Anspruch auf Pflegeunterst&uuml;tzungsgeld auf insgesamt zehn Arbeitstage f&uuml;r eine pflegebed&uuml;rftige Person begrenzt. Durch diese neue Lohnersatzleistung sollen Pflege und Beruf besser miteinander vereinbart werden k&ouml;nnen. So wie Eltern, die ihr krankes Kind betreuen, Krankengeld bekommen, k&ouml;nnen auch nahe Angeh&ouml;rige jetzt eine Lohnersatzleistung bei der Pflegekasse beziehungsweise dem privaten Pflegeversicherungsunternehmen der pflegebed&uuml;rftigen Person beantragen. Diese fangen den Verdienstausfall in dieser Zeit zu einem Gro&szlig;teil auf. Davon k&ouml;nnen zum Beispiel die berufst&auml;tige Tochter oder der berufst&auml;tige Sohn profitieren, die oder der vor&uuml;bergehend die Pflege eines Elternteils in einer akuten Krisensituation selber sicherstellt oder die Pflege organisiert. Das Pflegeunterst&uuml;tzungsgeld f&uuml;r eine pflegebed&uuml;rftige Person wird in einem vereinfachten Verfahren durch die Pflegekasse oder das private Pflegeversicherungsunternehmen der oder des pflegebed&uuml;rftigen nahen Angeh&ouml;rigen gew&auml;hrt. Der Antrag ist durch die Besch&auml;ftigten unter anderem unter Vorlage einer &auml;rztlichen Bescheinigung unverz&uuml;glich bei der Pflegekasse oder dem Versicherungsunternehmen der pflegebed&uuml;rftigen Person zu stellen. Die H&ouml;he des Pflegeunterst&uuml;tzungsgeldes richtet sich nach den Vorschriften zur Berechnung des Kinderkrankengeldes. Die Auszeit von bis zu zehn Arbeitstagen f&uuml;r eine pflegebed&uuml;rftige Person kann nicht genommen werden, wenn Sie sich lediglich um einen Krankheitsfall Ihrer oder Ihres nahen Angeh&ouml;rigen k&uuml;mmern wollen. Ein Fernbleiben von der Arbeit setzt voraus, dass in einer akut aufgetretenen Pflegesituation eine bedarfsgerechte Pflege organisiert wird beziehungsweise eine pflegerische Versorgung sicherzustellen ist. Nahe Angeh&ouml;rige k&ouml;nnen sich in dieser Zeit beispielsweise &uuml;ber die Pflegeleistungsangebote informieren oder auch f&uuml;r ihre Angeh&ouml;rige oder ihren Angeh&ouml;rigen durch eine entsprechende Antragstellung bei deren Pflegekasse oder privatem Pflegeversicherungsunternehmen einen Begutachtungstermin durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) veranlassen. Die kurzzeitige Arbeitsverhinderung kann auch dazu genutzt werden, um f&uuml;r die nahe Angeh&ouml;rige oder den nahen Angeh&ouml;rigen nach einer station&auml;ren Behandlung eine sachgerechte Anschlussversorgung im h&auml;uslichen Bereich durch die Beauftragung eines ambulanten Pflegedienstes sicherzustellen</p> <p><a href="https://www.jobadu.de/pdfs/01985.pdf">Publikation zeigen</a></p>