<h1>Rechtsnatur des Abrufs</h1> <h2>Der Abruf der Arbeitsleistung ist rechtlich gesehen eine einseitige, empfangsbed&uuml;rftige Gestaltungserkl&auml;rung des Arbeitgebers... Quelle bewerberAktiv e.K.</h2> <p>Arbeit auf Abruf - Rechtsnatur des Abrufs Der Abruf der Arbeitsleistung ist rechtlich gesehen eine einseitige, empfangsbed&uuml;rftige Gestaltungserkl&auml;rung des Arbeitgebers im Sinne des &sect; 315 (2) BGB, mit der er die Arbeitspflicht des Arbeitnehmers verbindlich festlegt. Dabei kann die Bekanntmachung des Abrufs unmittelbar an den Arbeitnehmer erfolgen (z.B. durch ein direktes Gespr&auml;ch zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer) oder mittelbar im Wege eines Aushangs (z.B. am schwarzen Brett oder durch das Intranet) geschehen. Die Gestaltungswirkung und damit die Rechtsverbindlichkeit tritt gem&auml;&szlig; &sect; 315 (3) BGB allerdings nur dann ein, wenn die Grenzen der Billigkeit beachtet worden sind. Der Arbeitgeber hat somit vor dem Abruf der Arbeit die wesentlichen Umst&auml;nde des konkreten Einzelfalles zu ber&uuml;cksichtigen und gegeneinander abzuw&auml;gen. Dar&uuml;ber hinaus ist die gesetzlich ausdr&uuml;cklich in &sect; 12 (2) TzBfG vorgeschriebene Ank&uuml;ndigungsfrist von vier Tagen einzuhalten. Entscheidend ist dabei der rechtzeitige Zugang der Bekanntmachung. Die sp&auml;tere &Auml;nderung oder ein Widerruf einer bereits erfolgten Abrufmitteilung des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer ist grunds&auml;tzlich ohne eine Anfechtung oder die Voraussetzungen des &sect; 130 (1) BGB m&ouml;glich. Allerdings ist die 4-Tage-Frist des &sect; 12 (2) TzBfG dabei zwingend zu beachten</p> <p><a href="https://www.jobadu.de/pdfs/02015.pdf">Publikation zeigen</a></p>