<h1>Handlungsm&ouml;glichkeiten BR bei Befristung</h1> <h2>Hier lesen Sie, welche Handlungsm&ouml;glichkeiten die Arbeitnehmervertretung beim Thema Befristung hat... Quelle Hans-B&ouml;ckler-Stiftung</h2> <p>Handlungsm&ouml;glichkeiten von Betriebsr&auml;ten bei befristeter Besch&auml;ftigung Das Teilzeit- und Befristungsgesetz bietet Arbeitgebern in Deutschland weitreichende M&ouml;glichkeiten, Arbeitnehmer befristet, das hei&szlig;t nur f&uuml;r eine bestimmte Zeit, einzustellen. Die gesetzlichen Befristungsregeln werden in Deutschland kontrovers diskutiert, die Kritiker sehen darin eine bedenkliche Einschr&auml;nkung des verfassungsrechtlich garantierten K&uuml;ndigungsschutzes, die Bef&uuml;rworter halten sie f&uuml;r die Gew&auml;hrleistung eines flexiblen Arbeitsmarktes f&uuml;r unverzichtbar. Der deutsche Gesetzgeber bezweckte mit der Einf&uuml;hrung der Befristungsregeln und deren wiederholter Deregulierung die Schaffung zus&auml;tzlicher Besch&auml;ftigung. Empirische Studien zeigen jedoch, dass die erhofften Besch&auml;ftigungseffekte ausgeblieben sind. Befristete Besch&auml;ftigung sollte urspr&uuml;nglich nur die Ausnahme sein, der Regelfall eines Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisses soll laut Gesetzgeber weiterhin das Normalarbeitsverh&auml;ltnis bilden. Auch hier zeigen Untersuchungen jedoch, dass atypische Besch&auml;ftigung - wie z.B. Befristungen - das Normalarbeitsverh&auml;ltnis mehr und mehr verdr&auml;ngt. Die negativen Folgen, die f&uuml;r Arbeitnehmer mit befristeter Besch&auml;ftigung verbunden sind, sind erheblich. Befristete Besch&auml;ftigung ist gr&ouml;&szlig;tenteils prek&auml;r, unsicher, sie nimmt Lebensqualit&auml;t und Planungssicherheit und f&uuml;hrt zu psychischen Belastungen der von ihr Betroffenen. Deshalb muss es Aufgabe der Betriebsr&auml;te in Deutschland sein, durch Nutzung der ihnen im Rahmen der Betriebsverfassung zustehenden Handlungsm&ouml;glichkeiten befristete Besch&auml;ftigung in den Betrieben einzud&auml;mmen und daf&uuml;r Sorge zu tragen, dass die im Zusammenhang mit befristeter Besch&auml;ftigung existierenden Arbeitnehmerschutzvorschriften eingehalten werden. Sachgrundbefristungen. Sachgrundlose Befristungen. Bedeutung befristeter Arbeitsvertr&auml;ge in der betrieblichen Praxis. Betriebliche Vor- und Nachteile befristeter Besch&auml;ftigung. Folgen befristeter Besch&auml;ftigung f&uuml;r befristet eingestellte Arbeitnehmer. Handlungsauftrag f&uuml;r Betriebsr&auml;te - Restriktive Nutzung von Befristungen. Handlungs-/Mitbestimmungsm&ouml;glichkeiten der Betriebsr&auml;te bei Befristungen. &Uuml;berwachungs- und Informationsrecht gem&auml;&szlig; &sect; 80 BetrVG. Informationsrecht gem&auml;&szlig; &sect; 20 TzBfG. Diskriminierungsverbot, &sect; 4 II TzBfG. Benachteiligungsverbot, &sect; 5 TzBfG. Informationspflicht, &sect; 18 TzBfG. Aus- und Weiterbildung, &sect; 19 TzBfG. Grunds&auml;tze der Behandlung von Betriebsangeh&ouml;rigen, &sect; 75 BetrVG. Mitbestimmung bei Einstellungen, &sect; 99 BetrVG. Mitbestimmung durch Auswahlrichtlinien, &sect; 95 BetrVG. Mitbestimmung bei Personalplanung, &sect; 92 BetrVG. Beratung zur Besch&auml;ftigungssicherung, &sect; 92a BetrVG. Keine Anh&ouml;rung gem&auml;&szlig; &sect; 102 BetrVG. Befristete Arbeitsvertr&auml;ge stellen eine von Arbeitgebern heutzutage gern und h&auml;ufig genutzte flexible Besch&auml;ftigungsform dar, die es erm&ouml;glicht, sich ohne K&uuml;ndigung von Arbeitnehmern zu trennen. Immerhin erfolgte die H&auml;lfte aller Neueinstellungen im Jahr 2009 befristet. Die gesetzlichen Befristungsregelungen werden politisch kontrovers diskutiert, die Kritiker sehen in ihnen eine Schw&auml;chung/Umgehung des K&uuml;ndigungsschutzes, die Bef&uuml;rworter halten sie f&uuml;r einen flexiblen Arbeitsmarkt f&uuml;r unverzichtbar. Gem&auml;&szlig; &sect; 3 I 1 Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) ist befristet besch&auml;ftigt ein Arbeitnehmer mit einem auf bestimmte Zeit geschlossenen Arbeitsvertrag. Ein auf bestimmte Zeit geschlossener Arbeitsvertrag liegt vor, wenn seine Dauer kalenderm&auml;&szlig;ig bestimmt ist oder sich aus Art, Zweck oder Beschaffenheit der Arbeitsleistung ergibt, &sect; 3 I 2 TzBfG. F&uuml;r Arbeitsvertr&auml;ge, die f&uuml;r bestimmte Zeit geschlossen werden, gilt gem&auml;&szlig; &sect; 620 III BGB das TzBfG. Der Schaffung des TzBfG lag die Richtlinie 1999/70 EG zur Umsetzung der EGB-UNICE-CEEP-Rahmenvereinbarung &uuml;ber befristete Arbeitsvertr&auml;ge zu Grunde, in deren Punkt 6 geschrieben steht, dass die Sozialpartner aufgefordert wurden, auf allen geeigneten Ebenen Vereinbarungen zur Modernisierung der Arbeitsorganisation, darunter auch anpassungsf&auml;hige Arbeitsregelungen - wie Befristungen - auszuhandeln, um die Unternehmen produktiv und wettbewerbsf&auml;hig zu machen und ein ausgewogenes Verh&auml;ltnis zwischen Anpassungsf&auml;higkeit und Sicherheit zu erreichen. Nach Auffassung des deutschen Gesetzgebers werden befristete Arbeitsverh&auml;ltnisse im Interesse der Flexibilit&auml;t der Besch&auml;ftigung und als Br&uuml;cke in unbefristete Arbeitsverh&auml;ltnisse zwingend ben&ouml;tigt. Die Befristungsregelungen w&uuml;rden es Unternehmen, insbesondere Existenzgr&uuml;ndern und Klein- bzw. Mittelunternehmen, erm&ouml;glichen, auf eine unsichere und schwankende Auftragslage und wechselnde Marktbedingungen durch Neueinstellungen flexibel zu reagieren und damit ihre Wettbewerbsf&auml;higkeit zu sichern.3 F&uuml;r viele Arbeitnehmer sei die befristete Besch&auml;ftigung eine Alternative zur Arbeitslosigkeit und zugleich eine Br&uuml;cke in Dauerbesch&auml;ftigung. Insbesondere Jugendlichen nach der Ausbildung w&uuml;rden befristete Arbeitsvertr&auml;ge den Eintritt in das Arbeitsleben mit guten Chancen auf eine sp&auml;tere dauerhafte Besch&auml;ftigung erleichtern, so der Gesetzgeber</p> <p><a href="https://www.boeckler.de/pdf/mbf_befristete_beschaeftigungsverhaeltnisse.pdf">Publikation zeigen</a></p>