<h1>Berufsvorbereitung im Betrieb</h1> <h2>Denn die Berufsvorbereitung erschlie&szlig;t neue Zielgruppen f&uuml;r die Ausbildung in Ihrem Betrieb... Quelle Institut der deutschen Wirtschaft K&ouml;ln e.V.</h2> <p>Berufsvorbereitung im Betrieb. Einstiegsqualifizierung (EQ). Berufsvorbereitende Bildungsma&szlig;nahmen (BvB). Kooperatives oder duales Berufsgrundbildungsjahr (BGJ). Ma&szlig;nahmen betrieblicher Berufsvorbereitung im Vergleich. Leerstelle statt Lehrstelle: Das ist in vielen deutschen Unternehmen schon heute Realit&auml;t. Allein im Jahr 2015 blieben nach Zahlen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit 41.000 Ausbildungspl&auml;tze unbesetzt. Gerade kleinen und mittleren Unternehmen f&auml;llt es schwer, Ausbildungspl&auml;tze mit geeigneten Jugendlichen zu besetzen. Angesichts der demografischen Entwicklung wird sich diese Situation noch versch&auml;rfen. In Deutschland arbeiten daher die Agenturen f&uuml;r Arbeit, Kammern, Verb&auml;nde und Bildungstr&auml;ger eng zusammen, um den &Uuml;bergang Schule - Beruf m&ouml;glichst erfolgreich zu gestalten. Zu diesem &Uuml;bergang geh&ouml;rt auch die betriebliche Berufsvorbereitung. F&uuml;r Ihr Unternehmen ist es interessant, sich mit Praktikumsangeboten an einer Berufsvorbereitung zu beteiligen. Sie lernen im betrieblichen Alltag Jugendliche kennen, die aus unterschiedlichen Gr&uuml;nden noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Und Sie stellen fest, ob deren Begabungen zu den Anforderungen in Ihrem Unternehmen passen. Hat ein junger Mensch Sie &uuml;berzeugt, k&ouml;nnen Sie ihr oder ihm im Anschluss an die Berufsvorbereitung einen Ausbildungsplatz anbieten. Es besteht dann sogar in manchen F&auml;llen die M&ouml;glichkeit, die Ausbildung zu verk&uuml;rzen - entweder durch Anrechnung des Praktikums am Anfang der Ausbildungszeit oder durch eine fr&uuml;here Pr&uuml;fungsanmeldung am Ende der Ausbildung. Anforderungen an sie gestellt werden, festigen ihre Berufswahlentscheidung. So steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie die anschlie&szlig;ende Ausbildung erfolgreich abschlie&szlig;en. Auszubildende f&uuml;r unbekanntere Berufe finden: Mit einer berufsvorbereitenden Ma&szlig;nahme im Betrieb k&ouml;nnen Sie junge Menschen f&uuml;r Ausbildungsberufe gewinnen, die in der &Ouml;ffentlichkeit weniger bekannt sind. Die Mitarbeiterbindung st&auml;rken: Junge Menschen, denen Sie trotz Vermittlungshemmnissen auf dem Ausbildungsmarkt eine Perspektive bieten, werden Ihnen als Arbeitgeber h&auml;ufig verbunden bleiben und sich eher langfristig binden. Das Image f&ouml;rdern: Ihr Engagement wird sich herumsprechen. Sie verbessern Ihr Image als sozial engagiertes Unternehmen, das Jugendliche beim Start in den Beruf unterst&uuml;tzt und pr&auml;sentieren sich als attraktiver Arbeitgeber. So vergr&ouml;&szlig;ert sich der Kreis interessierter Jugendlicher, aus dem Sie sp&auml;ter Ihre Auszubildenden rekrutieren k&ouml;nnen. Eine betriebliche Berufsvorbereitung durchlaufen Schulabg&auml;ngerinnen und Schulabg&auml;nger, die sich f&uuml;r eine Ausbildung interessieren, jedoch aus unterschiedlichen Gr&uuml;nden noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Zu den bundesweit bekanntesten Angeboten der betrieblichen Berufsvorbereitung geh&ouml;ren: die Einstiegsqualifizierung (EQ) und die Einstiegsqualifizierung Plus (EQ Plus), berufsvorbereitende Bildungsma&szlig;nahmen (BvB) der Arbeitsagenturen und F&uuml;r Ihr Unternehmen bringt das Engagement in der betrieblichen Berufsvorbereitung folgende Vorteile mit sich. Die passenden Auszubildenden finden: Sie lernen die Jugendlichen &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum bei der praktischen Arbeit in Ihrem Betrieb kennen. So bekommen Sie ein viel besseres Bild von den F&auml;higkeiten und Begabungen eines jungen Menschen, als es ein Schulzeugnis vermittelt. Den Ausbildungserfolg erh&ouml;hen: Junge Menschen, die schon vor Ausbildungsbeginn in der Praxis erfahren, welche Berufsinhalte sie erwarten und welche das duale oder kooperative Berufsgrundbildungsjahr (BGJ). Bei allen diesen Angeboten k&ouml;nnen Sie als Arbeitgeber aktiv werden, indem Sie den Teilnehmenden ein Praktikum anbieten. Im Optimalfall m&uuml;ndet das Praktikum in einer dualen Berufsausbildung. Damit dies gelingt, sollten Sie in Ihrem Betrieb sicherstellen, dass die Jugendlichen angemessen betreut und gef&ouml;rdert werden. W&auml;hlen Sie p&auml;dagogisch und fachlich erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter f&uuml;r die Betreuung und Qualifizierung aus. Hinweis: Eine Teilnahme an einer Berufsvorbereitungsma&szlig;nahme kann f&uuml;r Sie auch eine Chance sein, mit neuen Gruppen f&uuml;r eine Ausbildung in Kontakt zu kommen. Dazu z&auml;hlen insbesondere junge Fl&uuml;chtlinge und Menschen mit Behinderung. Beide Gruppen k&ouml;nnen an den vorgestellten Ma&szlig;nahmen teilnehmen, allerdings teilweise unter leicht abweichenden Regelungen und h&auml;ufig mit zus&auml;tzlichen F&ouml;rderm&ouml;glichkeiten. N&auml;here Informationen zu Berufsvorbereitungsma&szlig;nahmen f&uuml;r Gefl&uuml;chtete erhalten Sie in der KOFA-Handlungsempfehlung &#039;&#039;Praktika f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge&#039;&#039;, n&auml;here Informationen f&uuml;r Menschen mit Behinderung erhalten Sie auf der Webseite REHADAT Bildung (siehe Arbeitshilfen / Kapitel 5 dieser Handlungsempfehlung). Um abzusch&auml;tzen, mit welcher Intensit&auml;t Sie in der Berufsvorbereitung aktiv werden wollen, verschaffen Sie sich zun&auml;chst einen &Uuml;berblick &uuml;ber Ihren mittel- und langfristigen Fachkr&auml;ftebedarf. F&uuml;r welche T&auml;tigkeiten und Aufgaben ben&ouml;tigen Sie Fachkr&auml;fte mit beruflicher Qualifikation? Wie viele Bewerbungen erhalten Sie auf ausgeschriebene Ausbildungsstellen? Unsere Handlungsempfehlung zur Personalbedarfsplanung gibt Ihnen dazu konkrete Anhaltspunkte (siehe Arbeitshilfen). Ermitteln Sie nun anhand von Checkliste 1 die Rahmenbedingungen f&uuml;r eine betriebliche Berufsvorbereitung in Ihrem Unternehmen. Nur wenn Sie wissen, welche Ressourcen in Ihrem Betrieb bereitstehen, k&ouml;nnen Sie eine passende Ma&szlig;nahme ausw&auml;hlen. Diese Vor&uuml;berlegungen sind auch hilfreich, wenn Sie das Gespr&auml;ch mit unterst&uuml;tzenden Stellen wie der Arbeitsagentur suchen. Vor&uuml;berlegungen zur Durchf&uuml;hrung eines Praktikums im Rahmen der betrieblichen Berufsvorbereitung Die EQ zeichnet sich durch einen besonders hohen Anteil an Praxisphasen im Betrieb aus. Ziel ist es, junge Menschen &uuml;ber ein Langzeitpraktikum an eine Ausbildung heranzuf&uuml;hren. Zielgruppe: Angesprochen sind vor allem junge Men schen unter 25 Jahren, die ausbildungswillig und ausbildungsf&auml;hig sind, aber nach den bundesweiten Nachvermittlungsaktionen im Herbst keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Sie haben einen Vorrang bei der Vermittlung in eine EQ. Aber auch f&uuml;r &auml;ltere Personen ist eine Teilnahme m&ouml;glich, wenn sie aus pers&ouml;nlichen Gr&uuml;nden nicht fr&uuml;her eine Ausbildung oder EQ beginnen konnten. In solchen F&auml;llen f&uuml;hrt die Arbeitsagentur eine Einzelfallpr&uuml;fung durch. Eine Einstiegsqualifizierung startet in der Regel erst im Anschluss an die Nachvermittlungsphase ab dem 1. Oktober eines Jahres. Weitere Voraussetzung ist, dass die betreffenden Personen ihre Vollzeitschulpflicht erf&uuml;llt und bereits einen konkreten Berufswunsch haben. Ma&szlig;nahme: W&auml;hrend eines sechs- bis zw&ouml;lfmonati gen Praktikums stellen die jungen Menschen ihr K&ouml;nnen im Betrieb unter Beweis. Im Gegensatz zu anderen Vorbereitungsprogrammen verbringen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Regel mindestens 70 Prozent ihrer Qualifizierungszeit im Unternehmen, die restliche Zeit in der Berufsschule. Bei Teilnahme an einem erforderlichen Deutschf&ouml;rderkurs kann die Qualifizierungszeit im Unternehmen auf bis zu 50 Prozent reduziert werden. Die Jugendlichen werden dabei auf einen konkreten Ausbildungsberuf vorbereitet. Bilden Sie derzeit aus, k&ouml;nnen die EQ-Teilnehmer mit den Auszubildenden des ersten Lehrjahres gemeinsam die Ausbildungsinhalte lernen, was ihre Integration f&ouml;rdert. Nutzen f&uuml;r Ihr Unternehmen: Sie k&ouml;nnen die EQ Teilnehmerin oder den EQ-Teilnehmer &uuml;ber einen langen Zeitraum bei der t&auml;glichen Arbeit beobachten. Zudem besteht die M&ouml;glichkeit, bei einer &Uuml;bernahme des jungen Menschen in eine regul&auml;re Ausbildung deren Dauer um bis zu sechs Monate zu verk&uuml;rzen entweder durch Anrechnung am Anfang der Ausbildungszeit oder durch eine fr&uuml;here Anmeldung zur Pr&uuml;fung am Ende der Ausbildung. Vertragsgestaltung: Sie als Unternehmen verpflichten sich, den Jugendlichen fachspezifische und soziale Kenntnisse zu vermitteln, die Jugendlichen verpflichten sich zum Lernen. Die Einstiegsqualifizierung wird in Form eines verg&uuml;teten, sozialversicherungspflichtigen Praktikums durchgef&uuml;hrt. Als Unternehmen k&ouml;nnen Sie sich Anteile der Verg&uuml;tung (bis zu 231 Euro monatlich) sowie der Sozialversicherung (116 Euro monatlich) auf Antrag von der Arbeitsagentur erstatten lassen. Ansprechpartner: Wenden Sie sich an den Arbeitge berservice Ihrer &ouml;rtlichen Agentur f&uuml;r Arbeit und an Ihre zust&auml;ndige Kammer, die auch Brosch&uuml;ren mit weiteren Informationen zur betrieblichen Einstiegsqualifizierung bereithalten. Der Weg zur Einstiegsqualifizierung (EQ) Wir wollen einen Antrag auf einen Zuschuss zur Praktikumsverg&uuml;tung stellen und haben diesen vor Beginn des Praktikums unter Beif&uuml;gung einer Kopie des EQ-Vertrags bei der Agentur f&uuml;r Arbeit oder dem Jobcenter (siehe Arbeitshilfen) beantragt. Variante: Einstiegsqualifizierung Plus (EQ Plus) Jugendliche, die fachlichen oder sozialen Nachholbedarf haben, k&ouml;nnen w&auml;hrend der Einstiegsqualifizierung weitere Unterst&uuml;tzung erhalten. So wird die Wahrscheinlichkeit erh&ouml;ht, dass die Jugendlichen ihre Qualifizierung erfolgreich absolvieren und in eine Berufsausbildung &uuml;bernommen werden. Zu den m&ouml;glichen Unterst&uuml;tzungsangeboten im Rahmen einer EQ Plus geh&ouml;ren: Ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) mit sozialp&auml;dagogischer Begleitung, die bei Vorliegen der individuellen Voraussetzungen auf Seiten der oder des Jugendlichen von der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit finanziert werden. Das Angebot umfasst Nachhilfeunterricht, Sprachunterricht, sozialp&auml;dagogische Begleitung sowie Unterst&uuml;tzung bei Problemen im sozialen Umfeld. Erg&auml;nzende berufsschulische Angebote, um zum Beispiel schulische Defizite abzubauen. Betriebliche Nachhilfe und vergleichbare private Unterst&uuml;tzungsma&szlig;nahmen zur F&ouml;rderung schw&auml;cherer Jugendlicher. Diese werden unter anderem von Stiftungen, Verb&auml;nden oder Kammern angeboten. Die BvB der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit unterst&uuml;tzen junge Menschen bei der Berufswahl beziehungsweise bei der Aufnahme einer Erstausbildung. Die Jugendlichen erhalten in dieser Zeit Unterricht bei Bildungstr&auml;gern, wie zum Beispiel Berufsbildungswerken. Dort erhalten sie allgemeinbildenden Unterricht, Bewerbungstraining und Informationen zur Berufswahl. W&auml;hrend der BvB gibt es auch praktische Phasen, die in Ihrem Betrieb absolviert werden k&ouml;nnen. Vor den Praktika werden den Teilnehmenden Grundfertigkeiten und Grundkenntnisse wie beispielsweise Bohren, Schleifen oder der Umgang mit bestimmten Maschinen vermittelt, sodass sie im Betrieb auf diesem Wissen aufbauen k&ouml;nnen. Es gibt drei verschiedene Formen der BvB mit jeweils unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten, die Sie mit den Zust&auml;ndigen der Arbeitsagenturen und den jeweiligen Teilnehmerinnen und Teilnehmern abstimmen: 1. Orientierung - Betriebliches Praktikum: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten einen ersten Einblick in den Betriebsalltag und lernen die Anforderungen in einem bestimmten Berufsbild kennen. Die Vorbereitung auf einen konkreten Ausbildungsberuf steht nicht im Mittelpunkt. 2. Qualifizierung - Betriebliches Praktikum mit der Vermittlung von Qualifizierungsbausteinen: Mit Qualifizierungsbausteinen werden die Teilnehmenden an einen konkreten Ausbildungsberuf herangef&uuml;hrt. Das Bundesinstitut f&uuml;r Berufsbildung (BIBB) bietet Informationen mit Beispielen verschiedener Ausbildungsberufe, wie den Anlagenmechaniker f&uuml;r Sanit&auml;r-, Heizungs- und Klimatechnik (siehe Arbeitshilfen). Ein m&ouml;glicher Qualifizierungsbaustein ist in diesem konkreten Fall das Warten von Heizungsarmaturen. 3. Integration - Betriebliches Praktikum mit der Vermittlung von Ausbildungsbausteinen: Ausbildungsbausteine gehen einen Schritt weiter als Qualifizierungsbausteine. Hier werden bereits konkrete Inhalte eines Ausbildungsberufes vermittelt, beispielsweise die gesamte Inbetriebnahme von sanit&auml;ren Anlagen. Die Gesellschaft f&uuml;r innovative Besch&auml;ftigungsf&ouml;rderung mbH (G.I.B.) bietet auf ihrer Internetseite einen kostenlosen Leitfaden zur Umsetzung dieser Praktikumsform im Betrieb an (siehe Arbeitshilfen). Zielgruppe: Angesprochen sind junge Menschen unter 25 Jahren, die noch nicht &uuml;ber die erforderliche Ausbildungsreife oder die notwendige Berufseignung verf&uuml;gen. Dies k&ouml;nnen zum Beispiel benachteiligte Jugendliche mit oder ohne Schulabschluss, mit einer Behinderung oder mit Migrationshintergrund sein. Im Rahmen der BvB erlangen sie Kenntnisse und Fertigkeiten, um eine berufliche Erstausbildung zu beginnen. zzMa&szlig;nahme: Eine BvB startet erst nach Beginn des Ausbildungsjahres. Die jeweilige Ma&szlig;nahme kann je nach Bedarf des jungen Menschen bis zu zehn Monate dauern. Maximal die H&auml;lfte dieser Zeit verbringen die Jugendlichen im Unternehmen, um sich auf eine Ausbildung vorzubereiten. Zus&auml;tzlich vermittelt ein Bildungstr&auml;ger, wie zum Beispiel ein Berufsbildungswerk, fachliches Know-how, soziale Kompetenzen und weitere berufliche Grundfertigkeiten (zum Beispiel IT- und Medienkompetenz, Sprachf&ouml;rderung, Pers&ouml;nlichkeitsbildung). Nutzen f&uuml;r Ihr Unternehmen: Mit Praktika im Rahmen von BvB lernen Sie Kandidatinnen und Kandidaten kennen, die sp&auml;ter f&uuml;r eine Ausbildung in Ihrem Betrieb infrage kommen. Die Umsetzung der BvB und die Begleitung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden zudem durch den Bildungstr&auml;ger organisiert. Er w&auml;hlt im Vorfeld gemeinsam mit Ihnen geeignete Personen aus, &uuml;bernimmt, falls erforderlich, die Anmeldung bei der Berufsschule und steht Ihnen w&auml;hrend der gesamten Dauer des Praktikums zur Seite. Dies verringert Ihren Koordinationsaufwand. Da die Bildungstr&auml;ger f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung verantwortlich sind, gehen Sie auch weniger Pflichten ein als zum Beispiel bei einer Einstiegsqualifizierung. Vertragsgestaltung: Der Praktikumsvertrag wird zwischen Betrieb, Bildungstr&auml;ger und BvB-Teilnehmenden geschlossen. Eine Entlohnung der Jugendlichen durch den Arbeitgeber ist nicht vorgesehen. Auch die Mindestlohnregelung greift nicht. Der Weg zu einem Praktikum in der Berufsvorbereitenden Bildungsma&szlig;nahme (BvB) Ma&szlig;nahme: Das Praktikum sollte mindestens vier Wochen und kann bis zu sechs Monate dauern. Auch hier gibt es wie bei den normalen BvB drei M&ouml;glichkeiten: Sie k&ouml;nnen Jugendlichen eine erste berufliche Orientierung geben, sie auf einen Ausbildungsberuf vorbereiten oder bereits konkrete Ausbildungsinhalte vermitteln. Die Praktikumsinhalte haben wir anhand von Qualifizierungs- oder Ausbildungsbausteinen gemeinsam mit dem Bildungstr&auml;ger festgelegt. Mit dem Bildungstr&auml;ger und der Teilnehmerin oder dem Teilnehmer haben wir einen Vertrag &uuml;ber die betriebliche Qualifizierung geschlossen. Angaben zu Zeitraum und Zielsetzung des Praktikums sowie Angaben zu den Praktikumsinhalten und den zu vermittelnden Kenntnissen (zum Beispiel die Benennung konkreter Qualifizierungs- oder Ausbildungsbausteine). Regelungen zu Arbeitszeiten sowie zur Vergabe von Zertifikaten. Benennung einer Fachkraft aus unserem Betrieb, die f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung des Praktikums zust&auml;ndig ist. Hinweis: Die Gesamtverantwortung f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung der BvB liegt auch f&uuml;r die Zeit des Praktikums beim Bildungstr&auml;ger. Variante: Berufsvorbereitende Bildungsma&szlig;nahmen mit produktionsorientiertem Ansatz (BvB-Pro) Es gibt einige Berufsvorbereitungsangebote, in denen junge Menschen unter Aufsicht Waren und Dienstleistungen produzieren und verkaufen. Diese Ma&szlig;nahmen werden bundesweit an Jugendwerkst&auml;tten und in einigen Bundesl&auml;ndern an Produktionsschulen angeboten. Als Unternehmen k&ouml;nnen Sie diese Jugendlichen &uuml;ber Betriebspraktika kennenlernen. Zielgruppe: BvB-Pro richtet sich an junge Menschen unter 25 Jahren, denen die erforderliche Ausbildungsreife oder die notwendige Berufseignung fehlt. Es handelt sich dabei vorwiegend um Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die zwar Schw&auml;chen in der Theorie mitbringen, aber bei der praktischen Arbeit gut lernen k&ouml;nnen. Daher erfolgt die Bildungsma&szlig;nahme produktionsorientiert, das hei&szlig;t, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer produzieren unter betriebsnahen Bedingungen Waren, organisieren Dienstleistungen und verkaufen diese an die &ouml;rtliche Wirtschaft. Vertragsgestaltung: Zwischen Ihrem Unternehmen, der Produktionsschule und der Teilnehmerin oder dem Teilnehmer wird ein Vertrag &uuml;ber die betriebliche Qualifizierung geschlossen. Eine Entlohnung der Jugendlichen durch den Betrieb ist nicht vorgesehen. Auch die Mindestlohnregelung greift nicht. W&auml;hrend des Praktikums wird zudem eine kontinuierliche Begleitung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die Produktionsschule gew&auml;hrleistet. Der Weg zu einem Praktikum in der Berufsvorbereitenden Bildungsma&szlig;nahme mit produktionsorientiertem Ansatz (BvB-Pro) Mit den Vertragspartnern haben wir die Praktikumsinhalte festgelegt. Wir haben versucht, f&uuml;r die Gliederung Qualifizierungsbausteine zu nutzen. Mit der Bildungseinrichtung und der Teilnehmerin oder dem Teilnehmer haben wir einen Vertrag &uuml;ber die betriebliche Qualifizierung geschlossen. 3.3 Kooperatives oder duales Berufsgrundbildungsjahr (BGJ) Finden Jugendliche nicht auf Anhieb einen Ausbildungsplatz, k&ouml;nnen sie in einigen Bundesl&auml;ndern auch ein Berufsgrundbildungsjahr (BGJ) durchlaufen. Dabei erarbeiten sie in der Schule die grundlegenden Inhalte eines Berufsfelds, wie zum Beispiel Technik oder Wirtschaft. Sie besuchen je nach Gestaltung entweder das ganze Jahr &uuml;ber oder in einzelnen Monaten auch einen Betrieb. So verkn&uuml;pfen sich praktisches und theoretisches Lernen. Hinweis: Das BGJ ist in den Schulgesetzen der L&auml;nder geregelt, es gibt keine bundesweit einheitliche Ausgestaltung (siehe Arbeitshilfen). Daher gibt es das BGJ zwar in vielen, aber nicht in allen Bundesl&auml;ndern. Zielgruppe: Das BGJ richtet sich vorrangig an ausbil dungsreife Schulabg&auml;ngerinnen und -abg&auml;nger mit Schulabschluss, die eine allgemeinbildende Schule mit dem Hauptschulabschluss verlassen oder die Versetzung in die Klassenstufe 9 der Hauptschule erreicht und bis zum 1. Oktober eines Jahres keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Ma&szlig;nahme: In der Regel arbeiten die Teilnehmerin nen und Teilnehmer ein Jahr lang an jeweils drei Wochentagen im Betrieb und besuchen an den ande oder dualen BGJ schlie&szlig;en Sie mit der Teilnehmerin oder dem Teilnehmer und der Berufsschule einen Praktikumsvertrag f&uuml;r zw&ouml;lf Monate. Eine Verg&uuml;tungspflicht durch den Betrieb besteht nicht. Die Mindestlohnregelung greift nicht. Es ist m&ouml;glich, die betriebliche Praktikumszeit auf mehrere Unternehmen aufzuteilen, die dann ebenfalls Vertragspartner werden. Der Weg zu einem Praktikum w&auml;hrend des Berufsgrundbildungsjahres (BGJ) Wir haben uns erkundigt, ob es in unserem Bundesland ein BGJ in kooperativer oder dualer Form gibt. Der Vertrag enth&auml;lt: Angaben zu Zeitraum und Zielsetzung des Praktikums sowie Angaben zu den Praktikumsinhalten und den zu vermittelnden Kenntnissen. Regelungen zu Arbeitszeiten. Benennung einer Fachkraft aus unserem Betrieb, die f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung des Praktikums zust&auml;ndig ist. Hinweis: Die Gesamtverantwortung liegt auch f&uuml;r die Zeit des Praktikums bei der Schule. Ma&szlig;nahmen betrieblicher Berufsvorbereitung im Vergleich Einstiegsqualifizierung (EQ) Praktikumsdauer Einstiegsqualifizierung Plus (EQ Plus) Berufsvorbereitende Bildungsma&szlig;nahmen (BvB) Berufsvorbereitende Bildungsma&szlig;nahmen mit produktionsorientiertem Ansatz (BvB-Pro) Berufsgrundbildungsjahr in dualisierter Form (BGJ)</p> <p><a href="https://www.jobadu.de/pdfs/02060.pdf">Publikation zeigen</a></p>