<h1>Ablauf des deutschen Asylverfahrens</h1> <h2>Die Pr&uuml;fung von Asylantr&auml;gen geh&ouml;rt zu den wichtigsten Aufgaben des Bundesamtes f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge. Diese Brosch&uuml;re informiert &uuml;ber einzelne Aspekte des Asylverfahrens. Von der Antragstellung &uuml;ber die Anh&ouml;rung bis zur Entscheidung... Quelle BAMF</h2> <p>Das deutsche Asylverfahren Zust&auml;ndigkeiten, Verfahren, Statistiken, Rechtsfolgen Wir m&ouml;chten Sie darauf hinweisen, dass die vorliegende Brosch&uuml;re &#039;&#039;Das deutsche Asylverahren - ausf&uuml;hrlich erkl&auml;rt&#039;&#039; des Bundesamtes f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge vom November 2014 grundlegende Informationen zum Ablauf des deutschen Asylverfahrens enth&auml;lt. Bitte ber&uuml;cksichtigen Sie dabei, dass Richtlinien des gemeinsamen europ&auml;ischen Asylsystems (GEAS) zum 20.07.2015 in Kraft getreten sind, jedoch noch nicht durch ein Gesetz in das nationale Recht umgesetzt wurden. Diese Richtlinien haben aber bereits Auswirkungen auf das praktische Asylverfahren. Zust&auml;ndigkeiten im Rahmen des Asylverfahrens Identit&auml;tssicherung und -feststellung Flughafenverfahren (&sect; 18 a AsylVfG) Dublin-Verfahren Materielles Fl&uuml;chtlingsrecht Unterst&uuml;tzung der Entscheidungsfindung im Asylverfahren Unbegleitete Minderj&auml;hrige im Asylverfahren Verfahrensdauer und Gesamtverfahrensdauer Erstverteilung von Asylbegehrenden (EASY), Unterbringung und Verpflegung Die Bundesl&auml;nder sind f&uuml;r die Unterbringung der Asylbewerber zust&auml;ndig. Dazu m&uuml;ssen sie insbesondere Aufnahmeeinrichtungen (AE) schaffen und unterhalten. In diesen Einrichtungen erhalten die Asylbewerber zur Deckung des existenzsichernden Bedarfs vorrangig Sachleistungen. Au&szlig;erdem erhalten sie nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 18.07.2012, das die H&ouml;he der Geldleistungen des Asylbewerberleistungsgesetzes f&uuml;r verfassungswidrig erkl&auml;rte, bis zu einer Neuregelung durch den Gesetzgeber zur Deckung pers&ouml;nlicher Bed&uuml;rfnisse des t&auml;glichen Lebens einen monatlichen Geldbetrag in H&ouml;he von 130 Euro. Meldet sich der Asylbewerber bei einer AE, erfolgt unter Beachtung der Aufnahmequoten der Bundesl&auml;nder die EASY-Verteilung, um die AE zu ermitteln, die f&uuml;r die Aufnahme zust&auml;ndig ist. Das Bundesamt f&uuml;hrt das Asylverfahren durch. Asylantragstellung und pers&ouml;nliche Anh&ouml;rung erfolgen beim Bundesamt. Auf Grund einer Gesamtschau, die alle relevanten Erkenntnisse ermittelt, wird entschieden, ob dem Asylbewerber Asyl, Fl&uuml;chtlingsschutz oder subsidi&auml;rer Schutz zu gew&auml;hren oder der Asylantrag abzulehnen ist. Die Bundesl&auml;nder unterhalten die Verwaltungsgerichtsbarkeit. Gegen eine ablehnende Entscheidung des Bundesamtes kann der Antragsteller Klage vor dem Verwaltungsgericht erheben. Der Kl&auml;ger richtet seine Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland, die vom Bundesamt vertreten wird. Das Aufenthaltsrecht nach der Entscheidung des Bundesamts regeln die Bundesl&auml;nder, die in der Regel durch ihre Ausl&auml;nderbeh&ouml;rden handeln. Je nach dem Ergebnis des Asylverfahrens erteilt die zust&auml;ndige Ausl&auml;nderbeh&ouml;rde einen Aufenthaltstitel oder ergreift Ma&szlig;nahmen, um den Aufenthalt zu beenden. Bei einem Asylgesuch an der Grenze entscheidet die Bundespolizei &uuml;ber die Weiterleitung an eine Aufnahmeeinrichtung oder eine Einreiseverweigerung. Im Rahmen des Flughafenverfahrens leitet die Bundespolizei den Asylsuchenden im Transitbereich an das Bundesamt weiter. Es erfolgt eine Zusammenarbeit des Bundesamts mit den Sicherheitsbeh&ouml;rden des Bundes und der L&auml;nder, so wertet etwa das Bundeskriminalamt die Fingerabdr&uuml;cke von Asylsuchenden aus. Der UNFl&uuml;chtlingskommissar (UNHCR) wacht &uuml;ber die Einhaltung der Genfer Ausl&auml;nder, die einen Asylantrag stellen, werden w&auml;hrend der ersten Wochen des Asylverfahrens in der Regel in sogenannten Aufnahmeeinrichtungen untergebracht, die von den Bundesl&auml;ndern bereit gestellt werden. Jedes Bundesland hat dabei eine exakt festgelegte Quote der Asylbegehrenden (K&ouml;nigsteiner Schl&uuml;ssel) aufzunehmen, um auf diese Weise die mit der Aufnahme verbundenen Lasten angemessen zu verteilen. Die Bestimmung der zust&auml;ndigen Aufnahmeeinrichtung erfolgt mit Hilfe des bundesweiten Verteilungssystems &#039;&#039;EASY&#039;&#039; (Erstverteilung der Asylbegehrenden): Zust&auml;ndig f&uuml;r die Aufnahme des Asylbegehrenden ist diejenige Aufnahmeeinrichtung, bei der er sich gemeldet hat, sofern diese &uuml;ber einen freien Unterbringungsplatz im Rahmen der oben genannten Quote verf&uuml;gt und die Au&szlig;enstelle des Bundesamtes, die der Aufnahmeeinrichtung zugeordnet ist, Asylantr&auml;ge aus dem Herkunftsland des Asylbegehrenden bearbeitet. Liegt eine der beiden Voraussetzungen nicht vor, wird der Asylbegehrende durch EASY der n&auml;chstgelegenen Aufnahmeeinrichtung, welche die Zust&auml;ndigkeitskriterien erf&uuml;llt, zugewiesen</p> <p><a href="https://www.jobadu.de/pdfs/02144.pdf">Publikation zeigen</a></p>