<h1>Betriebsvereinbarungen zu E-Mail-Nutzung und Internetdienste</h1> <h2>Diese Auswertung zeigt die aktuellen Entwicklungen zum betrieblichen Umgang mit dem Internet und Gebrauch von E-Mail f&uuml;r die Kommunikation und Arbeit... Quelle Hans-B&ouml;ckler-Stiftung</h2> <p>Ver&auml;nderte Rahmenbedingungen der betrieblichen Nutzung von Internetdiensten. Allgemeine Regelungen zu Internetdiensten. Ziele der Nutzung von Internetdiensten. Risiken der Internetdienste. Systemadministration. Datenschutz(-Beauftragte). Aufbewahrungsfristen. Private Nutzung. Einwilligungserkl&auml;rungen. Erreichbarkeit. Verhaltensregeln und Netiquette. Social-Media-Regelungen in Vereinbarungen zu Internet und E-Mail. Spezielle Regelungen zum Internet. Ziele der Internetnutzung. Aufgaben und Inhalte der Internetnutzung. Nicht erlaubte Internetnutzung. Zugangs- und Nutzungsberechtigungen, Verantwortlichkeiten. Sicherheit der Internetnutzung. Personenbezogene Daten, Auswertungen, Protokollierungen. Spezielle Regelungen zum Intranet. Aufgaben und Inhalte der Intranetnutzung. Zugangs- und Nutzungsberechtigungen, Verantwortlichkeiten. Sicherheit der Intranetnutzung. Spezielle Regelungen zur E-Mail-Nutzung. Vergabe von Postf&auml;chern und E-Mail-Adressen. Private Nutzung der E-Mails. (Arbeits-)Organisation bei E-Mail-Nutzung, Ablage/L&ouml;schen von E-Mails, Vertretung. Adressb&uuml;cher und Verteilerlisten. Sicherheitsstandards, Umgang mit sensiblen Daten, Datenschutz. Nutzung von Internet, Intranet und E-Mail durch die Interessenvertretung. Datenschutzrecht. Informations- und Kommunikationstechnik ist einem sehr schnellen Wandel unterworfen. Elektronische Kommunikation mit E-Mail &uuml;ber das Internet am station&auml;ren PC im B&uuml;ro ist heute noch Standard, wird aber schon abgel&ouml;st von mobiler Internetkommunikation auf OnlinePlattformen oder Social-Media-Anwendungen. Die E-Mail von heute wird es morgen wom&ouml;glich nicht mehr geben. Leistungsf&auml;hige mobile Notebooks, Smartphones, Tablets etc. f&ouml;rdern das Arbeiten unterwegs. Der Arbeitsort ist flexibel, der Arbeitsinhalt aufgrund digitaler Zugangswege auch und der Mensch ohnehin. Die Grenzen zwischen privater und beruflicher Welt weichen immer st&auml;rker auf. Teils ist diese Grenzverwischung gewollt und wird aktiv von Besch&auml;ftigten vorangetrieben, teils ist sie nicht gewollt, aber kaum zu verhindern. Mit diesen Entwicklungen &auml;ndern sich Arbeitsabl&auml;ufe, aufgrund wachsender Geschwindigkeiten und Erwartungshaltungen verdichtet sich die Leistungserbringung zusehends. Nicht zuletzt w&auml;chst auch das Kontrollpotenzial. Es ist daher Zeit, danach zu fragen, ob und wie betriebliche Vereinbarungen diese Entwicklung aufnehmen, um Besch&auml;ftigte zu sch&uuml;tzen und Gestaltungsspielr&auml;ume f&uuml;r die betriebliche Mitbestimmung zu erwirken. Die vorliegenden Vereinbarungen sind sehr unterschiedlich in ihrer Reichweite und Ausgestaltung. Erreichbar zu sein au&szlig;erhalb der vereinbarten Arbeitszeiten, ist inzwischen ein Thema. Sehr unterschiedlich geregelt wird die M&ouml;glichkeit der privaten Nutzung von Internetdiensten und elektronischer Post durch die Besch&auml;ftigten. Es gibt Regelungen f&uuml;r das vollst&auml;ndige Verbot bis hin zur Unterst&uuml;tzung und F&ouml;rderung der Privatnutzung. Gesundheitsschutz wird bislang nicht unbedingt sehr gro&szlig; geschrieben. Mit dieser dritten Aktualisierung der Auswertung wurden insgesamt 192 betriebliche Vereinbarungen der Jahre 1996-2013 ausgewertet. Es wird gezeigt, welche Regelungstrends zur Gestaltung der Arbeit mit Internet und E-Mail-Anwendungen bestehen und wie die betrieblichen Akteure das Thema aufgreifen. Mit den Analysen verfolgen wir nicht das Ziel, Regelungen zu bewerten, die Hintergr&uuml;nde und Strukturen in den Betrieben und Verwaltungen sind uns nicht bekannt. Ziel ist es, betriebliche Regelungspraxis abzubilden, Trends aufzuzeigen, Hinweise und Anregungen f&uuml;r die Gestaltung eigener Vereinbarungen zu geben. Bundesdatenschutzgesetz Bildschirmarbeitsverordnung Elektronische Datenverarbeitung Informations- und Kommunikationstechnik Internet-Protokoll Informations- und Kommunikationstechnik Telekommunikationsgesetz Telemediengesetz Virtual Private Network Die betriebliche Nutzung von Internetdiensten wurde in den letzten Jahren nicht nur selbstverst&auml;ndlich, sondern bestimmend f&uuml;r die meisten B&uuml;roarbeitspl&auml;tze. Die Besch&auml;ftigten m&uuml;ssen &uuml;ber die Qualifikationen verf&uuml;gen, diese Technik zu nutzen und sie m&uuml;ssen mit den damit einhergehenden arbeitsorganisatorischen Ver&auml;nderungen umgehen. Die Kommunikation sowie die Informationsbeschaffung und -verteilung sind durch den Einsatz der Internetdienste schneller geworden. Das erm&ouml;glicht in vielen Bereichen immer z&uuml;gigere Vorgangsbearbeitungen. H&auml;ufig ist eine Verdichtung von Arbeit die Folge: Besteht eine M&ouml;glichkeit, Vorg&auml;nge schneller zu bearbeiten, muss sie in der Regel auch genutzt werden, die Erwartungen der Kunden, B&uuml;rger und nat&uuml;rlich des Arbeitgebers steigen. Die verst&auml;rkte Nutzung der Internetdienste verbindet viele Arbeitspl&auml;tze noch intensiver mit Bildschirmarbeit Mischarbeit ist dadurch immer schwieriger zu erm&ouml;glichen. Aus all dem resultieren neue Herausforderungen f&uuml;r den betrieblichen Gesundheitsschutz. Besch&auml;ftigte m&uuml;ssen lernen, mit der r&auml;umlichen und zeitlichen Entgrenzung von Arbeit umzugehen, die eng mit der technischen Entwicklung verwoben ist. Private Nutzung, Arbeit im Homeoffice und die Nutzung von Ger&auml;ten, die den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern geh&ouml;ren, weichen die Grenzen zwischen Arbeit und Privatsph&auml;re auf. Beschleunigt wird diese Entwicklung immer wieder durch die Technik selbst: Soziale Medien werden im betrieblichen Zusammenhang zunehmend relevant, weil Arbeitgeber deren Potenziale f&uuml;r das Marketing und die Rekrutierung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entdecken. Die Besch&auml;ftigten selbst sollen zu (positiven) Botschaftern des Unternehmens werden. Zudem erm&ouml;glichen Smartphones und Tablet-PCs die mobile Nutzung zu jeder Zeit an jedem Ort. Viele der bisher vereinbarten betrieblichen Regelungen, die sich mit der privaten Nutzung der Internetdienste auf den vom Unternehmen bereitgestellten technischen Ger&auml;ten befassen, laufen zunehmend ins Leere und verlieren ihre Bedeutung, weil eine private Nutzung betrieblicher Ger&auml;te nicht mehr notwendig ist. Dennoch ist die juristische Auseinandersetzung mit der Frage der privaten Nutzung noch l&auml;ngst nicht abgeschlossen. Die Einsch&auml;tzung der Bedeutung von Datenschutz und Privatsph&auml;re hat sich ver&auml;ndert: Die in j&uuml;ngster Vergangenheit aufgedeckten staatlich und teilweise auch betrieblich angeordneten und durchgef&uuml;hrten massenhaften, anlasslosen Auswertungen personenbezogener Daten in den Telekommunikations- und Internetdiensten scheinen das Nutzungsverhalten kaum zu &auml;ndern. Es bleibt abzuwarten, wie sich Unternehmen auf lange Sicht gegen Wirtschaftsspionage sch&uuml;tzen werden - m&ouml;glicherweise f&uuml;hrt das wiederum zu einem besseren Schutz der personenbezogenen Daten, die in Unternehmen anfallen. Unternehmen, die eine sichere Netznutzung gew&auml;hrleisten m&ouml;chten, m&uuml;ssen den Datenverkehr detailliert protokollieren. Dies stellt jedoch ein Einfallstor dar f&uuml;r vielf&auml;ltige Leistungs- und Verhaltenskontrollen und eine m&ouml;gliche Gef&auml;hrdung der Pers&ouml;nlichkeitsrechte der Besch&auml;ftigten. Betriebliche Vereinbarungen zu E-Mail und Internet hebeln teilweise elementare Grundrechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aus, um vermeintlich gro&szlig;en und unternehmensgef&auml;hrdenden Risiken zu begegnen. Zun&auml;chst werden die Inhalte betrieblicher Regelungen dargestellt, die f&uuml;r alle Internetdienste g&uuml;ltig sind, anschlie&szlig;end - sofern notwendig spezielle Regelungen zu Internet, Intranet und E-Mail. Gelegentlich sind diese Regelungen Teil einer EDV- oder IKT-Rahmenvereinbarung oder sie wurden mit Regelungen zur Telefonnutzung zusammengefasst, diese Themen werden jedoch in dieser Auswertung nicht betrachtet. Hingegen enthalten neuere Vereinbarungen Regelungen zum betrieblichen Einsatz von Social Media bzw. sozialen Medien. Besondere Beachtung fanden zudem in dieser Auswertung die Einwilligungserkl&auml;rungen, die im Zusammenhang mit der privaten Nutzung betrieblicher Internetdienste h&auml;ufig anzutreffen und von den Besch&auml;ftigten zu unterschreiben sind</p> <p><a href="https://www.boeckler.de/pdf/p_mbf_bvd_e_mail_nutzung_internet.pdf">Publikation zeigen</a></p>