<h1>Ergonomischer Schichtplan nach arbeitswissenschaftlichen Empfehlungen (Checkliste)</h1> <h2>Minimierung der Arbeitszeit nachts, Sicherung ausreichender Erholzeit/Schlafzeit und Sicherung sozial wertvoller Freizeit... Quelle IG Metall</h2> <p>Balance von Beruf und Familie/ Privatleben - Qualifizierung von Betriebsr&auml;ten und arbeitsorientierten Akteurinnen und Akteuren Checkliste ergonomischer Schichtplan nach arbeitswissenschaftlichen Die Checkliste beinhaltet verschiedene arbeitswissenschaftlichen Empfehlungen f&uuml;r eine gute Schichtplangestaltung. Nicht alle Anforderungen lassen sich gleichzeitig verwirklichen. Drei grundlegende Ziele sind bei der Gestaltung eines ergonomischen Schichtplans zu beachten: 1. Minimierung der Arbeitszeit nachts. 2. Sicherung ausreichender Erholzeit/Schlafzeit. 3. Sicherung sozial wertvoller Freizeit. folgenden Nachtschichten sollte Schichten m&ouml;glichst klein sein. Nach einer ganzen Nachtschichtwoche werden drei bis vier Tage zur Umstellung des biologischen Rhythmus ben&ouml;tigt. Die geringsten Probleme hat jemand mit seiner inneren Uhr bei einzelnen Nachtschichten. Die Anh&auml;ufung von Arbeitstagen max. 5 hintereinander sollte vermieden Arbeitswerden. tage Damit l&auml;sst sich die Erm&uuml;dung begrenzen. Der Organismus hat die Tendenz, den Tagesschlaf um Nachtschichten sollten m&ouml;glichst zwischen 5 die Mittagszeit zu beenden. Ist die Nachtschicht erst fr&uuml;h enden. und 6 Uhr um 7 Uhr zu Ende, ist das Schlafdefizit programmiert. Nach einer Nachtschichtphase sollte eine m&ouml;glichst lange Ruhephase folgen. Nach einer Nachtschicht sollte jemand einen Tag Auszeit haben, nach zwei bis drei Nachtschichten 24 - 48 Std. m&ouml;glichst zwei Tage. Das erm&ouml;glicht den Abbau von Schlafdefiziten, ausreichende Erholung und einen zusammenh&auml;ngenden Freizeitblock. Die Zahl der aufeinander folgenden Fr&uuml;hschichten sollte m&ouml;glichst klein sein. Die Zahl der aufeinander folgenden Fr&uuml;hschichten sollte nicht gr&ouml;&szlig;er als drei sein, da der Schlaf bei Fr&uuml;hschichten meist recht kurz ist (Anfahrtszeiten!) und es so zu einem gr&ouml;&szlig;eren Schlafdefizit kommt. Die Empfehlung, fr&uuml;her ins Bett zu gehen, ist f&uuml;r Schichtarbeiter oft nicht umsetzbar. Es gelingt ihnen selten, fr&uuml;her einzuschlafen. Das soziale Leben steht dem entgegen. Die Fr&uuml;hschicht sollte nicht zu fr&uuml;h beginnen. Sehr fr&uuml;he Schichten erh&ouml;hen Wegeunf&auml;lle, nicht vor 6 Versp&auml;tungen und bringen verringerte Wachheit mit Uhr sich. Je sp&auml;ter die Fr&uuml;hschicht beginnt, desto geringer ist das Schlafdefizit. Balance von Beruf und Familie/Privatleben - Qualifizierung von Betriebsr&auml;ten und arbeitsorientierten Akteuren und Akteurinnen. Schichtarbeiter sollten zwischen Montag und Freitag Mindestens ein freier Abend pro mind. 1 mindestens einen freien Abend haben, um an Woche zwischen Montag und Abend frei famili&auml;rem und sozialem Leben teilnehmen zu Freitag. k&ouml;nnen. Die Schichtdauer sollte abh&auml;ngig sein von der k&ouml;rperlichen und psychischen Schwere der Arbeit. Die Arbeit in der Nacht ist allein schon eine hohe Belastung. Oft kommen noch schwierige Arbeitsbedingungen hinzu: in der Produktion sind das z.B. schwere k&ouml;rperliche Arbeit und L&auml;rm psychische Anforderungen wie z.B. hohe Verantwortung durch allein arbeiten. Grund genug, dass die Nachtschicht k&uuml;rzer sein sollte als andere Schichten. Geblockte Wochenend-freizeiten sind besser als einzelne freie Tage an Wochenenden. Zusammenh&auml;ngende freie Tage am Wochenende machen es eher m&ouml;glich, an gemeinsamen sozialen Aktivit&auml;ten teilzunehmen. Und dies erm&ouml;glicht besser ausreichende Erholung. Das macht das soziale Leben planbarer. Kurzfristige Schichtplan&auml;nderungen sind zu vermeiden, &Uuml;berstunden ebenso. Freizeitaktivit&auml;ten zu planen ist f&uuml;r Schichtarbeiter schwierig genug. Ein Schichtplan sollte &uuml;bersichtlich und vorausschauend sein und nicht in letzter Minute noch ge&auml;ndert werden. Spielregeln k&ouml;nnen Vorank&uuml;ndigungsfristen und Ausgleichsverfahren regeln. Flexibel ist besser als starr. Es ist besser, auf individuelle Vorlieben (lange Anfahrtswege, Kindergartenzeiten etc.) einzugehen als auf starren Anfangszeiten zu beharren. Auch Schichttausch oder Freischichtkonten bieten sich an. Wahlm&ouml;glichkeiten zwischen Schichtmodellen verbessern die Vereinbarkeit von Beruf und individuellen sozialen Interessen. Gesundheitsf&ouml;rderung wird aktiv betrieben. Insbesondere Fragen der Ern&auml;hrung, Bewegung und des Schlafes werden beim Schichtsystem beachtet (Bsp: zeitliche Organisation der Gesundheitsangebote, ). Es muss auf die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben geachtet werden! Dazu geh&ouml;ren u.a. Ausnahmenregelungen in der Produktion und deren Organisation (Bsp: Betriebsvereinbarung zur Vereinbarkeit, ). Alternde Belegschaften m&uuml;ssen ber&uuml;cksichtigt werden. Das Alter in der Produktion ist bekannt und es wird an Modellen gearbeitet, wie &auml;ltere Besch&auml;ftigte (ab 50 Jahren) nicht k&ouml;rperlich/ psychisch &uuml;berlastet werden. Balance von Beruf und Familie/Privatleben - Qualifizierung von Betriebsr&auml;ten und arbeitsorientierten Akteuren und Akteurinnen</p> <p><a href="https://www.jobadu.de/pdfs/02236.pdf">Publikation zeigen</a></p>