<h1>Potenzialanalyse &#039;&#039;Betriebliche Bildung&#039;&#039;</h1> <h2>Die Potenzialanalyse &#039;&#039;Betriebliche Bildung&#039;&#039; zeigt Ihnen systematisch auf, wie Sie die Lernbereitschaft in Ihrem Betrieb f&ouml;rdern und die M&ouml;glichkeiten der betrieblichen Bildung nutzen k&ouml;nnen... Quelle INQA</h2> <p>Potenzialanalyse Betriebliche Bildung Praxisstandard und Selbstbewertung f&uuml;r Unternehmer Die Potenzialanalyse Betriebliche Bildung wurde als Selbstbewertungs-Check und gemeinsamer Praxisstandard entwickelt. Herausgegeben wird die Potenzialanalyse von der Offensive Mittelstand - Gut f&uuml;r Deutschland, einem eigenst&auml;ndigen Netzwerk unter dem Dach der Initiative Neue Qualit&auml;t der Arbeit (INQA). Sie erm&ouml;glicht kleinen und mittleren Unternehmen, die Potenziale ihrer betrieblichen Bildung zu &uuml;berpr&uuml;fen und auszusch&ouml;pfen. Die Potenzialanalyse Betriebliche Bildung behandelt alle wesentlichen Themen der betrieblichen Bildung. Lernen und Weiterbildung im Betrieb F&uuml;hrung und lernf&ouml;rderliches Betriebsklima Lernen im Betrieb f&ouml;rdern Weiterbildung nutzen Betriebliche Berufsausbildung Ausbildungsbetrieb: Bedarf, Kosten, Nutzen und Eignung Auszubildende werben und einstellen Ausbildung gestalten Ausbildung Schritt f&uuml;r Schritt umsetzen Ver&auml;nderungen in der Arbeitswelt, zum Beispiel durch Digitalisierung und den demografischen Wandel, erfordern in Betrieben eine st&auml;ndige Weiterentwicklung der Kompetenzen und eine Anpassung der Qualifikationen der Besch&auml;ftigten. Die Halbwertzeit des betrieblichen Wissens betr&auml;gt vier Jahre (im IT-Bereich 1,5 Jahre), das hei&szlig;t, in vier Jahren ist die H&auml;lfte des betrieblichen Wissens veraltet (im IT-Bereich in eineinhalb Jahren). Kontinuierliches Erwerben neuen Wissens wird also zunehmend wichtiger f&uuml;r die Wettbewerbsf&auml;higkeit und f&uuml;r Innovationen. Ob Ihr Unternehmen dauerhaft am Markt bestehen kann, h&auml;ngt wesentlich von der Lernbereitschaft und den Kompetenzen Ihrer Besch&auml;ftigten ab. Erfolgreiche Betriebe sorgen deswegen daf&uuml;r, dass ihre Besch&auml;ftigten st&auml;ndig und systematisch lernen: im Arbeitsprozess, durch gezielte Weiterbildung und durch Ausbildung. Sie sorgen daf&uuml;r, dass Lernen Freude macht. Die betriebliche Aus- und Weiterbildung wird so Bestandteil einer systematischen Personal- und Organisationsentwicklung. Erschwert wird die Absicherung der notwendigen Kompetenzen im Betrieb durch den Wettbewerb um Auszubildende und qualifizierte Fachkr&auml;fte. Dieser Wettbewerb stellt gerade kleine und mittlere Unternehmen vor gro&szlig;e Herausforderungen. Engp&auml;sse drohen u.a. durch den demografischen Wandel und die Konkurrenz mit gr&ouml;&szlig;eren Unternehmen. Dabei sind in kleineren Betrieben viele Potenziale vorhanden, um geeignetes Personal zu finden, zu binden und zu f&ouml;rdern. Anpassungsfortbildung: Anpassungsfortbildungen zielen darauf ab, das vorhandene Wissen und Kompetenzen zu erhalten, zu erweitern oder der technischen Entwicklung anzupassen, um bei steigenden Anforderungen am Arbeitsplatz auf dem aktuellen Kenntnisstand zu sein. Anpassungsfortbildungen erfolgen in der Regel im Rahmen betrieblicher oder &uuml;berbetrieblicher Angebote. (Bundesministerium f&uuml;r Bildung und Forschung II) Assistierte Ausbildung: Die assistierte Ausbildung dient dazu, den &Uuml;bergang von benachteiligten Jugendlichen in eine berufliche Ausbildung und die Integration in den ersten Arbeitsmarkt zu f&ouml;rdern. Bildungstr&auml;ger bieten, als dritter Partner Dienstleistungen f&uuml;r Jugendliche und Unternehmen an. Bei den Angeboten f&uuml;r Unternehmen handelt es sich zum Beispiel um Hilfe beim Ausbildungs- und Bewerbermanagement, Unterst&uuml;tzung bei der Kooperation mit Berufsschulen sowie die Beratung und Information in Hinblick auf bestimmte Zielgruppen. (Bundesagentur f&uuml;r Arbeit I) Ausbildungsnachweis (Berichtsheft): Die Ausbildungsordnung schreibt vor, dass Auszubildende einen fachlichen Nachweis &uuml;ber die Ausbildung zu f&uuml;hren haben. Das regelm&auml;&szlig;ig gef&uuml;hrte Berichtsheft ist Voraussetzung f&uuml;r die Zulassung zur Abschlusspr&uuml;fung. (Bundesministerium f&uuml;r Bildung und Forschung I) Ausbildungsordnung: Ausbildungsordnungen legen f&uuml;r jeden der rund 350 bundesweit staatlich anerkannten Ausbildungsberufe fest, was in dem jeweiligen Beruf gelernt werden muss. Inhalte der Ausbildungsordnung sind: Ausbildungsberufsbezeichnung, Ausbildungsdauer, Ausbildungsberufsbild, Ausbildungsrahmenplan und Pr&uuml;fungsanforderungen. (Bundesministerium f&uuml;r Bildung und Forschung I) Ausbildungsrahmenplan: Ein Bestandteil der Ausbildungsordnung ist der Ausbildungsrahmenplan. Er regelt die allgemeine inhaltliche und zeitliche Struktur der Ausbildung. Er ist die Grundlage f&uuml;r den betrieblichen Ausbildungsplan und ist mit dem Ausbildungsvertrag bei der zust&auml;ndigen Stelle (zum Beispiel Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern) einzureichen. (Bundesministerium f&uuml;r Bildung und Forschung I) Aufstiegsfortbildung: Aufstiegsfortbildungen erm&ouml;glichen eine Erweiterung von Qualifikationen im Beruf. Die Besch&auml;ftigten erhalten durch sie einen h&ouml;heren Abschluss, bspw. Meister, Fachwirt oder andere vergleichbare Fortbildungsabschl&uuml;sse, und k&ouml;nnen somit neue Aufgaben und T&auml;tigkeiten im Unternehmen wahrnehmen. Voraussetzungen f&uuml;r eine Fortbildung sind meist eine abgeschlossene Berufsausbildung und eine einschl&auml;gige, mehrj&auml;hrige Berufserfahrung. (Bundesministerium f&uuml;r Bildung und Forschung II) Berufliche Weiterbildung: Die berufliche Weiterbildung dient dem Erhalt und der Auffrischung bestehender und dem Erwerb neuer Qualifikationen. Die berufliche Weiterbildung soll damit die Besch&auml;ftigungschancen des Einzelnen erh&ouml;hen. Zudem soll sie den Arbeitskr&auml;ftebedarf der Wirtschaft langfristig sicherstellen. Es wird zwischen Umschulung, Aufstiegsfortbildung (zum Beispiel Meister, Techniker) und Anpassungsfortbildung (zum Beispiel Sprachkurse, Softwareschulungen) unterschieden. (Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales) Berufsbildungsgesetz (BBiG) und Handwerksordnung (HwO): Das Berufsbildungsgesetz ist die Grundlage f&uuml;r die betriebliche Ausbildung. Es legt die erforderlichen Voraussetzungen und Bedingungen f&uuml;r eine Ausbildung in den Unternehmen fest, zum Beispiel die Regelungen zum Abschluss von Ausbildungsvertr&auml;gen sowie Rechte und Pflichten der Ausbildenden und Auszubildenden. Die Handwerksordnung regelt die speziellen Voraussetzungen f&uuml;r Handwerksbetriebe, die ausbilden wollen. (Bundesministerium f&uuml;r Bildung und Forschung I) Betrieblicher Ausbildungsplan: Der betriebliche Ausbildungsplan beschreibt, welche Ausbildungsinhalte die Auszubildenden in welchem Zeitraum erlernen. Mindestens sind das die Ausbildungsinhalte, die im Ausbildungsrahmenplan genannt werden. Der betriebliche Ausbildungsplan ist Bestandteil des Ausbildungsvertrages und sp&auml;testens zu Beginn der Ausbildung den Auszubildenden auszuh&auml;ndigen. (Bundesministerium f&uuml;r Bildung und Forschung I) Eignung als Ausbilder/-in und als Ausbildungsbetrieb: Die Voraussetzungen f&uuml;r die Eignung als Ausbilder/-in und als ausbildendes Unternehmen legt das bundesweit geltende Berufsbildungsgesetz fest. Die Feststellung der Eignung erfolgt durch die Ausbildungsberater/-innen der zust&auml;ndigen Stellen. (Bundesministerium f&uuml;r Bildung und Forschung I) Fortbildungsordnung: Fortbildungsordnungen legen die Bezeichnung des Fortbildungsabschlusses, das Ziel, den Inhalt, die Zulassungsvoraussetzungen und die Pr&uuml;fungsanforderungen zum Erwerb von Fortbildungsabschl&uuml;ssen fest. (Berufsbildungsgesetz) Kompetenz: Kompetenz bezeichnet die F&auml;higkeit und Bereitschaft des Einzelnen, Kenntnisse und Fertigkeiten sowie pers&ouml;nliche, soziale und methodische F&auml;higkeiten zu nutzen und sich durchdacht sowie individuell und sozial verantwortlich zu verhalten. Kompetenz wird als umfassende Handlungskompetenz verstanden. Es wird zwischen fachlichen, personalen und methodischen Kompetenzen unterschieden. (Deutscher Qualifikationsrahmen - DQR) Qualit&auml;tssicherung und -entwicklung: Qualit&auml;tssicherung und -entwicklung umfassen Ma&szlig;nahmen, die sicherstellen, dass die allgemeine und berufliche Bildung (Bildungsinhalte, Bewertung der Lernergebnisse usw.) den Qualit&auml;tsanforderungen der beteiligten Akteure entspricht. (Cedefop) Rahmenlehrplan: Der Rahmenlehrplan regelt den berufsbezogenen Unterricht an der Berufsschule. Er wird von der Kultusministerkonferenz beschlossen und ist auf die Ausbildungsordnung abgestimmt. (Kultusministerkonferenz) Teilqualifikationen: Teilqualifikationen (zum Beispiel Kontrollieren und Steuern des Warenflusses aus dem Berufsbild Verk&auml;ufer/in) sind standardisierte Lerneinheiten. In ihrer Summe decken sie alle fachlichen Inhalte eines Ausbildungsberufes ab. Sie erm&ouml;glichen &uuml;ber die Externenpr&uuml;fung den Erwerb bzw. das Nachholen eines Berufsabschlusses. (Bundesagentur f&uuml;r Arbeit II) Umschulung: Umschulung bezeichnet eine Aus- bzw. Weiterbildung f&uuml;r eine andere als die zuvor ausge&uuml;bte oder erlernte T&auml;tigkeit. Gr&uuml;nde daf&uuml;r k&ouml;nnen bspw. eine Berufskrankheit, ungen&uuml;gende Nachfrage im alten Beruf oder technische Neuorientierung eines gesamten Berufes sein. (Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales) Verbundausbildung: F&uuml;r Betriebe, die nicht alle in der Ausbildungsordnung festgelegen Lerninhalte vermitteln k&ouml;nnen, besteht die M&ouml;glichkeit der Verbundausbildung. Verbundausbildung bedeutet, dass der Betrieb mit einem anderen Unternehmen oder mit einem Bildungstr&auml;ger ausbildet. Bei der Vermittlung solcher Kooperationen helfen die zust&auml;ndigen Stellen (Industrieund Handelskammern oder Handwerkskammern). (Bundesministerium f&uuml;r Bildung und Forschung I) Zusatzqualifikation: Zusatzqualifikationen k&ouml;nnen im Rahmen der beruflichen Erstausbildung oder unmittelbar im Anschluss daran von Auszubildenden in einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf erworben werden. Zusatzqualifikationen erg&auml;nzen die Berufsausbildung durch zus&auml;tzliche Inhalte, die nicht in der Ausbildungsordnung eines Berufs vorgeschrieben sind (zum Beispiel Fremdsprachenkompetenz, Rhetorik, den Erwerb von F&uuml;hrerscheinen oder Schwei&szlig;lizenzen). Sie werden durch ein Zertifikat des Betriebes, eines Bildungstr&auml;gers oder einer Kammer belegt. (Bundesministerium f&uuml;r Bildung und Forschung II)</p> <p><a href="https://www.inqa.de/SharedDocs/PDFs/DE/Publikationen/potenzialanalyse-betriebliche-bildung.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=1">Publikation zeigen</a></p>