<h1>Flexibel in den Ruhestand</h1> <h2>In bestimmtem Rahmen k&ouml;nnen Sie selbst entscheiden, ab wann Sie Ihre Altersrente beziehen m&ouml;chten. Und auch auf die H&ouml;he der Rente haben Sie Einfluss... Quelle Deutsche Rentenversicherung</h2> <p>Flexirente: Rente und Hinzuverdienst flexibel miteinander verbinden L&auml;nger fit und gesund durch Pr&auml;vention Vorteile f&uuml;r Arbeitgeber Flexibel in den Ruhestand Sie werden bald Rentner oder sind es schon? Sie f&uuml;hlen sich aber noch gesund und fit genug, um weiter zu arbeiten? Damit sind Sie nicht allein. Immer mehr &auml;ltere Menschen k&ouml;nnen und wollen noch l&auml;nger arbeiten - und sie werden von ihren Arbeitgebern oft dringend gebraucht. Das Flexirentengesetz macht es Ihnen einfacher, den &Uuml;bergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand individuell und auf Ihre Lebenssituation zugeschnitten zu gestalten, zum Beispiel durch die neuen flexibleren Hinzuverdienstregelungen. Au&szlig;erdem helfen Ihnen die verbesserten Leistungen zur Pr&auml;vention und Rehabilitation dabei, l&auml;nger gesund zu bleiben. Denn wer gesundheitliche Risiken fr&uuml;her erkennt, kann rechtzeitig gegensteuern. Aber das sind nur einige der neuen M&ouml;glichkeiten. In dieser Brosch&uuml;re finden Sie alle &Auml;nderungen, die sich aus dem Flexirentengesetz ergeben. Vorgezogene Altersrente und Hinzuverdienst Erwerbsminderungsrente und Hinzuverdienst Arbeiten &uuml;ber die Regelaltersgrenze hinaus Durch Sonderzahlung Rentenabschl&auml;ge ausgleichen Vorgezogene Altersrente und Hinzuverdienst Passen Sie Ihren &Uuml;bergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand flexibel an Ihre pers&ouml;nliche Lebenssituation an. Die neuen Hinzuverdienstregelungen helfen Ihnen dabei. Auf einmal ist es so weit: der letzte Tag in der Firma ist gekommen - und dann ist alles anders. Von einem Tag auf den anderen &auml;ndert sich das gesamte Leben. Man ist Rentner. F&uuml;r viele Menschen ist das ein gro&szlig;er Einschnitt, der nicht nur Vorteile mit sich bringt: Pl&ouml;tzlich gibt es keine Aufgabe mehr, Kontakte zu liebgewonnenen Kollegen fehlen. Und auch der Arbeitgeber h&auml;tte vielleicht gern noch von dem Fachwissen und dem Potenzial seines erfahrenen Mitarbeiters profitiert. Nat&uuml;rlich m&ouml;chte und kann nicht jeder &uuml;ber seinen regul&auml;ren Rentenbeginn hinaus weiter arbeiten. Umso wichtiger ist es, dass mit der Flexirente Regelungen geschaffen wurden, die es jedem erm&ouml;glichen, selbst zu bestimmen, wann er seine Rente in Anspruch nehmen und wie viel er noch arbeiten m&ouml;chte. So war es bisher Bisher konnten Rentner, die eine vorgezogene Altersrente bekamen, monatlich 450 Euro hinzuverdienen, ohne dass die Rente gek&uuml;rzt wurde. Zweimal im Jahr durfte diese Grenze bis zum Doppelten, also bis zu einem Betrag von 900 Euro, &uuml;berschritten werden. Verdiente man mehr, wurde die Rente je nach H&ouml;he des Hinzuverdienstes auf zwei Drittel, die H&auml;lfte, ein Drittel oder schlie&szlig;lich auf Null gek&uuml;rzt. Schon das &Uuml;berschreiten einer Hinzuverdienstgrenze um einen Cent hatte die K&uuml;rzung auf die n&auml;chstniedrigere Stufe zur Folge. Die jeweiligen Hinzuverdienstgrenzen f&uuml;r die Teilrenten waren abh&auml;ngig vom pers&ouml;nlichen Verdienst des Rentners in den letzten drei Jahren vor Rentenbeginn. Damit berechneten sie sich f&uuml;r jeden individuell. Neu ab dem 1. Juli 2017 Ab dem 1. Juli 2017 k&ouml;nnen Rentner mit einer vorgezogenen Altersrente 6 300 Euro im Jahr anrechnungsfrei hinzuverdienen. Diese Regelung gilt dann einheitlich f&uuml;r die alten und neuen Bundesl&auml;nder. Die bisher geltende monatliche Grenze von 450 Euro wird es nicht mehr geben. Der &uuml;ber den Betrag von 6 300 Euro hinausgehende Verdienst wird zu 40 Prozent auf die Rente angerechnet. Es wird allerdings eine Obergrenze f&uuml;r den Hinzuverdienst geben. Rechnet man die gek&uuml;rzte Rente und den Hinzuverdienst zusammen und liegt dieser Betrag &uuml;ber dem bisherigen Einkommen (h&ouml;chstes Einkommen der letzten 15 Jahre, sogenannter Hinzuverdienstdeckel), wird der dar&uuml;ber liegende Betrag zu 100 Prozent auf die verbliebene Teilrente angerechnet. Die Deutsche Rentenversicherung stellt eine Prognose auf, welchen Hinzuverdienst Sie voraussichtlich im laufenden und im folgenden Kalenderjahr haben werden. Einmal im Jahr wird Ihr Hinzuverdienst r&uuml;ckwirkend &uuml;berpr&uuml;ft. Zun&auml;chst wird also das erwartete Einkommen mit dem Freibetrag von 6 300 Euro verglichen und die Rente dann f&uuml;r die Zeit vom 1. Juli desselben und vom 1. Januar des kommenden Jahres an festgesetzt. Im Folgejahr vergleicht man dann zum 1. Juli die Prognose mit dem tats&auml;chlich von Ihnen erzielten Hinzuverdienst centgenau (Spitzabrechnung). Ergibt sich nun eine &Uuml;berzahlung, m&uuml;ssen Sie diese zur&uuml;ckzahlen. War die Rente bisher zu niedrig festgesetzt, bekommen Sie die Nachzahlung ausgezahlt. Zu diesem Zeitpunkt wird f&uuml;r die kommenden zw&ouml;lf Monate eine neue Prognose gestellt. Dieses Verfahren gilt auch f&uuml;r Renten wegen Erwerbsminderung. Mehr dazu lesen Sie im Kapitel Erwerbsminderungsrente und Hinzuverdienst. Als Altersrentner k&ouml;nnen Sie die H&ouml;he Ihrer Teilrente und damit auch Ihre Hinzuverdienstgrenze von vornherein selbst festlegen. Auch diese M&ouml;glichkeit besteht. Die Teilrente muss aber mindestens zehn Prozent der Vollrente betragen. Die Hinzuverdienstgrenze, die sich aus der H&ouml;he der Teilrente ergibt, muss eingehalten werden. Solange Sie diese Grenze mit Ihrem Hinzuverdienst nicht &uuml;berschreiten, wird keine Spitzabrechnung durchgef&uuml;hrt. Sie bekommen Ihre Teilrente in der selbst gew&auml;hlten H&ouml;he weiter. &Uuml;brigens: Bekommen Sie sp&auml;ter eine h&ouml;here Altersrente, erh&auml;lt der Rentenanteil, den Sie bisher nicht in Anspruch genommen haben, einen geringeren Abschlag als der Anteil, den Sie bereits bezogen haben. Nur bei der Altersrente f&uuml;r besonders langj&auml;hrig Versicherte gilt dies nicht, denn sie ist ohnehin abschlagsfrei. Sollte Ihr Verdienst doch einmal zu hoch sein und die festgelegte Hinzuverdienstgrenze &uuml;berschreiten, wird wieder spitz abgerechnet. Der Betrag, der die Hinzuverdienstgrenze &uuml;bersteigt, wird zu 40 Prozent auf die Rente angerechnet. Ist der Hinzuverdienstdeckel &uuml;berschritten, werden 100 Prozent des &uuml;berschreitenden Betrages angerechnet. Die sich daraus ergebende &Uuml;berzahlung m&uuml;ssen Sie dann zur&uuml;ckzahlen. Sie k&ouml;nnen die H&ouml;he Ihrer Teilrente und die sich daraus ergebende Hinzuverdienstgrenze jederzeit f&uuml;r die Zukunft neu festlegen. Beziehen Sie neben Ihrer gesetzlichen Rente noch eine Betriebsrente? Dann sollten Sie sich unbedingt beim Tr&auml;ger Ihrer Betriebsrente erkundigen, ob der Bezug einer Teilrente Auswirkungen auf die H&ouml;he Ihrer Betriebsrente hat. Je nach Satzung des Tr&auml;gers kann das &Uuml;berschreiten der Hinzuverdienstgrenze und der damit verbundene Teilrentenbezug zu einer K&uuml;rzung oder sogar zum Ruhen der Betriebsrente f&uuml;hren. Wenn Sie die Regelaltersgrenze erreicht haben, k&ouml;nnen Sie unbegrenzt hinzuverdienen. Ab dem Folgemonat hat der Hinzuverdienst grunds&auml;tzlich keinen Einfluss mehr auf die Rentenh&ouml;he. Unser Tipp: Vom 1. Januar 2017 an k&ouml;nnen Sie aber - wenn Sie selbst weiter Rentenversicherungsbeitr&auml;ge zahlen - Ihre Regelaltersrente durch Ihren Hinzuverdienst einmal im Jahr erh&ouml;hen. Lesen Sie hierzu das Kapitel Arbeiten &uuml;ber die Regelaltersgrenze hinaus. Seit 2012 wird die Regelaltersgrenze schrittweise vom 65. auf das 67. Lebensjahr angehoben. Wer im Jahr 1951 geboren ist und 2016 seinen 65. Geburtstag feiert, erreicht die Regelaltersgrenze mit 65 Jahren und f&uuml;nf Monaten. Alle, die 1964 oder sp&auml;ter geboren sind, erreichen diese erst mit 67 Jahren. Die Regelaltersgrenze ist der Zeitpunkt, ab dem Sie Ihre Regelaltersrente in Anspruch nehmen k&ouml;nnen, sofern alle Anspruchsvoraussetzungen erf&uuml;llt sind. Die Rente w&uuml;rde dann im Folgemonat beginnen - vorausgesetzt, Sie stellen rechtzeitig den Antrag. Wer vorher schon eine vorgezogene Altersrente bezieht, zum Beispiel eine Altersrente f&uuml;r besonders langj&auml;hrig Versicherte, der erh&auml;lt diese weiter. Ein Wechsel in die Regelaltersrente findet nicht statt. Mit dem Erreichen der Regelaltersgrenze &auml;ndert sich f&uuml;r den Rentner bis auf den Wegfall der Hinzuverdienstgrenzen jedoch nicht viel. Die Rente erh&ouml;hen durch Beitr&auml;ge Bisher waren Rentner, die ihre vorgezogene Altersrente in voller H&ouml;he erhielten und daneben noch arbeiteten, in ihrer Besch&auml;ftigung versicherungsfrei. Sie mussten also keine Beitr&auml;ge mehr zur Rentenversicherung zahlen, auch wenn sie ihre Regelaltersgrenze noch nicht erreicht hatten. K&uuml;nftig besteht auch f&uuml;r solche Besch&auml;ftigungen Rentenversicherungspflicht. Durch die Beitr&auml;ge erh&ouml;ht sich regelm&auml;&szlig;ig der Rentenanspruch. Wer als Altersvollrentner bis zum 31. Dezember 2016 rentenversicherungsfrei besch&auml;ftigt war, bleibt in dieser Besch&auml;ftigung zun&auml;chst auch versicherungsfrei. Freiwillige Versicherung Die Rente kann alternativ zum Hinzuverdienst auch durch freiwillige Beitr&auml;ge erh&ouml;ht werden. Wer eine vorgezogene Altersrente erh&auml;lt, kann bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze freiwillige Beitr&auml;ge zahlen. Diese Regelung galt bisher nur f&uuml;r Altersteilrentner und Erwerbsminderungsrentner. Seit 2017 d&uuml;rfen sich nun auch Altersvollrentner freiwillig versichern. F&uuml;r wen sich die Beitragszahlung lohnen kann, erfahren Sie bei Ihrem Rentenversicherungstr&auml;ger. Erwerbsminderungsrente und Hinzuverdienst Auch bei den Erwerbsminderungsrenten wird der Hinzuverdienst in Zukunft stufenlos angerechnet. Es gibt aber Unterschiede - je nachdem, ob Sie eine Rente wegen voller oder wegen teilweiser Erwerbsminderung beziehen. Vom 1. Juli 2017 an gibt es auch f&uuml;r alle Renten wegen Erwerbsminderung bei der Berechnung der Hinzuverdienstgrenzen keinen Unterschied mehr zwischen den alten und neuen Bundesl&auml;ndern. Genau wie bei den vorgezogenen Altersrenten wird die Anrechnung einmal im Jahr r&uuml;ckwirkend per Spitzabrechnung vorgenommen. Wie das genau funktioniert, lesen Sie im Kapitel Vorgezogene Altersrenten und Hinzuverdienst auf den Seiten 5 bis 7. Bitte beachten Sie, dass Sie nur im Rahmen Ihres Restleistungsverm&ouml;gens zu Ihrer Erwerbsminderungsrente hinzuverdienen d&uuml;rfen - das sind bei der Rente wegen voller Erwerbsminderung unter drei Stunden t&auml;glich und bei der Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung unter sechs Stunden. Arbeiten Sie mehr, gef&auml;hrden Sie unter Umst&auml;nden Ihren Rentenanspruch. Rente wegen voller Erwerbsminderung Wenn Sie eine Rente wegen voller Erwerbsminderung beziehen, gilt f&uuml;r Sie die gleiche Hinzuverdienstgrenze wie f&uuml;r die Rentner, die eine vorgezogene Altersrente bekommen, also 6 300 Euro j&auml;hrlich. Was Sie dar&uuml;ber hinaus verdienen, wird auch hier zu 40 Prozent auf die Rente angerechnet. Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung Bei der Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung wird die j&auml;hrliche Hinzuverdienstgrenze individuell berechnet. Sie orientiert sich - vereinfacht gesagt - an Ihrem h&ouml;chsten beitragspflichtigen Jahreseinkommen der letzten 15 Jahre. Mindestens liegt sie jedoch im Jahr 2017 bei 14 458,50 Euro j&auml;hrlich. Der Verdienst, der &uuml;ber dieser Grenze liegt, wird wieder zu 40 Prozent auf die Rente angerechnet. Auch bei den Erwerbsminderungsrenten ist jedoch der sogenannte Hinzuverdienstdeckel zu beachten. Auf Seite 6 lesen Sie mehr dazu. Sie k&ouml;nnen sich Ihre pers&ouml;nliche Hinzuverdienstgrenze von Ihrem Rentenversicherungstr&auml;ger berechnen lassen. Keine Versorgungsl&uuml;cke bei Befristung Befristete Renten wegen voller Erwerbsminderung, deren Anspruch unabh&auml;ngig von der Arbeitsmarktlage ist, beginnen nun nicht mehr unbedingt erst mit dem siebten Monat nach Eintritt der Erwerbsminderung, sondern fr&uuml;her, wenn innerhalb dieser sieben Monate der Anspruch auf Arbeitslosengeld, Krankengeld oder Krankentagegeld ausl&auml;uft. Arbeiten &uuml;ber die Regelaltersgrenze hinaus Sie haben Ihre Regelaltersgrenze erreicht und m&ouml;chten weiter arbeiten? Dann k&ouml;nnen Sie nun unbegrenzt hinzuverdienen und es gibt Vorteile bei der Rente: einen Zuschlag, wenn Sie Ihre Rente erst sp&auml;ter in Anspruch nehmen, oder eine h&ouml;here Rente, wenn Sie neben der Rente arbeiten und selbst weiter Beitr&auml;ge zahlen. Sp&auml;ter in Rente Wenn Sie Ihre Regelaltersrente erst sp&auml;ter in Anspruch nehmen und noch eine Zeit lang weiter arbeiten, hat das Vorteile f&uuml;r Sie: F&uuml;r jeden Monat, den Sie &uuml;ber Ihre Regelaltersgrenze hinaus noch weiter arbeiten und keine Rente beziehen, gibt es einen Rentenzuschlag von 0,5 Prozent. Wenn Sie Ihre Rente also um ein Jahr hinausschieben, bekommen Sie allein daf&uuml;r einen Zuschlag von 6 Prozent. Zus&auml;tzlich erh&ouml;ht sich die Rente noch durch die laufende Beitragszahlung zur Rentenversicherung. Beitr&auml;ge zur Arbeitslosenversicherung m&uuml;ssen Sie nun nicht mehr zahlen. Arbeiten neben der Regelaltersrente Egal, ob Sie vorher schon eine Altersrente bezogen haben oder ob Sie Ihre Rente jetzt erst in Anspruch nehmen: Bisher brauchten Sie selbst keine Rentenversicherungsbeitr&auml;ge mehr zu zahlen, wenn Sie nach Erreichen der Regelaltersgrenze neben Ihrer Rente noch gearbeitet haben. Nur der Arbeitgeber hatte seinen Beitragsanteil an die Rentenversicherung abzuf&uuml;hren. Auf Ihre Rente hatte das allerdings keinen Einfluss. Vom 1. Januar 2017 an haben Sie die Wahl: Grunds&auml;tzlich sind Sie ab Erreichen der Regelaltersgrenze versicherungsfrei. Zuk&uuml;nftig k&ouml;nnen Sie aber Ihrem Arbeitgeber gegen&uuml;ber erkl&auml;ren, dass Sie auf die Versicherungsfreiheit verzichten und weiter auch eigene Beitr&auml;ge zur Rentenversicherung zahlen m&ouml;chten. Einmal im Jahr erh&ouml;ht sich dann Ihre Rente durch die von Ihnen und vom Arbeitgeber gezahlten Beitr&auml;ge. Auch wenn Sie einen Minijob aus&uuml;ben, lohnt sich die Beitragszahlung f&uuml;r Sie. Durch Sonderzahlung Rentenabschl&auml;ge ausgleichen Fr&uuml;hestens ab dem Alter von 55 Jahren konnte man bisher eine Sonderzahlung leisten, um einen Abschlag auf seine vorgezogene Altersrente zu vermeiden. Das ist nun fr&uuml;her m&ouml;glich. Wenn Sie vor Erreichen der Regelaltersgrenze bereits eine Altersrente in Anspruch nehmen, m&uuml;ssen Sie im Allgemeinen f&uuml;r jeden Monat, den Sie die Rente fr&uuml;her beziehen, einen Abschlag von 0,3 Prozent in Kauf nehmen. Sie k&ouml;nnen diese Abschl&auml;ge durch eine Sonderzahlung aber ganz oder teilweise ausgleichen. Bisher war das vom 55. Lebensjahr an m&ouml;glich. Vom 1. Juli 2017 an k&ouml;nnen Sie diese Sonderzahlung bereits ab dem 50. Lebensjahr leisten. So haben Sie fr&uuml;her Planungssicherheit und wissen, mit welcher Rentenh&ouml;he Sie rechnen k&ouml;nnen. Wie hoch ist die Sonderzahlung? Sie wollen wissen, welchen Betrag Sie aufwenden m&uuml;ssten, um Ihre Rentenabschl&auml;ge auszugleichen? Dann beantragen Sie bei Ihrem Rentenversicherungstr&auml;ger eine spezielle Rentenauskunft. Diese informiert Sie &uuml;ber die Rentenh&ouml;he zu Ihrem gew&uuml;nschten vorzeitigen Rentenbeginn, die H&ouml;he der daraus entstehenden Rentenminderung und &uuml;ber den Betrag, den Sie freiwillig zum Ausgleich der Rentenminderung leisten k&ouml;nnen. Auf Antrag k&ouml;nnen Sie zuk&uuml;nftig sowohl die regul&auml;re Rentenauskunft als auch eine Auskunft &uuml;ber die H&ouml;he der Beitragszahlung zum Ausgleich einer Rentenminderung bereits ab Ihrem 50. Geburtstag erhalten. Alles zu den Voraussetzungen f&uuml;r vorgezogene Altersrenten, zu Abschl&auml;gen und zur Anhebung der Altersgrenzen erl&auml;utern wir Ihnen in den Brosch&uuml;ren Die richtige Altersrente f&uuml;r Sie und Rente mit 67: Wie Sie Ihre Zukunft planen k&ouml;nnen. Wenn Sie wissen m&ouml;chten, ob und gegebenenfalls in welcher H&ouml;he sich eine Sonderzahlung f&uuml;r Sie pers&ouml;nlich lohnt, lassen Sie sich in einer unserer Auskunfts und Beratungsstellen beraten. Trotz Ausgleichszahlung sp&auml;ter in Rente Manchmal &auml;ndert man seine Meinung oder aber die Rahmenbedingungen tun es: Sie wollten eigentlich vorzeitig in Rente gehen und haben Ihre Abschl&auml;ge bereits durch eine Sonderzahlung ausgeglichen? Sie m&ouml;chten Ihre Rente nun aber doch erst sp&auml;ter beziehen? Auch dann ist Ihre Ausgleichszahlung nicht umsonst geleistet. Sie bekommen entsprechend der gezahlten Beitr&auml;ge dann eine h&ouml;here Rente. Die R&uuml;ckzahlung des Ausgleichsbetrags ist jedoch nicht m&ouml;glich. Fit und gesund &auml;lter werden mit Pr&auml;vention und Rehabilitation Von der Pr&auml;vention &uuml;ber die Rehabilitation bis hin zur Nachsorge - durch diese Vorsorgekette sind Sie nun noch besser gesch&uuml;tzt. Arbeiten Sie schon l&auml;nger in Ihrem Beruf? F&uuml;hren einseitige Bewegungsabl&auml;ufe oder Besonderheiten in Ihrem beruflichen Umfeld zu gesundheitlichen Belastungen? Die Rentenversicherung bietet in Zusammenarbeit etwa mit Betrieben und Betriebs&auml;rzten Pr&auml;ventionsleistungen f&uuml;r Erwerbst&auml;tige an. Informationen erh&auml;lt Ihr Arbeitgeber &uuml;ber den Firmenservice der Rentenversicherungstr&auml;ger unter firmenservice.drv.info im Internet. Pr&auml;vention - das bedeutet, Wege zu finden, gesundheitliche Beeintr&auml;chtigungen gar nicht erst entstehen zu lassen oder ihnen zumindest so fr&uuml;h wie m&ouml;glich entgegenzuwirken. In Gruppen von bis zu 15 Teilnehmern erhalten Sie in einer zertifizierten Rehabilitationseinrichtung Informationen zu den Themen Gesunde Ern&auml;hrung, Bewegung und Stressmanagement. Nach einer medizinischen Untersuchung erarbeitet das Team in der Rehabilitationseinrichtung mit Ihnen gemeinsam individuelle Pr&auml;ventionsziele, die Sie danach in der Gruppe - berufsbegleitend und unter Alltagsbedingungen umzusetzen lernen. Rehabilitation f&uuml;r Kinder und Jugendliche Auch f&uuml;r Kinder und Jugendliche gibt es von der Rentenversicherung unter bestimmten Voraussetzungen schon Rehabilitationsleistungen. Diese sind darauf ausgerichtet, chronischen Krankheiten oder gesundheitlichen Einschr&auml;nkungen entgegenzuwirken. Eine fr&uuml;hzeitige Rehabilitation kann so die Lebensqualit&auml;t und die Erwerbsf&auml;higkeit im Erwachsenenalter sichern. Leistungen zur Kinder und Jugendrehabilitation sind zuk&uuml;nftig auch ambulant m&ouml;glich. Leistungen zur Nachsorge Um den Erfolg einer Rehabilitationsma&szlig;nahme langfristig zu sichern, ist es f&uuml;r einige Patienten erforderlich, Leistungen zur Nachsorge in Anspruch zu nehmen. Hierf&uuml;r stehen bundesweit anerkannte und verbreitete Nachsorgeangebote zur Verf&uuml;gung. Ein solches Angebot ist IRENA. Diese Leistung besteht aus mehreren Modulen. Sie enth&auml;lt Behandlungselemente aus verschiedenen Therapierichtungen, wie beispielsweise Physiotherapie und Schulung. Welche Leistung jeweils am besten geeignet ist, legt das Team in der Rehabilitationseinrichtung am Ende der Rehabilitationsma&szlig;nahme fest. Als Rehabilitand werden Sie in die Entscheidung mit einbezogen. Viele Arbeitgeber sind froh, wenn sie ihre langj&auml;hrigen, erfahrenen Mitarbeiter auch &uuml;ber deren Rentenbeginn hinaus weiter besch&auml;ftigen k&ouml;nnen. Nicht nur sie selbst, sondern auch j&uuml;ngere Kollegen profitieren von dem Wissen und der Umsicht der &Auml;lteren. Gerade in der heutigen Zeit ist es schwer, geeignete Nachfolger f&uuml;r Fachkr&auml;fte zu finden. Und vielen Arbeitgebern ist au&szlig;erdem daran gelegen, ihre &auml;lteren Besch&auml;ftigten so lange wie m&ouml;glich im Betrieb zu halten. Das neue Flexirentengesetz unterst&uuml;tzt sie dabei. &Auml;ltere Arbeitnehmer befristet weiterbesch&auml;ftigen Bereits seit dem 1. Juli 2014 ist es f&uuml;r Arbeitgeber einfacher und rechtlich sicherer geworden, Mitarbeiter &uuml;ber ihr Rentenalter hinaus weiterzubesch&auml;ftigen. In vielen unbefristeten Arbeitsvertr&auml;gen war festgeschrieben, dass das Arbeitsverh&auml;ltnis automatisch mit Erreichen der Regelaltersgrenze endet. Wollten beide Parteien das Arbeitsverh&auml;ltnis weiterf&uuml;hren und einen neuen Befristungszeitpunkt festlegen, war das aus arbeitsrechtlichen Gr&uuml;nden nicht m&ouml;glich. Zumindest war es f&uuml;r den Arbeitgeber mit dem Risiko behaftet, dass der Arbeitnehmer mit einiger Aussicht auf Erfolg auf eine unbefristete Weiterbesch&auml;ftigung klagen konnte. Seit dem 1. Juli 2014 kann das Ende des Arbeitsverh&auml;ltnisses - gegebenenfalls auch mehrfach - &uuml;ber den Rentenbeginn hinausgeschoben werden. F&uuml;r den Arbeitgeber bedeutet dies mehr Rechtssicherheit bei der Weiterbesch&auml;ftigung seiner langj&auml;hrigen Mitarbeiter. Kein gesonderter Arbeitgeberbeitrag zur Arbeitslosenversicherung Rentner, die ihre Regelaltersgrenze erreicht haben und weiter arbeiten, brauchen keinen Beitrag mehr zur Arbeitslosenversicherung zu zahlen. Sie sind versicherungsfrei. Der Arbeitgeber musste aber bisher seinen Beitragsanteil auch f&uuml;r den Rentner abf&uuml;hren. Neu ist: In den n&auml;chsten f&uuml;nf Jahren sind auch die Arbeitgeber von der Zahlung ihres Beitragsanteils zur Arbeitslosenversicherung befreit. So wird die Besch&auml;ftigung &auml;lterer Mitarbeiter auch f&uuml;r sie noch attraktiver</p> <p><a href="https://www.jobadu.de/pdfs/02301.pdf">Publikation zeigen</a></p>