<h1>Telearbeit (Gesundheit, Gestaltung, Recht)</h1> <h2>Was ist eigentlich Telearbeit? Welche rechtlichen Rahmenbedingungen sind zu beachten? Wie sind die Besch&auml;ftigten vor arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren zu sch&uuml;tzen? Quelle VBG</h2> <p>Telearbeit Gesundheit, Gestaltung, Recht Flexiblere Gestaltung der Arbeitszeit, Wegfall von Wegezeiten, M&ouml;glichkeit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Kostensenkung durch Einsparung von Raum- und Arbeitsplatzkosten - dies k&ouml;nnen Gr&uuml;nde zur Einf&uuml;hrung von Telearbeit sein. Telearbeit bietet au&szlig;erdem Unternehmen die Chance, gerade bei dem derzeitigen Fachkr&auml;ftemangel, neue hoch qualifizierte Besch&auml;ftigte zu gewinnen und zu binden. Welche Rahmenbedingungen sind zu beachten und wie sind die Besch&auml;ftigten vor arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren zu sch&uuml;tzen? Diese und andere Fragen rund um die Telearbeit werden in diesem Medium beantwortet. Dieser Ratgeber enth&auml;lt in erster Linie Informationen &uuml;ber die Teleheimarbeit beziehungsweise die alternierende Telearbeit. Doch was ist eigentlich Telearbeit? Welche Vor- und Nachteile bringt sie Unternehmern und Besch&auml;ftigten? Unter dem Begriff Telearbeit werden dezentrale B&uuml;rot&auml;tigkeiten mithilfe von Informations- und Kommunikationstechniken verstanden. Die Arbeitsergebnisse k&ouml;nnen schnell &uuml;ber die &uuml;blichen Kommunikationsger&auml;te wie Computer, Fax oder Telefon &uuml;bermittelt werden. Telearbeitspl&auml;tze sind vom Arbeitgeber fest eingerichtete Bildschirmarbeitspl&auml;tze im Privatbereich der Besch&auml;ftigten, f&uuml;r die der Arbeitgeber eine mit dem Besch&auml;ftigten vereinbarte w&ouml;chentliche Arbeitszeit und die Dauer der Einrichtung festgelegt hat. Ein Telearbeitsplatz ist nach der Arbeitsst&auml;ttenverordnung (ArbSt&auml;ttV) vom Arbeitgeber erst dann eingerichtet, wenn Arbeitgeber und Besch&auml;ftigte die Bedingungen der Telearbeit arbeitsvertraglich oder im Rahmen einer Vereinbarung festgelegt haben und die ben&ouml;tigte Ausstattung des Telearbeitsplatzes mit Mobiliar, Arbeitsmitteln einschlie&szlig;lich der Kommunikationseinrichtungen durch den Arbeitgeber oder eine ihm beauftragte Person im Privatbereich des Besch&auml;ftigten bereitgestellt und installiert ist. Die beruflich bedingte &#039;&#039;mobile Arbeit&#039;&#039;, zum Beispiel das gelegentliche Arbeiten mit dem Laptop in der Freizeit oder das ortsungebundene Arbeiten, wie unterwegs im Zug, ist hingegen nicht vom Begriff Telearbeit umfasst und unterliegt nicht der Arbeitsst&auml;ttenverordnung. Auszug aus der Begr&uuml;ndung der Bundesrats-Drucksache 506/16 vom 23. September 2016 Der Arbeitgeber hat aber nur begrenzte Rechte und M&ouml;glichkeiten, die Arbeitsumgebung im Privatbereich zu beeinflussen. Deshalb wird der Anwendungsbereich der Verordnung in Bezug auf Telearbeitspl&auml;tze im Wesentlichen auf Anforderungen f&uuml;r Bildschirmarbeitspl&auml;tze beschr&auml;nkt. Dabei steht die Einrichtung und Ausstattung des Bildschirmarbeitsplatzes mit Mobiliar, sonstigen Arbeitsmitteln und Kommunikationsger&auml;ten im Vordergrund. Es gelten k&uuml;nftig f&uuml;r Telearbeitspl&auml;tze daher nur die Anforderungen des &sect; 3 (Gef&auml;hrdungsbeurteilung) bei der erstmaligen Beurteilung der Arbeitsbedingungen und des Arbeitsplatzes, der &sect; 6 (Unterweisung) und die Nummer 6 des Anhangs der Verordnung (Ma&szlig;nahmen zur Gestaltung von Bildschirmarbeitspl&auml;tzen). Nutzen der Telearbeit Telearbeit gilt als ein modernes Instrument des Personalmanagements, das dazu beitragen kann, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern und den Personaleinsatz flexibler zu gestalten. T&auml;tigkeiten der Informationsverarbeitung (beispielsweise Daten-, Textverarbeitung, Programmierung) sowie Marketing und Vertrieb sind besonders f&uuml;r Telearbeit geeignet. Telearbeitsvertrag Telearbeit erfordert klare Rahmenbedingungen zwischen Arbeitgeber und Besch&auml;ftigten. Grundlage ist eine Vereinbarung mit dem Besch&auml;ftigten &uuml;ber die Einrichtung eines Bildschirmarbeitsplatzes im Privatbereich, &uuml;ber die Arbeitszeit und die Arbeitsbedingungen (zum Beispiel die Arbeitsplatzgestaltung). Bei der Telearbeit kann auf den eigenen Besch&auml;ftigtenstamm zur&uuml;ckgegriffen werden. Es k&ouml;nnen aber auch neue Besch&auml;ftigte eingestellt werden, mit denen Telearbeit vereinbart wird. In der Praxis &uuml;berwiegt bei der Einf&uuml;hrung von Telearbeit die alternierende Telearbeit im Rahmen eines &#039;&#039;normalen&#039;&#039; Arbeitsverh&auml;ltnisses. Hierbei wird abwechselnd im Privatbereich oder im Betrieb gearbeitet. Arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen stehen dem Einsatz von Telearbeit nicht entgegen, sondern der Arbeitsvertrag muss in einigen Punkten lediglich angepasst beziehungsweise erg&auml;nzt werden. Falls nicht von vornherein im Arbeitsvertrag der &Uuml;bergang auf Telearbeit ausdr&uuml;cklich vorgesehen war, bedarf es hierzu einer sp&auml;teren ausdr&uuml;cklichen Vereinbarung. Die erg&auml;nzende Vereinbarung zum Arbeitsvertrag sollte vor allem die folgenden telearbeitsspezifischen Problemfelder regeln. Gegebenenfalls ist es sinnvoll, diese durch Regelungen in Betriebsoder Dienstvereinbarungen zu erg&auml;nzen. Sowohl bei der Telearbeit als auch bei mobiler Arbeit gelten die Grunds&auml;tze des Arbeits und Gesundheitsschutzes, insbesondere sind auch die Regelungen des Arbeitszeitgesetzes zu beachten. Kostenerstattung durch den Arbeitgeber Durch die Telearbeit entstehen Kosten, die zun&auml;chst bei den Besch&auml;ftigten anfallen. Mit dem Telearbeitsplatz stellen sie dem Arbeitgeber Wohnraum zur Verf&uuml;gung, der nicht mehr von ihnen privat genutzt, wohl aber bezahlt wird. Mit der Telearbeit sind meist auch h&ouml;here Betriebskosten - zum Beispiel f&uuml;r die Kommunikation - verbunden. Der Arbeitgeber muss die zur Arbeitsausf&uuml;hrung dienenden Kosten ersetzen (&sect; 670 BGB), wenn keine hiervon abweichenden Regelungen getroffen worden sind. Die einzelnen Positionen und die Art der Aufwandserstattung (pauschal oder auf Nachweis) sollten in einer individuellen oder betrieblichen Vereinbarung geregelt sein. Haftung des Telearbeitnehmers/der Telearbeitnehmerin Die gesetzlichen Regelungen zur Arbeitnehmerhaftung und zur Haftung von Dritten werden den besonderen Risiken h&auml;uslicher Telearbeit nicht gerecht, weil sie die hier bestehenden Besonderheiten nicht ber&uuml;cksichtigen. Anders als bei konventioneller betrieblicher T&auml;tigkeit, bei der die Haftung jeden Tag mit Verlassen des Betriebsgel&auml;ndes endet, begr&uuml;ndet die h&auml;usliche T&auml;tigkeit ein berufsbezogenes Dauerrisiko, das gegen&uuml;ber der Haftung im Betrieb erh&ouml;ht ist und nicht umfassend kalkulierbare Risiken beinhaltet. zum Beispiel aufgrund technischer Defekte, St&ouml;rungen in Netzen im h&auml;uslichen B&uuml;ro unm&ouml;glich ist. Solche Probleme sind nicht unwahrscheinlich und es gibt bei h&auml;uslicher Telearbeit (anders als im Betrieb) in vielen F&auml;llen keine M&ouml;glichkeit anderweitiger Besch&auml;ftigung. Daher muss auch festgelegt werden, welche Konsequenzen sich ergeben, wenn die T&auml;tigkeit l&auml;ngerfristig oder sogar dauerhaft nicht ausgef&uuml;hrt werden kann, etwa ob der Arbeitgeber als Folge die R&uuml;ckkehr in den Betrieb verlangen kann. Arbeit in einer Privatwohnung schafft dar&uuml;ber hinaus Haftungsrisiken f&uuml;r Dritte, die sich dort berechtigt aufhalten. Familienangeh&ouml;rige, Lebenspartner/innen oder Besucher/ innen k&ouml;nnen bei Telearbeit potenziell Sch&auml;den am Eigentum des Arbeitgebers verursachen. Diese Situation unterscheidet sich von der im Betrieb, wo es f&uuml;r diese Gruppen keine oder nur begrenzte Zugangsrechte gibt und Regelungs- und Kontrollbefugnisse des Arbeitgebers bestehen. Aus den vorgenannten Gr&uuml;nden ist es sinnvoll, die haftungsrechtlichen Problemstellungen durch individuelle Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Besch&auml;ftigten zu kl&auml;ren. Telearbeitnehmer und -nehmerinnen genie&szlig;en wie alle Besch&auml;ftigten den vollen Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung (&sect; 2 Abs. 1 Ziff. 1 SGB VII). Somit sichert der Unfallversicherungstr&auml;ger die Besch&auml;ftigten gegen die Folgen von Arbeitsunf&auml;llen und Berufskrankheiten ab. Der Versicherungsschutz schlie&szlig;t alle im inneren Zusammenhang mit der Arbeitsaufgabe stehenden T&auml;tigkeiten ein. Datenschutzrechtliche Regelungen R&uuml;ckkehrm&ouml;glichkeit an einen betrieblichen Arbeitsplatz Zutrittsrecht zum Telearbeitsplatz Befinden sich Telearbeitspl&auml;tze im h&auml;uslichen Bereich, bedeutet die nach Art. 13 des Grundgesetzes garantierte Unverletzlichkeit der Wohnung, dass ein Zutrittsrecht Dritter gesetzlich nicht begr&uuml;ndet ist. Dies ist aber notwendig, damit der Arbeitgeber zum Beispiel seiner Verpflichtung nach dem Arbeitsschutzgesetz und der Arbeitsst&auml;ttenverordnung zur Gef&auml;hrdungsbeurteilung nachkommen kann. Damit diese Verpflichtungen fachkundig durchgef&uuml;hrt werden, kann der Arbeitgeber auch entsprechend qualifizierte Personen damit beauftragen. Eine Delegation dieser Aufgaben an den oder die Telearbeitnehmer/in ist nicht m&ouml;glich. Deshalb sollte in einer Betriebsvereinbarung geregelt Eine wesentliche Voraussetzung f&uuml;r einen Wechsel von einem betrieblichen Arbeitsplatz zu einem Telearbeitsplatz ist f&uuml;r den Arbeitnehmer beziehungsweise die Arbeitnehmerin die vereinbarte R&uuml;ckkehrm&ouml;glichkeit in den Betrieb. Eine einvernehmliche Regelung hinsichtlich der R&uuml;ckkehr aus der Telearbeit sollte im Interesse von Arbeitnehmer/in und Arbeitgeber sein. Die R&uuml;ckkehr eines Telearbeitnehmers beziehungsweise einer Telearbeitnehmerin erfordert auch organisatorische Anpassungen. Zeitmanagement Es ist zwischen den Beteiligten zu vereinbaren, wie die oder der Besch&auml;ftigte mit Telearbeit an die f&uuml;r die Arbeit ben&ouml;tigten Informationen kommt. Gleiches gilt f&uuml;r den umgekehrten Weg des Einbringens in den betrieblichen Informationsfluss. Regelm&auml;&szlig;ige Feedback- und Mitarbeitergespr&auml;che sind einzuplanen, bei denen unter anderem &uuml;ber die Arbeitsgestaltung des Telearbeitsplatzes gesprochen wird. Telearbeiter und -arbeiterinnen sind zu Besprechungen und Meetings im Unternehmen hinzuzuziehen. Die Besch&auml;ftigten sollten angeregt werden, Verbesserungsvorschl&auml;ge f&uuml;r den Informationsfluss und die Gestaltung des Telearbeitsplatzes zu machen. Unternehmen sollten daf&uuml;r sorgen, dass ihre Telearbeitsbesch&auml;ftigten Kontakt mit Kolleginnen und Kollegen pflegen. Die Telearbeit ist weniger an klare Zeitabl&auml;ufe in einem Unternehmen gebunden. Es ist deswegen besonders wichtig, klare Zeitabstimmungen &uuml;ber die Projekte zu treffen und klar zu kommunizieren, wenn ein Termin nicht eingehalten werden kann. Auch eine individuelle Tagesplanung, die den Tag strukturiert, ist hilfreich - zum Beispiel Todo-Listen, Arbeitszeiten, handyfreie Zeiten, Pausen und Pufferzeiten. Ferner sollte man Freizeit festlegen, um gen&uuml;gend Zeit f&uuml;r sich selbst, die Familie sowie Sport und Entspannung zu haben. Arbeitsmedizinische Vorsorge Auch f&uuml;r Telearbeiter und -arbeiterinnen gelten die Vorgaben f&uuml;r Gesundheitsschutz und arbeitsmedizinische Vorsorge. Die Grundlage der arbeitsmedizinischen Vorsorge ist die Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) - diese kann nach dem DGUV Grundsatz f&uuml;r arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen &#039;&#039;Bildschirmarbeitspl&auml;tze&#039;&#039; G 37 erfolgen. Der Betriebsarzt beziehungsweise die Betriebs&auml;rztin sollte unabh&auml;ngig davon bei folgenden Themen aktiv werden: Grundvoraussetzungen im Unternehmen f&uuml;r Telearbeit schaffen Beratung und Information der Telearbeiter und -arbeiterinnen Beratung zu eigenverantwortlichem und gesundheitsf&ouml;rderlichem Verhalten betriebliches Eingliederungsmanagement Telearbeiter und -arbeiterinnen sollten jederzeit die M&ouml;glichkeit zu einer betriebs&auml;rztlichen Beratung haben. Sollte eine spezielle Sehhilfe (Bildschirmarbeitsbrille) erforderlich sein, ist diese zu erm&ouml;glichen. Nach der Arbeitsst&auml;ttenverordnung ist der Arbeitgeber f&uuml;r die Ausstattung des Telearbeitsplatzes zust&auml;ndig, wenn er mit seiner oder seinem Besch&auml;ftigten eine w&ouml;chentliche Arbeitszeit am Telearbeitsplatz und die Dauer der Einrichtung des Telearbeitsplatzes vereinbart hat. Dies umfasst nicht nur PC und Kommunikationstechnik mit der zugeh&ouml;rigen Hard- und Software, sondern auch die Ausstattung mit dem ben&ouml;tigten Mobiliar (Schreibtisch, B&uuml;roarbeitsstuhl, Aktenschrank). Die Wartung der zur Verf&uuml;gung gestellten Arbeitsmittel erfolgt auf Kosten des Arbeitgebers. In manchen F&auml;llen besitzt der Telearbeitnehmer oder die Telearbeitnehmerin bereits die technische Ausstattung f&uuml;r einen Arbeitsplatz zu Hause und m&ouml;chte aus Platzgr&uuml;nden in der eigenen Wohnung keine Doppelausstattung durch den Arbeitgeber. In einem solchen Fall sollte in einer betrieblichen oder individuellen Vereinbarung geregelt sein, ob eine Kostenerstattung vom Arbeitgeber gezahlt wird und in welcher Form eine Beteiligung an den Wartungs- und Verschlei&szlig;kosten - zum Beispiel Druckerpatronen - m&ouml;glich ist. Auch die (gestattete oder ausgeschlossene) Nutzung der Arbeitsmittel f&uuml;r private Zwecke sollte in einer individuellen oder betrieblichen Vereinbarung geregelt sein. Ergonomische Gestaltung des Telearbeitsplatzes Generell gelten f&uuml;r die ergonomische Gestaltung von Telearbeitspl&auml;tzen die gleichen Anforderungen, wie f&uuml;r Bildschirmarbeitspl&auml;tze in herk&ouml;mmlichen B&uuml;ros. Diese Anforderungen sind vor allem in der Arbeitsst&auml;ttenverordnung festgelegt. Weiterhin m&uuml;ssen andere einschl&auml;gige Vorschriften, Regeln und Normen eingehalten werden. In der DGUV Information 215-410 &#039;&#039;Bildschirm- und B&uuml;roarbeitspl&auml;tze - Leitfaden f&uuml;r die Gestaltung&#039;&#039; werden diese Anforderungen zusammengefasst und erl&auml;utert. Im Folgenden sollen vor allem Hinweise zu Anforderungen gegeben werden, bei deren Umsetzung an h&auml;uslichen Arbeitspl&auml;tzen erfahrungsgem&auml;&szlig; Probleme auftreten k&ouml;nnen. Arbeitsraum Wird erwogen, zu Hause einen Telearbeitsplatz einzurichten, sollte zuerst gepr&uuml;ft werden, ob ein geeigneter Raum daf&uuml;r zur Verf&uuml;gung steht. Dieser Raum muss bel&uuml;ftbar und beheizbar sein und ausreichend Tageslicht erhalten. Es sollte davon ausgegangen werden, dass der Fl&auml;chenbedarf f&uuml;r den Arbeitsplatz mindestens 8 m2 bis 10 m2 betr&auml;gt, bei einem umfangreichen Arbeitsmittelbedarf kann er auch h&ouml;her sein. Bildschirm und Eingabemittel Wie an den meisten B&uuml;roarbeitspl&auml;tzen werden an Telearbeitspl&auml;tzen inzwischen &uuml;berwiegend LCD-Bildschirme eingesetzt. Diese sollten eine der Arbeitsaufgabe angepasste Gr&ouml;&szlig;e (mindestens 19 Zoll) haben und gut entspiegelt sein. Eine Positivdarstellung (dunkle Zeichen auf hellem Untergrund) bewirkt, dass sich eventuell noch vorhandene Reflexionen weniger st&ouml;rend bemerkbar machen und damit eine flexiblere Aufstellung m&ouml;glich ist. Bei typischen B&uuml;roanwendungen mit Leseaufgaben haben sich Sehabst&auml;nde von 50 cm bis 65 cm bew&auml;hrt. Zeichen auf dem Bildschirm sollten mindestens 3,2 mm hoch sein. Notebooks und Tablets sind am B&uuml;roarbeitsplatz nur bedingt geeignet. Da sie in der Regel eine mit dem Bildschirm fest verbundene Tastatur bzw. nur eine virtuelle Tastatur haben, kann man nicht gleichzeitig den richtigen Sehabstand zum Bildschirm und den richtigen Abstand zur Tastatur herstellen. Au&szlig;erdem sind virtuelle Tastaturen f&uuml;r gr&ouml;&szlig;ere Texteingaben aufgrund ihrer unergonomischen Gestaltung nicht geeignet. Entsprechend der Arbeitsst&auml;ttenverordnung d&uuml;rfen tragbare Bildschirmger&auml;te ohne Trennung zwischen Bildschirm und externem Eingabemittel (wie Notebooks und Tablets) am Telearbeitsplatz entweder nur kurzzeitig eingesetzt werden oder m&uuml;ssen mit externen Tastaturen und M&auml;usen und je nach Bildschirmgr&ouml;&szlig;e eventuell mit einem externen Bildschirm ausger&uuml;stet werden. Tastaturen sollten m&ouml;glichst flach und wenig oder gar nicht geneigt sein. Um st&ouml;rende, erm&uuml;dende Helligkeitsanpassungen des Auges zu vermeiden, sind positiv beschriftete Tastaturen empfehlenswert. Idealerweise sollten Tastaturen einen f&uuml;hlbaren Druckpunkt haben. M&auml;use m&uuml;ssen der Handgr&ouml;&szlig;e angepasst sein. Symmetrische M&auml;use k&ouml;nnen beidh&auml;ndig bedient werden, es gibt auch spezielle M&auml;use f&uuml;r Rechts- beziehungsweise Linksh&auml;nder. Unabh&auml;ngig von der Art der verwendeten Maus ist ein Mousepad notwendig, entweder um bei einer Maus mit Rollkugel deren Funktion zu gew&auml;hrleisten oder bei einer optischen Maus, um deren &#039;&#039;Auslauf&#039;&#039; zu begrenzen. Softwareergonomie Wahrscheinlich wird die oder der Besch&auml;ftigte zu Hause mit der gleichen Software wie im B&uuml;ro arbeiten. Diese Software soll den ergonomischen Gestaltungsgrunds&auml;tzen und Kriterien - zum Beispiel Aufgabenangemessenheit, Selbstbeschreibungsf&auml;higkeit, Steuerbarkeit, Fehlertoleranz (siehe DGUV Information 215-410) - entsprechen. Dies gilt auch f&uuml;r Software, die f&uuml;r die Daten&uuml;bertragung benutzt wird. Insbesondere ist darauf zu achten, dass bei der Daten&uuml;bertragung keine l&auml;ngeren Wartezeiten auftreten, die zu Aufstellung des Arbeitsplatzes F&uuml;r das ergonomisch sinnvolle dynamische Sitzen ist nicht nur der ergonomische Stuhl von Bedeutung, sondern es muss auch darauf geachtet werden, dass ausreichender Platz im Arbeitsbereich zur Verf&uuml;gung steht. So muss am Schreibtisch eine Bewegungsfl&auml;che von mindestens 1,50 m2 und mit einer Mindesttiefe und -breite von 1,00 m vorhanden sein. Der Zugang zum Schreibtisch muss mindestens 60 cm betragen. Der Arbeitsplatz soll so im Raum aufgestellt werden, dass der Bildschirm nicht vor einem Fenster steht, oder das Fenster sich im R&uuml;cken des Benutzers oder der Benutzerin befindet. Andernfalls kann es zu Direktblendung beziehungsweise zu st&ouml;renden Spiegelungen auf dem Bildschirm kommen. Beleuchtung Zu starke Sonneneinstrahlung kann durch geeigneten verstellbaren Sonnenschutz vermieden werden. Aber auch bei der k&uuml;nstlichen Beleuchtung ist darauf zu achten, dass keine Blendung auftritt. F&uuml;r die Beleuchtung zu Hause ist eine Indirekt-Direkt-Beleuchtung empfehlenswert - zum Beispiel mit abgependelten Leuchten oder Stehleuchten. Vor allem Stehleuchten lassen eine relativ flexible Aufstellung des Arbeitsplatzes zu und f&uuml;gen sich auch harmonisch in die wohnliche Umgebung ein. F&uuml;r zus&auml;tzliches Licht auf dem Schreibtisch k&ouml;nnen zum Beispiel Tischleuchten eingesetzt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass sie so aufgestellt werden, dass sie die Bildschirmanzeige nicht nachteilig beeinflussen. F&uuml;r einen warmen Lichteindruck sorgen Lampen mit warmwei&szlig;er Lichtfarbe, f&uuml;r einen eher sachlichen Eindruck solche mit neutralwei&szlig;er Lichtfarbe</p> <p><a href="https://www.jobadu.de/pdfs/02383.pdf">Publikation zeigen</a></p>