<h1>Schl&uuml;sselfaktoren f&uuml;r eine erfolgreiche Personalarbeit in der Langzeitpflege</h1> <h2>Arbeitspl&auml;tze in der Langzeitpflege m&uuml;ssen attraktiv sein, sonst wird es nicht gelingen, den Bedarf an Besch&auml;ftigten, zu denen nicht nur Pflegefachkr&auml;fte geh&ouml;ren, zu decken... Quelle Demographie-Netzwerk, AGP Sozialforschung im FIVE e.V.</h2> <p>Schl&uuml;sselfaktoren f&uuml;r eine erfolgreiche Personalarbeit in der Langzeitpflege Die Bedeutung guter Personalarbeit f&uuml;r die Zukunft der Langzeitpflege (Vor allem) Frauen brauchen Arbeitszeit- und Lebenszeitmodelle Auf die Dienstplangestaltung muss Verlass sein Work-Life-Blending statt Work-Life-Balance Die Attraktivit&auml;t des Berufsfelds Langzeitpflege steigern - durch Inhouse-Trainings und Qualifizierungsangebote zur Aus-, Fort- und Weiterbildung Attraktive Verg&uuml;tung als Voraussetzung f&uuml;r die Zukunft der Langzeitpflege Gesundheitsf&ouml;rderung: Es geht um mehr als um R&uuml;ckenprobleme Arbeitspl&auml;tze gendersensibel gestalten &Auml;ltere Besch&auml;ftigte gezielt f&ouml;rdern Prim&auml;r lokal und regional: der Arbeitsmarkt f&uuml;r die Langzeitpflege Es gibt Pflegeeinrichtungen mit einer vorbildlichen Personalpolitik, die keine Probleme bei der Fachkr&auml;ftegewinnung haben. Andere dagegen haben auch unter dem Blickwinkel der Anforderungen an eine moderne Personalwirtschaft noch einen weiten Weg zur&uuml;ckzulegen. Die Sicherung einer angemessenen Personalausstattung in der Pflege bleibt langfristig eine der wichtigsten Aufgaben - auf allen Ebenen, von der Bundesgesetzgebung &uuml;ber die L&auml;nder und Kommunen bis zur innerbetrieblichen Praxis. Who cares? Kreative Antworten auf die Frage, wie die Langzeitpflege die Herausforderungen bew&auml;ltigen will, die eine Gesellschaft des langen Lebens mit sich bringt Aufmerksam und f&uuml;rsorglich f&uuml;r Menschen da sein, die im hohen Alter pflegebed&uuml;rftig werden, unter Demenz leiden oder im Alter mit ihrer Behinderung leben m&uuml;ssen - diese Hilfe und Pflege fasst das englische &#039;&#039;care&#039;&#039; sehr sch&ouml;n zusammen. Who cares? beschreibt kurz und b&uuml;ndig eine Frage, die zu einer der zentralen gesellschaftspolitischen Herausforderung f&uuml;hrt. Die Zahl der auf Pflege angewiesenen Menschen steigt. Allein schon Demografie bedingt nimmt die Sorgef&auml;higkeit der Familien ab. Eine Gesellschaft des langen Lebens lebt aber von der Zuversicht, dass die Fragen der Sorge und Pflege in einer die Menschenw&uuml;rde sichernden Weise beantwortet werden. Who cares? Den Mitarbeitenden in den Einrichtungen und Diensten der Langzeitpflege kommt eine bedeutsame Rolle zu. Auf sie will man vertrauen k&ouml;nnen, wenn man im Alter auf andere angewiesen ist und die Familie und der Freundeskreis nicht alle notwendigen Hilfen leisten k&ouml;nnen. Bislang wenig gesehen wird die damit f&uuml;r die Pflegebranche verbundene Chance, zu einem Job-Motor auf dem Arbeitsmarkt zu werden. Der Arbeitskr&auml;ftebedarf steigt. In einer Gesellschaft, in der jeder f&uuml;nfte B&uuml;rger bereits schon jetzt &auml;lter als 70 Jahre ist, w&auml;chst der Wunsch nach Dienstleistungen. Allerdings: Stellenbesetzungen sind (nicht nur) in der Pflegebranche keine Selbstl&auml;ufer mehr. Arbeitslose Pflegekr&auml;fte gibt es so gut wie keine. Der Arbeitsmarkt hat sich l&auml;ngst zu einem Arbeitnehmermarkt entwickelt. Sozialunternehmen m&uuml;ssen sich daher viel einfallen lassen, um wahrgenommen zu werden. Employer Branding hei&szlig;t das Ph&auml;nomen, das den Versuch von Unternehmen beschreibt, selbst zu einer Marke zu werden. Employer Branding muss nach au&szlig;en und nach innen funktionieren. Vor allem Glaubw&uuml;rdigkeit ist ein hohes Gut, an dem Mitarbeitende und F&uuml;hrungskr&auml;fte gleicherma&szlig;en arbeiten m&uuml;ssen. Dabei geht es nicht nur um die Einhaltung der Arbeitgeberversprechen wie flexible Arbeitszeiten, betriebliches Gesundheitsmanagement, auf die Person ausgerichtete lebensbegleitende Angebote der Weiterbildung und werteorientierte F&uuml;hrung, sondern vor allem auch darum, die Besonderheit des Care-Auftrags in der Langzeitpflege herauszuarbeiten und zu betonen. Nicht nur einzelne Institutionen der Langzeitpflege als singul&auml;rer Arbeitgeber, sondern die gesamte Branche ist gut beraten, ihren einzigartigen Auftrag im Dienst am Menschen herauszustellen. Die Frage vieler Jobsuchender nach dem Sinn ihrer Arbeit kann in der Pflege so wertorientiert und so wertsch&auml;tzend beantwortet werden wie wohl in kaum einer anderen Branche. Dem entspricht dann aber auch das &Auml;quivalent: die Verpflichtung der Pflegeunternehmen, ihren Besch&auml;ftigten als emotionaler und f&uuml;rsorgender Arbeitgeber gegen&uuml;berzutreten. Wer als Anbieter in besonderer Weise darauf angewiesen ist, Dienstleistung am Menschen nicht nur als kalkulierbare Leistung nach Aufwand abzurechnen, sondern die Beziehungsf&auml;higkeit seiner Besch&auml;ftigten einfordert, ist selbst als Beziehungsgeber gefragt. Die damit verbundene gemeinsame Werterealisierung mit den Mitarbeitenden entscheidet &uuml;ber die Zukunft der Branche als attraktiver Arbeitgeber. So bedeutend und erfolgversprechend die Aktivit&auml;ten einzelner Organisationen heute schon sind - entscheidender ist die Verwirklichung von Beziehungsf&auml;higkeit und Emotionalit&auml;t im Sinne guter Arbeit. Sie zu f&ouml;rdern und zu gew&auml;hrleisten gelingt nicht, indem man sich an formalen Qualit&auml;tsstandards orientiert. Gefragt sind vielmehr Investitionen in die Personalarbeit. Vorbildliches wird hier vielerorts bereits getan. Und eine stetig wachsende Zahl von Besch&auml;ftigten in der Pflege ist nicht unbedingt der Nachweis fehlender Attraktivit&auml;t dieses Berufes. Dennoch gilt: Noch viel zu selten gelingt es Unternehmen der Langzeitpflege, ein Gesamtkonzept ihrer Personalarbeit umzusetzen. Dazu kommt: Die Pflege-Branche hat insgesamt nicht den Ruf, attraktive Arbeitspl&auml;tze, Aufstiegschancen, gerechte Bezahlung und Vereinbarkeit von Job und Familie zu bieten. Auch darum ist Employer Branding gefragt. Mit der vorliegenden Arbeitshilfe wollen wir hierzu Mut machen und Anregungen f&uuml;r kreative L&ouml;sungen vorlegen. Die Arbeitshilfe f&uuml;r gute Personalarbeit in der Langzeitpflege versteht sich aber auch als Ma&szlig;st&auml;be setzendes Referenzpapier: Arbeitgeber, die die Schl&uuml;sselfaktoren f&uuml;r gute Personalarbeit nicht beherzigen, werden voraussagbar mit Problemen auf dem Arbeitsmarkt zu k&auml;mpfen haben. Das Bundesgesundheitsministerium erkennt die gro&szlig;e Bedeutung der Personalarbeit f&uuml;r die Zukunft der Langzeitpflege und hat die von Expertinnen und Experten ehrenamtlich erarbeitete Arbeitshilfe unterst&uuml;tzt. Die Qualit&auml;tsf&auml;higkeit von Einrichtungen und Diensten der Langzeitpflege h&auml;ngt von motivierten und verantwortungsbereiten Mitarbeitenden ab. In sie gilt es zu investieren. Arbeitspl&auml;tze in der Langzeitpflege m&uuml;ssen attraktiv sein, sonst wird es nicht gelingen, den Bedarf an Besch&auml;ftigten, zu denen nicht nur Pflegefachkr&auml;fte geh&ouml;ren, zu decken. Bis zu 500.000 zus&auml;tzliche Besch&auml;ftigte in der Pflege werden nach den vorliegenden Prognosen bis zum Jahr 2030 ben&ouml;tigt. Und nicht nur der Langzeitpflege mangelt es heute schon und k&uuml;nftig erst recht an Fachkr&auml;ften. Die im Demographie-Netzwerk ddn e.V. zusammengeschlossenen Unternehmen suchen allesamt nach Wegen, die Herausforderungen des demografischen Wandels zu meistern. &Uuml;berall spielt Personalarbeit eine zentrale Rolle. Gut, wenn sich auch Sozialunternehmen dem Netzwerk der Pioniere zukunftsgerichteter Personalarbeit anschlie&szlig;en, ihre Erfahrungen einbringen und das Klima auf dem Arbeitsmarkt positiv beeinflussen. Der Wirtschaftsstandort Deutschland lebt von kreativen Antworten auf demografische Herausforderungen. Die Beantwortung der Frage &#039;&#039;Who cares?&#039;&#039; auch</p> <p><a href="https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/5_Publikationen/Pflege/Broschueren/AGP_Arbeitshilfe_Schluesselfaktoren_Personalarbeit.pdf">Publikation zeigen</a></p>