<h1>Toolbox &#039;&#039;Digitale Vereinbarkeit&#039;&#039;</h1> <h2>Dies ist eine praxisorientierte Handreichung, welche die Vorteile und Chancen mobiler Arbeitsformen f&uuml;r die Vereinbarkeit von Familie und Beruf aufzeigt und bei der Umsetzung wertvolle Unterst&uuml;tzung leistet... Quelle BMFSFJ</h2> <p>Die Digitalisierung ver&auml;ndert viele Bereiche des t&auml;glichen Lebens: die Arbeitswelt, die Freizeit sowie die Kommunikation mit Freunden und Verwandten. Der umfassende digitale Wandel er&ouml;ffnet auch Chancen f&uuml;r die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. So kann die Digitalisierung M&uuml;ttern und V&auml;tern dabei helfen, den Wunsch nach partnerschaftlicher Aufgabenteilung zu erf&uuml;llen, weil sich Abl&auml;ufe effizienter gestalten lassen und die Pr&auml;senz am Arbeitsplatz in vielen Branchen immer weniger notwendig wird. 95 Prozent der Unternehmen haben erkannt, welche Chancen zum Beispiel Home-Office-Angebote f&uuml;r ihre Arbeitgeberattraktivit&auml;t auf dem Bewerbermarkt bieten. Gerade in Zeiten des Fachkr&auml;ftemangels sind Ma&szlig;nahmen zur Vereinbarkeit eine gute M&ouml;glichkeit, sich von anderen Unternehmen abzugrenzen - viele Bewerberinnen und Bewerber wissen es zu sch&auml;tzen, wenn es ihnen erm&ouml;glicht wird, auch von zu Hause aus zu arbeiten. Dies wird bereits in den Bewerbungsgespr&auml;chen deutlich: Bewerberinnen und Bewerber fragen gezielt nach Vereinbarkeitsangeboten und legen hierauf ein hohes Gewicht bei ihrer Entscheidung f&uuml;r einen Arbeitgeber. Digitale Vereinbarkeitsl&ouml;sungen wie Home-Office und mobiles Arbeiten zahlen sich aus. Unternehmen k&ouml;nnen durch optimierte Abl&auml;ufe und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Effizienz und Produktivit&auml;t steigern. Besch&auml;ftigte sparen Zeit, die sie f&uuml;r die Familie oder andere private Verpflichtungen jenseits des Berufs nutzen k&ouml;nnen. Wegezeiten entfallen zum Beispiel, wenn Aufgaben auch online statt ausschlie&szlig;lich am Arbeitsplatz erf&uuml;llt werden. Der Zeitgewinn ist nicht nur sp&uuml;rbar, sondern auch messbar: 4,4 Stunden spart ein Besch&auml;ftigter im Durchschnitt pro Woche, wenn er mobile Arbeitsformen nutzt. Bereits heute verwenden die meisten Personen die zus&auml;tzliche freie Zeit zu 80 Prozent f&uuml;r die Familie, was nicht nur den Kindern, sondern auch dem Partner oder der Partnerin zugutekommt. 40 Prozent der V&auml;ter geben an, dass sie dank der (teilweisen) Arbeit im Home-Office ihre berufst&auml;tige Partnerin entlasten k&ouml;nnen. 93 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer von Home-Office-Angeboten erleben eine leichtere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die M&ouml;glichkeiten sind aus Sicht der Besch&auml;ftigten l&auml;ngst noch nicht ausgesch&ouml;pft. 50 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer w&uuml;rden gerne mobil arbeiten, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Trotz aller Vorteile von digitalen Arbeitsformen gibt es Grenzen und auch Risiken, die ber&uuml;cksichtigt werden m&uuml;ssen. L&auml;ngst nicht bei allen T&auml;tigkeiten ist mobiles Arbeiten m&ouml;glich. Neben der Identifikation geeigneter Aufgaben(teile) am jeweiligen Arbeitsplatz bedarf es eines passenden Rahmens. Die technischen Voraussetzungen (Endger&auml;te, Zugriffsm&ouml;glichkeiten auf Daten) m&uuml;ssen genauso wie die Anforderungen an Arbeits- und Datenschutz erf&uuml;llt sein, um eine entsprechende Arbeit zu erm&ouml;glichen. Und nicht f&uuml;r alle Besch&auml;ftigten ist mobiles Arbeiten aufgrund ihrer pers&ouml;nlichen Voraussetzungen bzw. ihrer Arbeitsweise gleicherma&szlig;en geeignet. Das Arbeiten im Home-Office kann eine fehlende Betreuung f&uuml;r Kinder oder zu pflegende Angeh&ouml;rige nicht ersetzen. Professionelle Arbeitsbedingungen m&uuml;ssen erf&uuml;llt sein, unabh&auml;ngig davon, ob Besch&auml;ftigte im B&uuml;ro, zu Hause oder mobil arbeiten. Die M&ouml;glichkeit, im Home-Office zu arbeiten, kann dar&uuml;ber hinaus zu steigenden Erwartungen an die Erreichbarkeit und Verf&uuml;gbarkeit von Besch&auml;ftigten f&uuml;hren. Wenn Unternehmen die M&ouml;glichkeiten der Digitalisierung jedoch verantwortungsbewusst und geplant nutzen, k&ouml;nnen diese Risiken vermieden werden - mit der Folge, dass sich die Vereinbarkeit der Besch&auml;ftigten verbessert. Hierbei hilft diese Toolbox. Sie ist eine praxisorientierte Handreichung, welche die Vorteile und Chancen mobiler Arbeitsformen f&uuml;r die Vereinbarkeit von Familie und Beruf aufzeigt und bei der Umsetzung wertvolle Unterst&uuml;tzung leistet. Auch Besch&auml;ftigte mit Familienaufgaben sollen motiviert und inspiriert werden, die neuen M&ouml;glichkeiten der digitalen Arbeitswelt f&uuml;r sich zu nutzen. Die hier vorgestellten Ans&auml;tze und Empfehlungen basieren vor allem auf den Ergebnissen eines sogenannten Dialogkreises mit Unternehmen verschiedener Gr&ouml;&szlig;en und Branchen, der im Rahmen des Unternehmensprogramms &#039;&#039;Erfolgsfaktor Familie&#039;&#039; des Bundesfamilienministeriums durchgef&uuml;hrt wurde. In der Runde wurden Erfahrungen ausgetauscht und neue Ideen diskutiert. Die Toolbox b&uuml;ndelt die besten Ma&szlig;nahmen und Vorgehensweisen - sie alle sind bereits in der Praxis erprobt und von Unternehmensf&uuml;hrung und Besch&auml;ftigten f&uuml;r gut befunden worden. Klar ist: Da jedes Unternehmen anders ist, muss es eigene L&ouml;sungen f&uuml;r seine neue digitale Arbeitsorganisation finden, damit Besch&auml;ftigte mit Familienaufgaben davon profitieren k&ouml;nnen. Die Toolbox skizziert das breite Feld der M&ouml;glichkeiten, um mehr digitale Vereinbarkeit zu erreichen.</p> <p><a href="https://www.jobadu.de/pdfs/02402.pdf">Publikation zeigen</a></p>