<h1>Betroffenenrechte im Sinne der Datenschutz-Grundverordnung</h1> <h2>Die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) st&auml;rkt sp&uuml;rbar die Rechte der betroffenen Personen, also derjenigen, deren personenbezogene Daten verarbeitet werden... Quelle IHK Rheinhessen</h2> <p>Die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) st&auml;rkt sp&uuml;rbar die Rechte der betroffenen Personen, also derjenigen, deren personenbezogene Daten verarbeitet werden. Die DS-GVO enth&auml;lt umfangreiche Informationspflichten bei der Datenerhebung, Auskunftsrechte, Rechte auf Berichtigung, L&ouml;schung, Einschr&auml;nkung der Verarbeitung und Daten&uuml;bertragbarkeit, Widerspruchsrechte sowie das Recht, nicht einer automatisierten Einzelentscheidung unterworfen zu sein. Der Anspruch richtet sich in der Regel gegen den Verantwortlichen. Er ist verpflichtet, der betroffenen Personen die Aus&uuml;bung ihrer Rechte (Art. 12 Abs. 2 DS-GVO) zu erleichtern. Das verantwortliche Unternehmen muss auf Antr&auml;ge des Betroffenen nach den Art. 15 bis 22 innerhalb eines Monats antworten. Zwar gibt es M&ouml;glichkeiten der Fristverl&auml;ngerung, allerdings m&uuml;ssen die Gr&uuml;nde daf&uuml;r ebenfalls in der Monatsfrist mitgeteilt werden, so dass in jedem Fall schnell reagiert werden muss. Kommt das Unternehmen einem Antrag der betroffenen Person nicht nach, droht ein Bu&szlig;geld. Der Verantwortliche im Unternehmen muss also Prozesse implementieren, die eine fristgerechte und korrekte Bearbeitung der Antr&auml;ge der betroffenen Personen gew&auml;hrleisten. Art. 12 DS-GVO - Transparente Information, Kommunikation und Modalit&auml;ten f&uuml;r die Aus&uuml;bung der Betroffenenrechte Bereits zu Beginn der Verarbeitung besteht nach dem Grundsatz der Transparenz eine Pflicht zur umfassenden Information gegen&uuml;ber der betroffenen Person. Nach Art. 12 hat der Verantwortliche geeignete Ma&szlig;nahmen zu treffen, um der betroffenen Person alle die Datenverarbeitung betreffenden Informationen in pr&auml;ziser, transparenter, verst&auml;ndlicher und leicht zug&auml;nglicher Form in einer klaren und einfachen Sprache zu &uuml;bermitteln. Die Informationen werden schriftlich oder in anderer Form, insbesondere auch elektronisch, &uuml;bermittelt, ausnahmsweise auch m&uuml;ndlich, sofern die betroffene Person dies verlangt und die Identit&auml;t der betroffenen Person nachgewiesen wurde. Geht ein Antrag (beispielsweise auf Auskunft) einer betroffenen Person bei dem Verantwortlichen ein, kann dieser entweder t&auml;tig werden und Ma&szlig;nahmen ergreifen z.B. eine Auskunft erteilen (Art. 12 Abs. 3) oder davon absehen. Wird der Verantwortliche aber nicht t&auml;tig (Art. 12 Abs. 4), hat er neben den Gr&uuml;nden hierf&uuml;r die betroffene Person auch &uuml;ber die M&ouml;glichkeit zu unterrichten, bei einer Aufsichtsbeh&ouml;rde Beschwerde oder bei Gericht einen entsprechenden Rechtsbehelf einzulegen. Wird der Verantwortliche t&auml;tig, muss er auf den Antrag der betroffenen Person grunds&auml;tzlich unverz&uuml;glich reagieren (Art. 12 Abs. 3), in jedem Fall aber innerhalb eines Monats nach Eingang des Antrags. Diese Frist kann um weitere zwei Monate verl&auml;ngert werden, wenn dies unter Ber&uuml;cksichtigung der Komplexit&auml;t und der Anzahl von Antr&auml;gen erforderlich ist. Allerdings muss dann die betroffene Person innerhalb eines Monats &uuml;ber die Fristverl&auml;ngerung unter Nennung der Gr&uuml;nde f&uuml;r die Verz&ouml;gerung unterrichtet werden (Art. 12 Abs. 3). Die Auskunftserteilung erfolgt unentgeltlich. Bei offenkundig unbegr&uuml;ndeten oder - insbesondere im Fall von h&auml;ufiger Wiederholung - exzessiven Antr&auml;gen einer betroffenen Person kann ein angemessenes Entgelt verlangt werden oder eine Weigerung erfolgen, aufgrund des Antrags t&auml;tig zu werden, der Verantwortliche hat hierf&uuml;r aber die Nachweispflicht (Art. 12 Abs. 5)</p> <p><a href="https://www.jobadu.de/pdfs/02456.pdf">Publikation zeigen</a></p>