<h1>Monitoring im betrieblichen Gesundheitsmanagement</h1> <h2>In dieser Kurzauswertung wurden zehn Betriebs- und Dienstvereinbarungen ausgewertet, die Regelungen zum betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) beinhalten... Quelle Hans-B&ouml;ckler-Stiftung</h2> <p>In dieser Kurzauswertung wurden zehn Betriebs- und Dienstvereinbarungen ausgewertet, die Regelungen zum betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) beinhalten. Ziel war es herauszufinden, inwieweit die Vereinbarungen &uuml;ber allgemeine Grunds&auml;tze, Ziele und Handlungsfelder hinaus dezidierte Vorgaben beinhalten, &uuml;ber Resultate bzw. Wirkungen des BGM. Anlass zu einer solchen Untersuchung ist die immer noch aktuelle Diskussion um den Nachweis der positiven Wirkungen des BGM. Zahlreiche Studien deuten an, dass es sich um lohnenswerte Investitionen handelt. In der betrieblichen Praxis des BGM werden aber die vorhandenen M&ouml;glichkeiten der Evaluation noch nicht hinreichend genutzt, obwohl entsprechende Modelle vorhanden sind. Hierzu geh&ouml;rt das f&uuml;r diese Untersuchung genutzte Treiber- und Indikatorenmodell f&uuml;r BGM nach Uhle/Treier (2011). Zu den wesentlichen Ergebnissen kann gez&auml;hlt werden, dass in den Vereinbarungen &uuml;berwiegend der bekannte Regelkreislauf des BGM (Analyse, Planung, Durchf&uuml;hrung, Evaluation) festgeschrieben ist. Damit ist der generelle Aspekt der Wirksamkeitspr&uuml;fung verankert. Dar&uuml;ber hinaus findet sich &uuml;berwiegend die Regelung, dass f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung des Regelkreislaufes ein BGM-Steuerungsgremium verantwortlich ist, in dem die Betriebs- und Personalr&auml;te laut den Vereinbarungen vertreten sind. Allerdings finden sich von den im Treiber-und Indikatorenmodell genannten Kennziffern nur rund die H&auml;lfte in den Vereinbarungen wieder - und dies meist nicht im Kontext der wenig ausdifferenzierten Vorgaben dazu, wie die Evaluation des BGM bzw. der einzelnen BGM-Aktivit&auml;ten durchzuf&uuml;hren ist. Stattdessen werden viele der Kennziffern als Schlagw&ouml;rter bei der Zielbeschreibung des BGM verwendet. Empfehlenswert erscheint nach diesen Eindr&uuml;cken daher eine differenziertere Formulierung zur BGM-Evaluation. Der Begriff Monitoring k&ouml;nnte stellvertretend daf&uuml;rstehen, dass in den Vereinbarungen ein Kennzahlen-Satz definiert und f&uuml;r die regelm&auml;&szlig;ige Beobachtung und Evaluation des BGM herangezogen wird. Die Notwendigkeit zur Wirksamkeitspr&uuml;fung einzelner Interventionen sollte ebenfalls festgehalten, jedoch nicht mit konkreten Kennzahlen untermauert werden. Wachsender Zeitdruck, viele Termine, wenige Pausen, neue Aufgaben, hohe Erwartungen, viel Verantwortung usw. Die moderne Arbeitswelt kann krank machen - zumindest zeitweilig. Kann es gelingen, die Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass Besch&auml;ftigte m&ouml;glichst wenig fehlbelastet werden? Wie kann die individuelle Motivation f&uuml;r die Gesunderhaltung gest&auml;rkt werden? Und vor allem: Wie lassen sich Prozesse und Strukturen so gestalten, dass die verschiedenen Pflichten im betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz erf&uuml;llt werden und die handelnden Akteure ihre Arbeit besser machen k&ouml;nnen? Man braucht eine Strategie, das Engagement des Top-Managements, konkrete und &uuml;berpr&uuml;fbare Ziele und das BGM im Unternehmensleitbild sowie in den F&uuml;hrungsgrunds&auml;tzen. Ein strategischer Ansatz ist eine wichtige Rahmenbedingung f&uuml;r das Gelingen. Alles kann gelingen, jedoch nur zusammen mit den Besch&auml;ftigten und ihren Interessenvertretungen: Arbeitsschutz, betriebliche Gesundheitsf&ouml;rderung und betriebliches Eingliederungsmanagement ganzheitlich und systematisch als Managementansatz zu erkennen und kontinuierlich zu verbessern. Hierf&uuml;r haben die Betriebsparteien in den letzten Jahren verst&auml;rkt wegweisende Ma&szlig;nahmen und Rahmenvereinbarungen abgeschlossen. Wir sind daher auf der Suche nach Monitoring, Kennziffern und ergebnisorientierter Steuerung des BGM in Regelungen. F&uuml;r die Analyse wurden zehn betriebliche Vereinbarungen ausgewertet. Mit den Analysen verfolgen wir nicht das Ziel, Regelungen zu bewerten, die Hintergr&uuml;nde und Strukturen in den Betrieben und Verwaltungen sind uns nicht bekannt. Ziel ist es, betriebliche Regelungspraxis abzubilden, Trends aufzuzeigen, Hinweise und Anregungen f&uuml;r die Gestaltung eigener Vereinbarungen zu geben</p> <p><a href="https://www.boeckler.de/pdf/p_study_hbs_mbf_bvd_389.pdf">Publikation zeigen</a></p>