<h1>Mehrarbeit im Rahmen der Vertrauensarbeitszeit</h1> <h2>Dabei kommen sowohl der monet&auml;re als auch der freizeitliche Ausgleich der Mehrarbeit in Frage... Quelle bewerberAktiv e.K.</h2> <p>Mehrarbeit im Rahmen der Vertrauensarbeitszeit Da es auch bei der Vertrauensarbeitszeit ein vertraglich festgelegtes Arbeitzeitvolumen - zumindest die regelm&auml;&szlig;ig einzuhaltende Wochenarbeitszeit - gibt, kann sich auch die Frage nach dem Vorliegen von Mehrarbeit stellen. Dabei kommen sowohl der monet&auml;re als auch der freizeitliche Ausgleich der Mehrarbeit in Frage. Zu ber&uuml;cksichtigen ist allerdings, dass eine kurzfristige Freistellung des Arbeitnehmers - bedingt durch die Art der Arbeitsleistung (z.B. Projektbindung) - regelm&auml;&szlig;ig praktisch nicht gew&auml;hrt werden kann, so dass im zweiten Fall die Registrierung der Freistellungsanspr&uuml;che auf einem Langzeitkonto zu bef&uuml;rworten ist. Zwar ist die Anordnung von Mehrarbeit weiterhin in einem Gro&szlig;teil der Betriebe, die Vertrauensarbeitszeit praktizieren, vorgesehen, doch ist das Volumen der Mehrarbeit gegen&uuml;ber der bisherigen Praxis erheblich zur&uuml;ckgegangen. Hinzuweisen ist aber auf die Besonderheit, dass sich die vom Arbeitnehmer geltend gemachte Mehrarbeit der Kontrolle des Arbeitgebers weitgehend entzieht, da dieser bei der Vertrauensarbeitszeit gerade auf die Erfassung der Arbeitszeit verzichtet. Insoweit ist es Ausdruck des Vertrauens des Arbeitgebers gegen&uuml;ber dem Arbeitnehmer, wenn er diesem den finanziellen oder freizeitlichen Ausgleich der Mehrarbeit problemlos gew&auml;hrt. Die Interessen des Arbeitgebers werden jedoch durchaus gewahrt, da der Arbeitgeber zumindest durch das Arbeitsergebnis in der Lage sein wird, die Leistung des Arbeitnehmers in einem gewissen Rahmen einsch&auml;tzen. Denkbar ist aber auch, dass der Arbeitgeber die vom Arbeitnehmer geltend gemachten &Uuml;berstunden nicht anerkennt. Insoweit ist auf den in der Literatur vorgeschlagenen Mechanismus zu verweisen, wonach eine separate betriebliche Stelle f&uuml;r die Entgegennahme der Aufzeichnungen &uuml;ber die Arbeitszeit zust&auml;ndig sein soll und die Dokumente nach einer widerspruchslos verstrichenen Frist - insbesondere f&uuml;r den Arbeitgeber - als verbindlich anzusehen sind. Dem Arbeitgeber steht dabei aber f&uuml;r den Fall, dass er die Unrichtigkeit der geltend gemachten Mehrarbeit belegen kann auch f&uuml;r den sp&auml;teren Zeitraum weiterhin die M&ouml;glichkeit des Gegenbeweises zu</p> <p><a href="https://www.jobadu.de/pdfs/07016.pdf">Publikation zeigen</a></p>