<h1>Beitragserstattung</h1> <h2>Wann kann ich mir meine Beitr&auml;ge erstatten lassen? Welche Beitr&auml;ge werden erstattet? Wo stelle ich den Antrag? Quelle Deutsche Rentenversicherung</h2> <p>Versicherung und Beitrag Beitragserstattung Wann kann ich mir meine Beitr&auml;ge erstatten lassen? Welche Beitr&auml;ge werden erstattet? Wo stelle ich den Antrag? Was wird aus meinen Beitr&auml;gen, wenn ich keine Rente bekomme? Jeder Euro z&auml;hlt: Je mehr Sie in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, desto mehr w&auml;chst im Prinzip auch Ihre sp&auml;tere Rente. Allerdings gibt es eine H&uuml;rde: Grunds&auml;tzlich m&uuml;ssen Sie in Ihrem Konto f&uuml;nf Jahre Beitr&auml;ge sammeln, bevor Sie eine Gegenleistung erwarten k&ouml;nnen. Diese Wartezeit erf&uuml;llt nicht jeder. Wenn Sie sie nicht erf&uuml;llen, ist Ihr Geld trotzdem nicht verloren. Dann k&ouml;nnen Sie sich Ihre Beitr&auml;ge erstatten lassen. Ausl&auml;nder haben unter bestimmten Voraussetzungen auch dann die M&ouml;glichkeit, sich dieBeitr&auml;ge erstatten zu lassen, wenn sie die Wartezeit erf&uuml;llen. In welchen F&auml;llen eine Beitragserstattung m&ouml;glich ist, erfahren Sie in dieser Brosch&uuml;re. Die Beitragserstattung - ein &Uuml;berblick Keine Versicherungspflicht und kein Recht zur freiwilligen Versicherung Regelaltersgrenze erreicht und allgemeine Wartezeit nicht erf&uuml;llt Hinterbliebene ohne Anspruch auf eine Rente wegen Todes Versicherungsfrei oder von der Versicherungspflicht befreit Welche Beitr&auml;ge werden erstattet? Erstattung nur auf Antrag Die Beitragserstattung ein &Uuml;berblick Die Beitr&auml;ge zur gesetzlichen Rentenversicherung k&ouml;nnen aus unterschiedlichen Gr&uuml;nden erstattet werden. Da mit der Beitragserstattung Ihr bisheriges Versicherungsverh&auml;ltnis vollst&auml;ndig aufgel&ouml;st wird, ist dieser Schritt nicht immer sinnvoll. Grunds&auml;tzlich kann man sagen, dass eine Beitragserstattung dann m&ouml;glich ist, wenn aus den eingezahlten Beitr&auml;gen keine Leistung gezahlt werden kann. Das trifft sowohl auf den Versicherten selbst als auch auf seine Hinterbliebenen zu. Unser Tipp: N&auml;here Informationen hierzu liefern die Kapitel Regelaltersgrenze erreicht und allgemeine Wartezeit nicht erf&uuml;llt und Hinterbliebene ohne Anspruch auf eine Rente wegen Todes. Zus&auml;tzlich k&ouml;nnen Beitr&auml;ge auch erstattet werden, wenn Sie durch Ihren Beruf eine andere Form der Altersvorsorge aufbauen, etwa als Beamter oder Mitglied einer berufsst&auml;ndischen Versorgungseinrichtung, und dadurch den Kontakt zur gesetzlichen Rentenversicherung verlieren. Bitte lesen Sie hierzu das Kapitel Versicherungsfrei oder von der Versicherungspflicht befreit. Mit der Beitragserstattung erl&ouml;schen alle Anspr&uuml;che auf eine Leistung aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Damit verfallen auch alle Gutschriften auf Ihrem Versicherungskonto, f&uuml;r die Sie selbst keine Beitr&auml;ge gezahlt haben, zum Beispiel f&uuml;r Zeiten der Kindererziehung, der Arbeitslosigkeit oder schulischen Ausbildung. Bitte beachten Sie: Auch wenn Sie sich sp&auml;ter wieder in der Rentenversicherung versichern, sind Ihre vor der Erstattung liegenden nicht erstattungsf&auml;higen Beitragszeiten und beitragsfreien Zeiten verloren. Welche Beitr&auml;ge nicht erstattet werden und was beitragsfreie Zeiten sind, erfahren Sie im Kapitel Welche Beitr&auml;ge werden erstattet? auf Seite 15. Es werden immer nur die Beitr&auml;ge erstattet, die Sie selbst zur gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland gezahlt haben. Haben Sie auch in anderen L&auml;ndern Beitr&auml;ge gezahlt, lassen Sie sich bitte vom dortigen Sozialversicherungstr&auml;ger beraten. Seit dem 1. Juli 2014 wird f&uuml;r Kinder, die vor dem 1. Januar 1992 geboren wurden, zus&auml;tzlich zur bisherigen Regelung auch die Zeit vom 13. bis zum 24. Kalendermonat nach der Geburt als Kindererziehungszeit anerkannt, wenn die Voraussetzungen erf&uuml;llt sind (sogenannte M&uuml;tterrente). Wurde in Ihrem Versicherungskonto bereits eine Kindererziehungszeit f&uuml;r ein vor dem 1. Januar 1992 geborenes Kind ber&uuml;cksichtigt, kann die neue gesetzliche Regelung dazu f&uuml;hren, dass Sie nun die allgemeine Wartezeit f&uuml;r eine Regelaltersrente erf&uuml;llen. Dann haben Sie keinen Anspruch auf eine Beitragserstattung mehr. Keine Versicherungspflicht und kein Recht zur freiwilligen Versicherung Sie k&ouml;nnen Ihre Beitr&auml;ge erstattet bekommen, wenn Sie aus der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung ausgeschieden sind und sich danach auch nicht mehr freiwillig versichern d&uuml;rfen. Keine Versicherungspflicht Aus der Versicherungspflicht k&ouml;nnen Sie ausgeschieden sein, wenn Sie Deutschland verlassen haben. Mit Ihrem neuen Job im neuen Land sind Sie nicht mehr in der gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland versicherungspflichtig. Freiwillige Versicherung Sind Sie nicht mehr versicherungspflichtig, wird zus&auml;tzlich gepr&uuml;ft, ob Sie sich freiwillig versichern d&uuml;rfen. D&uuml;rfen Sie sich freiwillig versichern, ist eine Beitragserstattung ausgeschlossen. Als Deutscher d&uuml;rfen Sie sich grunds&auml;tzlich immer freiwillig versichern, wenn Sie nicht versicherungspflichtig sind egal, wo Sie sich gerade aufhalten. Als Ausl&auml;nder k&ouml;nnen Sie sich freiwillig in der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung versichern, wenn Sie in Deutschland wohnen. Wohnen Sie au&szlig;erhalb Deutschlands, kommt es auf Ihren Wohnsitz und Ihre Staatsangeh&ouml;rigkeit an. Hier wird grunds&auml;tzlich zwischen den Staaten des Europ&auml;ischen Wirtschaftsraumes, den Staaten, mit denen Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen geschlossen hat, und dem sogenannten vertragslosen Ausland unterschieden. F&uuml;r Ausl&auml;nder enth&auml;lt die Internationale Brosch&uuml;renreihe der Deutschen Rentenversicherung Hinweise zur Beitragserstattung. Bitte informieren Sie sich im Internet unter www.deutscherentenversicherung.de. Beitragserstattung oder Rente Sind Sie bei Antragstellung weder versicherungspflichtig noch zur freiwilligen Versicherung berechtigt, k&ouml;nnen die Beitr&auml;ge erstattet werden. Das ist selbst dann m&ouml;glich, wenn die allgemeine Wartezeit von f&uuml;nf Jahren erf&uuml;llt ist und somit ein Anspruch auf Regelaltersrente besteht. Dieser Sachverhalt tritt jedoch meist nur bei Ausl&auml;ndern ein. Lassen Sie sich in diesem Fall von Ihrer Rentenversicherung eine Probeberechnung erstellen. Anhand der so ermittelten Rentenh&ouml;he k&ouml;nnen Sie dann entscheiden, ob Sie sich trotzdem die Beitr&auml;ge erstatten lassen m&ouml;chten. Bevor Ihnen die Beitr&auml;ge erstattet werden k&ouml;nnen, m&uuml;ssen Sie allerdings eine Wartefrist von 24 Monaten einhalten. Regelaltersgrenze erreicht und allgemeine Wartezeit nicht erf&uuml;llt Haben Sie die Regelaltersgrenze erreicht, aber bisher die allgemeine Wartezeit in der gesetzlichen Rentenversicherung nicht erf&uuml;llt, k&ouml;nnen Sie sich Ihre Beitr&auml;ge erstatten lassen. Die Regelaltersgrenze steigt seit 2012 schrittweise auf 67 Jahre. Die allgemeine Wartezeit betr&auml;gt f&uuml;nf Jahre. Auf sie werden neben Pflicht- und freiwilligen Beitr&auml;gen auch Zeiten der Kindererziehung angerechnet. Erf&uuml;llen Sie diese Wartezeit, haben Sie Anspruch auf eine Regelaltersrente. Erf&uuml;llen Sie sie nicht, haben Sie Anspruch auf eine Beitragserstattung. Es spielt keine Rolle, ob Sie die Wartezeit noch erf&uuml;llen k&ouml;nnten, wenn Sie weitere Beitr&auml;ge zahlen w&uuml;rden. Ausl&auml;ndische Zeiten und Zeiten aus einem Versorgungsausgleich nach Ehescheidung k&ouml;nnen ebenfalls bei der Wartezeit angerechnet werden. Bitte lassen Sie sich vor Ihrem Antrag auf Beitragserstattung beraten. Vielleicht ist es besser, noch ein paar Beitr&auml;ge zu zahlen, als sich die Beitr&auml;ge erstatten zu lassen. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn Ihnen Zeiten der Kindererziehung angerechnet werden k&ouml;nnen. Hinterbliebene ohne Anspruch auf eine Rente wegen Todes Eine Hinterbliebenenrente kann nur gezahlt werden, wenn der Verstorbene die allgemeine Wartezeit erf&uuml;llt hat oder diese als erf&uuml;llt gilt. Witwen, Witwer, &uuml;berlebende Lebenspartner oder Waisen k&ouml;nnen sich anderenfalls die Beitr&auml;ge erstatten lassen. Die allgemeine Wartezeit betr&auml;gt f&uuml;nf Jahre. Angerechnet werden neben Pflicht- und freiwilligen Beitr&auml;gen auch Zeiten der Kindererziehung. Bitte beachten Sie: Anspruch auf die Beitragserstattung haben zuerst die hinterbliebenen Ehe- oder Lebenspartner. Halbwaisen erhalten die Beitr&auml;ge nur erstattet, wenn es keine Witwe, keinen Witwer oder &uuml;berlebenden Lebenspartner gibt. Mehrere Waisen erhalten den Erstattungsbetrag zu gleichen Teilen. Versicherungsfrei oder von der Versicherungspflicht befreit Geh&ouml;ren Sie zu diesem Personenkreis, k&ouml;nnen Sie sich Ihre bisherigen Beitr&auml;ge erstatten lassen, wenn Sie die allgemeine Wartezeit nicht erf&uuml;llt haben obwohl Sie zur freiwilligen Versicherung berechtigt sind. Hierzu z&auml;hlen unter anderem Beamte und Richter, Berufssoldaten, beamten&auml;hnliche Besch&auml;ftigte, Geistliche, Kirchenbeamte und satzungsm&auml;&szlig;ige Mitglieder geistlicher Genossenschaften sowie von der Versicherungspflicht befreite Mitglieder berufsst&auml;ndischer Versorgungseinrichtungen. Wahlrecht Da diese Personengruppen ohne weitere Voraussetzungen freiwillige Beitr&auml;ge zahlen d&uuml;rfen, haben sie ein Wahlrecht: Sie k&ouml;nnen selbst entscheiden, ob sie sich ihre Beitr&auml;ge erstatten lassen, sich freiwillig versichern oder freiwillige Beitr&auml;ge nachzahlen wollen. Das gilt jedoch nicht, wenn Sie in einem Minijob versicherungsfrei oder von der Versicherungspflicht befreit sind. Lassen Sie sich bei dieser Entscheidung von Ihrer Rentenversicherung beraten. Ausnahmen von der Beitragserstattung Beitr&auml;ge d&uuml;rfen nicht erstattet werden, wenn Sie w&auml;hrend der Versicherungsfreiheit oder der Befreiung von der Versicherungspflicht bereits f&uuml;r Zeiten seit 1. August 2010 freiwillige Beitr&auml;ge (nach neuem Recht) gezahlt haben, am 10. August 2010 zur freiwilligen Versicherung (nach altem Recht) berechtigt waren oder als Beamter oder Richter auf Zeit oder auf Probe, als Soldat auf Zeit, als Beamter auf Widerruf im Vorbereitungsdienst versicherungsfrei oder nur befristet von der Versicherungspflicht befreit sind. (Zahlen Sie in dieser Zeit freiwillige Beitr&auml;ge, ist das f&uuml;r eine Beitragserstattung unsch&auml;dlich, wenn Sie die Erstattung als versicherungsfreier Beamter oder Richter auf Lebenszeit oder als Berufssoldat w&uuml;nschen.) Sind Sie aus anderen Gr&uuml;nden als der Kindererziehung ohne Dienstbez&uuml;ge beurlaubt, liegt keine Versicherungsfreiheit vor. Deshalb besteht w&auml;hrend dieser Zeit kein Anspruch auf Beitragserstattung. Sobald Sie die allgemeine Wartezeit von f&uuml;nf Jahren f&uuml;r eine Regelaltersrente erf&uuml;llt haben, k&ouml;nnen die Beitr&auml;ge nicht mehr erstattet werden. Welche Beitr&auml;ge werden erstattet? Nicht alle Beitr&auml;ge, die im Versicherungskonto gespeichert sind, k&ouml;nnen erstattet werden. Es kommt vor allem darauf an, wann diese Beitr&auml;ge gezahlt wurden und von wem. Grunds&auml;tzlich werden nur die Beitr&auml;ge erstattet, die Sie selbst mit gezahlt haben. Das bedeutet zum Beispiel f&uuml;r Pflichtbeitr&auml;ge, die aufgrund einer Besch&auml;ftigung gezahlt wurden, dass nur der Arbeitnehmeranteil erstattet wird. Das gilt auch f&uuml;r Beitr&auml;ge, die der Versicherte und beispielsweise ein Sozialleistungstr&auml;ger w&auml;hrend des Bezugs von Krankengeld gemeinsam gezahlt haben. Haben Sie Beitr&auml;ge f&uuml;r eine selbst&auml;ndige T&auml;tigkeit oder freiwillige Beitr&auml;ge gezahlt, werden diese ebenfalls nur zur H&auml;lfte erstattet. Beitr&auml;ge zur H&ouml;herversicherung werden jedoch in voller H&ouml;he zur&uuml;ckgezahlt. Neben dem Arbeitgeberanteil k&ouml;nnen auch weitere Beitr&auml;ge nicht erstattet werden. Dazu z&auml;hlen Beitr&auml;ge, die von einem Sozialleistungstr&auml;ger oder vom Bund in voller H&ouml;he getragen wurden, zum Beispiel w&auml;hrend des Bezugs von Arbeitslosengeld oder w&auml;hrend des Wehr-/Zivildienstes. Auch die Beitr&auml;ge f&uuml;r Kindererziehungszeiten k&ouml;nnen nicht erstattet werden, da sie nicht vom Versicherten mitgetragen wurden. Das Gleiche gilt f&uuml;r Nachversicherungsbeitr&auml;ge. Bitte beachten Sie: Beitr&auml;ge, die in der DDR bis zum 30. Juni 1990 gezahlt wurden, k&ouml;nnen nicht erstattet werden. Beitragsfreie Zeiten k&ouml;nnen grunds&auml;tzlich nicht abgegolten werden. Dazu z&auml;hlen beispielsweise Zeiten der schulischen Ausbildung. Wenn Ihnen aus Ihrem Versicherungskonto bereits eine Geld- oder Sachleistung bewilligt wurde, k&ouml;nnen nur die danach liegenden Beitr&auml;ge erstattet werden. Zu diesen Leistungen geh&ouml;ren unter anderem Leistungen zur medizinischen Rehabilitation oder Teilhabe am Arbeitsleben und Renten wegen verminderter Erwerbsf&auml;higkeit. Auch Beitr&auml;ge, die zu ausl&auml;ndischen Sozialversicherungen gezahlt wurden, werden nicht erstattet. Versorgungsausgleich Sind Sie geschieden und wurde ein Versorgungsausgleich durchgef&uuml;hrt, kann sich dadurch der Erstattungsbetrag vermindern oder erh&ouml;hen - je nachdem, ob Sie Rentenanwartschaften abgeben mussten oder welche hinzubekommen haben. Ergeben sich aus dem Versorgungsausgleich zus&auml;tzliche Rentenanwartschaften, z&auml;hlen diese bei der allgemeinen Wartezeit mit. L&auml;uft Ihr Verfahren &uuml;ber den Versorgungsausgleich noch, wird vorerst keine Erstattung durchgef&uuml;hrt. Haben Sie einen Antrag auf Beitragserstattung gestellt, dann gilt er immer f&uuml;r alle in Ihrem Konto gespeicherten erstattungsf&auml;higen Beitr&auml;ge. Einzelne Beitr&auml;ge k&ouml;nnen nicht allein ausgezahlt werden. Erstattung nur auf Antrag Damit Sie als Versicherter oder Hinterbliebener eine Beitragserstattung erhalten k&ouml;nnen, m&uuml;ssen Sie zun&auml;chst einen Antrag stellen. Nutzen Sie hierf&uuml;r bitte den vorgesehenen Antragsvordruck (V 900 bei Aufenthalt im Inland). Eine Antragsfrist m&uuml;ssen Sie nicht einhalten. Allerdings muss unter Umst&auml;nden die Wartefrist von 24 Kalendermonaten abgelaufen sein. Den Antrag stellen k&ouml;nnen Sie, gegebenenfalls Ihre Hinterbliebenen oder ein Betreuer beziehungsweise Bevollm&auml;chtigter</p> <p><a href="https://www.jobadu.de/pdfs/09271.pdf">Publikation zeigen</a></p>