<h1>Arbeitsmarktzugang und -f&ouml;rderung f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge (Leitfaden)</h1> <h2>Diese Handreichung informiert &uuml;ber die verschiedenen Aufenthaltstitel und Aufenthaltspapiere, gibt eine &Uuml;bersicht &uuml;ber die Zust&auml;ndigkeiten f&uuml;r die Beratung und Vermittlung, die verschiedenen F&ouml;rderinstrumente nach SGB III und BAf&ouml;G, die Integrationskurse und die Sprachf&ouml;rderung... Quelle BMAS</h2> <p>Deutschland ist Zuwanderungsland! Die Herausforderungen sind gewaltig, die Anforderungen - auch an die Arbeitsverwaltung - sind gewachsen. Fl&uuml;chtlinge sind inzwischen ein fester Bestandteil des Kundenspektrums der Agenturen f&uuml;r Arbeit, der Jobcenter bzw. der zugelassenen kommunalen Tr&auml;ger. Daraus ergeben sich f&uuml;r die Entscheidungstr&auml;ger in den Verwaltungen zahlreiche Fragen: Welche Leistungen &uuml;ber die Beratung hinaus k&ouml;nnen wo in Anspruch genommen werden? Welche Leistungen und Angebote der Arbeitsf&ouml;rderung sind bei welchem Aufenthaltstitel m&ouml;glich? Wer ist Tr&auml;ger f&uuml;r welche Leistung? Der &uuml;berarbeitete und aktualisierte Leitfaden &#039;&#039;Fl&uuml;chtlinge&#039;&#039; soll den Einstieg in die Thematik verbessern und einen schnellen &Uuml;berblick geben. Denn die Fl&uuml;chtlinge brauchen Unterst&uuml;tzung, damit Qualifikationen erhalten und ausgebaut werden, damit ein Zugang zum Arbeitsmarkt realisiert und langfristige Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse erm&ouml;glicht werden. Arbeit ist der beste Schl&uuml;ssel zur Integration. Der Leitfaden wurde vom &#039;&#039;Berliner Netzwerk f&uuml;r Bleiberecht bridge&#039;&#039; erstellt, einem Projektverbund der ESF-Integrationsrichtlinie Bund im Handlungsschwerpunkt &#039;&#039;Integration von Asylbewerberinnen, Asylbewerbern und Fl&uuml;chtlingen&#039;&#039; (IvAF). IvAF bietet mit 41 Projektverb&uuml;nden und rund 300 Teilprojekten Beratung, Qualifizierung und Unterst&uuml;tzung von Vermittlung unter aktiver Beteiligung von Betrieben oder Einrichtungen der &ouml;ffentlichen Verwaltung sowie von Jobcentern oder Agenturen f&uuml;r Arbeit in allen Bundesl&auml;ndern an. Bundesweit werden einheitliche Schulungen insbesondere f&uuml;r Jobcenter und Agenturen f&uuml;r Arbeit zur aufenthalts- und ausl&auml;nderbesch&auml;ftigungsrechtlichen Situation von Fl&uuml;chtlingen durchgef&uuml;hrt, um den Zugang zu Arbeit und Ausbildung zu verbessern. Die zus&auml;tzlichen vom Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales (BMAS) gef&ouml;rderten Ans&auml;tze verst&auml;rken die Angebote der Grundsicherung und der Arbeitsf&ouml;rderung und werden aus dem Europ&auml;ischen Sozialfonds sowie Mitteln des BMAS finanziert. Die in Ihren Regionen aktiven Projektverb&uuml;nde helfen Ihnen gerne weiter und unterst&uuml;tzen Sie in Ihrer Arbeit. Eine &Uuml;bersicht aller IvAF-Projektverb&uuml;nde in Deutschland sowie die Kontakte zum F&ouml;rderprogramm &#039;&#039;Integration durch Qualifizierung&#039;&#039; (IQ) mit einer fl&auml;chendeckenden Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung, Anpassungsqualifizierungen im Kontext des Anerkennungsgesetzes sowie bundesweit einheitlichen interkulturellen Schulungen, erhalten Sie auf den Internetseiten des BMAS: www.esf.de Wenn Migrantinnen und Migranten zu Ihnen zur Beratung und Vermittlung kommen, die nicht eingeb&uuml;rgert sind und die auch &uuml;ber keinen unbefristeten Aufenthaltstitel verf&uuml;gen, ja vielleicht nicht einmal &uuml;ber eine Aufenthaltserlaubnis, dann stellen Sie sich f&uuml;r Ihre T&auml;tigkeit m&ouml;glicherweise Fragen wie diese: Was f&uuml;r einen aufenthaltsrechtlichen Status hat die Betroffene oder der Betroffene? Sind wir f&uuml;r die Beratung und Vermittlung zust&auml;ndig? Besteht hier Zugang zum Arbeitsmarkt? Was bedeutet das f&uuml;r die Verf&uuml;gbarkeit und Vermittelbarkeit? Welche Leistungen nach dem SGB II k&ouml;nnen wir anbieten? Welche Leistungen nach dem SGB III stehen zur Verf&uuml;gung? K&ouml;nnen wir einen Deutschkurs anbieten? Werden die Bildungsabschl&uuml;sse aus dem Ausland anerkannt? Welche Beratungsstellen und Projekte bieten zus&auml;tzliche Unterst&uuml;tzung? Auf diese Fragen m&ouml;chte dieser kleine Leitfaden eine schnelle und &uuml;bersichtliche Antwort geben und Ihnen eine erste Orientierung verschaffen. Wenn Sie herausfinden m&ouml;chten, welchen Aufenthaltsstatus Ihre Kundin oder Ihr Kunde hat, dann lassen Sie sich den Pass oder die &#039;&#039;Aufenthaltspapiere&#039;&#039; zeigen. Aufenthaltstitel werden Ihnen entweder als Chipkarte mit einem Zusatzblatt oder als Kleber im Reisepass vorgelegt. Andere &#039;&#039;Aufenthaltspapiere&#039;&#039; gibt es auch in Gestalt von Klappkarten oder in einfacher Papierform. Hier finden Sie eine &Uuml;bersicht der verschiedenen &#039;&#039;Aufenthaltspapiere&#039;&#039;: A N K U N F T S N AC H W E I S Der Ankunftsnachweis bescheinigt Asylsuchenden die Registrierung in Deutschland. Er ersetzt nun bundeseinheitlich die bisher formlose und von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ausgestaltete &#039;&#039;Bescheinigung &uuml;ber die Meldung als Asylsuchender&#039;&#039; (B&uuml;MA). Mit Ausstellung des Ankunftsnachweises werden Fristen f&uuml;r erforderliche Voraufenthaltszeiten zum Beispiel f&uuml;r den Arbeitsmarktzugang in Gang gesetzt. Die Duldung ist kein Aufenthaltstitel, sondern stellt lediglich eine Aussetzung der Abschiebung (z.B. wegen des fehlenden Passes) dar. Die Duldung wird oft &uuml;ber Jahre hinaus immer wieder verl&auml;ngert, sie kann also ein Dauerzustand sein. Die Aufenthaltsgestattung bescheinigt, dass der Asylsuchenden oder dem Asylsuchenden der Aufenthalt zur Durchf&uuml;hrung des Asylverfahrens gestattet ist. Sie enth&auml;lt u.a. das Datum der Asylantragsstellung als wichtigen Hinweis f&uuml;r die bisherige Dauer des Aufenthaltes in Deutschland. Bei rechtzeitiger Beantragung vor Ablauf eines Aufenthaltstitels stellt die Fiktionsbescheinigung den Nachweis des legalen Aufenthaltes dar, weil ein Antrag auf Erteilung oder Verl&auml;ngerung eines Aufenthaltstitels gestellt wurde und noch bearbeitet wird. Beim Verl&auml;ngerungsantrag gilt dann die alte Aufenthaltserlaubnis mit allen bisherigen Rechten weiter fort</p> <p><a href="https://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/37926-fluechtlinge-kundinnen-und-kunden-der-arbeitsagenturen-und-jobcenter.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=8">Publikation zeigen</a></p>