<h1>Teilzeitarbeit f&uuml;r M&auml;nner</h1> <h2>Teilzeitarbeit als Mann, damit mehr Zeit f&uuml;r die Familie bleibt? Wie soll ich das meinem Chef erkl&auml;ren? Quelle BMAS</h2> <p>Abenteuer Teilzeit mittendrin im echten Leben. Es gibt Phasen im Leben, in denen man auf beiden Schultern tr&auml;gt: volle Verantwortung im Job und mindestens ebenso viel davon zu Hause. Das l&auml;sst sich nicht immer durchhalten. Andauernde &Uuml;berforderung f&uuml;hrt zu Unzufriedenheit an allen Fronten: in der Firma, bei der Familie und schlie&szlig;lich bei einem selbst. Und manchmal ist es schon aus organisatorischen Gr&uuml;nden gar nicht m&ouml;glich, alles, was man gut machen m&ouml;chte, auch wirklich zu schaffen. Viele junge M&uuml;tter und V&auml;ter nutzen die Elternzeit, um vom Job zu pausieren und sich in den ersten 14 Monaten nach der Geburt um den Nachwuchs zu k&uuml;mmern. Aber auch in anderen Lebensphasen gibt es wichtige Gr&uuml;nde, f&uuml;r einen begrenzten Zeitraum oder auch dauerhaft weniger zu arbeiten, z.B. n eine berufst&auml;tige Partnerin, mit der man sich die Familienarbeit teilen m&ouml;chte, n ein krankes Kind, das einen braucht, n ein Teenager in einer schwierigen Phase, um den man sich k&uuml;mmern m&ouml;chte, n pflegebed&uuml;rftige Eltern oder n die Notwendigkeit, aus gesundheitlichen Gr&uuml;nden f&uuml;r eine Weile k&uuml;rzerzutreten. Eine Studie aus 2005 belegt, dass 77 Prozent aller M&auml;nner gerne Teilzeit arbeiten w&uuml;rden. Eine echte Herausforderung. Aber: F&uuml;r M&auml;nner gilt die L&ouml;sung Teilzeit immer noch als ungew&ouml;hnlich, w&auml;hrend sie bei Frauen von allen akzeptiert wird. Dabei haben M&auml;nner die gleichen Rechte und M&ouml;glichkeiten, mit Teilzeitarbeit die Belastung, die sich aus der doppelten Verantwortung f&uuml;r Familie und Job ergibt, zu stemmen. Trotzdem bedeutet Teilzeit vor allem f&uuml;r M&auml;nner oft ein Abenteuer, das am Anfang ziemlich viel Nerven kosten kann. Vor allem dann, wenn man seine Entscheidung st&auml;ndig verteidigen muss. Da braucht man gute Argumente! Denn wenn man seine Pl&auml;ne erkl&auml;rt, findet man pl&ouml;tzlich Verst&auml;ndnis und Unterst&uuml;tzung. Wie sag ichs meinem Chef? Sie haben nicht nur ein Recht auf Teilzeit, sondern auch gute Argumente - also sprechen Sie Ihren Chef ruhig an! Chefs lieben Zahlen. In familienfreundlichen Betrieben arbeiten Mitarbeiter zielorientierter und um 17 Prozent produktiver als Arbeitnehmer in Betrieben ohne Familienbewusstsein (Forsa-Studie, 2005). Warum? Weil sie motivierter sind, kreativer und sich enger mit der Firma verbunden f&uuml;hlen. Das steigert nicht nur die Stimmung, sondern auch die Effizienz: Kunden werden langfristiger gebunden und gute Fachkr&auml;fte in der Firma gehalten - echte Wettbewerbsvorteile f&uuml;r das Unternehmen! Den Chef mit schlagenden Argumenten &uuml;berzeugen: Teilzeitmitarbeiter sind hoch motiviert, kreativer und leistungsf&auml;hig! Chefs lieben Kompetenz. Familienarbeit setzt eine Menge Kompetenzen voraus: Ohne Verantwortungsbewusstsein, Flexibilit&auml;t, Organisationstalent, Stressresistenz, Offenheit und Teamwork geht nichts - Sozialkompetenzen, die auch jeder Vorgesetzte sehr sch&auml;tzt. Chefs lieben Konstruktivit&auml;t. Machen Sie der Personalabteilung Vorschl&auml;ge, wie die Arbeit so eingeteilt werden k&ouml;nnte, dass die Verk&uuml;rzung Ihrer Arbeitszeit nicht alles durcheinanderbringt. &Uuml;berlegen Sie sich m&ouml;gliche L&ouml;sungen: Wann w&auml;ren Sie im Betrieb und welche Aufgaben k&ouml;nnten Sie in dieser Zeit sinnvollerweise erledigen? Welche Arbeiten k&ouml;nnten oder m&uuml;ssten Sie abgeben und wer k&ouml;nnte sie &uuml;bernehmen? Viele Vorteile. Gute Gr&uuml;nde. Es gibt Aufgaben in Ihrer Familie, die Ihnen wichtig sind - genau wie Ihr Job. Voll arbeiten und zu Hause alles im Griff haben: Das kann zu permanentem Stress und &Uuml;berforderung f&uuml;hren. Wer genug Zeit f&uuml;r die Familie hat, ist auch im Job ausgeglichener, motivierter und leistungsf&auml;higer - und das ist gut f&uuml;r die Firma! Die lieben Kollegen. Sympathiepunkte sammeln? Bringen Sie doch Ihren Grund - Ihr Kind oder Ihren pflegebed&uuml;rftigen Vater einfach mal zu einem Besuch mit in die Firma - die Kollegen werden dann noch besser akzeptieren, warum Sie jetzt gerade beruflich k&uuml;rzertreten. Unverst&auml;ndnis? Legen Sie Ihre Gr&uuml;nde offen auf den Tisch. Erkl&auml;ren Sie Ihren Kolleginnen und Kollegen ganz offen, um wen Sie sich k&uuml;mmern m&ouml;chten und warum. Denn wer Ihre Gr&uuml;nde kennt, wird Ihre Entscheidung verstehen. Auch die anderen haben Familien und ein Privatleben und wissen um die H&ouml;hen und Tiefen des Zusammenlebens. Stehen Sie mutig zu Ihrer Entscheidung, und Sie werden staunen, mit wie viel Verst&auml;ndnis und Achtung Ihr Mut belohnt wird. Verantwortung im Job und in der Familie zu &uuml;bernehmen bedeutet hohes Engagement und ist nichts f&uuml;r Faulenzer! Neid? Schaffen Sie Klarheit. Von wegen faul oder arbeitsscheu. Teilzeitangestellte leisten mehr in weniger Zeit. Um Privates und Job unter einen Hut zu bringen, muss die Zeit viel besser organi siert werden. Die Bew&auml;ltigung dieser Doppelbelast ung soll Ihnen erst mal jemand nachmachen. Und: Weniger Arbeit bedeutet auch weniger Geld auf dem Konto - Sie erhalten also keine Extra-Behandlung gegen&uuml;ber den Kollegen. Unsicherheit? Zeigen Sie Verantwortung. Beweisen Sie ganz einfach, dass Ihnen die Arbeit auch weiterhin wichtig ist: mit Vorschl&auml;gen zu Vertretungen, Verantwortlichkeiten, Kommunikationswegen und Notfallregelungen. Damit nehmen Sie anderen die Verunsicherung und Sie zeigen Verantwortung f&uuml;r das Team - auch f&uuml;r die Zeiten Ihrer Abwesenheit. Teilzeit als Karriere-Aus? Wer Teilzeit arbeitet, bleibt voll eingebunden. Doppelverantwortung im Job und zu Hause bedeutet organisieren, Priorit&auml;ten setzen, Entscheidungen treffen, delegieren, anderen Vertrauen schenken. Der Karriere kann das auch f&ouml;rderlich sein! Wie erkl&auml;r ichs meinen Freunden? 77 Prozent aller M&auml;nner w&uuml;rden gern Teilzeit arbeiten - das sind drei Ihrer vier Freunde! Es gibt nur keiner zu - au&szlig;er Ihnen! Mehr Freiheit. Um Ihre neue Freiheit d&uuml;rfen Ihre Freunde Sie ruhig beneiden - denn sie hat auch ihren Preis. W&auml;hrend andere arbeiten, k&uuml;mmern Sie sich um Ihr Privatleben. Daf&uuml;r haben Sie Gr&uuml;nde und verzichten auf einen Teil Ihres Gehalts. Daf&uuml;r steigt Ihre Lebenszufriedenheit. Das ist es wert. Die Jungs nehmen mich bestimmt nicht mehr ernst, wenn ich jetzt auf TeilzeitHausmann und Familienmensch mache! Ich habs schon im Ohr: Weichei der Nation! Einer, der nur noch von Windeln, Kindergeburtstagen oder Medikamenten schwafeln kann. Wer sich zu Hause die Verantwortung teilt, hat abends auch mal familienfrei und Zeit f&uuml;r den Verein oder die Freunde. Mehr Familie. M&auml;nner, die sich entscheiden, zugunsten der Familie weniger zu arbeiten, bekommen mehr mit von ihren Kindern, der Partnerin, den Eltern. Sie sind dabei, wenn die wichtigen Dinge im Leben der engsten Angeh&ouml;rigen passieren. Sie k&ouml;nnen Verantwortung &uuml;bernehmen, unterst&uuml;tzen, organisieren, helfen, tr&ouml;sten und manchmal auch ganz einfach miteinander Spa&szlig; haben. Mehr Gespr&auml;chsthemen. Babykram und Rheumamittel? Wer vom Job gefordert ist und Arbeit und Familie gleichzeitig managt, der hat mehr zu bieten. Erz&auml;hlen Sie in gro&szlig;er Runde ruhig mal &uuml;ber Ihre Familienabenteuer und wie das Zusammenleben besser gelingen kann, wenn alle ihren Teil dazu beitragen. Ihre Freunde werden sich dann noch mal &uuml;berlegen, ob das wirklich so eine schlechte Idee ist! Mehr Zeit f&uuml;r Freunde. Wenn es zu Hause entspannter zugeht, weil die Verantwortung geteilt wird, ist es leichter, auch mal Zeit mit Freunden zu verbringen, ohne dass das zu Hause zu Diskussionen f&uuml;hrt, weil die Familie immer zu kurz kommt. Verst&auml;ndnis bei den Eltern? Die Zeiten &auml;ndern sich. Unsere Vorstellungen von Partnerschaft &auml;ndern sich. Auch Eltern k&ouml;nnen das akzeptieren, wenn sie die Gr&uuml;nde verstehen. Sie haben gute Gr&uuml;nde - erkl&auml;ren Sie sie einfach. Sie planen voraus. Nur wenige Frauen wollen heute ihr Leben lang Hausfrau und Mutter sein. Deshalb ist es sinnvoll, wenn Ihre Partnerin berufst&auml;tig ist, auch wenn das vielleicht anfangs, wenn die Kinder noch sehr klein sind, nur in geringem Umfang m&ouml;glich sein sollte. Unterst&uuml;tzen Sie Ihre Frau in ihrer Berufst&auml;tigkeit: Das hilft ihr pers&ouml;nlich und es ist gut f&uuml;r die Familie. Ich h&ouml;re schon den vorwurfsvollen Unterton meines Vaters: Ich habe immer genug Geld nach Hause gebracht, Mama musste nicht arbeiten. Warum macht ihr es nicht genauso? Meine Mutter wird sicher vermuten, meine Frau sei schuld: Nur weil sie wieder arbeiten will, muss ich zu Hause bleiben und damit meinen Job riskieren. Vielleicht sind sie stolz auf mich, dass ich die Familie unterst&uuml;tze. Aber sie werden sich Sorgen um meine Karriere und das Geld machen! Karriere bedeutet nicht, zu 150 Prozent in der Firma pr&auml;sent zu sein. Gute Ergebnisse h&auml;ngen nicht von der Zahl der Arbeitsstunden ab. Sie sichern Ihre gemeinsame Zukunft ab. Viele Familien sind auf zwei Einkommen angewiesen, um &uuml;ber die Runden zu kommen. Alle sind damit besser auf die Zukunft vorbereitet - die eigene und die der Kinder. Denn Unsicherheiten auf dem Arbeitsmarkt kann man besser ausgleichen, wenn zwei arbeiten. Auch wenn es fr&uuml;her vielleicht einfacher war - Sie m&uuml;ssen Ihr gemeinsames Leben heute meistern und daf&uuml;r &uuml;bernehmen Sie einen Teil der Verantwortung. Zufriedenheit ist f&uuml;r alle wichtig. Kollegen zu haben, Geld zu verdienen und Anerkennung f&uuml;r geleistete Arbeit zu bekommen, ist sch&ouml;n - f&uuml;r M&auml;nner und f&uuml;r Frauen. Aber es gilt auch: Es gibt Wichtigeres als den Job. Paare, die einen Weg finden, um beides zu erreichen, sind am Ende zufriedener mit der geteilten Verantwortung, beruflichen Erfolgserlebnissen und Zufriedenheit zu Hause. Verantwortung kann man nicht abgeben. Zumindest nicht die f&uuml;r die Familie. Diese Verantwortung kann man nur teilen. Das wissen auch Ihre Eltern. Wer zu Hause Erfolgserlebnisse hat, akzeptiert wird und wichtige Ereignisse miterlebt, der ist gl&uuml;cklicher, ausgeglichener und leistungsf&auml;higer. Absprachen mit der Partnerin Wenn beide arbeiten gehen, gibts mehr Anerkennung, mehr Zufriedenheit und mehr zu erz&auml;hlen. Das hei&szlig;t auch: mehr Qualit&auml;t in der Partnerschaft! Starkes Team. Beziehungen k&ouml;nnen sich ver&auml;ndern, wenn Verantwortung neu aufgeteilt wird. Das ist eine Chance. Denn weder sind Sie verpflichtet, die materiellen Grundlagen der Familie allein zu schaffen, noch f&uuml;hlt sich Ihre Frau mit den famili&auml;ren Problemen alleingelassen. Verantwortung zu teilen kann Spa&szlig; machen und Beziehungen st&auml;rken, denn das Verst&auml;ndnis f&uuml;reinander Wenn Paare nicht mehr nur von einem Einkommen abh&auml;ngig sind, werden sie krisenresistenter. w&auml;chst. Als Team k&ouml;nnen Sie sich gegenseitig st&uuml;tzen und aufeinander verlassen. Doppelte Anerkennung. Sie sind beide zu Hause gefragt, ohne auf berufliche Anerkennung zu verzichten. Wer Best&auml;tigung nicht mehr nur allein im Job oder ausschlie&szlig;lich in der Familie erf&auml;hrt, wird doppelt gebraucht und gefordert. Genie&szlig;en Sie das neue Lebensgef&uuml;hl! Doppelte Zufriedenheit. Teilzeit-Paare f&uuml;hlen sich weniger abh&auml;ngig und sch&auml;tzen die gemeinsame Leistung st&auml;rker. Beide sind zufriedener - so wird die Zeit, die Sie gemeinsam verbringen, entspannter und doppelt wertvoll. Nehmen Sie sich bewusst Zeit jenseits von Kindern, Angeh&ouml;rigen und Job - planen Sie gemeinsame Abende, an denen Sie sich als Paar erleben. Gemeinsame Pl&auml;ne. Es ist sinnvoll, sich von Zeit zu Zeit zu &uuml;berlegen, ob die Art, wie man sich als Paar oder Familie organisiert hat, gut ist oder ob es noch bessere Wege gibt, die Herausforderungen des (Familien-)Lebens zu bew&auml;ltigen. Planen Sie die Ver&auml;nderungen von Anfang an gemeinsam, sprechen Sie dar&uuml;ber, was jeder sich f&uuml;r die Zukunft w&uuml;nscht, was sich im Alltag &auml;ndern k&ouml;nnte, welche &Auml;ngste Sie haben und worauf Sie sich freuen. So wird Ihre Teilzeit-Phase zu einem verbindenden Teil Ihrer Partnerschaft. Was verstehen Kinder? Arbeiten im Betrieb und in Gedanken dauernd zu Hause: Es gibt Lebensphasen, in denen Teilzeit sinnvoll sein kann. Nehmen Sie Ihre Kinder ernst. Wenn Ihre Kinder schon &auml;lter sind, sollten Sie sie in Ihre Entscheidung mit einbeziehen. Ganz gleich, warum Sie sich f&uuml;r Teilzeit entscheiden - weil Sie mehr Zeit mit der Familie verbringen m&ouml;chten, weil Sie Ihre Frau zu Hause entlasten m&ouml;chten, weil Sie eine Weile k&uuml;rzertreten m&uuml;ssen oder ein Angeh&ouml;riger Ihre Unterst&uuml;tzung und Pflege braucht -, f&uuml;r Ihre Kinder ist es wichtig, Ihre Gr&uuml;nde zu kennen. Erkl&auml;ren Sie Ihre Entscheidung: Was hat daf&uuml;r gesprochen, was dagegen, und was ist Ihnen wichtig? Papa ist der Beste! Zeigen Sie Ihrem Spr&ouml;ssling mal Ihre Arbeitsstelle. Er wird es klasse finden, wie wichtig Papa ist. Vorbild sein. Vielleicht lernen Ihre Kinder ihren Papa nun ganz anders kennen als fr&uuml;her. Nehmen Sie sich Zeit, sich in der neuen Situation zurechtzufinden, und lassen Sie diese Zeit auch Ihren Kindern. Bringen Sie die Kompetenzen, die Sie im Job brauchen, ruhig auch zu Hause ein: Organisationstalent, handwerkliches Geschick, Kreativit&auml;t, Motivationsf&auml;higkeit, Geduld. Und neben den neuen Aufgaben zu Hause bleibt vielleicht auch noch Zeit, zusammen ein Baumhaus zu bauen, einen Drachen zu basteln oder ein Fahrrad zu reparieren Es lohnt sich. Je offener Sie mit der Situation umgehen, desto besser. Denn Ihre Kinder werden anfangs sehr aufmerksam auf das achten, was Sie sagen oder tun. Und ganz nebenbei lernen sie dabei etwas Wichtiges f&uuml;r ihr Leben: Familie hei&szlig;t, f&uuml;reinander da zu sein. Je mehr Sie von sich zeigen, umso schneller werden Ihre Kinder die Situation akzeptieren. Und Sie nicht mehr von zu Hause weglassen wollen! Zeigen Sie Ihren Kindern Ihre Welt. Nehmen Sie Ihre Kinder ruhig einmal mit zu Ihrer Arbeitsstelle. Wenn Sie einen Angeh&ouml;rigen pflegen, lassen Sie Ihre Kinder auch daran teilhaben. Ihr Kind lernt Sie so von unterschiedlichen Seiten kennen. Und wird stolz auf Sie sein. Der Wunsch nach Verringerung der Arbeitszeit und deren Umfang muss sp&auml;testens drei Monate vor Beginn der Teilzeit bei der Gesch&auml;ftsleitung bzw. der Personalabteilung angemeldet werden. Bei der Antragstellung sollte auch angegeben werden, wie sich die Arbeitszeitverringerung &uuml;ber die Woche verteilen soll. Daf&uuml;r gibt es kein Formular. Der Antrag kann m&uuml;ndlich gestellt werden, besser ist es jedoch, ihn schriftlich zu &uuml;berreichen. Der Arbeitgeber darf den Antrag nur dann ablehnen, wenn dem betriebliche Gr&uuml;nde entgegenstehen. Diese liegen vor, wenn die Verringerung der Arbeitszeit oder die gew&uuml;nschte Verteilung der Arbeitszeit (z.B. auf einzelne Wochentage) die Organisation, den Arbeitsablauf oder die Sicherheit im Betrieb wesentlich beeintr&auml;chtigen oder unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ige Kosten verursachen w&uuml;rde. Wenn der Arbeitgeber ablehnt, muss er dies schriftlich sp&auml;testens einen Monat vor dem gew&uuml;nschten Beginn der Teilzeit tun. Reagiert er gar nicht, gilt der Antrag zun&auml;chst als akzeptiert: Die Arbeitszeit verringert sich in dem vom Arbeitnehmer gew&uuml;nschten Umfang und die Verteilung der Arbeitszeit gilt entsprechend den W&uuml;nschen des Arbeitnehmers als festgelegt. Der Arbeitgeber hat die M&ouml;glichkeit, die Verteilung der Arbeitszeit zu &auml;ndern, wenn die betrieblichen Interessen die Interessen des Arbeitnehmers an der Beibehaltung der bisherigen Verteilung erheblich &uuml;berwiegen. Diese &Auml;nderung muss der Arbeitgeber mindestens einen Monat vorher ank&uuml;ndigen. Was m&uuml;ssen Sie noch beachten? Das Gesetz gibt einen Rechtsanspruch auf Arbeitszeitreduzierung, jedoch keinen garantierten gesetzlichen Anspruch auf eine R&uuml;ckkehr von der Teilzeit in eine Vollzeitbesch&auml;ftigung. Wer aber zu seiner fr&uuml;heren Arbeitszeit zur&uuml;ckkehren m&ouml;chte, muss bei der Besetzung von freien Vollzeitstellen bevorzugt ber&uuml;cksichtigt werden. Bevor der Antrag gestellt wird, sollte man genau &uuml;berlegen und mit der Familie beraten: F&uuml;r welche Zeitdauer ist die Teilzeit sinnvoll? Ab wann soll es losgehen? Um wie viel Stunden in der Woche soll die Arbeitszeit reduziert werden? Auf wie viel Geld kann die Familie verzichten und wie viel muss daf&uuml;r gearbeitet werden? Ist es sinnvoller, einen oder zwei Tage ganz zu Hause zu sein oder jeden Tag k&uuml;rzer zu arbeiten? Was passt zu Ihnen? Klassisch: Die t&auml;gliche Arbeitszeit wird stundenweise reduziert. F&uuml;nf Tage arbeiten, aber nur f&uuml;nf bis sieben Stunden am Tag. Variabel 1: Sie gehen drei oder vier Tage arbeiten, machen einen oder zwei Tage frei. Variabel 2: Sie machen eine Woche pro Monat oder jede zweite Woche frei. Jobsharing: Sie teilen sich eine volle Stelle mit einer Kollegin oder einem Kollegen. Reduzierte Jahresarbeitszeit: Statt einer w&ouml;chentlichen Arbeitszeit vereinbaren Sie ein j&auml;hrliches Stundenbudget, das Sie variabel abarbeiten. Sabbatical: Sie sparen freie Zeit im Voraus an und haben dann einen l&auml;ngeren Zeitraum frei und werden trotzdem bezahlt, z.B. indem Sie 40 Stunden in der Woche arbeiten, aber nur f&uuml;r 30 bezahlt werden. Altersteilzeit: Wenn Sie 55 Jahre oder &auml;lter sind, k&ouml;nnen Sie mit verschiedenen Modellen gleitend in den Ruhestand &uuml;bergehen. Das Recht auf Teilzeitarbeit. Es gibt ein Gesetz f&uuml;r Teilzeitarbeit - das Gesetz f&uuml;r Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsvertr&auml;ge (TzBfG). Jeder, der l&auml;nger als ein halbes Jahr dem Betrieb angeh&ouml;rt und dessen Arbeitgeber in der Regel mehr als 15 Arbeitnehmer besch&auml;ftigt, kann grunds&auml;tzlich verlangen, dass seine vertraglich vereinbarte Arbeitszeit verringert wird. Elterngeld und Teilzeit. Auch w&auml;hrend der Elternzeit ist Teilzeitarbeit m&ouml;glich. Voraussetzung ist, dass die w&ouml;chentliche Arbeitszeit f&uuml;r jeden Elternteil, der Elternzeit nimmt, 30 Stunden nicht &uuml;berschreitet. Das Elterngeld richtet sich an alle, die sich nach der Geburt Zeit f&uuml;r ihr Neugeborenes nehmen m&ouml;chten. Das Elterngeld wird an Vater und Mutter f&uuml;r maximal 14 Monate gezahlt. Ein Elternteil kann h&ouml;chstens f&uuml;r zw&ouml;lf Monate Elterngeld beantragen. Anspruch auf zwei weitere Monatsbetr&auml;ge besteht, wenn beide vom Angebot des Elterngeldes Gebrauch machen</p> <p><a href="https://www.jobadu.de/pdfs/14211.pdf">Publikation zeigen</a></p>