<h1>Anrechnungsvorbehalt bei Sonderzahlungen</h1> <h2>Aus diesem Grund muss im Einzelnen durch Auslegung ermittelt werden, welche freiwilligen Leistungen anrechnungsf&auml;hig sind... Quelle bewerberAktiv e.K.</h2> <p>Sonderzahlungen - Anrechnungsvorbehalt Tarifvertr&auml;ge sehen h&auml;ufig vor, dass bei entsprechenden tariflich festgelegten Jahressonderzahlungen bislang freiwillig vom Arbeitgeber gezahlte Sonderzuwendungen angerechnet werden (sogenannter &#039;&#039;Anrechnungsvorbehalt&#039;&#039;). Ein solcher Anrechnungsvorbehalt ist wirksam, gleichg&uuml;ltig, ob die Sonderzahlung auf Betriebsvereinbarung, Individualarbeitsvertrag, betrieblicher &Uuml;bung oder Ergebnisbeteiligung beruht. Das BAG ist der Auffassung, dass derartige Regelungen nicht das G&uuml;nstigkeitsprinzip unterlaufen. Nur wenn Lohnzulagen aufgrund einer entsprechenden Vereinbarung zwingend neben einer tariflichen Verg&uuml;tung zu zahlen seien, sei die Anrechenbarkeit ausgeschlossen. Aus diesem Grund muss im Einzelnen durch Auslegung ermittelt werden, welche freiwilligen Leistungen anrechnungsf&auml;hig sind. So hat das BAG dahingehend entschieden, dass bei einer tariflichen Regelung alle betrieblichen Leistungen (z.B. Weihnachtsgratifikation, Jahresabschlussverg&uuml;tung, 13. Monatsgehalt etc.) auf die Jahressonderzahlung angerechnet werden k&ouml;nnen. Dazu geh&ouml;rt auch die aufgrund betrieblicher &Uuml;bung einmal gew&auml;hrte j&auml;hrlich zu zahlende &#039;&#039;Treuepr&auml;mie&#039;&#039;, deren H&ouml;he sich nach der Dauer der Betriebszugeh&ouml;rigkeit richtet. Dasselbe soll gelten, wenn das Arbeitsverh&auml;ltnis aufgrund langj&auml;hriger Erkrankung nur noch formaler Natur ist: In diesem Fall werden die zwischen den Parteien bestehenden Beziehungen so gelockert, dass kein Anspruch mehr auf die tarifliche Sonderzuwendung besteht</p> <p><a href="https://www.jobadu.de/pdfs/18027.pdf">Publikation zeigen</a></p>