<h1>Rechte und Pflichten w&auml;hrend der Berufsausbildung</h1> <h2>Welche Rechte und Pflichten haben Auszubildende? Was hat der Arbeitgeber zu beachten? Tipps f&uuml;r den erfolgreichen Verlauf der Ausbildung... Quelle BMBF</h2> <p>Ausbildung und Beruf Rechte und Pflichten w&auml;hrend der Berufsausbildung Ausbildungsberuf und Ausbildungsordnung Eignung von Ausbildungsst&auml;tte und Ausbildungspersonal Ausbildungsst&auml;tte. Ausbildungspersonal. &Uuml;berwachung der Eignung. Berufsausbildungsvertrag Eintragung in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverh&auml;ltnisse. Rechte und Pflichten im Ausbildungsverh&auml;ltnis Ziel der Ausbildung. Ausbildungs- und Pr&uuml;fungsmittel. Berufsschulunterricht, &uuml;berbetriebliche Ausbildung. Ausbildungsgerechte und k&ouml;rperlich angemessene Besch&auml;ftigung. Schriftliche Ausbildungsnachweise. Ordnung in der Ausbildungsst&auml;tte. Pflicht zur Verschwiegenheit. &Auml;rztliche Untersuchungen. Ausbildungszeit und Urlaub Ausbildungsdauer. Probezeit. Aufteilung der Ausbildungszeit. Urlaub. Verg&uuml;tung und sonstige Leistungen Pr&uuml;fungen Abschlusspr&uuml;fung in anerkannten Ausbildungsberufen. Zulassung zur Abschlusspr&uuml;fung. Pr&uuml;fungsgegenstand. Durchf&uuml;hrung der Pr&uuml;fung. Pr&uuml;fungszeugnis. Zwischenpr&uuml;fung. K&uuml;ndigung Besondere Formen der Berufsausbildung Verbundausbildung. Teilzeitausbildung. Berufsausbildung f&uuml;r behinderte Menschen. Ausbildung im Ausland Weiterbesch&auml;ftigung nach der Berufsausbildung Auskunfts-, Beschwerde- und Klagem&ouml;glichkeiten Beruflicher Aufstieg, Begabtenf&ouml;rderung Lebensbegleitendes Lernen, Praktika Organisation der beruflichen Bildung auf Landes- und Kammerebene Die &#039;&#039;zust&auml;ndigen Stellen&#039;&#039; nach dem BBiG. Die Landesaussch&uuml;sse f&uuml;r Berufsbildung. Organisation der beruflichen Bildung auf Bundesebene Bundesinstitut f&uuml;r Berufsbildung (BIBB). Aufgaben des BIBB. Organe des BIBB und ihre Funktionen. Berufsbildungsgesetz. Handwerksordnung (Auszug). Jugendarbeitsschutzgesetz. Ausbilder-Eignungsverordnung. Ausbildungsvertragsmuster. Musterpr&uuml;fungsordnung f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung von Abschluss- und Umschulungspr&uuml;fungen. Die staatlich anerkannten Ausbildungsberufe. Als Grundlage f&uuml;r eine geordnete und einheitliche Berufsausbildung werden Ausbildungsberufe staatlich anerkannt und hierf&uuml;r Ausbildungsordnungen erlassen. Das vom Bundesinstitut f&uuml;r Berufsbildung (BIBB) herausgegebene &#039;&#039;Verzeichnis der anerkannten Ausbildungsberufe&#039;&#039; macht die Entwicklung und Struktur in den einzelnen Ausbildungsberufen &uuml;berschaubar. Jugendliche unter 18 Jahren d&uuml;rfen nur in staatlich anerkannten Ausbildungsberufen ausgebildet werden. F&uuml;r die Ausbildung ist die jeweilige Ausbildungsordnung ma&szlig;gebend. Erwachsene k&ouml;nnen im Rahmen der Vertragsfreiheit auch in anderen Berufen ausgebildet werden. Wird jedoch ein Abschluss in einem staatlich anerkannten Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung angestrebt, so gilt auch hierf&uuml;r wieder die dem Beruf zugrunde liegende Ausbildungsordnung. In der Ausbildungsordnung ist ein Ausbildungsrahmenplan enthalten, nachdem die Ausbildungsst&auml;tte einen betrieblichen Ausbildungsplan erstellen soll. Grundlage f&uuml;r eine geordnete und einheitliche Berufsausbildung sind die staatlich anerkannten Ausbildungsberufe. F&uuml;r jeden Ausbildungsberuf erl&auml;sst die Bundesregierung eine Ausbildungsordnung (&sect;&sect; 4, 5 Berufsbildungsgesetz - BBiG, &sect;&sect; 25, 26 Handwerksordnung - HwO), die den jeweiligen Ausbildungsberuf beschreibt und die hierf&uuml;r zu erwerbenden Fertigkeiten, Kenntnisse und F&auml;higkeiten f&uuml;r alle verbindlich festlegt. Erg&auml;nzend erlassen die Bundesl&auml;nder inhaltlich und zeitlich mit der Ausbildungsordnung abgestimmte Rahmenlehrpl&auml;ne f&uuml;r den Berufsschulunterricht. Einen &Uuml;berblick &uuml;ber die anerkannten Ausbildungsberufe vermittelt das &#039;&#039;Verzeichnis der anerkannten Ausbildungsberufe&#039;&#039;, das vom Bundesinstitut f&uuml;r Berufsbildung (BIBB) gef&uuml;hrt und j&auml;hrlich ver&ouml;ffentlicht wird. Es kann bei der Berufsberatung der Agentur f&uuml;r Arbeit oder bei der zust&auml;ndigen Stelle (siehe Kapitel XV.1.) eingesehen werden und steht auch als Download auf der Webseite des BIBB zur Verf&uuml;gung (siehe auch Kurz&uuml;bersicht zu den staatlich anerkannten Ausbildungsberufen im Anhang B.3). Die Ausbildungsordnung sollten die Ausbildenden ihren Auszubildenden kostenlos aush&auml;ndigen. Jugendliche unter 18 Jahren d&uuml;rfen nur in staatlich anerkannten Ausbildungsberufen ausgebildet werden (&sect; 4 Abs. 3 BBiG, &sect; 25 Abs. 3 HwO). Um die Qualit&auml;t der dualen Berufsausbildung dauerhaft zu sichern, darf f&uuml;r einen anerkannten Ausbildungsberuf nur nach der dazu erlassenen Ausbildungsordnung ausgebildet werden (&sect; 4 Abs. 2 BBiG, &sect; 25 Abs. 2 HwO). Die in ihr geregelten Ausbildungsinhalte sind f&uuml;r alle ma&szlig;geblich, damit auch f&uuml;r Erwachsene in diesen Ausbildungsg&auml;ngen. Die Ausbildungsordnung legt - dem gesetzlichen Grundauftrag in &sect; 1 Abs. 3 BBiG entsprechend - f&uuml;r die anerkannten Ausbildungsberufe konkret fest, welche Fertigkeiten, Kenntnisse und F&auml;higkeiten zum Erwerb der vollen beruflichen Handlungsf&auml;higkeit vermittelt werden m&uuml;ssen. Sie enth&auml;lt mindestens (&sect; 5 Abs. 1 BBiG, &sect; 26 Abs. 1 HwO): 1. die Bezeichnung des Ausbildungsberufes, 2. die Ausbildungsdauer, diese soll zwischen zwei und drei Jahren liegen, 3. die beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und F&auml;higkeiten, die Gegenstand der Berufsausbildung sind (Ausbildungsberufsbild), 4. eine Anleitung zur sachlichen und zeitlichen Gliederung der Vermittlung der Fertigkeiten, Kenntnisse und F&auml;higkeiten (Ausbildungsrahmenplan), 5. die Pr&uuml;fungsanforderungen. Die Ausbildungsordnung kann und soll den betrieblichen Ausbildungsablauf aber nicht in allen Einzelheiten festlegen. Daher erstellt die Ausbildungsst&auml;tte anhand des Ausbildungsrahmenplans einen betrieblichen Ausbildungsplan, der auch den einzelvertraglichen Vereinbarungen &uuml;ber die sachliche und zeitliche Gliederung der Berufsausbildung entsprechen muss. Dar&uuml;ber hinaus k&ouml;nnen auch weitere Ausbildungsinhalte vermittelt werden. Je nach Ausbildungsberuf kann die Ausbildungsordnung auch weitere Gestaltungs- und Strukturmerkmale enthalten (&sect; 5 Abs. 2 BBiG, &sect; 26 Abs. 2 HwO): Die Berufsausbildung kann in aufeinander aufbauende Stufen eingeteilt sein, nach denen sowohl ein Ausbildungsabschluss als auch die Fortsetzung der Berufsausbildung m&ouml;glich ist (Stufenausbildung). Nach erfolgreichem Abschluss einer k&uuml;rzeren, z.B. zweij&auml;hrigen Ausbildung kann diese nahtlos in einer &auml;hnlichen, aber l&auml;ngeren Berufsausbildung fortgesetzt werden, die bereits erworbenen Fertigkeiten, Kenntnisse und F&auml;higkeiten werden dabei angerechnet. Auszubildende d&uuml;rfen nur eingestellt und ausgebildet werden, wenn die Ausbildungsst&auml;tte nach Art und Einrichtung f&uuml;r die Berufsausbildung geeignet ist und die Zahl der Auszubildenden in einem angemessenen Verh&auml;ltnis zur Zahl der Ausbildungspl&auml;tze oder besch&auml;ftigten Fachkr&auml;fte steht (&sect; 27 BBiG, &sect; 21 HwO). Die Eignung der Ausbildungsst&auml;tte ist in der Regel vorhanden, wenn dort die in der Ausbildungsordnung vorgeschriebenen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und F&auml;higkeiten in vollem Umfang vermittelt werden k&ouml;nnen. Was z.B. ein kleinerer Betrieb nicht abdecken kann, darf auch durch Ausbildungsma&szlig;nahmen au&szlig;erhalb der Ausbildungsst&auml;tte (z.B. in Lehrwerkst&auml;tten und anderen au&szlig;er- oder &uuml;berbetrieblichen Einrichtungen) vermittelt werden. M&ouml;glich ist auch der Zusammenschluss mehrerer Betriebe im Rahmen einer Verbundausbildung (siehe Kapitel IX.1). F&uuml;r die Berufsausbildung in landwirtschaftlichen oder hauswirtschaftlichen Berufen k&ouml;nnen dar&uuml;ber hinaus durch gesonderte Rechtsverordnung zus&auml;tzliche Anforderungen an die Ausbildungsst&auml;tte gestellt werden. Der Ausbildende kann entweder selbst ausbilden, oder er kann Ausbilder bzw. Ausbilderinnen ausdr&uuml;cklich damit beauftragen (&sect; 28 BBiG). Ausbilden darf aber nur derjenige, der pers&ouml;nlich und fachlich dazu geeignet ist (&sect; 28 Abs. 1 BBiG, &sect; 22 Abs. 1 HwO). Dies wird von der zust&auml;ndigen Stelle (siehe Kapitel XV.1) gepr&uuml;ft und kontrolliert. Pers&ouml;nlich nicht geeignet ist z.B., wer nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz (&sect; 25 Jugendarbeitsschutzgesetz - JArbSchG) Kinder und Jugendliche nicht besch&auml;ftigen darf, weil er z.B. innerhalb der letzten f&uuml;nf Jahre wegen eines Verbrechens zu einer Freiheitsstrafe von mindestens zwei Jahren oder wegen eines Sittlichkeitsdeliktes verurteilt worden ist. Au&szlig;erdem ist pers&ouml;nlich ungeeignet, wer wiederholt oder schwer gegen das Berufsbildungsgesetz, die Handwerksordnung oder die aufgrund dieser Gesetze erlassenen Vorschriften versto&szlig;en hat (&sect; 29 BBiG, &sect; 22a HwO). Fachliche Eignung liegt vor, wenn die erforderlichen beruflichen und die berufs-und arbeitsp&auml;dagogischen Fertigkeiten, Kenntnisse und F&auml;higkeiten vorhanden sind, die f&uuml;r die Vermittlung der Ausbildungsinhalte erforderlich sind (&sect; 30 BBiG). Durch welche Ausbildungsg&auml;nge und Berufserfahrungen die erforderlichen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und F&auml;higkeiten nachgewiesen werden k&ouml;nnen, ist f&uuml;r einzelne Ausbildungsberufe unterschiedlich geregelt. Grunds&auml;tzlich muss der Ausbilder die Abschlusspr&uuml;fung in einer dualen Berufsausbildung bestanden haben, die dem zu vermittelnden Ausbildungsberuf entspricht. Bei der Ausbildung von Fachangestellten in Arztpraxen, Apotheken oder Rechtsanwaltskanzleien m&uuml;ssen die Ausbilder und Ausbilderinnen als Arzt, Apotheker und Rechtsanwalt zugelassen sein. Im Handwerk ist als Ausbilder auf jeden Fall fachlich geeignet, wer die Meisterpr&uuml;fung in dem Handwerk, in dem ausgebildet werden soll, bestanden hat. Ausbilder haben in der Regel die berufs- und arbeitsp&auml;dagogischen Fertigkeiten, Kenntnisse und F&auml;higkeiten durch eine Pr&uuml;fung nach der Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO) nachzuweisen. Partner zur Begr&uuml;ndung eines Berufsausbildungsverh&auml;ltnisses sind die Ausbildenden (Ausbildungsbetriebe) und die Auszubildenden. Sie haben vor Beginn der Berufsausbildung einen Berufsausbildungsvertrag zu schlie&szlig;en. Bei Vertragsabschluss mit Minderj&auml;hrigen ist die Zustimmung der gesetzlichen Vertreter erforderlich. Der Berufsausbildungsvertrag muss einige Mindestangaben enthalten. Im Anhang B dieser Brosch&uuml;re ist ein Vertragsmuster abgedruckt, aus dem alle wesentlichen Vertragsbestandteile ersichtlich sind. Wichtig ist, dass die Ausbildenden alle Vereinbarungen, die zwischen den Vertragsparteien getroffen werden, unverz&uuml;glich, sp&auml;testens aber vor Beginn der Berufsausbildung schriftlich niederlegen. Der Vertrag wird von den Ausbildenden, den Auszubildenden und ggf. ihren gesetzlichen Vertretern und Vertreterinnen unterzeichnet. Jeder Partei wird eine Niederschrift ausgeh&auml;ndigt. Die zust&auml;ndigen Stellen, z.B. die Kammern, f&uuml;hren ein Verzeichnis der Berufsausbildungsverh&auml;ltnisse. Jeder Berufsausbildungsvertrag muss vom Ausbildenden unverz&uuml;glich an die zust&auml;ndige Stelle geschickt werden, damit der Vertrag in das Verzeichnis eingetragen werden kann. Die betriebliche Berufsausbildung wird in Betrieben der Wirtschaft und in vergleichbaren Einrichtungen au&szlig;erhalb der Wirtschaft, insbesondere im &ouml;ffentlichen Dienst und bei Angeh&ouml;rigen freier Berufe, durchgef&uuml;hrt (&sect; 2 BBiG). Im &ouml;ffentlichen Dienst gelten die Vorschriften des Berufsbildungsgesetzes f&uuml;r Auszubildende, die bei Bund, L&auml;ndern und Gemeinden und sonstigen K&ouml;rperschaften, Anstalten und Stiftungen des &ouml;ffentlichen Rechts zu Facharbeitern oder Fachangestellten ausgebildet werden. Vor Beginn einer Berufsausbildung schlie&szlig;en die Ausbildenden und die Auszubildenden einen Berufsausbildungsvertrag nach &sect; 10 BBiG. Ausbildender ist derjenige, der eine andere Person zur Berufsausbildung einstellt, d.h. in aller Regel der Ausbildungsbetrieb. Davon sind diejenigen zu unterschei den, die die Ausbildung praktisch durchf&uuml;hren. Das kann der Ausbildende selbst oder von ihm beauftragte Ausbilder und Ausbilderinnen sein. Auszubildende sind diejenigen, die ausgebildet werden. Ist die Person noch minderj&auml;hrig, muss zum Vertragsschluss die Zustimmung der gesetzlichen Vertreter eingeholt werden. Vertretungsberechtigt sind grunds&auml;tzlich beide Eltern gemeinsam, in Ausnahmef&auml;llen ein Elternteil oder ein Vormund. Der wesentliche Inhalt des Berufsausbildungsvertrages muss von den Ausbildenden unverz&uuml;glich nach der Vereinbarung, auf jeden Fall aber vor Beginn der Berufsausbildung schriftlich niedergelegt werden (&sect; 11 BBiG). Die Niederschrift des Vertrages ist von den Ausbildenden, den Auszubildenden und deren gesetzlichen Vertretern und Vertreterinnen zu unterzeichnen. Die Vertragsniederschrift muss mindestens Angaben enthalten &uuml;ber (&sect; 11 BBiG): 1. Art, sachliche und zeitliche Gliederung sowie Ziel der Berufsausbildung, insbesondere die Berufst&auml;tigkeit, f&uuml;r die ausgebildet werden soll, 2. Beginn und Dauer der Berufsausbildung, 3. Ausbildungsma&szlig;nahmen au&szlig;erhalb der Ausbildungsst&auml;tte, 4. die Dauer der regelm&auml;&szlig;igen t&auml;glichen Ausbildungszeit, 5. die Dauer der Probezeit, 6. die Zahlung und H&ouml;he der Ausbildungsverg&uuml;tung, 7. die Dauer des Urlaubs, 8. die Voraussetzungen, unter denen der Berufsausbildungsvertrag gek&uuml;ndigt werden kann, 9. Tarifvertr&auml;ge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen, die auf das Berufsausbildungsverh&auml;ltnis anzuwenden sind. In dieser Brosch&uuml;re finden Sie ein Muster f&uuml;r einen Ausbildungsvertrag (Anhang B.1). Das Formular enth&auml;lt &uuml;ber den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestgehalt hinaus weitere f&uuml;r Auszubildende wichtige Bestimmungen. Der Ausbildende hat die Auszubildenden f&uuml;r die Teilnahme am Berufsschulunterricht und an vorgeschriebenen Ausbildungsma&szlig;nahmen au&szlig;erhalb der Ausbildungsst&auml;tte (z.B. in &uuml;berbetrieblichen Lehrwerkst&auml;tten) freizustellen (&sect; 15 BBiG). Die Auszubildenden m&uuml;ssen an Ausbildungsma&szlig;nahmen, f&uuml;r die sie freigestellt werden, aber auch teilnehmen (&sect; 13 BBiG). Der Ausbildende darf mit der Berufsausbildung jugendlicher Auszubildender nur beginnen, wenn sie innerhalb der letzten 14 Monate von einem Arzt untersucht worden sind und dem Ausbildenden eine von diesem Arzt ausgestellte Bescheinigung vorliegt (&sect; 32 JArbSchG). Ein Jahr nach Aufnahme der ersten Besch&auml;ftigung hat sich der Ausbildende die Bescheinigung eines Arztes dar&uuml;ber vorlegen zu lassen, dass die jugendlichen Auszubildenden nachuntersucht worden sind (&sect; 33 JArbSchG). Die Nachuntersuchung darf nicht l&auml;nger als drei Monate zur&uuml;ckliegen. Der Ausbildende soll die Auszubildenden neun Monate nach Aufnahme der ersten Besch&auml;ftigung nachdr&uuml;cklich auf den Zeitpunkt, bis zu dem diese die Bescheinigung &uuml;ber die erste Nachuntersuchung vorzulegen haben, hinweisen und sie auffordern, die Nachuntersuchung bis dahin durchf&uuml;hren zu lassen. Durch die Untersuchungen wird der Gesundheits- und Entwicklungsstand der Jugendlichen festgestellt, insbesondere auch, ob ihre Gesundheit durch die Aus&uuml;bung bestimmter Arbeiten gef&auml;hrdet werden k&ouml;nnte. Wird die &auml;rztliche Bescheinigung &uuml;ber die erste Nachuntersuchung nicht vorgelegt, m&uuml;ssen die Auszubildenden damit rechnen, dass ihr Ausbildungsverh&auml;ltnis im Verzeichnis bei der Kammer oder der sonst zust&auml;ndigen Stelle gel&ouml;scht wird (&sect; 35 Abs. 2 BBiG und &sect; 29 Abs. 2 HwO). Wenn der Ausbildende den Vorschriften vors&auml;tzlich oder fahrl&auml;ssig zuwiderhandelt, kann er mit einer Geldbu&szlig;e bis zu 2.500 Euro belegt werden (&sect; 59 JArbSchG). Das Berufsausbildungsverh&auml;ltnis beginnt mit der Probezeit. Sie muss mindestens einen Monat und darf h&ouml;chstens vier Monate betragen (&sect; 20 BBiG). Da die Probezeit schon zur Berufsausbildung geh&ouml;rt, bestehen auch die vollen Pflichten der Ausbildenden und der Auszubildenden. Die Ausbildenden sind w&auml;hrend der Probezeit verpflichtet, die Eignung der Auszubildenden f&uuml;r den zu erlernenden Beruf besonders sorgf&auml;ltig zu pr&uuml;fen. Auch die Auszubildenden m&uuml;ssen sich klar werden, ob sie die richtige Wahl getroffen haben. W&auml;hrend der Probezeit kann das Berufsausbildungsverh&auml;ltnis jederzeit sowohl von den Ausbildenden als auch von den Auszubildenden ohne Angabe von Gr&uuml;nden und ohne Einhalten einer Frist schriftlich gek&uuml;ndigt werden (&sect; 22 Abs. 1 BBiG). Informationen zu Ausbildungsberufen und Ausbildungsordnungen BERUFEnet - Datenbank f&uuml;r Ausbildungs- und T&auml;tigkeitsbeschreibungen im Internetangebot der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit Interaktives Internetportal zur Berufsfindung Internetportal f&uuml;r Auszubildende Informationen zur Ausbildung insgesamt Deutscher Bildungsserver Forum Berufsbildung F&ouml;rderungsangebot des Bundesministeriums f&uuml;r Bildung und Forschung zu Ausbildungspl&auml;tzen Informationen zu Stipendien bzw. finanzieller F&ouml;rderung Aufstiegs-BAf&ouml;G Aufstiegsstipendium f&uuml;r Berufserfahrene Weiterbildungsstipendium f&uuml;r Berufseinsteiger Onlinerechner zur Berechnung einer m&ouml;glichen Ausbildungsbeihilfe Informationen zur Bildungspr&auml;mie &Uuml;bersicht des Bundesministeriums f&uuml;r Wirtschaft und Energie &uuml;ber F&ouml;rderungsm&ouml;glichkeiten www.foerderdatenbank.de Europ&auml;isches Portal zur beruflichen Mobilit&auml;t innerhalb Europas Europ&auml;isches Portal f&uuml;r Aus- und Weiterbildungsm&ouml;glichkeiten in der EU Ein Kommunikations- und Informationssystem des BIBB www.kibb.de Informationsseite des BIBB zum Thema Qualifikationsm&ouml;glichkeiten nach Ausbildungsabschluss www.ausbildung-plus.de Informationen f&uuml;r Menschen mit Behinderungen Internetpr&auml;senz des Bundesministeriums f&uuml;r Arbeit und Soziales f&uuml;r Menschen mit Behinderungen zur Teilhabe am Leben AFBG Aufstiegsfortbildungsf&ouml;rderungsgesetz BBiG Berufsbildungsgesetz BIBB Bundesinstitut f&uuml;r Berufsbildung BUrlG Bundesurlaubsgesetz EntgFG Entgeltfortzahlungsgesetz FernUSG Fernunterrichtsschutzgesetz HwO Handwerksordnung JArbSchG Jugendarbeitsschutzgesetz Abschlusspr&uuml;fung &Auml;rztliche Untersuchungen Ausbildung im Ausland Ausbildungsberater Ausbildungsberufe, anerkannte Ausbildungsdauer Ausbildungsnachweise, schriftliche Ausbildungsordnungen Ausbildungsrahmenplan Ausbildungsvertrag Ausbildungsziel Auslandsaufenthalt, Voraussetzungen Begabtenf&ouml;rderung Berufsausbildung f&uuml;r behinderte Menschen Berufsbildungsausschuss Berufsschulnote Berufsschulunterricht Betrieblicher Ausbildungsplan Bundesinstitut f&uuml;r Berufsbildung Eignung Externenzulassung Jahresurlaub Lebensbegleitendes Lernen Praktika, Praktikum Probezeit Pr&uuml;fungen Pr&uuml;fungsausschuss Pr&uuml;fungsgeb&uuml;hren Stufenausbildung Urlaub Verbundausbildung Verg&uuml;tung Verk&uuml;rzung Verl&auml;ngerung Verzeichnis der Berufsausbildungsverh&auml;ltnisse Zeugnis Zusatzqualifikationen Zwischenpr&uuml;fung</p> <p><a href="https://www.bmbf.de/upload_filestore/pub/Ausbildung_und_Beruf.pdf">Publikation zeigen</a></p>