<h1>Umgang mit psychisch beanspruchten Mitarbeitern</h1> <h2>Ob Burnout, psychosomatische Erkrankungen oder Suchtprobleme. Arbeitsverdichtung und wirtschaftlicher Druck f&uuml;hren immer h&auml;ufiger zu psychischen Problemen... Quelle Deutsche Gesellschaft f&uuml;r Personalf&uuml;hrung e.V.</h2> <p>Stress, Burnout und Co. - psychische Belastungen in der modernen Arbeit. Psychische Belastungen und psychische Beanspruchungen. Psychische Belastungen und psychische Erkrankungen. Umgang mit psychisch beanspruchten Mitarbeitern - ein Leitfaden f&uuml;r F&uuml;hrungskr&auml;fte. Rollenkl&auml;rung - individuelle Vorbereitung der F&uuml;hrungskraft. Psychische Belastungen und Beanspruchungen wahrnehmen. Indikatoren f&uuml;r psychisch belastende Arbeitssituationen. Indikatoren f&uuml;r psychisch beanspruchte Mitarbeiter. Psychisch beanspruchte Mitarbeiter ansprechen. Gespr&auml;chsvorbereitung. Gespr&auml;chsdurchf&uuml;hrung. Pr&auml;ventive Ma&szlig;nahmen initiieren. Ma&szlig;nahmen der Arbeitsgestaltung. Kompensationsm&ouml;glichkeiten bei psychisch belasteten Mitarbeitern. Hintergrundwissen: Rechtliche Grundlagen zum Umgang mit psychisch belasteten Mitarbeitern. Psychische Gesundheit: Beruf, soziales Umfeld und Pers&ouml;nlichkeit. Sensibilisierung und Training von F&uuml;hrungskr&auml;ften. Das Belastungs-Beanspruchungs-Modell und die DIN EN ISO 10075-1. Employee Assistance Program (EAP) in Zusammenarbeit mit einem externen Dienstleister. Ob Burn-out, psychosomatische Erkrankungen oder Suchtprobleme - Arbeitsverdichtung und wirtschaftlicher Druck f&uuml;hren immer h&auml;ufiger zu psychischen Problemen, zunehmend auch bei j&uuml;ngeren Mitarbeitern1. Die demografische Entwicklung verst&auml;rkt diesen Trend. In fast allen Unternehmen zeigt sich, dass sie auch Spuren bei der psychischen Konstitution der Belegschaft hinterl&auml;sst. Hier entsteht f&uuml;r Unternehmen ein neues Risiko, denn Mitarbeiter mit psychischen Problemen b&uuml;&szlig;en ihre Leistungsf&auml;higkeit ein. Sie sind nicht in der Lage, die Kr&auml;fte zu mobilisieren, die sie zur Bew&auml;ltigung schwieriger Unternehmenssituationen ben&ouml;tigen. Die Konsequenzen einer psychisch belasteten Belegschaft f&uuml;r die Arbeitgeberattraktivit&auml;t sind nicht zu untersch&auml;tzen. Bewerber und psychisch stabile Mitarbeiter bringen sich lieber bei einem Arbeitgeber ein, der Work-Life-Balance-Aspekte ber&uuml;cksichtigt. Die Deutsche Gesellschaft f&uuml;r Personalf&uuml;hrung e. V. (DGFP) hat vor diesem Hintergrund einen Arbeitskreis zum Thema &#039;&#039;Umgang mit psychisch beanspruchten Mitarbeitern&#039;&#039; gegr&uuml;ndet, um einen Leitfaden f&uuml;r F&uuml;hrungskr&auml;fte zu entwickeln. Dieser Leitfaden soll ihnen helfen, psychische Belastungen zu erkennen und professionell mit psychisch beanspruchten Mitarbeitern umzugehen. Es war keine Ver&ouml;ffentlichung zum betrieblichen Gesundheitsmanagement im Ganzen beabsichtigt, sondern eine Hilfe speziell zum Thema psychische Gesundheit von Mitarbeitern. Angesichts der demografischen Entwicklung, dem damit verbundenen steigenden Fachkr&auml;ftemangel und einer l&auml;ngeren Lebensarbeitszeit ist das Thema &#039;&#039;Betriebliches Gesundheitsmanagement&#039;&#039; von zunehmender Bedeutung f&uuml;r Unternehmen. Denn gesundes Verhalten der Besch&auml;ftigten zu f&ouml;rdern und gesundheits- und menschengerechte Arbeitsbedingungen zu gestalten, sind wichtige Voraussetzungen, um die Arbeits- und Leistungsf&auml;higkeit der Mitarbeiter langfristig zu erhalten. Eine wichtige Herausforderung stellt in diesem Zusammenhang die psychische Gesundheit dar. Stress, &Uuml;berforderung, Burn-out und Depression - diese Themen sind mittlerweile allgegenw&auml;rtig. Psychische Erkrankungen f&uuml;hren seit Jahren auch immer h&auml;ufiger zur Arbeitsunf&auml;higkeit und sind mittlerweile eine ihrer Hauptursachen. Psychische Belastungen und deren Auswirkungen: Daten und Fakten Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) prognostiziert, dass psychische Erkrankungen im Jahr 2030 weltweit die wichtigste Ursache von Krankheitslasten darstellen werden. Die AOK stellt fest, dass die Arbeitsunf&auml;higkeitsf&auml;lle durch psychische Erkrankungen im Zeitraum von 1995 bis 2008 je 100 AOK-Mitglieder von 4,1 auf 7,7 zugenommen haben. Mit zunehmendem Alter steigt ferner die Zahl der Arbeitsunf&auml;higkeitstage aufgrund psychischer Erkrankungen. Des Weiteren zeigen sich auch branchenspezifische Unterschiede. So lagen die AU-F&auml;lle aufgrund psychischer Erkrankungen in der &ouml;ffentlichen Verwaltung sowie im Dienstleistungsbereich im Jahr 2008 bei 11,2 je 100 AOK-Mitglieder, bei Banken und Versicherungen waren es 10,6 AU-F&auml;lle, im Baugewerbe nur 5,2. Einen &auml;hnlichen generellen Anstieg zeigt die Analyse der DAK-Daten: Demnach haben die Krankheitsf&auml;lle von 1997 bis 2004 bei psychischen Erkrankungen um 170% und die Krankheitstage um 169% zugenommen. Aktuell liegt der Anteil an krankheitsbedingten Fehltagen laut BARMER Gesundheitsreport 2009 mit 16,8% an zweiter Stelle nach den Muskel-Skelett-Erkrankungen in Deutschland. Die durchschnittliche Erkrankungsdauer pro Fall betrug bei psychischen Erkrankungen laut BARMER 29,1 Tage und wurde nur von den Krebserkrankungen noch &uuml;bertroffen. Bezogen auf die Erkrankungs- und Belastungssituation in Unternehmen sind neben den AU-Statistiken aber auch weitere Faktoren zu beachten, wie z.B. Unfallzahlen, Fluktuation und Pr&auml;sentismus (krank zur Arbeit gehen). Zunehmend r&uuml;cken neben den psychischen Erkrankungen wie etwa Depressionen, Angstst&ouml;rungen sowie Suchtmittelkonsum und Abh&auml;ngigkeitserkrankungen auch die k&ouml;rperlichen Auswirkungen psychischer Belastungen ins Bewusstsein, etwa auf die R&uuml;ckengesundheit und das Herz-Kreislauf-System. Angesichts der insgesamt erheblichen Folgen psychischer Belastungen &uuml;berlegen immer mehr Unternehmen, wie sie die psychische Gesundheit ihrer Besch&auml;ftigten f&ouml;rdern und erhalten k&ouml;nnen. Viele Untersuchungen zeigen zum einen, dass Arbeit einen wichtigen Faktor f&uuml;r die Gesundheit, das Wohlbefinden und die Lebensqualit&auml;t darstellt. Andererseits k&ouml;nnen aber auch Belastungen in der Arbeitswelt mit erheblichem Stress verbunden sein, wenn beispielsweise Herausforderungen als permanente &Uuml;berforderung erlebt werden. Sicherlich zeigen sich hinsichtlich des Stresserlebens deutliche Unterschiede zwischen Menschen. Auch individuelle Ressourcen, die soziale Einbindung und das pers&ouml;nliche Umfeld spielen eine wichtige Rolle. Gleichwohl gibt es Hinweise darauf, dass psychische Belastungen in der Arbeitswelt insgesamt deutlich zunehmen und diese f&uuml;r viele Besch&auml;ftigte nicht nur zum Arbeitsalltag geh&ouml;ren, sondern auch am Feierabend und am Wochenende noch nachwirken. F&uuml;r diese Belastungszunahme kann es viele Gr&uuml;nde geben, beispielsweise die gestiegene Komplexit&auml;t von Arbeitsprozessen, Termindruck, ersch&ouml;pfende Arbeitszeitverl&auml;ngerungen und -verdichtung, Personalabbau, zunehmendes Arbeitstempo, St&ouml;rungen in Ablaufprozessen, Leistungs- und Konkurrenzdruck, mangelnde Anerkennung und Wertsch&auml;tzung. Aber auch die wirtschaftliche Situation, in der viele Unternehmen in einer globalisierten Welt heutzutage um ihr &Uuml;berleben k&auml;mpfen, ist ein ernst zu nehmender Faktor f&uuml;r Gesundheit und Wohlbefinden jedes einzelnen Mitglieds der Organisation</p> <p><a href="https://www.dgfp.de/hr-wiki/Beanspruchung_erkennen__Fehlbelastung_vermeiden.pdf">Publikation zeigen</a></p>