Entwicklung von Qualifikation und Arbeit bis 2030

Alternative Darstellung der Szenarien...

Quelle: BIBB

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Alternative Szenarien der Entwicklung von Qualifikation und Arbeit bis 2030 Das Konsortium ''Qualifikation und Berufsfeldprojektionen'' (QuBe-Projekt), bestehend aus dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik (FIT) und der Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung (GWS), hat 2012 die zweite, gemeinsame nach Berufsfeldern und Qualifikationen differenzierte, langfristige Arbeitskräftebedarfs- und Arbeitskräfteangebotsprojektion vorgelegt. Die Projektion erstreckt sich bis 2030 und wird im Folgenden als ''Referenzszenario'' bezeichnet. Auf Basis der Ergebnisse des Referenzszenarios wurden im Auftrag des BMBF alternative Szenarien berechnet, um die Auswirkungen bestimmter Einflussgrößen zu untersuchen. Die vier Szenarien untersuchen die Auswirkungen einer weiter steigenden Nachfrage nach höher qualifizierten Arbeitskräften, einer Steigerung des Exports als Ausdruck positiver wirtschaftlicher Entwicklung, deiner Realisierung bildungspolitischer Zielsetzungen sowie eines ausgeglichenen Wanderungssaldos. Um die Ergebnisse der einzelnen Szenarien einordnen zu können, werden zunächst kompakt die Ergebnisse des Referenzszenarios vorgestellt. Danach werden sich bis 2030 das Arbeitskräfteangebot um 8 bis 10 Prozent und der Arbeitskräftebedarf um 4 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010 verringern. Aufgrund der demografischen Entwicklung wird das Arbeitskräfteangebot stärker zurückgehen, sodass sich Angebot und Bedarf bis 2030 annähern. Ohne Berücksichtigung der Qualifikationen würde rein rechnerisch im Jahr 2030 das Arbeitskräfteangebot genau dem Arbeitskräftebedarf entsprechen bzw. leicht darüber liegen. Differenziert nach Qualifikationsniveaus wird sowohl der Bedarf als auch das Angebot an Arbeitskräften mit tertiären Abschlüssen bis 2030 steigen. Der Bedarf an Arbeitskräften mit abgeschlossener Berufsausbildung wird bis 2030 nahezu unverändert bleiben, während das Angebot an diesen Fachkräften kontinuierlich zurückgeht, sodass sich voraussichtlich ein Fachkräfteengpass ergibt. Die Beschäftigungschancen von Arbeitskräften ohne beruflichen Abschluss werden sich nicht verbessern, da der Bedarf zurückgeht, während das Angebot nahezu konstant bleibt. In den letzten zehn Jahren hat sich der Trend einer steigenden Nachfrage nach Arbeitskräften mit formal höheren Qualifikationen verfestigt. Daher wird im Szenario 1 ''Steigende Nachfrage nach höheren Qualifikationen'' untersucht, wie sich der Arbeitskräftebedarf verändern würde, wenn sich die Entwicklung am aktuellen Rand in dieser Intensität fortsetzt. Demnach würden von einer stärkeren Nachfrage nach formal höheren Qualifikationen in erster Linie die Arbeitskräfte mit tertiären Abschlüssen profitieren, da deren Bedarf deutlich zunehmen würde. Die projizierte Zahl an Arbeitskräften mit tertiärem Abschluss könnte diese zusätzliche Nachfrage rein rechnerisch decken, es würde jedoch zu regionalen und fachspezifischen Engpässen kommen. Der Bedarf an Fachkräften mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung würde leicht steigen und somit die Fachkräftelücke weiter zuspitzen. Für Arbeitskräfte ohne eine abgeschlossene Berufsausbildung würden sich die Beschäftigungschancen noch weiter verschlechtern, da deren Bedarf abnehmen würde...

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