Persönliches Budget (Leistungen zur Teilhabe)

Diese Broschüre informiert anhand der alltäglichen Praxis, wie und wo das Persönliche Budget angewendet wird.

In 54 unterschiedlichen Beispielen berichten die Leistungsempfänger selbst,

welche Erfahrungen sie gemacht haben und wie sie das Persönliche Budget nutzen...

Quelle: BMAS

Text für die Suchmaschine

Menschen mit Behinderung sind Expertinnen und Experten in eigener Sache. Die meisten können selbst am besten entscheiden, wer ihnen beim Leben in der eigenen Wohnung oder beim Konzertbesuch helfen soll. Sie wissen, welcher Sprachcomputer für sie sinnvoll und welcher Rollstuhl nützlich ist. Um ihnen in solchen Bereichen Wahlfreiheit zu geben, gibt es das Persönliche Budget. Es ist ein Angebot an Menschen mit Behinderung und an Menschen, denen eine Behinderung droht. Seit dem 1. Januar 2008 gibt es sogar einen gesetzlichen Anspruch: Menschen mit Behinderung können ein Persönliches Budget beantragen und so ein großes Stück Verantwortung für sich selber tragen. Statt festgelegter Sach- und Dienstleistungen erhalten sie Geld oder Gutscheine. So können sie selbst Käufer, Kunden und Arbeitgeber werden und entscheiden, wer, wann und wo welche Leistung für sie erbringen soll. Niemand muss sich für ein Persönliches Budget entscheiden. Das Wichtige ist, die Wahl zu haben, denn jeder Mensch hat das Recht auf Selbstbestimmung. Das Persönliche Budget kann für Menschen mit Behinderung ein wichtiger Schritt dorthin sein. Das (trägerübergreifende) Persönliche Budget Fragen und Antworten zum Persönlichen Budget Sozialrechtliche Grundlagen Persönlicher Budgets Literaturtipps zum Persönlichen Budget (Auswahl) Internetseiten zum Persönlichen Budget (Auswahl) Die Leistungsform des Persönlichen Budgets wurde mit dem Neunten Buch Sozialgesetzbuch (SGB IX) zum 1. Juli 2001 eingeführt. Dadurch können Leistungsempfänger oder Leistungsempfängerinnen von den Rehabilitationsträgern anstelle von Dienst- oder Sachleistungen zur Teilhabe ein Budget wählen. Hieraus bezahlen sie die Aufwendungen, die zur Deckung ihres persönlichen Hilfebedarfs erforderlich sind. Damit werden behinderte Menschen zu Budgetnehmern oder Budgetnehmerinnen, die den ''Einkauf'' der Leistungen eigenverantwortlich, selbständig und selbstbestimmt regeln können, sie werden Käufer, Kunden oder Arbeitgeber. Als Experten in eigener Sache entscheiden sie so selbst, welche Hilfen für sie am besten sind und welcher Dienst und welche Person zu dem von ihnen gewünschten Zeitpunkt eine Leistung erbringen soll. Diese Wahlfreiheit fördert die Selbstbestimmung behinderter Menschen. Das Persönliche Budget löst das bisherige Dreieck zwischen Leistungsträger, Leistungsempfänger oder Leistungsempfängerin und Leistungserbringer auf, Sachleistungen werden durch Geldleistungen oder Gutscheine ersetzt. Besondere Bedeutung für die Fortentwicklung der Leistungen zur Teilhabe haben trägerübergreifende Persönliche Budgets als Komplexleistungen. Hiervon spricht man, wenn mehrere Leistungsträger unterschiedliche Teilhabe- und Rehabilitationsleistungen in einem Budget erbringen. Neben allen Leistungen zur Teilhabe können auch andere Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen, Leistungen der sozialen Pflegeversicherung, Leistungen der Unfallversicherung bei Pflegebedürftigkeit sowie Pflegeleistungen der Sozialhilfe in trägerübergreifende Persönliche Budgets einbezogen werden...

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