Factsheet zum Kinderbetreuungszuschuss

Unternehmen haben die Möglichkeit, ihre Beschäftigten zu unterstützen,

indem sie einen Kinderbetreuungszuschuss zahlen. Arbeitgeber profitieren davon,

weil sie für den Zuschussbetrag den Anteil an der Sozialversicherung sparen.

Hier lesen Sie, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen...

Quelle: BMFSFJ, Erfolgsfaktor Familie

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Der Kinderbetreuungskostenzuschuss Wie Unternehmen ihren Beschäftigten die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtern können Was ist der Kinderbetreuungskostenzuschuss? Seit 1992 unterstützt der Gesetzgeber Maßnahmen der Arbeitgeber, die die Beschäftigten dabei entlasten, ihre noch nicht schulpflichtigen Kinder betreuen zu lassen. Zu diesen Arbeitgeberleistungen zählen Sachund Barleistungen, die eine Betreuung und Unterbringung (Unterkunft und Verpflegung) der Kinder in Kindergärten, Kitas oder vergleichbaren Einrichtungen ermöglichen. Gemäß § 3 Nr. 33 EStG. sind diese Zuschüsse steuer- und sozialversicherungsfrei. Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein? Die Leistungen erfolgen zusätzlich zu dem bisherigen Gehalt der Beschäftigten. Beschäftigte müssen dem Arbeitgeber einen Nachweis über die Betreuungs- und Unterbringungskosten erbringen. Der Arbeitgeber muss die Nachweise im Original als Belege zum Lohnkonto aufbewahren. Sowohl die Betreuung in betrieblichen wie außerbetrieblichen Betreuungsstätten fallen unter die Regelung. Zu letzteren gehören Schulkindergärten, Kindertagesstätten, Kinderkrippen, Internate, Ganztagspflegestätten sowie Tagesmütter und -väter. Eine alleinige Betreuung im Haushalt genügt nicht. Der Zuschuss kann auch als Unterstützung bei der Ferienbetreuung eingesetzt werden. Die steuerfreie Arbeitgeberleistung beinhaltet die Unterbringung und Betreuung der Kinder einschließlich der Unterkunft und der Verpflegung. Es besteht dabei keine betragsmäßige Begrenzung. Eine Begünstigung erfolgt nur für nicht schulpflichtige Kinder, die das 6. Lebensjahr noch nicht vollendet haben bzw. das 6. Lebensjahr nach dem 30. Juni des laufenden Kalenderjahres vollendet haben. Nicht schulpflichtige Kinder werden wie schulpflichtige Kinder behandelt, die mangels Schulreife vom Schulbesuch zurückgestellt werden. Der Zuschuss ist steuer- und sozialversicherungsfrei. Der Zuschuss bringt insbesondere Frauen, die durch das Ehegattensplitting hohe Abzüge haben (z.B. bei Steuerklasse V), einen finanziellen Vorteil. Eine Beispielrechnung Der Zuschuss lässt sich gut als Alternative zu einer Gehaltserhöhung einsetzen. Die Beschäftigten sparen Steuern und Sozialversicherungsbeiträge auf den Zuschussbetrag und die Arbeitgeber sparen ihren Anteil an der Sozialversicherung. Es lohnt sich damit für beide Seiten, einen Teil des Arbeitsentgeltes in Form eines solchen Zuschusses zu zahlen. Kinderbetreuungszuschuss - eine Alternative zur Gehaltserhöhung Gehaltserhöhung Kinderbetreuungszuschuss Bruttolohn alt Gehaltserhöhung Steuer-/sozialversicherungspflichtiger Bruttolohn neu Steuern Sozialversicherung Arbeitnehmer-Anteil Sozialversicherung Arbeitgeber-Anteil Kinderbetreuungszuschuss Brutto-Personalaufwand Arbeitgeber Monatliches Nettoeinkommen Kinder im schulpflichtigen Alter Der Arbeitgeber kann die Kinderbetreuung seiner Beschäftigten auch finanziell unterstützen, wenn die Kinder schon im schulpflichtigen Alter sind. In diesem Fall ist der Zuschuss steuer- und sozialversicherungspflichtig. Der Arbeitgeber kann den Zuschuss aber in voller Höhe als Betriebsausgaben absetzen, ebenso die Lohnsteuer und die Sozialversicherungsbeiträge...

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