Arbeitsanweisung für Personalentscheidungsträger

Diese Arbeitsanweisung betrifft die Bereiche Allgemein,

Einsatzplanung und -vorbereitung, Einsatzdurchführung und -nachbereitung...

Quelle: VBG

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Arbeitsanweisung: Allgemeine Arbeitsanweisung für Personalentscheidungsträger/-innen Name des Zeitarbeitsunternehmens: Name des Personalentscheidungsträgers/ der Personalentscheidungsträgerin: Unser Unternehmensziel ist es, qualitativ hochwertig sowie sicher und gesundheitsgerecht zu arbeiten, um eine hohe Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit zu erreichen. Die geltenden staatlichen und berufsgenossenschaftlichen Arbeitsschutzvorschriften sind einzuhalten. Während der Arbeitszeit dürfen Sie nicht unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen berauschenden Mitteln stehen. Einsatzplanung und -vorbereitung Der sichere Einsatz unserer Beschäftigten ist durch Sie zu gewährleisten. Stellen Sie daher sicher, dass für alle Einsätze die Ergebnisse der Beurteilung der Arbeitsaufgaben und Arbeitsbedingungen vorliegen und die daraus festgelegten Maßnahmen umgesetzt werden. Sehen Sie sich dazu den unbekannten Arbeitsplatz beim Kunden an und besprechen Sie mit dem Kunden die genaueren Einsatzbedingungen. Klären Sie im Gespräch mit dem Kunden die Anforderungen für einen sicheren und gesundheitsgerechten Einsatz - zum Beispiel körperliche Anforderungen, Umgebungseinwirkungen, Persönliche Schutzausrüstungen, arbeitsmedizinische Vorsorge. Lassen Sie sich vom Kunden die notwendigen Informationen aus der Beurteilung der Arbeitsbedingungen für die Tätigkeit der Beschäftigten mündlich oder schriftlich geben. Dokumentieren Sie die Informationen aus der Besichtigung und dem Gespräch mit dem Kunden. Nur wenn die Besichtigung eines unbekannten Arbeitsplatzes vor der Auftragsannahme nicht möglich ist (z.B. Einsätze als Kundendienstmonteure/Kundendienstmonteurinnen, auf Fernbaustellen oder in zugangsgesicherten Bereichen wie in z.B. der Kerntechnik), erfassen Sie die erforderlichen Informationen ausschließlich im Gespräch oder über seine Dokumentationen des Kunden. In diesen Fällen sind Sie jedoch verpflichtet, diese Angaben durch qualifizierte Beschäftigte im Rahmen eines Selbstchecks überprüfen zu lassen. Arbeitsanweisung: Allgemeine Arbeitsanweisung für Personalentscheidungsträger/-innen Wird der Arbeitsplatz wiederholt besetzt, ist eine Besichtigung des Arbeitsplatzes vor Auftragsannahme nur nötig, wenn sich die Arbeitsbedingungen verändert haben. Dies ist von Ihnen im Rahmen des Auftragsgespräches zu erfragen. Bei der Personaleinsatzplanung, entsprechend den Kundenanforderungen und den Anforderungen aus der Arbeitsaufgabe, sind von Ihnen die Qualifikationen, Fähigkeiten und Kenntnisse sowie die persönlichen, psychischen und körperlichen Voraussetzungen der Beschäftigten zu berücksichtigen. Überprüfen Sie, ob für den Einsatz spezielle arbeitsmedizinische Vorsorge erforderlich ist, und falls ja, sorgen Sie dafür, dass diese durchgeführt worden ist. Stellen Sie vor Weitergabe der Arbeitsmittel und Persönlichen Schutzausrüstungen sicher, dass die Prüffristen noch nicht abgelaufen sind und die Arbeitsmittel und Persönlichen Schutzausrüstungen keine sichtbaren Schäden aufweisen und funktionstüchtig sind. Unterweisen Sie alle Beschäftigten bei Einstellung allgemein und tätigkeitsspezifisch. Die Unterweisungen sind mindestens einmal jährlich sowie aus gegebenen Anlässen, zum Beispiel bei Änderungen ihrer Tätigkeiten, nach aufgetretenen Sicherheitsmängeln und Gesundheitsgefahren oder nach erfolgten Unfällen, zu wiederholen. Benutzen Sie unterstützend zu diesen Unterweisungen den ''Fragebogen für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit'' der VBG und die Unterweisungshilfen der VBG. Unterweisen Sie vor jedem Einsatz alle Beschäftigten insbesondere zu den möglichen einsatzbezogenen Gefahren aus der Tätigkeit beim Kunden. Lassen Sie sich von den Beschäftigten die Unterweisung bestätigen und dokumentieren Sie die Unterweisung (nutzen Sie dafür die Unterweisungsdokumentation der VBG). Verpflichten Sie die Beschäftigten, sicherheitswidrige Anweisungen nicht durchzuführen (zum Beispiel Arbeiten an hoch gelegenen Arbeitsplätzen ohne Absturzsicherung) und Sie sofort darüber zu informieren (VBG-Muster ''Allgemeine Arbeitsanweisung für Beschäftigte'' nutzen). Verpflichten Sie die Beschäftigten, den Vorgesetzten/die Vorgesetzte beim Kunden und/oder Sie über fehlerhafte Persönliche Schutzausrüstung und mangelhafte Arbeitsmittel sowie über Probleme und Störungen beim Arbeitsablauf des Kunden zu informieren (VBG-Muster zur Arbeitsanweisung Mitarbeiter nutzen). Teilen Sie den Beschäftigten mit, wer ihnen gegenüber beim Kunden weisungsbefugt ist. Weisen Sie die Beschäftigten an, Sie umgehend zu informieren, wenn andere Arbeiten beim Kunden durchzuführen sind, als mit dem Kunden vereinbart wurden. Gehen Sie diesen Informationen von Beschäftigten über derartige Arbeiten umgehend nach und ergreifen Sie gegebenenfalls Maßnahmen. Stimmen Sie sich in diesen Fällen gegebenenfalls mit Ihrem Vorgesetzten/Ihrer Vorgesetzten ab und informieren Sie Ihre Beschäftigten über die Entscheidung. Einsatzdurchführung Bei Einsatzbeginn begleiten Sie oder durch Sie beauftragte Personen die Beschäftigten, die an für sie unbekannte Arbeitsplätze gehen, bis zum Vorgesetzen/zur Vorgesetzten beim Kunden. Um Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit sicherzustellen, erkundigen Sie sich nach Einsatzbeginn (zum Beispiel nach Schichtende) bei den Beschäftigten über deren erste Erfahrungen und Eindrücke (zum Beispiel Einarbeitung, Unterweisungen, Kenntnisse über Arbeitsverfahren, Einsatz von Arbeitsmitteln, Persönliche Schutzausrüstung, Überforderungen). Sie überprüfen die Einsatzbedingungen der Beschäftigten durch Besichtigungen am Tätigkeitsort oder durch Sie beauftragte andere Personen (zum Beispiel Fachkraft für Arbeitssicherheit, Betriebsarzt/ Betriebsärztin). Dabei wird unter anderem festgestellt, ob die Beschäftigten vom Kunden entsprechend den Anforderungen (Arbeitnehmerüberlassungsvertrag) eingesetzt werden, Arbeitsanweisung: Allgemeine Arbeitsanweisung für Personalentscheidungsträger/-innen - 3/4 ob der Kunde die Beschäftigten ausreichend und angemessen über sicheres und gesundheitsgerechtes Arbeiten an seinem Tätigkeitsort (Arbeitsplatz oder Aufgabenbereich) unterwiesen hat, ob der Kunde zum Schutz der Beschäftigten die grundlegenden Arbeitsschutzanforderungen einhält, ob den Beschäftigten die erforderliche Persönliche Schutzausrüstung zur Verfügung steht und diese von den Beschäftigten benutzt wird, ob weitere oder andere Vorsorgeuntersuchungen erforderlich sind. Die Ergebnisse der Arbeitsplatzbesichtigungen sind von Ihnen zu dokumentieren. Die Arbeitsplatzbesichtigungen sind regelmäßig zu wiederholen. Die Intervalle der Arbeitsplatzbesichtigung richten sich auch nach den Gefährdungen der Tätigkeit der Beschäftigten. Wird bei diesen Arbeitsplatzbesichtigungen am Tätigkeitsort der Beschäftigten festgestellt, dass der Kunde die im Arbeitnehmerüberlassungsvertrag aufgeführten Vereinbarungen und Verpflichtungen zum Arbeitsschutz nicht oder nur teilweise einhält, so legen Sie gemeinsam mit dem Kunden fest, wie diese möglichst umgehend zu erfüllen sind. Ist ein sicherer und gesundheitsgerechter Einsatz der Beschäftigten nicht gewährleistet, ist der Einsatz zu beenden. Der/die Vorgesetzte ist zu informieren beziehungsweise die Maßnahmen sind mit ihm/ihr abzustimmen. Wenn die Besichtigung eines unbekannten Arbeitsplatzes vor der Auftragsannahme nicht möglich ist (z.B. Einsätze als Kundendienstmonteure/Kundendienstmonteurinnen, auf Fernbaustellen oder in zugangsgesicherten Bereichen wie in der Kerntechnik), lassen Sie die erforderlichen Informationen durch den Kunden dokumentieren (zum Beispiel mit dem Arbeitsplatzbesichtigungs-Protokoll). In diesen Fällen sind Sie jedoch verpflichtet, zusätzlich eine Überprüfung der Angaben durch qualifizierte Beschäftigte im Rahmen eines Selbstchecks - siehe 2.2.8 - vorzunehmen und zu dokumentieren. Nehmen Sie die Verbesserungsvorschläge über den Arbeitseinsatz und die Arbeitsaufgabe und -tätigkeit von Beschäftigten auf. Teilen Sie den betreffenden Beschäftigten mit, was mit ihren Vorschlägen geschehen ist und wie sie umgesetzt worden sind. Gehen Sie Informationen von Beschäftigten über fehlerhafte Produkte und Dienstleistungen (zum Beispiel Persönliche Schutzausrüstungen, mangelhafte Erste-Hilfe-Organisation) sowie über Probleme und Störungen beim Arbeitsablauf beim Kunden nach. Weisen Sie die Beschäftigten an, was zu tun ist. Stimmen Sie Ihr Vorgehen mit dem/der Vorgesetzten ab (Fachkraft für Arbeitssicherheit oder Betriebsarzt/Betriebsärztin zur Beratung einbeziehen). Dokumentieren Sie die Beschwerden von Kunden und leiten Sie entsprechende Verbesserungsmaßnahmen ein, die Sie gegebenenfalls mit Ihrem/Ihrer Vorgesetzten abgestimmt haben. Berücksichtigen Sie insbesondere auch neue Informationen von Beschäftigten über die jeweiligen Arbeitsplätze und Einsatzbedingungen beim Kunden, die bisher bei der Planung nicht erfasst worden sind. Leiten Sie Informationen über Unfälle von Beschäftigten am Kundenarbeitsplatz sofort an Ihren Vorgesetzten/Ihre Vorgesetzte weiter und gegebenenfalls auch an die Fachkraft für Arbeitssicherheit. Informieren Sie sich über Ergebnisse der Unfalluntersuchung beim Kunden oder führen Sie gemeinsam mit dem Kunden erforderlichenfalls selbst eine Unfalluntersuchung durch (gegebenenfalls Gefährdungsbeurteilung wiederholen). Legen Sie gemeinsam mit dem Kunden Maßnahmen zur Verhinderung vergleichbarer Unfälle fest. Bei Fragen wird die Fachkraft für Arbeitssicherheit oder der Betriebsarzt/die Betriebsärztin hinzugezogen. Verbesserungsvorschläge sind erwünscht und werden besprochen. Ihnen wird mitgeteilt, was mit den Verbesserungsvorschlägen passiert. Arbeitsanweisung: Allgemeine Arbeitsanweisung für Personalentscheidungsträger/-innen - 4/4 Einsatznachbereitung Befragen Sie den Kunden über die Leistung und Zuverlässigkeit der Beschäftigten - (auch in Bezug auf ihr sicheres und gesundheitsgerechtes Verhalten). Nach Einsatzende befragen Sie die Beschäftigten über den erfolgten Einsatz. Die Ergebnisse der Kunden- und Mitarbeiterbefragung werden von Ihnen bei der Vorbereitung der zukünftigen Einsätze berücksichtigt...

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