Barrierefreie Gestaltung von Arbeitsplätzen

Eine barrierefreie Gestaltung bedeutet, dass schon bei Neu- und großen Umbauten dafür gesorgt wird,

dass an die Gestaltungsprinzipien der Barrierefreiheit gedacht wird.

In der Regel vermeidet man damit meist teure und umfangreiche Umbauten und Anpassungen...

Quelle: VBG

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Barrierefreie Gestaltung von Arbeitsplätzen Checkliste für die Praxis im Unternehmen Barrierefreie Gestaltung Denkt man beim Stichwort Barrierefreiheit nur an behinderte Menschen, wird man dem Thema nicht gerecht. Denn Barrieren stellen sich auch für Kinder, Klein- und Großgewachsene, Geh-, Seh- und Hörbehinderte, Schwangere, temporär eingeschränkte Personen und Ältere dar - gerade in Zeiten des demografischen Wandels ist das Zugänglichmachen für alle wichtiger denn je. Eine barrierefreie Gestaltung bedeutet, dass schon bei Neu- und großen Umbauten dafür gesorgt wird, dass an die Gestaltungsprinzipien der Barrierefreiheit gedacht wird. In der Regel vermeidet man damit meist teure und umfangreiche Umbauten und Anpassungen. Von dieser präventiven Maßnahme profitieren alle Beteiligten mit und ohne Behinderung. Eine behinderungsgerechte Gestaltung bedeutet im Allgemeinen eine nachträgliche Anpassung im Bestand unter Berücksichtigung individueller gesundheitlicher Einschränkungen und kann daher bestenfalls als rehabilitative Maßnahme betrachtet werden. Nutzen und Vorteile der barrierefreien Gestaltung Die barrierefreie Gestaltung des Bildungs- und Arbeitsumfeldes stellt für Menschen mit Einschränkungen eine zwingende Voraussetzung dar, um diese erreichen und nutzen zu können. Der Personenkreis, dem dies zugutekommt, geht jedoch weit über die Menschen mit Behinderung hinaus. Alle Menschen profitieren von leicht verständlichen Informationen, flexiblen Arbeitsmitteln und hindernisfreien Verkehrswegen - egal, ob als Besuchende, Beschäftigte oder als Kunden oder Kundinnen. Losgelöst von der Verpflichtung für Arbeitgeberinnen beziehungsweise Arbeitgeber, die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung bei der Gestaltung von Arbeitsstätten zu berücksichtigen, eröffnet die barrierefreie Gestaltung verschiedene Potenziale - zum Beispiel in Form eines größeren Bewerber-, Besucher- oder Kundenkreises. Im Fokus dieses Kurz-Checks muss dabei immer die vollständige, zu erwartende Nutzergruppe stehen, zum Beispiel eines Gebäudes, eines Arbeitsmittels oder einer Dienstleistung, - einschließlich ihrer individuellen Einschränkungen und Bedürfnisse. nicht o.k. Die Ziele der Barrierefreien Gestaltung sind nicht erreicht: Bestehende Anforderung und Bedürfnisse der Nutzergruppe klären und erfüllen unvollständig Ziele der Barrierefreien Gestaltung sind nicht vollständig erreicht: Bedürfnisse der Nutzergruppe klären und Ziele der Barrierefreien Gestaltung sind grundsätzlich erreicht: Bedürfnisse der Nutzergruppe wurden berücksichtigt Nutzen und Vorteile der barrierefreien Gestaltung Prinzipien der barrierefreien Gestaltung 1.Gruppe mit den weitestreichenden Bedürfnissen: Ist geklärt, welcher Personenkreis bestimmte Gebäude, Räume, Arbeitsmittel, Meldeanlagen und so weiter nutzt beziehungsweise nutzen wird? Sind für diesen Personenkreis vorhandene Einschränkungen (zum Beispiel bei Kraft, Beweglichkeit, Hör- und Sehvermögen) und Bedürfnisse (zum Beispiel hoher Platzbedarf, Unterstützung) geklärt? Werden diese Einschränkungen und Bedürfnisse zum Beispiel bei der Planung von Gebäuden beziehungsweise Beschaffung von Arbeitsmitteln berücksichtigt? 2.Zwei-Sinne-Prinzip: Werden maßgebliche Informationen (zum Beispiel Warnsignale) jeweils für mindestens zwei der drei Sinne (hören, sehen, fühlen) vermittelt? 3.Zwei-Kanal-Prinzip: Bestehen für die Nutzung zum Beispiel von Gebäuden oder die Bedienung von Arbeitsmitteln alternative Möglichkeiten, durch die vorhandene Einschränkungen ausgeglichen werden (zum Beispiel Rampen als Alternative zu Treppen für Personen mit Transportwagen oder für Rollstuhlfahrende)...

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