Außereuropäische Fachkräfte erfolgreich für die Wirtschaft gewinnen (Praxisleitfaden)

Für Unternehmen, die trotz intensiver Personalsuche in der Region oder bundesweit keine geeigneten Bewerber/in finden,

ist auch die gezielte Ansprache und Entwicklung von Fachkräften aus dem Ausland ein wichtiger Kanal,

um ihren Fachkräftebedarf zu decken. Diese Broschüre will hierbei unterstützen...

Quelle: BDA

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Potenziale außereuropäischer Fachkräfte in Deutschland erkennen und nutzen. Ausländische Hochschulabsolventinnen und -absolventen einstellen. Ausländische Abschlüsse anerkennen lassen - qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewinnen. Verbesserte Möglichkeiten zur Beschäftigung von Flüchtlingen nutzen. Potenziale von Flüchtlingen für die berufliche Ausbildung erschließen. Wege nach Deutschland - Rahmenbedingungen für die Rekrutierung von Fachkräften. Akademikerinnen und Akademiker gewinnen - Blaue Karte EU und Aufenthaltserlaubnis zur Arbeitsplatzsuche für qualifizierte Fachkräfte. Familienangehörige als wichtigen Aspekt der Fachkräftegewinnung berücksichtigen. Interkulturelle Rekrutierungsansätze und Informations- und Unterstützungsangebote. Gewonnene Fachkräfte unterstützen und binden. Willkommenskultur im Unternehmen etablieren. Vermittlung und Förderung von Sprachkursen. Überblick zu den Zuwanderungsmöglichkeiten. Immer mehr Unternehmen haben Probleme, offene Stellen für qualifizierte Fachkräfte zu besetzen, müssen teilweise lange Besetzungszeiten in Kauf nehmen oder sogar Aufträge ablehnen. Daran ändert auch die hohe Zahl an Flüchtlingen nichts, die derzeit nach Deutschland kommen. Diese können aufgrund in der Regel fehlender für den Arbeitsmarkt verwertbarer Qualifikationen zumindest kurzfristig kaum einen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten. Daher sind die Unternehmen in Deutschland trotz hoher Flüchtlingszahlen und auch bei einer besseren Ausschöpfung inländischer Potenziale vor allem von Frauen, Menschen mit Migra tionshintergrund, Langzeitarbeitslosen, Älteren und Menschen mit Behinderung auch auf die gezielte Gewinnung qualifizierter Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen. Für Unternehmen, die trotz intensiver Personalsuche in der Region und bundesweit keine geeigneten Bewerberin oder Bewerber finden, sind auch die gezielte Ansprache und Entwicklung von Fachkräften aus dem Ausland wichtige Kanäle, um ihren Fachkräftebedarf zu decken. Untersuchungen im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums zeigen, dass bereits jeder zehnte Betrieb Fachkräfte im Ausland rekrutiert, bei großen Betrieben mit mehr als 500 Beschäftigten ist es sogar fast ein Vierteln.1 Gerade kleine und mittelständische Unternehmen, die es im Wettbewerb mit den größeren Unternehmen um die besten Köpfe oft schwer haben, ziehen aber bisher eine Rekrutierung ausländischer Fachkräfte deutlich seltener in Betracht. Im Fokus der Rekrutierung ausländischer Fachkräfte steht bisher der europäische Binnenmarkt, weil dank Arbeitnehmerfreizügigkeit die Ausbildung und Beschäftigung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aus der Europäischen Union (EU) deutlich einfacher sind als von Bewerberinnen und Bewerbern aus sog. Drittstaaten. Dies sind Staaten außerhalb der EU, des Europäischen Wirtschaftsraums und der Schweiz. Durch richtige Reformen im Zuwanderungs- und Anerkennungsrecht in den letzten Jahren sind aber auch die Gewinnung und der Einsatz von Fachkräften aus dem außereuropäischen Ausland erleichtert worden. Die vorliegende Broschüre soll Unternehmen bei der Rekrutierung außereuropäischer Fachkräfte unterstützen, indem sie relevante Informationsangebote bündelt und auf weiterführende Informations- und Beratungsangebote verweist. Im Fokus stehen dabei zum einen Möglichkeiten der Ansprache und Gewinnung von (potenziellen) außereuropäischen Fachkräften, die bereits in Deutschland leben. Dazu zählen neben ausländischen Absolventinnen und Absolventen deutscher Hochschulen auch Menschen, die als Flüchtlinge im Zuge der humanitären Zuwanderung nach Deutschland gekommen sind, und ausländische Fachkräfte, bei denen mittels einer Sichtbarmachung und Anerkennung bisher nicht transparenter beruflicher Qualifikationen Potenziale besser genutzt und entwickelt werden können. Zum anderen werden Rahmenbedingungen und Unterstützungsmöglichkeiten bei der Personalgewinnung im außereuropäischen Ausland aufgezeigt...

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