Titel der Publikation

Steuerinfos für Aushilfsarbeit von Schülern und Studenten (BW)

Kurzbeschreibung

Ob eine Tätigkeit steuerrechtlich selbstständig oder nichtselbstständig ausgeübt wird,

richtet sich nicht allein nach der Einstufung durch die Vertragsparteien...

Quelle

Ministerium für Finanzen Baden-Württemberg

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Suchbegriffe und Textauszug

Steuerinfos für Aushilfsarbeit von Schülern und Studenten (BW), Aushilfe, Steuer, Ministerium für Finanzen Baden-Württemberg. aushilfstätigkeiten von schülern und studenten schüler, schülerinnen und studierende, die in den ferien arbeiten, stehen als aushilfskräfte meist in einem arbeitsverhältnis. das heißt, sie sind für die dauer ihrer tätigkeit in einen betrieb eingeordnet, weisungsgebunden und erzielen als arbeitnehmer einkünfte aus nichtselbstständiger arbeit. schüler, schülerinnen und studierende können im rahmen ihrer aushilfstätigkeit jedoch auch selbstständig oder gewerblich tätig sein. ob eine tätigkeit steuerrechtlich selbstständig oder nichtselbstständig ausgeübt wird, richtet sich nicht allein nach der einstufung durch die vertragsparteien. entscheidend für eine abgrenzung sind die vertragsgestaltung und das gesamtbild der verhältnisse. für eine arbeitnehmereigenschaft sprechen insbesondere persönliche abhängigkeit, weisungsgebundenheit hinsichtlich ort, zeit und inhalt der tätigkeit, vorgegebene arbeitszeiten sowie eine eingliederung in den betrieb. für eine selbstständige oder gewerbliche tätigkeit spricht hingegen, wenn der auftragnehmer bei gestaltung und erledigung der arbeiten weitgehend freie hand hat. es muss der arbeitserfolg und nicht die arbeitskraft geschuldet werden, also das unternehmerrisiko beim auftragnehmer liegen. in zweifelsfällen kann beim finanzamt des arbeitgebers/auftraggebers eine sogenannte anrufungsauskunft eingeholt werden. der arbeitslohn aus einem beschäftigungsverhältnis ist grundsätzlich im regulären lohnsteuerabzugsverfahren anhand der individuellen besteuerungsmerkmale des arbeitnehmers zu besteuern. unter gewissen voraussetzungen, nämlich wenn eine geringfügige beschäftigung mit einem monatlichen arbeitsentgelt von bis zu 450 euro im sinne des § 8 abs. 1 nr. 1 oder § 8a sgb iv vorliegt, kann der arbeitgeber das arbeitsentgelt aus einer geringfügigen beschäftigung unter verzicht auf die besteuerung nach den individuellen besteuerungsmerkmalen des arbeitnehmers mit einem pauschsteuersatz von 2% pauschal besteuern. des weiteren besteht die möglichkeit, die lohnsteuer pauschal mit 20% beziehungsweise 25% zuzüglich solidaritätszuschlag und gegebenenfalls kirchenlohnsteuer zu erheben (siehe unten). wesentliche grundlage für den lohnsteuerabzug sind die individuellen besteuerungsmerkmale des arbeitnehmers (steuerklasse gegebenenfalls mit faktor, zahl der kinderfreibeträge, kirchensteuermerkmal sowie freibeträge und hinzurechnungsbeträge). diese werden den arbeitgebern seit 2013 als so genannte elektronische lohnsteuerabzugsmerkmale (elstam) von der finanzverwaltung zum abruf zur verfügung gestellt. für den abruf der elstam benötigen die arbeitgeber vom arbeitnehmer folgende angaben: 1. die identifikationsnummer sowie den tag der geburt, 2. ob es sich um das erste oder ein weiteres beschäftigungsverhältnis handelt, 3. gegebenenfalls ob und in welcher höhe ein vom finanzamt festgestellter freibetrag abgerufen werden soll. die steuerklasse bestimmt sich nach folgenden kriterien: steuerklasse i gilt für ledige und geschiedene arbeitnehmer, für arbeitnehmer nach der auflösung einer lebenspartnerschaft sowie für verheiratete/verpartnerte arbeitnehmer, deren ehegatte/lebenspartner im ausland wohnt oder die von ihrem ehegatten/lebenspartner dauernd getrennt leben. verwitwete arbeitnehmer gehören im jahr 2016 ebenfalls in die steuerklasse i, wenn der ehegatte/ lebenspartner vor dem 1. januar 2015 verstorben ist. steuerklasse ii gilt für die unter steuerklasse i aufgeführten arbeitnehmer, wenn ihnen der entlastungsbetrag für alleinerziehende zusteht. der entlastungsbetrag wird alleinerziehenden gewährt, zu deren haushalt mindestens ein kind gehört, für das diesen kindergeld oder ein freibetrag für kinder zusteht. ferner muss das kind bei ihnen mit haupt- oder nebenwohnung gemeldet sein. der entlastungsbetrag wird nicht gewährt, wenn der oder die alleinerziehende in einer eheähnlichen oder lebenspartnerschaftsähnlichen lebensgemeinschaft lebt. das gleiche gilt, wenn der oder die alleinerziehende mit einer anderen volljährigen person einen gemeinsamen haushalt führt, für die ihm oder ihr kein kindergeld oder ein freibetrag für kinder zusteht. der entlastungsbetrag beziehungsweise die steuerklasse ii wird für jeden vollen kalendermonat gewährt, in dem die vorstehenden voraussetzungen vorliegen. steuerklasse iii, iv oder v gilt für verheiratete/verpartnerte arbeitnehmer, wenn beide ehegatten/lebenspartner im inland wohnen und nicht dauernd getrennt leben. dabei können verheiratete/verpartnerte arbeitnehmer zwischen den steuerklassenkombinationen iii/v und iv/iv oder dem sogenannten faktorverfahren wählen. steuerklasse vi...