Arbeitgeber-Service für schwerbehinderte Akademiker

Die Initiative 500plus möchte durch die Einrichtung von 500 Beschäftigungsmöglichkeiten

zusätzliche Chancen für qualifizierte Menschen mit Schwerbehinderung eröffnen...

Quelle: Bundesagentur für Arbeit

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Arbeitgeber-Service für schwerbehinderte Akademiker 500plus Die Beschäftigungsinitiative Qualifizierte Fachkräfte für Ihr Unternehmen Gemeinsam profitieren Arbeit ist identitätsstiftend, Arbeitslosigkeit eine Phase im Leben, die mit Frustration, einem Mangel an Selbstwertgefühl und im schlimmsten Fall mit gesundheitlichen Problemen enden kann. Dies trifft auch auf Akademikerinnen und Akademiker mit Behinderungen zu, die viel Zeit, Geld, Energie und auch Leidenschaft in ihre Ausbildung investiert haben. Das Bedürfnis nach Unabhängigkeit, das Gefühl, das erworbene Wissen anwenden zu können, und die Begeisterung am Erlernen neuer Fähigkeiten: All das motiviert am Ende des Studiums für die Prüfungen und die Zeit des Übergangs von der Hochschule in das Arbeitsleben. Obwohl Deutschland mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention von 2008 das gleiche Recht von Menschen mit Behinderungen auf Arbeit und die Möglichkeit, den Lebensunterhalt durch Arbeit zu verdienen ( ) anerkennt, sind wir noch weit entfernt von einem selbstverständlichen Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen am Arbeitsplatz. Die Arbeitslosendaten der Bundesagentur für Arbeit zeigen deutlich, dass trotz insgesamt gesunkener Arbeitslosenzahlen Menschen mit Behinderungen von diesem positiven Trend nicht profitieren. Beim Thema Inklusion und Teilhabe auf dem Arbeitsmarkt geht es jedoch nicht nur um die Frage nach sozialer Verantwortung oder darum, wie wir zukünftig gemeinsam leben wollen. Es ist auch volkswirtschaftlich kaum zu erklären, in Zeiten des vielbeschworenen Fachkräftemangels nicht alle Potenziale zu nutzen - auch wenn anfängliche organisatorische Barrieren zu überwinden sind. Ich bin sicher, dass Personalverantwortliche dies erkennen. Deswegen bin ich froh über die Aktion des Arbeitgeber-Service für schwerbehinderte Akademiker 500plus - Die Beschäftigungsinitiative, die Arbeitgeber und schwerbehinderte Menschen zusammenbringt. Die Initiative ist ein guter Schritt, um die Privatwirtschaft für mehr Beschäftigung von Akademikerinnen und Akademikern mit Behinderungen zu gewinnen. Inklusion hat nur eine Chance, wenn wir gemeinsam Erfahrungen sammeln. Und begreifen, dass von diesem Miteinander alle profitieren - Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Derzeit suchen über 7.500 schwerbehinderte Akademikerinnen/Akademiker eine neue Tätigkeit. Während Menschen ohne Handicap im Durchschnitt 266 Tage benötigen, um eine neue Beschäftigung zu finden, suchen schwerbehinderte Personen rund 367 Tage am Arbeitsmarkt, über 100 Tage länger. Schwerbehinderte Akademikerinnen und Akademiker sind zudem doppelt so häufig von Arbeitslosigkeit betroffen wie Menschen ohne Beeinträchtigung. 500plus - Machen Sie mit! Die Initiative 500plus möchte durch die Einrichtung von 500 Beschäftigungsmöglichkeiten zusätzliche Chancen für qualifizierte Menschen mit Schwerbehinderung eröffnen. Unternehmen können qualifizierte, hochmotivierte und loyale Fachkräfte gewinnen. Bewerberinnen und Bewerber erzielen ein durch Arbeit erwirtschaftetes Einkommen, steigern ihre berufliche Mobilität und erweitern ihre Berufserfahrung. Interessierte Arbeitgeber wenden sich an den Arbeitgeber-Service für schwerbehinderte Akademiker der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) mit einer entsprechenden Stellenbeschreibung für einen zunächst auf zwei Jahre eingerichteten Arbeitsplatz. Der Arbeitgeber-Service schlägt geeignete Bewerberinnen und Bewerber vor und zeigt dabei die individuellen Möglichkeiten auf, wie die Beschäftigung durch einen Gehaltskostenzuschuss gefördert werden kann. Gemeinsam mit den Integrationsämtern werden für den jeweiligen Bedarfsfall Möglichkeiten aufgezeigt, durch zusätzliche Hilfen Barrieren zu mindern oder zu beseitigen. Ein Erfolgsmodell, das einlädt Erfahrungsgemäß münden zwei Drittel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach der Beschäftigungsinitiative in eine Dauerbeschäftigung ein. Der Gehaltskostenzuschuss wird durch den Umfang der erforderlichen Einarbeitung, die Art der Beeinträchtigung, das Alter des Bewerbers sowie durch die Dauer der Arbeitslosigkeit beeinflusst. Durchschnittlich beträgt er 40 bis 60 Prozent des regelmäßig gezahlten Arbeitsentgelts sowie des pauschalierten Anteils des Arbeitgebers am Gesamtsozialversicherungsbeitrag. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH) unterstützt die Initiative 500plus zur Schaffung von qualifizierten Arbeitsplätzen für Menschen mit einer Behinderung. Für die BIH geht diese Initiative Hand in Hand mit der Initiative PROMI (Promotion Inklusiv) des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS), mit der es schwerbehinderten Akademikerinnen und Akademikern unterschiedlicher Fachrichtungen ermöglicht wird, eine Promotion zu erwerben. Diesen jungen Menschen im Anschluss an ihre anspruchsvolle Ausbildung eine adäquate Beschäftigungsperspektive zu eröffnen, ist den Integrationsämtern ein großes Anliegen. Die Integrationsämter setzen sich für einen möglichst naht- und reibungslosen Übergang von Menschen mit einer Behinderung aus der Schule bzw. nach einer Ausbildung oder einem Studium auf den ersten Arbeitsmarkt ein. Sie verstehen sich dabei mit ihren Integrationsfachdiensten und Technischen Beratungsdiensten als kompetenter Begleiter der beschäftigten behinderten Menschen. Menschen mit einer Behinderung sind vielfach in der Lage, den Anforderungen einer Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt gerecht zu werden. Sollte dennoch Beratung, Begleitung und Unterstützung am Arbeitsplatz ein Thema sein, so sind die Integrationsämter häufig in der Lage, ihnen und ihren Arbeitgebern sowie den Kolleginnen und Kollegen am Arbeitsplatz zu helfen. Aufgabe der Integrationsämter ist es, die Teilhabe von schwerbehinderten und diesen gleichgestellten behinderten Menschen im Arbeitsleben zu fördern. Hierfür steht ihnen im Rahmen der begleitenden Hilfen ein breit gefächertes Angebot an Unterstützungsmöglichkeiten - personeller, technischer wie auch finanzieller Art - zur Verfügung. Die Unterstützungsmöglichkeiten richten sich sowohl an die (schwer)behinderten Menschen, als auch an die Arbeitgeber. Aus dem breit gefächerten Angebot an Unterstützungsmöglichkeiten können Leistungen erbracht werden - wie: finanzielle Leistungen an (schwer) behinderte Menschen: beispielsweise für technische Arbeitshilfen, zur Erhaltung und Erweiterung beruflicher Kenntnisse und Fähigkeiten, für Hilfen in besonderen Lebenslagen sowie für eine notwendige Arbeitsassistenz finanzielle Leistungen an Arbeitgeber: in Form von Zuschüssen, Darlehen und Prämien, um zum Beispiel neue behindertengerechte Arbeitsplätze zuschaffen oder bereits vorhandene Arbeitsplätze behindertengerecht auszustatten, und um die Beschäftigung besonders betroffener schwerbehinderter, aber auch behinderter junger Menschen zu fördern und um ein betriebliches Eingliederungsmanagement einzuführen individuelle Information und Beratung (zur Auswahl geeigneter Arbeitsplätze, behinderungsgerechten Gestaltung oder auch zu persönlichen Schwierigkeiten) psychosoziale Beratung (zur Lösung behinderungsbedingter Probleme oder Konflikte am Arbeitsplatz) Das Potenzial von Menschen mit Schwerbehinderung ist vielen Arbeitgebern gar nicht bekannt - dabei sind schwerbehinderte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf dem richtigen Arbeitsplatz durchaus genauso leistungsfähig wie ihre nicht behinderten Kolleginnen und Kollegen...

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