Gesundheitsmanagement in einer Betriebsnachbarschaft

Für kleine Betriebe ist es schwierig, ein breites BGM-Angebot zu realisieren.

Der Zusammenschluss in einer Betriebsnachbarschaft erleichtert das Vorhaben ganz erheblich...

Quelle: Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung GmbH

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Mit starken Nachbarn zu einem gesunden Unternehmen Leitfaden zur Initiierung und Betreuung von Betriebsnachbarschaften BGM in einer Betriebsnachbarschaft Unterstützer und Gesundheitsdienstleister finden Unternehmen stehen durch den demografischen Wandel vor großen Herausforderungen: Belegschaften werden älter, es mangelt an qualifizierten Fachkräften. Diese Rahmenbedingungen können insbesondere für Klein- und Kleinstunternehmen (KKU) zum Problem werden. Die Gesundheit der Beschäftigten und damit der Erhalt ihrer Arbeitsfähigkeit werden zum erfolgsbestimmenden Faktor. Klein- und Kleinstunternehmen haben eine besondere Bedeutung für Beschäftigung und Wachstum in Deutschland. 95% aller Betriebe sind KKU, in ihnen arbeiten 42% aller Beschäftigten1. Trotz ihrer Bedeutung setzten 2016 nur 21% dieser Betriebe Maßnahmen zur Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) mit Unterstützung von Krankenkassen um2. Die Betriebe nennen mangelnde finanzielle, personelle und zeitliche Ressourcen als Hürden für die Umsetzung von Betrieblichem Gesundheitsmanagement (BGM). Außerdem fehlen häufig passende Konzepte, um diese Zielgruppe der KKU umfassend betreuen zu können. Dabei verfügen gerade diese Unternehmen über große Potenziale, die bislang viel zu oft ungenutzt bleiben. Doch wie können auch KKU von Betrieblichem Gesundheitsmanagement bedarfsorientiert und ganzheitlich profitieren und dabei ihre besonderen Potenziale gezielt nutzen? Das Forschungsprojekt GeMit - Gesunder Mittelstand Deutschland hat über die Verbundbetreuung in Betriebsnachbarschaften neue Wege entwickelt und erprobt, durch die KKU künftig stärker von BGF-Maßnahmen profitieren können. Der vorliegende Leitfaden fasst die Erfahrungen und Erkenntnisse zusammen, die wir im Rahmen des Projekts GeMit in deutschlandweit fünf Betriebsnachbarschaften gesammelt haben. Der Leitfaden liefert Impulse und Ideen für Beraterinnen und Berater von Krankenkassen, Berufsgenossenschaften und für Arbeitsmedizinerinnen und Arbeitsmediziner sowie für freie Beraterinnen oder Berater und Unternehmensakteure, die im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements beratend tätig sind und Verbundbetreuungen anstreben. Profitieren können aber auch regionale Akteure (Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern und Wirtschaftsförderungen), Unternehmernetzwerke, regionale Netzwerkinitiatoren und Koordinatoren von Gesundheitsnetzwerken, beispielsweise regionale Gesundheitskonferenzen. Dieser Leitfaden verdeutlicht Schritt für Schritt den Prozess auf dem Weg zu einer Betriebsnachbarschaft - von der Akquise der teilnehmenden Unternehmen bis zur nachhaltigen Implementierung des Verbunds. Sie erhalten Anregungen, wie Sie die passenden Gebiete auswählen und Unternehmen bzw. die richtigen Gesundheitsdienstleister gewinnen, die Verbundbetreuung organisieren, Beschäftigte mitnehmen, Bedarfslagen erkennen und gemeinsam aktiv werden. Zahlreiche Vorlagen und Dokumente des Projekts (z.B. Präsentationen, Einladungsschreiben und Videos zur Vorgehensweise in Betriebsnachbarschaften) stellen wir Ihnen hierfür unterstützend zur Verfügung...

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