Information Langzeitkonto

Das Langzeitkonto dient der Anpassung der Arbeitszeit...

Quelle: Kompetenzzentrum Work-Life GmbH

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Viele Beschäftigte wünschen sich ein Langzeitkonto, aber es gibt wenige Unternehmen, die das schon eingeführt haben! Das Langzeitkonto dient der Anpassung der Arbeitszeit einerseits an Schwankungen im Arbeitsanfall, die über die Jahresarbeitszeit hinaus gehen, andererseits der Erhöhung der Flexibilität über das gesamte Arbeitsleben hinweg. Langzeitkonten ermöglichen auch einen früheren gleitenden Übergang in die Rente. Es wird ein Zeitwertkonto in Zeit oder Geld angespart, damit in Lebensphasen, in denen z.B. mehr Zeit für die Familie, für Pflege von Angehörigen, für Weiterbildung oder für einen längeren Urlaub gewünscht wird, die Arbeitszeit unter Beibehaltung eines gleichmäßigen Gehalts reduziert werden kann. Gesetzliche Grundlage: ''Flexi II'' (Siehe Tool Änderungen Flexi II Gesetz und siehe Gesetz ''Gesetz zur sozialrechtlichen Absicherung flexibler Arbeitszeitregelungen'') Bessere Anpassungsmöglichkeit für die Beschäftigten an verschiedene Lebensphasen Ansparen von Sabbaticals oder gleitende Übergänge in den Ruhestand werden ermöglicht Vermeidung von (motivationsminderndem) Personalabbau aufgrund der Inanspruchnahme von Sabbaticals, gleitendem Ruhestand Beachtung Insolvenzschutz, Sicherheit, Administration, Verzinsung, Übertragbarkeit des Zeitsaldos bei Stellenwechsel oder Tod des /der Beschäftigten (''Flexi II'') Humanressourcen bleibt erhalten, evtl. ist Wiederaufstockung des Stundenvolumens bei Besserung der Auftragslage möglich Erfahrungsgemäß ist eine Trennung des Gleitzeitkontos vom Langzeitkonto sinnvoll (Versuchung zum ''StundenHamstern'') Voraussetzung für das Funktionieren von Langzeitkonten: Aktives Arbeitszeitmanagement: Planung und Steuerung Aufstellen von Regeln zur Entnahme z.B. rechtzeitiges Ankündigen einer dreimonatigen Auszeit Optimierung der Auslastung: Ausgleich von Stoßzeiten und Vermeidung von Überstunden Optimale Auslastung der Personalkosten und Personalkapazität Erhöhung von Produktivität und Motivation der Mitarbeiter/-innen Information über den Kontostand der Beschäftigten Reduktion von Fehlzeiten, Fluktuation und damit verbundenen Personalsuchanzeigen Grenze zwischen flexibler Normalarbeitszeit und Mehrarbeit beachten Anpassung an die individuelle Leistungsfähigkeit des Mitarbeiters / der Mitarbeiterin möglich Verbesserung des Personalmarketings und Firmenimages, Wettbewerbsvorteil Kompetenzzentrum Work-Life GmbH in Zusammenarbeit mit Fauth-Herkner und Partner Mit Langzeitkonten Schwankungen ausgleichen In das Langzeitkonto können unterschiedliche ''Werte'' eingestellt werden wie z.B. Zeit, Tantiemen, Boni, Resturlaub etc. Für das Langzeitkonto ist eine Zeiterfassung nicht erforderlich, daher ist es auch für AT-Mitarbeiter geeignet. Vorausschauende Planung und Steuerung ist ein ''Muss''! Aufgrund der zunehmenden Komplexität (Anpassung an Arbeitsanfall, Abbau Zeitkonten, Urlaubsplan, den Wünschen der Beschäftigten gerecht werden ) ist eine meist elektronische- Personalplanung, information und -steuerung notwendig. Das Tool gibt Ihnen und Ihrem Team einen vorausschauenden Überblick zum besseren und rechtzeitigen Agieren. Wann bietet sich der Einsatz des Langzeitkontos an? Bei längerfristigen Zyklen des Arbeitsanfalls Zum Ansparen von Langzeiturlauben (Sabbaticals), Familie, Pflege, Zum Ansparen von Weiterbildungszeiten Zur wöchentlichen Reduktion der Arbeitszeit: z.B. statt 5-Tage- Woche 3-Tage Woche - Entnahme der 2 Tage aus dem Langzeitkonto Absicherung von Beschäftigungsschwankungen Zur Bewältigung von Personalengpässen Vorgezogene gleitende Altersruhe Bei kurzfristig auftretenden familiären Situationen, die eine längere Auszeit notwendig machen, die nicht über Urlaub abgedeckt werden kann Zur praktischen Umsetzung empfehlen sich Flexi-Spielregeln, z.B. für die Entnahme, damit sich keiner benachteiligt fühlt. So werden Sie unterstützt, um für Ihr Team effiziente und motivierende Lösungen zu realisieren. (siehe Tool FlexiSpielregeln) Ist das bisherige Arbeitszeitmanagement eine ausreichende Grundlage? Kann das Langzeitkonto von dem Kurzzeitkonto getrennt werden? Kennen die Beschäftigten das Langzeitkonto und dessen Umsetzungsmöglichkeiten? Gibt es noch offene Fragen der Beschäftigten? Wie sehen das Vertrauen und die damit verbundene Akzeptanz des Langzeitkontos aus? Wird das Langzeitkonto als Konkurrenzprodukt zur betrieblichen Altersversorgung wahrgenommen? Wie wird das Langzeitkonto genutzt? Wie kann die Entnahme von 2-3 Monaten organisiert werden? (Ersatz, Vertretung, Delegation) Wie sind die Ankündigungsfristen, die Einstell- und Entnahmemöglichkeiten regeln? Wurde eine Informations- und Kommunikationspolitik zum aktiven Arbeits(zeit)management und zum Langzeitkonto entwickelt? Während Kurz-Zeitkonten für die Jahresarbeitszeit bereits einen hohen Verbreitungsgrad gefunden haben, sind Lang-Zeitkonten/Lebensarbeits-Zeitkonten erst langsam auf dem Vormarsch, werden aber durch die Optimierung des rechtlichen Hintergrunds im Rahmen des neuen ''Flexi II'' inzwischen besser unterstützt. Jedoch sind unserer Erfahrung nach diese Modelle wegen ihrer Komplexität bei der Umsetzung detailliert zu prüfen und mit einem zeitlichen Puffer zu versehen. Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung und der Thematik der Work-Life-Balance werden sie aber zum reizvollen Instrument, Beschäftigte ans Unternehmen zu binden oder neue Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt zu finden, um somit auch einen weiteren Wettbewerbsvorteil zu erzielen...

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