Gruppenabsprachen im Rahmen der Gleitzeitarbeit

Auch der Arbeitnehmer hat das Leistungsbestimmungsrecht,

welches auf ihn übertragen wurde, nach billigem Ermessen auszuüben...

Quelle: bewerberAktiv

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Gruppenabsprachen im Rahmen der Gleitzeitarbeit Ebenso wie sich der Arbeitgeber für die Anordnung von Anfang und Ende der Arbeitszeit bei starren Arbeitszeitmodellen seines Direktionsrechts bedient, aber dieses nur nach billigem Ermessen ausüben darf, hat auch der Arbeitnehmer das auf ihn übertragene Leistungsbestimmungsrecht nach billigem Ermessen auszuüben. Insbesondere ist ''unbillig'', den Arbeitnehmerinteressen von vornherein das gleiche Gewicht beizumessen, wie den betrieblichen Belangen. Dagegen ist die Billigkeit einer Arbeitszeitverteilung immer dann anzunehmen, wenn die von der betrieblichen Notwendigkeit bestimmte Arbeitszeitverteilung nicht zu außergewöhnlichen, unzumutbaren Belastungen des Arbeitnehmers führt. Zwar darf der Arbeitnehmer auch seine Freizeitwünsche realisieren, dies aber nur dann, wenn er dabei keine erheblichen betrieblichen Belange beeinträchtigt. Bereits aus dem Billigkeitserfordernis ergibt sich somit, dass die Arbeitszeit der Arbeitnehmer nicht so verteilt werden darf, dass ein Arbeitsplatz durch die Abwesenheit einzelner oder mehrerer Mitarbeiter verwaist. Insoweit können Absprachen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer(n) oder die Bildung von Arbeits- oder Projektgruppen von Bedeutung sein, da dadurch die Einhaltung der Mindestbesetzungsstärke der Abteilung sichergestellt werden kann. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die fachgerechte und ordnungsgemäße Aufgabenerledigung i.d.R. umso einfacher zu bewerkstelligen ist, je breiter und umfassender die Gruppenmitglieder ausgebildet und qualifiziert sind. Hier reichen meist (kurzfristige) Absprachen, insbesondere ist eine gegenseitige Vertretung möglich...

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