Höchstarbeitszeit und Spätdienstzulage bei Gleitzeit

Als problematisch kann die Wahl einer sehr großen Gleitspanne angesehen werden.

In diesem Fall stellt sich die Frage, ob...

Quelle: bewerberAktiv

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Höchstarbeitszeit und Spätdienstzulage im Rahmen der Gleitzeitarbeit Bei der qualifizierten Gleitzeit ist vor allem auf die Einhaltung der Höchstarbeitszeit von 8 bzw. 10 Stunden hinzuweisen. Durch die Flexibilisierung der täglichen Dauer der Arbeitszeit kann der Arbeitnehmer bei der Ausübung seiner Arbeitszeitsouveränität häufig die Gefahr der Überschreitung der gesetzlich vorgeschriebenen Höchstarbeitszeit verkennen. Insoweit sollten die Arbeitnehmer durch geeignete Informationsveranstaltungen über die rechtlichen Rahmenbedingungen unterrichtet werden. Bei der einfachen Gleitzeit besteht diese Gefahr dagegen nicht, da sich durch die Gleitzeitarbeit mit Kernbereich letztlich nichts an der vertraglich festgelegten täglichen Arbeitszeitdauer ändert. Variabel ist lediglich die Lage der täglichen Arbeitszeit (d.h. deren Anfang und Ende), nicht hingegen deren Länge, so dass es im Grunde lediglich zu einer ''Verschiebung'' der fixen Arbeitszeit kommt. Als problematisch kann die Wahl einer sehr großen Gleitspanne angesehen werden. In diesem Fall stellt sich die Frage, ob der Arbeitnehmer, der seine Arbeitszeit so legt, dass er noch bis in die späten Abendstunden arbeitet, Anspruch auf Spätdienstzulagen hat. Dies ist jedoch abzulehnen, da der Grund für die Gewährung solcher Zulagen allein darin zu sehen ist, dass die besonderen Erschwernisse und Beanspruchungen, die dem Arbeitnehmer durch den Arbeitgeber auferlegt werden, zumindest in gewissem Umfang abgegolten werden sollen. Wählt der Arbeitnehmer die Lage seiner Arbeitszeit dagegen freiwillig so spät, ist darin kein Erfordernis für eine Abgeltung besonderer Erschwernisse zu erkennen. Dem Arbeitnehmer steht es schließlich frei,seine Arbeit zu früherer Stunde zu erbringen...

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