Rechtsbeziehung untereinander bei Job-Sharing

Der Job-Sharing-Vertrag begründet nur Rechtsbeziehungen

zwischen den einzelnen Job-Sharing-Arbeitnehmern und dem Arbeitgeber...

Quelle: bewerberAktiv

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Rechtsbeziehung untereinander im Rahmen von Job-Sharing Zwischen den einzelnen Job-Sharern bestehen grundsätzlich keine besonderen Rechtsbeziehungen. Der Job-Sharing-Vertrag begründet nur Rechtsbeziehungen zwischen den einzelnen Job-Sharern und dem Arbeitgeber. Die Arbeitnehmer stehen lediglich in einer tatsächlichen Gemeinschaft. Diese wird regelmäßig durch den Arbeitgeber begründet, indem er die Job-Sharer zu der gemeinsamen Besetzung eines Arbeitsplatzes zusammenfasst. Hinweis: Die Entscheidung über die Begründung eines Job-Sharing-Verhältnisses kann der Arbeitgeber nicht einseitig treffen. Hierzu bedarf es einer besonderen Vereinbarung. Erst die (juristisch, nicht unbedingt zeitlich) nachfolgende Entscheidung über die Zusammenfassung derjenigen Arbeitnehmer, die eine Job-Sharing-Vereinbarung getroffen haben, erfolgt aufgrund des arbeitgeberseitigen Direktionsrechts. In diesem Rahmen entscheidet der Arbeitgeber dann - unter Beachtung der eigenverantwortlichen Arbeitszeitverteilung - frei über die Art und Weise des Zusammenwirkens der Job-Sharer. Die Job-Sharer stehen insbesondere nicht in einem Gesamtschuldverhältnis (§ 421 BGB). Anders als bei einem Gesamtschuldverhältnis kann der Arbeitgeber nicht nach seinem Belieben die Arbeitsleistung ganz oder zum Teil von einem Job-Sharer verlangen. Jeder Job-Sharer schuldet nur seine Teilleistung, d.h. die alternierende Besetzung des Arbeitsplatzes nach Maßgabe der geschuldeten Arbeitszeit. Die Arbeitnehmer sind selbst dann nicht zur Leistung der ganzen Arbeit verpflichtet, wenn einer von ihnen an der Arbeitsleistung verhindert ist. Anders als bei einem Gesamtschuldverhältnis sind die Job-Sharer einander auch nicht zur Ausgleichung verpflichtet, wenn einer von ihnen die Gesamtleistung erbringt (§ 426 BGB). Kommt es ohne eine vorherige Absprache der Job-Sharing-Partner zu einer Vertretung, so besteht ein unmittelbarer Anspruch gegen den Arbeitgeber, nicht aber ein Ausgleichsanspruch gegen den Partner. Die Vertretungsarbeitszeit ist gesondert zu vergüten. Der verhinderte Partner ist nicht zur Nachleistung seiner Arbeit verpflichtet...

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