Mitbestimmung im Rahmen von Job-Sharing

Die Ausgestaltung der Job-Sharing-Verhältnisse

kann der Mitbestimmung nach § 87 (1) Nr. 2 und 3 BetrVG unterliegen...

Quelle: bewerberAktiv

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Mitbestimmung im Rahmen von Job-Sharing Die Entscheidung über die Einführung von Job-Sharing-Verhältnissen ist mitbestimmungsfrei. Die Ausgestaltung der Job-Sharing-Verhältnisse kann der Mitbestimmung nach § 87 (1) Nr. 2 und 3 BetrVG unterliegen. Dies hängt davon ab, in welcher Weise über die Lage der Arbeitszeit entschieden wird. Entscheiden die Arbeitnehmer selbständig über die Lage der Arbeitszeit und sind - wie im Regelfall - von dieser Entscheidung keine weiteren Arbeitsverhältnisse im Betrieb betroffen, so steht dem Betriebsrat kein Mitbestimmungsrecht zu. Entscheidet jedoch der Arbeitgeber im Falle der Nichteinigung der Arbeitnehmer über die Lage der Arbeitszeitanteile, so greift das Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats aus § 87 (1) Nr. 2 BetrVG. Die Ausgestaltung der Job-Sharing-Verhältnisse unterliegt ferner dann der Mitbestimmung nach § 87 (1) Nr. 2 BetrVG, wenn Rahmenbedingungen für die Lage der Arbeitszeit getroffen werden sollen. Ebenso sind etwaige Regelungen zur Vertretung der Arbeitnehmer nach § 87 (1) Nr. 3 BetrVG mitbestimmungspflichtig, soweit diese einen kollektiven Bezug aufweisen. Kein Mitbestimmungsrecht besteht dagegen nach § 87 (1) Nr. 13 BetrVG. Hiernach sind ausschließlich die Grundsätze über die Durchführung der sogenannten ''teilautonomen Gruppenarbeit'' mitbestimmungspflichtig. Erfasst werden somit nur Arbeitnehmergruppen, denen eine Gesamtaufgabe zur eigenverantwortlichen Erledigung übertragen wurde. Dies ist bei Job-Sharing-Verhältnissen nicht der Fall...

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