Der Fachkräftemangel ist unverändert eines der dominierenden Arbeitsmarktthemen. Eine Möglichkeit, diesem Mangel auf betrieblicher Ebene zu begegnen, ist eine Investition in die eigene Ausbildung in einem der über 320 dualen Ausbildungsberufe. Wie hoch diese Investitionen sind, welcher Nutzen damit für die Betriebe einhergeht und was die alternative Gewinnung von externen Fachkräften kostet, wird in diesem Report mit der BIBB-Kosten-Nutzen-Erhebung 2022/2023 gezeigt. Basierend auf den Angaben von über 3.000 ausbildenden und über 1.000 nicht ausbildenden Betrieben werden Bruttokosten, Erträge und Nettokosten der betrieblichen Ausbildung, Personalgewinnungskosten und weitere Kennzahlen für Deutschland insgesamt, nach Betriebsgrößenklassen, Ausbildungsbereichen und Regionen präsentiert. Zusätzlich werden die Entwicklungen der letzten 15 Jahre betrachtet. Auf dem Arbeitsmarkt bleibt der Fachkräftemangel ein zentrales Thema sowohl für die Gesamtwirtschaft als auch für die einzelnen Betriebe. Die Fachkräftelücke vergrößerte sich auf über 600.000 fehlende Fachkräfte im Jahr 2022. Andere Studien kommen zu ähnlichen Ergebnissen. Darüber hinaus hinterließen die Coronapandemie, der russische Angriffskrieg auf die Ukraine, die damit einhergehende Energiekrise, hohe Inflationsraten und ein insgesamt stagnierendes Wirtschaftswachstum deutliche Spuren auf den Märkten.