Berufsporträt

Kurzinfo

Ausbildungsberuf

Binnenschiffer*

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Tätigkeitsinhalte

Binnenschiffer/innen laden im Hafen Güter oder nehmen Passagiere an Bord. Sie steuern Schiffe vom Steuerhaus aus, arbeiten auf Deck, z.B. bei Ab- oder Anlegemanövern, oder im Maschinenraum, z.B. wenn sie den Ölstand prüfen oder bewegliche Teile abschmieren.

Sie betreuen Fahrgäste oder überwachen die Fracht. Außerdem führen sie an Bord Reinigungs- und Instandhaltungsarbeiten aus und reparieren kleinere Schäden.

Arbeitsbedingungen

Binnenschiffer/innen steuern Schiffe vom Steuerhaus aus mit einer Vielzahl an nautischen Instrumenten und Bordsystemen, z.B. Autopilot - oder Radarsysteme. Von Hand verholen sie z.B. Schiffe oder verankern sie zusammen mit anderen Fachkräften im Hafen.

Sie tragen je nach Einsatzbereich Schutzkleidung wie Gehörschutz, Handschuhe, Sicherheitsschuhe sowie Rettungsweste. Der Witterung sind sie ausgesetzt, wenn sie an Deck im Freien arbeiten.

In den Maschinenräumen ist es bei laufenden Motoren heiß und laut. Bei Wartungs- und Reinigungsarbeiten an Bord kommen sie mit Reinigungsmitteln, Ölen, Schmierstoffen, Korrosionsschutzmitteln und Lacken in Kontakt.

Je nach Einsatzbereich sind die Arbeitszeiten unterschiedlich, mitunter auch in der Nacht und an Sonn- und Feiertagen. Wenn sie auf Fracht- oder Flusskreuzfahrtschiffen arbeiten, sind sie oft für längere Zeiträume unterwegs.

Da die Binnenschiffer/innen sowohl für Personen als auch für Sachwerte Verantwortung tragen, sind eine umsichtige Arbeitsweise, ein hohes Maß an Konzentrationsfähigkeit, ein gutes Auge und eine schnelle Reaktionsfähigkeit erforderlich.

Bei der Personenbeförderung haben sie Kontakt zu den Passagieren, denen sie z.B.Auskünfte erteilen. Die Arbeit an Bord verlangt Körperbeherrschung und kann körperlich anstrengend sein, wenn Güter geladen und gelöscht werden.

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit mittlerem Bildungsabschluss ein.

Wichtige Schulfächer

Um z.B. die Ladung zu planen, die Lade- und Löschzeiten oder den Verbrauch an Treib- und Betriebsstoffen berechnen zu können, sollten angehende Binnenschiffer/innen über solide Mathematikkenntnisse verfügen.

Kenntnisse aus den Bereichen Werken und Technik erleichtern die Wartung und Bedienung der technischen Anlagen an Bord.

Zum Lesen von Wasserstraßenkarten sind geografische Kenntnisse hilfreich. Wissen in Erdkunde ist ebenso gefragt, wenn die Auszubildenden beim Steuern und Navigieren der Binnenschiffe mitwirken.

Perspektiven

Nach ihrer Ausbildung arbeiten Binnenschiffer/innen in Güter- und Personenbeförderungsunternehmen der Binnenschifffahrt, in (Binnen-)Hafenbetrieben und -behörden und bei Wasser- und Schifffahrtsämtern.

Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Schiffsverkehr bis hin zu Ladungssicherheit.

Eine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Logistikmeister/in abzulegen.

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Nautik erwerben.

Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. auf einem eigenen Schiff als Partikulierschiffer/in.

Ausführliche Informationen



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