Berufsporträt

Kurzinfo

Ausbildungsberuf

Fachkraft für Lebensmitteltechnik*

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Tätigkeitsinhalte

Fachkräfte für Lebensmitteltechnik stellen aus unterschiedlichsten Rohstoffen an automatisierten Maschinen und Anlagen z.B. Nährmittel, Feinkost oder Erfrischungsgetränke her. Sie sind vom Eingang der Rohwaren bis zum fertig verpackten Produkt an allen Stationen der Verarbeitung beteiligt.

Zunächst nehmen sie Rohstoffe und Halbfertigprodukte entgegen und prüfen sie. Dann leiten sie diese an das Lager oder an die Verarbeitung weiter.

Sie sorgen dafür, dass nötige Zutaten bereitgestellt werden, bereiten sie vor und richten Maschinen und Anlagen ein. Nach festgelegten Rezepturen geben sie Zutaten in die Anlagen und starten die Produktion.

Sie überwachen alle Vorgänge einschließlich der Verpackung der fertigen Produkte. Bei Abweichungen oder Störungen greifen sie sofort ein. Außerdem kontrollieren sie regelmäßig die Qualität ihrer Produkte.

Arbeitsbedingungen

Fachkräfte für Lebensmitteltechnik arbeiten vor allem mit teil- oder vollautomatisierten Maschinen und Anlagen, die sie zumeist von Steuerpulten aus bedienen und überwachen.

Bei der Herstellung von z.B. Teigwaren, Fertiggerichten oder Getränken tragen sie Arbeitskleidung, z.B. Hygienekittel, Handschuhe, Mundschutz und Kopfbedeckung.

In erster Linie arbeiten sie in Produktionshallen. Dort ist es oft laut und heiß. Es riecht nach den gerade verarbeiteten Produkten, etwa nach Fisch.

Wenn sie zwischen Kühlräumen und temperierten Räumen wechseln, sind sie Temperaturschwankungen ausgesetzt. In Industriebetrieben wird oft im Schichtbetrieb gearbeitet.

Um Rezepturen und Hygienevorschriften einzuhalten, müssen die Fachkräfte für Lebensmitteltechnik verantwortungsbewusst, sorgfältig und genau arbeiten.

Damit der Produktionsprozess nicht unnötig lange unterbrochen wird, müssen sie bei Störungen der Maschinen und Anlagen schnell entscheiden und eingreifen. Für Tests im Rahmen der Fertigungskontrolle ist ein guter Geruchs- und Geschmackssinn wichtig.

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit mittlerem Bildungsabschluss ein. Beim Umgang mit Lebensmitteln benötigt man eine Belehrung und eine Bescheinigung des Gesundheitsamtes.

Wichtige Schulfächer

Angehende Fachkräfte für Lebensmitteltechnik sollten die Grundrechenarten und die Dezimal-, Bruch-, Prozent- und Dreisatzrechnung beherrschen, da sie Volumen- und Mischungsverhältnisse berechnen müssen.

Gute Kenntnisse in Chemie können bei der Verarbeitung der verschiedenen Roh- und Hilfsstoffe nützlich sein.

Kenntnisse in Biologie sind hilfreich - z.B. bei der Frage, welche Lebensmittel nach welchen Verfahren verarbeitet bzw. haltbar gemacht werden können.

Perspektiven

Nach ihrer Ausbildung arbeiten Fachkräfte für Lebensmitteltechnik vor allem in Betrieben der Fisch-, Fleisch- oder Obst- und Gemüseverarbeitung sowie in industriellen Großbäckereien und Molkereibetrieben.

Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Lebensmittelrecht bis hin zu Lebensmittelhygiene.

Eine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Industriemeister/in der Fachrichtung Lebensmittel abzulegen.

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Lebensmitteltechnologie erwerben.

Ausführliche Informationen



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