Berufsporträt

Kurzinfo

Ausbildungsberuf

Tierwirt (Imkerei)*

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Tätigkeitsinhalte

Tierwirte und Tierwirtinnen der Fachrichtung Imkerei beobachten, füttern und pflegen Bienenvölker, halten die Bienenunterkünfte instand und bestimmen einen passenden Standort für ihre Tiere.

Sie wintern die Tiere aus und ein, führen Bienenwanderungen durch und sorgen für die Gesundheit der Tiere. Falls die Bienen Vorbereitungen zum Ausschwärmen treffen, ergreifen sie Gegenmaßnahmen. Regelmäßig kontrollieren sie die Bienenstöcke auf Krankheiten und Parasiten.

Sind die Honigwaben gefüllt, entnehmen sie diese und schleudern sie im Schleuderraum. Dabei achten sie auf Hygiene- und Qualitätsstandards.

Um wirtschaftliche Entscheidungen treffen zu können, zeichnen sie Daten für die Zucht- und Betriebsbuchführung auf und führen Rentabilitätsrechnungen durch. Im Winter reparieren sie Bienenkästen und Imkereigeräte.

Arbeitsbedingungen

Tierwirte und Tierwirtinnen der Fachrichtung Imkerei pflegen Bienenvölker und erzeugen Honig und Wachs. Hierfür verwenden sie Versorgungseinrichtungen, z.B. Bienentränken, beruhigen Völker mithilfe von Rauchapparaten und setzen z.T. elektronisch gesteuerte Geräte für die Honigproduktion ein.

Sie verrichten aber auch viele Arbeiten von Hand, die anstrengend sein können. Imkeranzüge, -hüte und Handschuhe tragen sie, wenn sie im Freien an Bienenstöcken arbeiten.

Bei der Honigproduktion sind sie in Schleuder-, Abfüllräumen und Lagern tätig. Organisatorisches erledigen sie im Büro. In der Wanderimkerei transportieren sie Bienenstöcke z.T. über weite Strecken und stellen sie am jeweiligen Zielort auf.

Witterungseinflüsse, Insektenstiche, Wochenendarbeit und saisonale Arbeitsspitzen, z.B. im Sommer, gehören zum Alltag.

Aufmerksam beobachten Tierwirte und Tierwirtinnen der Fachrichtung Imkerei das Verhalten der Bienenvölker und achten auf Krankheitsanzeichen. Der Umgang mit Tieren und tierischen Produkten erfordert Verantwortungsbewusstsein.

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit Hochschulreife ein.

Etwa jede/r Achte der Ausbildungsanfänger/innen hatte vor Ausbildungsbeginn an einer betrieblichen Qualifizierungsmaßnahme teilgenommen. Für den Zugang zur Ausbildung wird zum Teil ein ärztlicher Nachweis gefordert, der eine Allergie gegen Bienengift ausschließt.

Wichtige Schulfächer

Kenntnisse in Biologie erleichtern angehenden Tierwirten und Tierwirtinnen der Fachrichtung Imkerei, die Lebensweise und Vermehrung der Bienen besser zu verstehen.

Auf ihre Mathematikkenntnisse greifen zukünftige Tierwirte und Tierwirtinnen der Fachrichtung Imkerei z.B. zurück, wenn sie in der Ausbildung Preiskalkulationen anstellen, um ihre Produkte gewinnbringend zu vermarkten.

Perspektiven

Nach ihrer Ausbildung arbeiten Tierwirte und Tierwirtinnen der Fachrichtung Imkerei vor allem in Imkereien, zum Teil in Kombination mit anderen Betriebszweigen.

Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Tierhaltung bis hin zu Landwirtschaft.

Eine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Tierwirtschaftsmeister/in der Fachrichtung Imkerei abzulegen.

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Agrarwissenschaft erwerben.

Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einer eigenen Imkerei oder einem gemischt-landwirtschaftlichen Betrieb (Landwirtschaft und Imkerei).

Ausführliche Informationen



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