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Berufsporträt Manufakturporzellanmaler*

Berufsporträt

Kurzinfo

Ausbildungsberuf

Manufakturporzellanmaler*

Ausbildungsdauer

3,5 Jahre

Tätigkeitsinhalte

Manufakturporzellanmaler/innen bemalen Gegenstände aus Porzellan wie Geschirr, Schalen, Vasen oder Figuren. Die Farben mischen sie selbst an.

Freihändig malen und zeichnen sie mit Pinseln und Zeichenfedern auf glasiertes Porzellan nach Naturmotiven sowie nach Vorlagen, etwa Fotografien, Zeichnungen oder Modellen.

Dabei wenden sie verschiedene Techniken an, z.B. das Lasieren, und lassen die Bemalung anschließend brennen, damit sich Farbe und Glasur dauerhaft verbinden.

Arbeitsbedingungen

Manufakturporzellanmaler/innen erledigen ihre Tätigkeit in Handarbeit und verwenden dazu z.B. Feinhaarpinsel, Spachtel zum Mischen der Farben oder Grafitstifte.

In den Werkstätten und Werkhallen kann es durch die eingesetzten Öfen heiß sein. Dämpfe und Gerüche von Farben, Säuren und Lösungsmitteln liegen in der Luft und können Haut und Atemwege reizen.

Manufakturporzellanmaler/innen tragen daher Schutzkleidung wie Schutzbrille und ggf. Staubschutzmaske.

Sie benötigen eine sorgfältige und präzise Arbeitsweise. Handwerkliches Geschick ist für das filigrane Arbeiten notwendig. Für das Entwerfen eigener Dekore sind Kreativität und Sinn für Ästhetik erforderlich.

Video

Zugang zur Ausbildung

Voraussetzung für den Zugang zu einer dualen Ausbildung ist ein Ausbildungsvertrag mit einem Ausbildungsbetrieb. Die Ausbildungsbetriebe suchen sich Auszubildende nach eigenen Kriterien (z.B. schulische Vorbildung) aus. Jugendliche unter 18 Jahren müssen eine ärztliche Bescheinigung über eine Erstuntersuchung vorlegen.

Wichtige Schulfächer

Da angehende Manufakturporzellanmaler/innen eine künstlerisch-kreative Ausbildung absolvieren, benötigen sie zeichnerisches Geschick.

Wenn sie Geschirr, Vasen, Schalen oder Figuren freihändig oder nach Vorlage mit vielfältigen Motiven bemalen und Dekorationen verzieren, sind künstlerische Fertigkeiten unerlässlich.

Bei der gestaltenden Arbeit am Porzellan kommen unterschiedliche Maltechniken zum Einsatz wie Lasieren, Staffieren, Rändern oder Linieren. Daher ist es für angehende Manufakturporzellanmaler/innen förderlich, wenn sie bereits verschiedene Maltechniken beherrschen.

Wenn angehende Manufakturporzellanmaler/innen ein neues Dekor entwerfen, benötigen sie nicht nur Formensinn, sie müssen zudem die richtige Objektgröße wählen und auf ästhetische Proportionen achten.

Maßumrechnungen gehören dazu, z.B. auch, wenn sie Entwürfe verkleinern oder vergrößern. Hierfür sind Rechenkenntnisse erforderlich.

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung richtet sich bei tarifgebundenen Betrieben nach tarifvertraglichen Vereinbarungen. Nicht tarifgebundene Betriebe müssen eine angemessene Ausbildungsvergütung gewähren.

Eine Übersicht der tariflichen Ausbildungsvergütungen für nahezu alle quantitativ bedeutenden Ausbildungsberufe bietet die Datenbank Ausbildungsvergütungen.

Perspektiven

Nach ihrer Ausbildung arbeiten Manufakturporzellanmaler/innen in Betrieben der Porzellanindustrie, bei Spielzeugherstellern oder Herstellern von keramischen Ziergegenständen.

Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Kunstmalerei bis hin zu Produktgestaltung.

Eine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Industriemeister/in der Fachrichtung Keramik abzulegen.

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Produkt-, Industriedesign erwerben.

Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich, z.B. mit einer Werkstatt für Porzellanmalerei.

Ausführliche Informationen

Berufsinfo der Datenbank BERUFENET

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