Berufsporträt

Kurzinfo

Ausbildungsberuf

Medientechnologe Druckverarbeitung*

Ausbildungsdauer

3 Jahre

Tätigkeitsinhalte

Medientechnologen und -technologinnen Druckverarbeitung stellen Printerzeugnisse in integrierten Prozessen fertig. Sie prüfen die aus der Druckerei kommenden bedruckten Bogen und wählen die geeigneten Verarbeitungstechnologien und -prozesse nach wirtschaftlichen, technischen und ökologischen Aspekten aus.

Sie richten die Verarbeitungsanlagen und Prozesskontrollsysteme ein bzw. konfigurieren diese und sorgen dafür, dass die notwendigen Produktionsmittel bereitstehen.

In der Zeitungsproduktion überwachen sie z.B. Einsteck-, Verteil- und Abtransportsysteme. In der Buchproduktion verarbeiten sie die vom Druck kommenden Bogen etwa mit Schneide-, Zusammentrag- und Bindeaggregaten oder stellen in der Akzidenzproduktion Prospekte mit Falz- und Veredelungstechniken fertig.

Mit Probedurchläufen stellen sie fest, ob die Auftragsanforderungen erreicht werden. Dann starten sie den Produktionsprozess, den sie laufend steuern und überwachen. Sie greifen bei Störungen ein und sorgen für die regelmäßige Wartung und Instandhaltung der Anlagen.

Arbeitsbedingungen

Medientechnologen und -technologinnen Druckverarbeitung arbeiten mit Maschinen und -anlagen zur Druckverarbeitung wie Falz-, Binde- und Schneidemaschinen. Diese richten sie mit Handwerkzeugen ein, bestücken, reinigen und warten sie.

Um sich zu schützen, tragen sie entsprechende Schutzkleidung, z.B. Sicherheitsschuhe, Arbeitskittel oder Handschuhe. Die Medientechnologen und -technologinnen üben ihre Tätigkeit vorwiegend in Produktionshallen aus, in denen es durch laufende Maschinen laut sein kann.

Bildschirmarbeitsplätze befinden sich meist am Leitstand der Anlagen, der auch in einem separaten Raum untergebracht sein kann.

Mit Haut und Schleimhaut reizenden Stoffen, z.B. mit Lösungs- und Reinigungsmitteln, Klebstoffen oder Papierstaub, kommen sie regelmäßig in Kontakt. Insbesondere in größeren Druckereien arbeiten sie im Schichtbetrieb.

Da durch das hohe Produktionstempo in modernen Druckereien bei falscher Maschineneinstellung bzw. bei Störungen sehr schnell große und kostenintensive Ausschussmengen entstehen, sind eine sorgfältige Arbeitsweise und ein schnelles Reaktionsvermögen erforderlich. Die Arbeit kann durch langes Stehen körperlich anstrengend sein.

Zugang zur Ausbildung

Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben. Die Betriebe stellen überwiegend Ausbildungsanfänger/innen mit mittlerem Bildungsabschluss ein.

Wichtige Schulfächer

Kenntnisse in Werken/Technik sind für angehende Medientechnologen/-technologinnen Druckverarbeitung unabdingbar. Sie lernen, wie man Druckerzeugnisse auftragsbezogen weiterverarbeitet, z.B. durch Falzen, Bohren, Rillen, Perforieren, Stanzen, Heften, Binden und Leimen.

Um Flächen, Gewichte oder Maße zu berechnen, sind gute Mathematikkenntnisse von Vorteil.

Perspektiven

Nach ihrer Ausbildung arbeiten Medientechnologen/-technologinnen Druckverarbeitung in industriellen Betrieben der Zeitungs-, Akzidenz- und Buchproduktion.

Durch Anpassungsweiterbildung kann man seine Fachkenntnisse aktuell halten, auf den neuesten Stand bringen und erweitern. Das Themenspektrum reicht dabei von Druckweiterverarbeitung bis hin zu Maschinenüberwachung.

Eine Aufstiegsweiterbildung hilft, beruflich voranzukommen und Führungspositionen zu erreichen. Naheliegend ist es, die Prüfung als Industriemeister/zur Industriemeisterin der Fachrichtung Buchbinderei abzulegen.

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Druck- und Medientechnik erwerben.

Ausführliche Informationen



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