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Arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersversorgung*

Publikation

Kurzinfo

Titel der Publikation

Arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersversorgung

Quelle

Hans-Böckler-Stiftung

Kurzbeschreibung

Ziel dieser Broschüre ist es, den Beschäftigten sowie Aufsichts- und Betriebsräten einen Überblick über die arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersversorgung zu geben und wesentliche Entwicklungen, Risiken und Probleme zu thematisieren...

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Suchbegriffe und Textauszug

Arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersversorgung, Altersvorsorge, Altersversorgungszusagen, Hans-Böckler-Stiftung. die arbeitgeberfinanzierte betriebliche altersversorgung über kaum ein thema wird in der öffentlichen debatte so leidenschaftlich dis kutiert wie über das zukünftige rentensystem und die rentensicherung. dabei stehen verschiedene konzepte und modelle zur diskussion, die auch ein stück weit ideologisch geprägt sind und von land zu land divergieren. unstrittig ist - insbesondere bezogen auf deutschland, aber auch auf die meisten europäischen länder -, dass der demographische wandel die umlagefinanzierte gesetzliche rentenversicherung vor große gesellschaftliche herausforderungen stellt, denn immer weniger sozialversicherungspflichtige arbeitnehmerinnen und arbeitneh mer müssen für die gesetzliche rente der zunehmenden anzahl von rentnerinnen und rentner aufkommen. in der politik wird dieses problem einerseits durch die kürzungen der ge setzlichen renten - das instrument hierfür ist die so genannte rentenformel, die in spezifischen zeitperioden angepasst wird (stichwort: nachhaltigkeitsfaktor) - und andererseits durch die erhöhung des renteneintrittsalters gelöst. die dritte möglichkeit, durch die erhöhung der gesetzlichen rentenbeiträge dem demo graphischen wandel und in diesem zusammenhang den auswirkungen auf das rentensystem entgegenzuwirken, scheint politisch nicht gewollt zu sein und spielt daher in der aktuellen diskussion keine rolle. wird der blick auf die entwicklung der gesetzlichen rentenversicherung in deutschland gelenkt, so droht vielen beschäftigten im alter die altersarmut. in einigen ländern, in denen die gesetzliche rente zur alterssicherung traditionell eine geringe bedeutung spielt, wie beispielsweise in den angelsächsischen län dern, ist die altersarmut heute schon ein reales gesellschaftliches problem. so halten sich in diesen ländern viele menschen im rentenalter nur über wasser, weil sie einer prekären beschäftigung (ein oder mehrere minijob(s)) nachgehen. in deutschland könnte sich in einigen jahren ein vergleichbares szenario ergeben, da das niveau der gesetzlichen rentenversicherung stetig abnimmt. dramatisch an der situation ist, dass selbst beschäftigten, die ein leben lang einer sozialversicherungspflichtigen vollzeitbeschäftigung nachgegangen sind, die altersarmut droht, insbesondere dann, wenn sie in dem so genannten nied riglohnsektoren beschäftigt sind oder einer prekären beschäftigung nachgehen. unterschiedliche quellen weisen darauf hin, dass die durchschnittliche ge setzliche rente eines typischen rentners in einigen jahrzehnten bei etwa 40 bis 50 prozent ihres nettoeinkommens liegen wird.1 eine mindestrente, wie sie in der vergangenheit in einigen europäischen ländern eingeführt wurde, um den lebensunterhalt zu sichern, ist aktuell in deutschland nicht stand der diskussion. stattdessen existiert der mechanismus der grundsicherung, der dann rentnerinnen und rentner zu sozialfällen werden lässt. die gegenwärtige, politisch gewollte lösung für das eben umrissene gesell schaftliche problem ist die förderung von ergänzenden formen der altersvorsor ge. dies betrifft die betriebliche altersversorgung und die private altersvorsorge. die betriebliche altersversorgung ist kein neues instrument. sie hat in deutschland eine lange tradition und besteht bereits länger als die gesetzliche rentenversicherung. ursprünglich war die betriebliche altersversorgung eine frei willige soziale leistung einiger arbeitgeber, die ihre belegschaft vor altersarmut bewahren wollten. nach einführung der gesetzlichen rentenversicherung diente die betriebsrente als zusätzliches renteneinkommen. mit ihr wurde langjährige betriebstreue belohnt. inzwischen soll nach vorstellungen des gesetzgebers die betriebliche altersversorgung die zunehmend schlechter werdende gesetzliche rentenleistung aufbessern. zusammen mit der privaten altersvorsorge soll sie den lebensunterhalt nach ausscheiden aus dem arbeitsleben sichern (drei-säulen modell bzw. drei-schichten-modell). ob dieses rentenmodell in der gegenwärtigen form aufgeht, darf bezwei felt werden. dagegen spricht, dass die freiwilligkeit der betrieblichen alters versorgung und der privaten altersvorsorge keine teilnahme an diesem modell garantiert.2 die arbeitsbedingungen einiger beschäftigten lassen darüber hinaus keinen oder nur einen zu geringen spielraum für derlei vorsorge zu. mit dem de mographischen wandel allein lässt sich der rückgang der gesetzlichen rente nicht erklären. hier spielen auch die unzulänglichen einkommen vieler beschäftigter eine wichtige rolle, bei denen trotz durchgängiger beschäftigung keine ausrei chende altersversorgung zustande kommt. erschwerend kommt hinzu, dass die kapitalgedeckte altersversorgung risiken in sich birgt. die letzte kapitalmarkt...

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