Co-Abhängigkeit erkennen

Mit diese Broschüre können Sie Ihr Wissen und Verständnis über Co-Abhängigkeit als Phänomen der suchtkranken Familie und Lebensgemeinschaft erweitern...

Quelle: Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe

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Selbsthilfe gegen Sucht Co-Abhängigkeit erkennen Angehörige von Suchtkranken im Blickpunkt ärztlich-therapeutischen Handelns Entstehung (Ätiologie) von Co-Abhängigkeit können Sie Ihr Wissen und Verständnis über Co-Abhängigkeit als Phänomen der suchtkranken Familie und Lebensgemeinschaft erweitern, Rollenmuster in der Suchtfamilie Mechanismus (Psycho- und Physio-Pathologie) können Fachärzte, niedergelassene Ärzte, Psychologen und Psychotherapeuten 1 die Problematik der Co-Abhängigkeit bei betroffenen Angehörigen kennenlernen, können Sie die medizinische Intervention um eine psychosomatische Betrachtungsweise erweitern, damit Angehörige, die an Co-Abhängigkeit leiden, angemessen behandelt werden, sollen Prävention und Frühintervention gestärkt werden, damit durch angemessene und fachkundige Beratung von Angehörigen der suchtkranke Mensch eher erreicht und dem Suchthilfesystem früher zugeführt wird. Dies ist letztlich eine gesundheitspolitisch relevante Investition in die Zukunft. Alkoholismus ist Krankheit Mit Urteil des Bundessozialgerichtes vom 18. Juni 1968 (AZ 3 RK 63 / 66) wird ''Trunksucht'' im Sinne der Reichsversicherungsordnung (RVO) als Krankheit anerkannt. Die ''Regelwidrigkeit'' liegt in der körperlichen wie auch der psychischen Abhängigkeit vom Alkohol. Das Stadium des Verlustes der Selbstkontrolle und des ''Nichtaufhörenkönnens'' sind Merkmale dieser körperlich-seelischen Komplexerkrankung. Dieser Zustand erfordert eine (fach-)ärztliche Behandlung. Zuständig sind Krankenkassen und Rentenversicherungsträger. Im Laufe von mittlerweile über 30 Jahren hat sich in der Suchtkrankenhilfe ein Behandlungsverbund entwickelt, in den stationäre und ambulante Einrichtungen sowie Selbsthilfegruppen eingebunden sind. Durch diese Vielfalt ist es heute möglich, jeder und jedem Suchtkranken ein individuell zugeschnittenes Behandlungskonzept anzubieten. Suchtkranke haben Angehörige Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen ist jedoch nicht nur der Suchtkranke allein betroffen, sondern immer auch sein soziales Umfeld: Partner, Kinder, Eltern, Freunde, Arbeitskollegen. Nicht jedes Auftreten von Co-Abhängigkeit, die sich aus dem Zusammenleben mit einem abhängigen Menschen entwickelt hat, ist behandlungsbedürftig (sowie zum Beispiel auch nicht jede depressive Verstimmung als klinisch relevante Depression anzusehen ist). Wird die seelische Belastung allerdings so groß, dass psychosomatische Beschwerden, körperliche Erkrankungen und / oder psychische Störungen auftreten und somit eine eindeutig subjektive Beeinträchtigung vorliegt, so ist die Co-Abhängigkeit als behandlungsbedürftig zu diagnostizieren. In der Regel bedarf es hier eines Facharztes oder eines niedergelassenen psychologischen Psychotherapeuten. Infektanfälligkeit Herz-, Magen- und Darmstörungen hoher Blutdruck Krebs eigene Suchterkrankung (z.B. Ess- und Brechsucht) Fachliche Hilfen für Angehörige / Co-Abhängige und Frühintervention durch Ärzte und Therapeuten sind immer auch präventive Maßnahmen: Sie können erheblich dazu beitragen, den sich oft über Generationen fortsetzenden Sucht-Kreislauf in Familien zu durchbrechen! Co-Abhängigkeit kann - wie die Erfahrungen der Selbsthilfegruppen zeigen - zum Stillstand gebracht werden. Je früher Co-Abhängige mit dem Hilfesystem in Kontakt kommen, desto größer werden die Chancen auf einen dauerhaften Erfolg von Therapie sein. Je früher die Abhängigkeit bzw. die Problematik eines oder beider Elternteile die Entwikklung eines Kindes beeinträchtigen (im extremen Fall bereits in der Schwangerschaft), desto nachhaltiger kann eine daraus entstandene Störung im Kind wurzeln und desto schwieriger kann es sein, diese zu behandeln. Medizinische Rehabilitation Gesamtverband für Suchtkrankenhilfe Selbsthilfegruppen für Suchtkranke und Angehörige Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe - Bundesverband e.V. Selbsthilfeorganisation...